Der Sonntagsreport vom 26.02.2017 – Überarbeitung, Rezensionen und noch ein Foto

Hallo ihr Lieben!

Zuerst einmal möchte ich mich auch hier an dieser Stelle und somit ganz hoch-offiziell für eure lieben Worte in Bezug auf mein Autorenfoto bedanken, die mich im Blog, auf Twitter und bei Facebook erreicht haben. Wie ihr euch denken könnt, baut mich das ganz gewaltig auf, denn ich hatte wirklich große Zweifel, ob bei diesen Fotos etwas herauskommt, das ich vorzeigen kann, ohne dafür müdes Lächeln oder abwinkende Häme zu ernten. Dank euch habe ich mein Selbstwertgefühl in Bezug auf die Aufnahmen wieder zwischen den Federn auf dem Boden hervorgekramt und vor dem Staubsauger in Sicherheit gebracht.

Zur „Belohnung“ zeige ich euch, weil einige von euch danach gefragt haben, am Ende des heutigen Reports noch ein Bild. Ihr könnt euch jetzt überlegen, ob ihr einfach direkt dorthin springt, oder vielleicht noch ein wenig von dem lest, was ich euch sonst so zu erzählen habe.

Noch da? Oder wieder? Das freut mich!

Wie ihr ja mitbekommen habt, habe ich mich in das Heer derjenigen eingereiht, die in diesem Winter von einem grippalen Infekt dahin gerafft wurden. Aber jetzt ist es langsam auch mal wieder gut damit und übermorgen (morgen ist Rosenmontag und das ist hier in Duisburg ein „Feiertag“) geht es wieder an die Arbeit.

Passend dazu habe ich mich heute endlich daran gewagt, mit der nächsten Stufe der Überarbeitung von „Der Morgen danach“ anzufangen. Diese besteht im Wesentlichen daraus, alles noch einmal zu lesen und die ersten Kleinigkeiten auszumerzen, die sich durch die Umstellung der Erzählperspektive ergeben haben.

Ich habe tatsächlich schon einige Stilblüten gefunden, bei denen ich schlicht und einfach nicht aufgepasst habe. Da wurde aus einem „er fragte sich“ zum Beispiel ein „ich fragte sich“. Ärgerlich, aber keine große Sache. Doch immerhin eine, die ich jetzt erledigen will, bevor das Ganze dann zur ersten Lektoratsrunde geht.

Da ich davon ausgehe, dass ich diese Runde recht schnell hinter mich bringen werde, werde ich danach noch meine „blaue Liste“ hervor kramen, an die sich der eine oder die andere vielleicht noch von der Zeit meiner Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“ erinnert. Viele der darauf enthaltenen Punkte habe ich zwar während der Erstüberarbeitung bereits umgesetzt, man lernt ja dazu, aber es schadet ja nicht, noch einmal draufzuschauen.

Allerdings merke ich jetzt, nachdem ich ungefähr anderthalb Stunden am Text gearbeitet und dabei 13% geschafft habe, dass mein Kopf dann doch meint, es reicht. Egal, muss er sich wieder dran gewöhnen. Im Zweifel halt gaaaaanz langsam.

Okay, jetzt habe ich doch glatt ein wenig den Faden verloren. Wo war ich? Ach ja, dabei, euch mein Leid zu klagen.

In der kommenden Woche, sehr wahrscheinlich schon morgen, kommt ein neuer Beitrag für meine Reihe „Das Schreiben der Anderen„. Der eine oder andere wartet ja schon länger darauf, dass ich da mal ein Werk verreiße. Nun kann ich euch sagen, dass es immer noch nicht so weit sein wird, aber ich tue mich mit der Einordnung dieses Romans schwer.

Ich merke, dass es etwas vollkommen anderes ist, wenn man die Erzeugnisse von Leuten beurteilt, die man „persönlich kennt“ (und sei es durchs Internet), oder bei denen man eben nur ihr Endprodukt rezensiert. Und es ist noch einmal etwas anderes, wenn das bei etwas geschieht, wofür man selber brennt. In diesem Fall eben das Schreiben.

Als ich noch Hörspiele rezensiert habe, hat mich das nämlich auch nicht besonders gestört. Auch damals hatte ich schon Kontakt zu Machern, aber denen konnte ich auch unverblümt sagen, wenn sie mal etwas abgeliefert hatten, das jetzt nicht zwingend das Gelbe vom Ei war.

Aus dieser Zeit stammen auch die Grundsätze, die ich mir eigentlich für das Rezensieren gegeben habe und die auch für „Das Schreiben der Anderen“ gelten: Ehrlichkeit, Offenheit, keine Gefälligkeitsbesprechungen.

Nun muss ich, wie gesagt, die Erfahrung machen, dass ich mich nur so halb auf die Position des außenstehenden Rezensenten begeben kann. Die andere Hälfte ist der Autor, der ggf. sogar irgendwann Mitbewerber wird.

Mache ich mir Sorgen, dass man mir vorwerfen könnte, absichtlich miese Besprechungen zu schreiben, um Konkurrenten „schlecht“ zu machen? Vielleicht ist es so. Es ist dies wieder einmal die Sorge vor unangebrachter Beurteilung, die mich zweifeln lässt.

Ich werde diese Rezension schreiben, sie wird kein Verriss werden, aber sie wird klar zum Ausdruck bringen, was mir gefallen hat und was mir nicht so gefallen hat. Das ist, denke ich, das Einzige, was ich tun kann, um mir selbst, aber auch dem rezensierten Buch gegenüber, aufrichtig sein zu können.

