Was jetzt so ansteht – Eine (fast) unwillkommene To-Do-Liste

Ich bin eigentlich kein besonders großer Freund von To-Do-Listen. Das hat was damit zu tun, dass ich dazu neige, die Punkte entweder durcheinander zu schmeißen, oder sie einfach unter den Tisch fallen zu lassen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich sie nicht oder nur mit sehr großem Aufwand erreichen kann.

Und trotzdem kann mein Kopf anscheinend nicht anders, als sich immer mal wieder so eine Liste aus den Gehirnzellen zu leiern. Da ich im Moment sowieso ein wenig ausgebremst bin, bot sich das irgendwie wahrscheinlich auch an.

Ich dachte, ich lasse euch einfach mal daran teilhaben, was jetzt so ansteht.

Top 1: Zweiter Überarbeitungsdurchgang „Der Morgen danach“

Wie bereits geschrieben, möchte ich das Manuskript, das nun ja in einer völlig anderen Personalform als vorher vorliegt, noch einmal auf Schnitzer abklopfen und auf notwendige/sich anbietende Erweiterungen auf der Gefühlsebene. Ich hatte im letzten Sonntagsreport angedeutet, dass das ein Feld ist, auf dem auch Gefahren lauern. Aber ich muss mich von meinem inneren Kritiker an dieser Stelle ein Stück weit frei machen. Was ich jetzt an den Verlag schicken werde, ist eine Arbeitsgrundlage. Alles Weitere werden wir gemeinsam erarbeiten und überarbeiten.

Top 2: Sichtung, Exposéerstellung und Überarbeitung Einstieg „Darkride“

Auch über „Darkride“ habe ich euch schon erzählt. Sowohl darüber, dass ich plane, das Projekt einmal bei be anzubieten, als auch, vor grauer Blogvorzeit, woher eigentlich die Idee zu der Story kam. Sichtung bedeutet dabei für mich, dass ich das ganze Manuskript noch einmal lesen will. Am besten so, wie man ein ganz fremdes Buch liest. Und nachdem ich ja, wie erzählt, schon einmal reingelesen habe, weiß ich wieder, dass es solche Passagen auch gibt, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Das wird spannend! Die Luft für die Erstellung eines Exposés und die Überarbeitung der Leseprobe werde ich hoffentlich haben, während man bei Scylla an der ersten Lektoratsrunde sitzt. „Darkride“ reizt mich einfach, weil ich von der Story immer noch überzeugt bin, von den verschiedenen Versatzstücken des Krimis, als auch von der Hauptperson. So sehr überzeugt, dass ich mir sogar schon Gedanken über einen zweiten Teil mit meinem Kommissar gemacht habe. Kein guter Krimi ohne Serienambitionen, nicht wahr? 😉

Top 3: Weiterarbeit an „Der goldene Tod“

Und nach all diesen Arbeiten wird es Zeit, endlich mal wieder einfach nur zu schreiben! „Der goldene Tod“ soll nicht das Schicksal vieler früher Entwürfe teilen und einfach so im Sande verlaufen. Dafür gefallen mir hier die bisher geschriebenen Szenen und Personen viel zu gut.

Die Liste ist nicht abschließend, aber bis hierhin sollte ich es erst einmal bewenden lassen. Denn je höher die Nummer wird, desto unwahrscheinlicher wird ihre zeitnahe Realisation. Wenn ich all das bis, sagen wir, Ostern auf die Reihe bekomme, dann freue ich mich schon.

Habt ihr auch To-Do-Listen, die sich immer wieder aufdrängen?

15 Gedanken zu “Was jetzt so ansteht – Eine (fast) unwillkommene To-Do-Liste

  1. Oh ja, die habe ich. Und wie du neige ich leider dazu, sie immer wieder unter den Tisch fallen zu lassen. Weswegen ich mir eigentlich auch immer vor nehme, keine zu machen. Es frustriert doch eigentlich nur, wenn man es nicht schaffte, diese Ziele dann auch zu schaffen.
    Dennoch erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich mir doch ein paar To-Dos Setzte, die ich dann doch nicht schaffe.
    Mein größtes und wichtigstes To-Do ist ja endlich einen vollständigen Roman bis zum 1.1.2018 in der Rohfassung fertig zu haben. Wenn ich das schaffe, bin ich schon mehr als zufrieden. ;D
    Was anderes setzte ich mir mal gar nicht, das frustriert am Ende nur wieder.

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    • Nun, dann wünsche ich dir auf jeden Fall viel Erfolg für dein größtes To-Do!

