31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 23 und 24 – Inspirationen und Aktuelles

Wenn ich jetzt „Witz komm‘ raus“ mit euch spielen wollte, dann würde ich einfach sagen, dass ich mich nicht so recht von den Doppelpacks bei der Beantwortung der Fragen zum Autorenwahnsinn lösen konnte oder wollte. Aber das wäre wirklich ein schlechter Scherz. Tatsächlich war ich gestern einfach ziemlich groggy und, wenn ich ehrlich bin, die ganz große Motivation habe ich heute auch nicht. Aber der Appetit kommt ja beim Essen, so sagt man. Und deswegen stürzen wir uns in die Fragen, deren Beantwortung heute mal wieder länger dauern könnte.


Tag 23: Zeig uns etwas, das dich inspiriert. Egal ob Bild, Buch, Film oder Musik!

Wenn ich es mir hier einfach mache, dann verweise ich einfach wieder auf „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King und bin mit der Arbeit für Tag 23 fertig. Aber ganz so einfach möchte ich es mir nicht machen und präsentiere euch deswegen auch noch zu den anderen Inspirationsquellen etwas.

Dabei kommt mir entgegen, dass ich Bild und Musik sogar zusammenfassen kann. Die Geschichte ist für regelmäßige Leser meines Blogs nicht neu, aber vielleicht wird mir ja der eine oder andere neu durch die Challenge hierher gespült.

Ich bin ein großer Fan von Mike Oldfield. Sogar so groß, dass ich selbst die belangloseren Pop-Alben gut finde, die er gemacht hat. Muss ich für die Jüngeren unter euch erklären, wer Mike Oldfield ist? Wahrscheinlich schon. Also in Kurzform:

1973 erschien der junge, schüchterne und von Komplexen zerfressene Oldfield mit einem wahren Monster von einem Album auf der Bildfläche. „Tubular Bells“ war ein Instrumentalwerk, das er ganz alleine eingespielt hatte, wobei er um die zwanzig Instrumente verwendete. Das Album stieg, auch gepusht dadurch, dass die Anfangssequenz im Film „Der Exorzist“ verwendet wurde, bis auf die Top-Position so ziemlich jeder relevanten Albumcharts und begründete eine große Karriere.

Oldfield hat bis heute viele instrumentale Alben folgen lassen, aktuell ist gerade „Return to Ommadawn“, eine Fortsetzung zu seinem dritten Album von 1976, erschienen. Er hat aber insbesondere auch in den 80ern einige lupenreine Popsongs geschrieben, von denen die von Maggie Reilly gesungenen „Moonlight Shadow“ und „To France“ die bekanntesten sein dürften.

Und damit komme ich dann bei dem Bild und dem Album an, die mich zu meinem Roman „Der Beobachter und der Turm“ inspiriert haben:

crisesDas Album „Crises“ erschien 1983 und kombinierte das zwanzigminütige Titelstück mit fünf kürzeren Songs, darunter neben dem bereits erwähnten „Moonlight Shadow“ auch „Shadow on the Wall“, gesungen von Roger Chapman.

Der Song „Crises“ zeichnet sich durch einen sehr starken Gebrauch des damals noch recht neuen Fairlight-Synthesizer aus. Es entstanden elektronische Klänge und Strukturen, die sich mit dem für Oldfield typischen Gitarrenspiel zu ganz eigenen Mustern verbanden.

Und in Kombination mit dem Albumcover, auf das in diesem Stück durch eine Passage referenziert wird, in welcher ein Sänger immer wieder die Line »The Watcher and the Tower – Waiting hour by hour« singt, wurde ich zu einem kurzen experimentellen Text inspiriert, der sich, viele Monate später, als Keimzelle für einen Roman erweisen sollte, der dann, endlich, runde fünfzehn Jahre später auch abgeschlossen werden konnte.

Während also bei Musik, Buch und Bild die Wahl einfach war, was mich denn inspiriert, ist es bei den Filmen schwieriger. Ich weiß, dass es ein paar ganz hervorragende Filme gibt, in denen es um Autoren und das Schreiben geht. Aber ironischer Weise habe ich die meisten von denen nie in meinem Leben gesehen. Nein, nicht einmal „Der Club der toten Dichter“. Und ja, ich weiß, dass das eine eigentlich nicht zu entschuldigende Bildungslücke ist.

Es sind mehr die kurzen Segmente aus vielen Filmen, die mich inspirierten, sei es zu konkreten Szenen oder sei es nur in Bezug auf die Stimmung, die ich in einem Roman erzeugen wollte.

In meinem Roman „Lichter“ schwingt ganz viel von Rob Reiners „Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers“ mit – den ich nach wie vor für einen der großartigsten Coming-of-age-Filme aller Zeiten halte.

In „Der Rezensent“ gibt es eine Szene, die von einem alten Aushangfoto zu dem Edgar-Wallace-Film „Der unheimliche Mönch“ inspiriert ist.

Generell kann ich also durchaus sagen, dass ich ein leicht zu inspirierender Mensch bin. Wobei die Kunst dann darin besteht, nicht in plumpe Plagiate zu verfallen. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.


Tag 24: Zeig uns ein Foto deines aktuellen Projektes!

Das ist jetzt eine Fangfrage, denn eigentlich habe ich im Moment ja mein aktuelles Schreibprojekt „Der goldene Tod“, auch wenn das ziemlich brach liegt, aber auch die Überarbeitung von „Der Morgen danach“, die für die Veröffentlichung läuft.

Ach, wisst ihr was? Ihr bekommt einfach zwei Screenshots, weil ich mich nicht entscheiden kann :-).

Der goldene Tod:

dgt240117

Der Morgen danach:

dmd240117


Aber ab morgen wird es hier dann endgültig tagesaktuell! Ist ja kein Zustand, findet ihr nicht auch?

Wobei ich jetzt schon weiß, dass das kein besonders spannender Beitrag wird, habe ich doch kürzlich erst genau diese Fotos hier präsentiert.

Anyway, morgen gibt es

Tag 25: Wir wollen dein Bücherregal sehen!

Bis dahin!

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