Der Sonntagsreport vom 05.02.2017

Hallo alle miteinander!

In der vergangenen Woche gab es immer mal wieder Phasen, in denen ich meinen – oder irgendeinen – Computer eigentlich nicht mehr sehen konnte. Wer mich kennt weiß, dass das ein extrem ungewöhnlicher Zustand bei mir ist. Und noch ungewöhnlicher ist es, weil ich mich ja gerade jetzt zum Kauf eines neuen PCs durchgerungen habe. Aber dieser ist gleichzeitig auch der Grund für meinen Zustand. Denn damit ging dann doch eine Menge Arbeit einher, die ich zwar nicht unterschätzt hatte, die aber doch zu diesem Zeitpunkt nicht so richtig in meinen Kalender gepasst hat.

Ich bin immer noch mit der Überarbeitung von „Der Morgen danach“ beschäftigt. Natürlich. Inzwischen bin ich zu etwas mehr als drei Vierteln durch damit, die Perspektive in die Ich-Form umzuwandeln. Aber ich sehe, neben der Arbeit, die damit verbunden ist, auch die Vorteile immer deutlicher. Der Roman gewinnt an Persönlichkeit. Und mir ist erst jetzt noch einmal aufgefallen, wie indirekt und fern von der Person ich teilweise geschrieben habe.

Da gab es dann Konstrukte wie „Markus hatte gar nicht realisiert, dass …“. Ja, wirklich, so in der Art habe ich da geschrieben! Nun bin ich inzwischen fünf Jahre älter und auch in Sachen Schreiben erfahrener geworden. Da fallen mir solche Dinge vielleicht einfach eher auf. Jedenfalls wurde aus so einem Monstrum nun ein einfaches „Mir fiel auf, dass …“. Liest sich doch gleich viel angenehmer, findet ihr nicht auch? Und kürzer ist es auch noch.

Apropos kürzer: Der Roman hat im Laufe der bisherigen Überarbeitung einiges an Seiten eingebüßt und wird vielleicht auch noch die eine oder andere verlieren. Als ich gestartet bin, waren es 374 Normseiten. Jetzt sind es noch 327. Ich kann richtig spüren, wie der eine oder die andere von euch mir aufmunternd auf die Schulter klopft, weil ich mich früher immer so schwer damit getan habe, meine Texte zu kürzen.

Nun, was soll ich sagen, diesmal ist es gar nicht so. Es geht wirklich von alleine. Einen großen Teil der Kürzungen haben allerdings auch die Passagen ausgemacht, in denen mein Protagonist gar nicht anwesend war. Ich habe mir bei jedem dieser Abschnitte die Frage gestellt, ob der Leser die enthaltenen Informationen wirklich wissen muss – oder ob er auch durch die Handlung steigt, wenn er später überrascht wird. Und die Antwort lautete in den allermeisten Fällen, dass der Roman nichts verliert, wenn diese Passagen wegfallen.

Gegenwärtig gibt es noch zwei Ausnahmen, über die ich dann aber im Lektorat mit meiner Lektorin sprechen möchte. Ich bin der Auffassung, dass hier deutliche Probleme zu erwarten sind, wenn man die Infos zurückhält. Ganz glücklich bin ich, aus den geschilderten Gründen, aber nicht damit. Mir wäre es lieber, ich könnte den Leser über die gesamte Romanlänge hinweg auf dem Stand meines Protagonisten halten. Da freue ich mich auf den Input von Außen.

Aber ich hatte diesen Report ja damit begonnen, dass ich über meine diversen Computer gejammert habe. Es war ja nicht damit getan, einen neuen PC zu kaufen und einzurichten. Denn da in dieser sehr technikaffinen Familie nichts verkommt, wurde vom Familienrat beschlossen, dass der vorhandene PC, der durchaus für den täglichen Gebrauch noch reicht, innerhalb der Familie weitervererbt wird.

Meine große Tochter hat abgewunken, dafür hat dann die Kleine den Zuschlag bekommen. Das bedeutete für mich, dass ich ganz viel Software, mit der eine Siebenjährige nichts anfangen kann, braucht und soll, herunterschmeißen – und dafür einige Kinderspiele raufschaufeln muss. Ich sitze hier gerade mit meinem PC vor mir und dem anderen in meinem Rücken.