      Ich denke, dass es auf jeden Fall gut ist, wenn man einen so großen Punkt hat, dass man seine Wichtigkeit eigentlich gar nicht vergessen kann. Das ist dann ja schon eine andere Nummer als einfach nur ein Punkt auf einer Liste zu sein.

      Du schaffst das!

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  2. Ich habe früher sehr fanatisch to-do-Listen für alles mögliche geführt. Inzwischen habe ich das mehr oder weniger vollständig abgelegt, da die Dinger mich immer enorm unter Druck gesetzt haben. Die wichtigsten Dinge, die ich nicht vergessen darf, werden auf eine Liste geschrieben, die in meiner Schublade verschwindet. Einmal die Woche schaue ich da drauf und streiche ab, was erledigt ist. Alles, was es nicht auf die Liste geschafft hat, versuche ich im Kopf zu behalten. Wenn ich es vergesse, bevor ich es erledigt habe: Pech gehabt. Entweder fällt es mir später einmal wieder ein oder es war eben nicht bedeutsam genug. 😉

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    • Hallo und herzlich Willkommen auf dem Blog! 🙂

      Das mit der Liste, auf die man nur einmal in der Woche schaut, ist auch ein interessanter Ansatz. Wie machst du das mit Dingen, die sozusagen wirklich „dran“ und auch relativ wichtig sind, die man aber trotzdem gut aufschieben kann, wenn man nicht aufpasst? Also solche Dinge wie meine Überarbeitung, die ich schon ewig vor mir hergeschoben habe, zum Beispiel.

      Für die kleinen Dinge plane ich ja schon gar nicht – das würde mich wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben …

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      • Bei solchen Dauerprojekten räume ich mir die Aufgabe immer stets „in den Weg“, sprich: Abends, bevor ich ins Bett gehe, lege ich mir meine Arbeit direkt vor, auf oder (wenn es nur einzelne Blätter sind, in den Laptop – Ich muss also zwangsweise am nächsten Morgen drüber stolpern. 😉

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  3. Mich schrecken To-do-Listen auch immer ab, weil sie stets dazu führen, dass man die Dinge macht, die schnell erledigt sind, sich danach fühlt wie ein König, schließlich hat man schon 3/4 durchgestrichen, aber die anderen 1/4 gefühlt 100 Jahre auf der To-do-Liste stehen bleiben.
    Ich glaube, To-do-Listen funktionieren mit Regeln, d. h. Prioritätsregeln oder Tages-/Wochenregeln im Sinne von Deadlines. Ich hab das alles schonmal versucht, aber am Ende scheitere ich immer wieder selbst an mir.
    Aktuell versuche ich es so: Beginne jeden Tag mit einer Tätigkeit, die du vor dir herschiebst (führt nämlich dann auch psychologisch dazu, dass der Tag insofern positiv beginnt, dass man schon recht früh ein Erfolgserlebnis zu verbuchen hat – und wenn es nur das schrittweise Weiterkommen eines Projekts ist, aber es ist ein Weiterkommen).

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  4. Bei mir heißt das „Dodo-Liste“ (Du weißt schon: diese komischen Vögel, die’s mal gab), und ohne würde ich wohl gar nichts mehr gebacken kriegen. Man muss sich ja nicht sklavisch dran halten. (Außerdem ist es höchst motivierend, wenn man mal wieder ein paar Punkte aus der Liste streichen kann!)

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  5. Julia schreibt:

    Ich bin gespannt, ob Du das alles bis Ostern schaffen wirst.

    Öhm… Ja, ich bin eine Person, die sich zu fast allem Listen macht, weil ich sonst das Gefühl habe irgendetwas vergessen zu haben und das mag ich überhaupt nicht. Meine To-Do-Listen sind aber nicht aufdringlich, sondern hilfreich 🙂

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    • Hallo Julia! 🙂

      Ein wenig gespannt bin ich auch, aber es sind ja noch ein paar Wochen. Und ich möchte das Manuskript von „Der goldene Tod“ ja nicht gleich abschließen. Aber auf jeden Fall wieder richtig in die Geschichte kommen (wozu ich mir alles bisher geschriebene noch einmal durchlesen muss) und weitermachen. Es ist lange her, dass ich einfach nur fabuliert habe.

      Das mit dem Vergessen kenne ich auch. So richtig akribisch werde ich immer, wenn es an Urlaube oder so geht. Da sind meine Listen schon mal zwei A4-Seiten lang mit allem, was zu packen, zu machen und zu bedenken ist.

      So ein Mikromanagement würde mich auf Dauer aber total behindern. Das merke ich oft auf der Arbeit, wenn ich gar nicht weiß, womit ich jetzt anfangen soll.

      Ja, auch den Umgang mit To-Dos muss man lernen, glaube ich.

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