Die Große bekommt nur einen neuen Bildschirm, weil meinen habe ich ja behalten. Sie vergrößert sich da, weil für die Kleine der „kleinere“ (22 Zoll) Monitor ausreichend ist. Wie man es dreht und wendet, es war ein sehr vielseitiges Wochenende, was die PC-Arbeit angeht.

Da habe ich mich dann doch gefreut, dass ich mir heute zwischendurch die Zeit zum Überarbeiten nehmen konnte. Und ich werde auf jeden Fall auch noch ein wenig weitermachen damit :-).

Was gibt es noch zu berichten? Ich habe ein neues Buch gelesen, das ich, sehr wahrscheinlich, für „Das Schreiben der Anderen“ rezensieren werde. Es handelt sich um „Die Krankheitensammlerin“ von Kia Kahawa. Allerdings tue ich mich gerade noch etwas schwer mit dem richtigen Zugang zur Rezension. Eigentlich müsste ich die nämlich zweiteilen, einmal in einen sehr persönlichen Blickwinkel und einmal in einen sehr objektiven. Und da weiß ich gerade noch nicht, wie ich das machen soll.

Wesentlich leichter würde mir die Rezension des aktuellen Albums von Jean-Michel Jarre fallen, denn ich habe „Oxygene 3“ jetzt schon sehr oft beim Überarbeiten gehört. Irgendwie konnte ich mich aber noch nicht aufraffen. Na ja, im Entwurf gibt es das gute Stück schon einmal.

Und irgendwann werde ich dann auch mal wieder die Zeit haben, mich wirklich an meinen neuen Rechenknecht zu setzen, und eine Runde zu spielen – ihr seht schon, das PC-Thema lässt mich heute nicht los. Ich habe „GTA V“ installiert und mir den Benchmarktest mit allen Grafikeinstellungen auf Maximum angesehen. Bildwiederholraten um die 60 sind fürs menschliche Augen allemal als sehr gut zu bezeichnen. Da freue ich mich, die Offene Welt des Spiels zu erkunden!

Damit soll es an dieser Stelle aber auch genug sein, ihr Lieben. Ich hoffe, der kleine Einblick in meine vergangene Woche hat euch gefallen! Ich merke jedenfalls, dass ich mich deutlich wohler mit dem Sonntagsreport fühle, seit ich die starren Kategorien abgeschafft habe. So geht es halt ein wenig kreuz und quer. Aber – na und? Wir sind doch alle flexibel genug, dass wir das aushalten, oder?

Oder!?

Habt einen guten Start in die neue Woche :-).

Euer Michael

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4 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 05.02.2017

  1. Zur Überarbeitung: *schulterklopf* 🙂
    Zum Reportformat: Ja, das Kreuz und Quer halte ich locker aus und erfreu mich dran.
    Zu GTA V: Bin mit der Reihe nie warm geworden, aber das soll ja sehr gut sein. Mein letztes Openwold war der dritte „Witcher“ – ein herrliches Ding. Wünsche viel Spaß 🙂
    Zu Jarre: Da bin ich gespannt. Habe schon ewig nichts mehr von ihm gehört (im doppelten Wortsinn).
    Wünsche noch einen schönen Abend und einen noch besseren Montag!

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    • Dankeschön!

      Zu GTA kann ich nicht viel sagen. Ich bin das klassische Werbeopfer ;-). Als meine Kiddies unbedingt eine X-Box haben wollten, gab es das im Bundle dazu. Es sah ganz ansprechend aus, aber ich komme mit dem Controller nicht klar. Also habe ich es mir für den PC noch einmal gekauft und schaue jetzt mal, ob ich durchsteige. Die Präsentation ist jedenfalls, mit Verlaub, geil!

      Gefällt 1 Person

  2. Oh, ich möchte die auch ausgiebig auf die Schulter klopfen. Sehr, sehr gut!

    Zur Rezension: Wie objektiv kann eine Rezension denn sein? 😉 Schreib die Rezension doch in einem, vielleicht als Diskussion. Persönliches Empfinden vs. professioneller Blick.

    Gefällt 1 Person

    • Danke fürs Klopfen, Julia!

      Bei den Rezensionen scheiden sich die Geister. Ich denke schon, dass man Sachen wie Stil und Sprache objektiv beurteilen kann. Aber das ist ja nicht alles, was ein Buch ausmacht. Und genau da hakt es halt.

      Aber so, wie du es empfiehlst, wird es wahrscheinlich am Ende auch werden. Sonst müsste ich vor der Rezi kneifen – und das will ich nicht.

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