So, ich hoffe, das klang jetzt nicht wieder zu pathetisch, aber ich mache mir über diesen Punkt Gedanken und merke, dass ich es bei jeder Rezension tue, wo ich nicht sofort die berühmten „fünf Sterne“ zücke. Deswegen wollte ich es hier kurz thematisieren.

So, damit habe ich jetzt aber auch mein Pulver für diese Woche verschossen, glaube ich. Jedenfalls fällt mir spontan nichts mehr ein, was ich euch erzählen könnte und was nicht schon im Laufe der Woche abgehandelt worden wäre.

Dann kommen wir jetzt zu dem Punkt, aus dem die meisten von euch den ganzen Text bestimmt gar nicht gelesen haben, sondern sofort hierhin gesprungen sind:

Auf eure Bitten hin noch ein zweites Bild aus der Fotosession von Donnerstag. Bei dem könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, es in einem Manuskript als Autorenbild zu verwenden. Der Größenwahnsinnige in mir sagt gerade: Auf dem Umschlag des Hardcovers 😉 .

michael-behr-3

Ich wünsche euch schon einmal einen schönen Wochenstart. Da, wo gefeiert wird: Helau und Alaaf! Und allen anderen einfach eine gute Woche.

Euer Michael

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20 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 26.02.2017 – Überarbeitung, Rezensionen und noch ein Foto

  1. Super Foto, der Rodinsche Denker ist nichts dagegen 🙂 Habe gerade auf Deine „blaue Liste“ geschaut – interessant. Bei mir würden andere Sachen noch dazu kommen (auf „grinste“ prüfen z.B.), insgesamt aber eine gute Sache. Und die Problematik der Rezensionen verstehe ich gut. Bis jetzt fand ich die aber, wie gesagt, sehr schön ausbalanciert. Es lassen sich ja auch durchaus mal Schwachstellen fromulieren, ohne dass man gleich fies wird. Einen schönen rosigen Montag wünsche ich!

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    • Schön, dass auch dieses Bild ankommt! Das war der Favorit von Celia und mir 🙂 .

      Nein, fies werden möchte ich auf keinen Fall mit einer Rezension. Aber ich möchte auch niemandem „enttäuschen“. Wobei ja die Frage ist, ob ich das nicht mit einer unaufrichtigen Besprechung noch mehr tun würde.

      Gefällt 1 Person

    • Dankeschön, das freut mich ungemein! 🙂

      Die beiden Bilder erfüllen für mich unterschiedliche Zwecke. Das im Querformat kann ich mir, wie beschrieben, gut als Header auf einer Homepage(-Unterseite) vorstellen. Das hier geht dann schon in eine andere Richtung.

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  2. Hallo Michael,
    Puh, das stelle ich mir mit den Rezensionen auch schwer vor und ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Ich denke aber, wenn du konstruktiv bleibst, brauchst du dir da keinen Kopf zu machen. Und wenn du denjenigen sogar kennst, könntest du am Schluss sagen, wie du etwas verbessern würdest. Das würde dem anderen dann ja evtl helfen, aber vor Allem könnte er dann deine Gedanken besser nachvollziehen.

    Vielen Dank für die Fotos! Ich weiß grad gar nicht, ob ich bei dem anderen kommentiert habe, aber da mochte ich dein nachdenkliches Gesicht. Auch wenn ich diese Hand-unter-Kinn-Pose bei dir etwas unnatürlich finde. Machst du das, wenn du nachdenkst? Hier auf diesem Bild finde ich deinen Gesichtsausdruck auch sehr schön. Der fängt einen so ein! Aber auch hier die Hand, die witzigerweise total auffällt, weil sie so hell ist. 😅

    Liebe Grüße,
    Kiira

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    • Hallo Kiira,

      das mit der Pose ist lustig. In der Tat stütze ich, wenn ich am Rechner sitze, relativ häufig mein Kinn auf eine Hand auf. Was bei den Fotos jetzt komisch war, war die Tatsache, dass ich nie wusste, wohin denn nun eigentlich mit der anderen Hand. Deswegen sind auch alle Fotos, die wir mit beiden Händen am Kinn gemacht haben, erbarmungslos rausgeflogen, weil die einfach nur gestellt ausgesehen haben.

      Die Rezension, von der ich sprach, ist ja inzwischen online. Mir ist es immer wichtig und ein Anliegen, dass genau diese Konstruktivität und vor allem auch das Wohlwollende herauskommt! Aber ich kann anderen ja nur vor den Kopf gucken und wenn die sich dann denken „der Behr ist ein Arsch“, dann kriege ich das nicht so mit.

      Was mich aber leider nicht davon abhält, mir genau so etwas auszumalen.

      Liebe Grüße
      Michael

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  3. Habs gefunden *juhu*
    Das Bild ist wirklich auch ganz toll, hat aber ein Aber. Ist aber jetzt nur meine kleine bescheidene Eingebung. Dein Blick ist wirklich toll, aber ich gebe Kiira recht, deine Hand wirkt zu hell. Sie leuchtet einem so entgegen.
    Was mich persönlich noch etwas irritiert, ist die zweite Hand, auf der sich dein Arm abstützt und leider fehlt ein bisschen was von deinem Kopf.
    Bitte bitte nicht böse sein. Dein Gesicht ist wirklich supertoll getroffen und fängt einen ein – wie Kiira auch hier so treffend formuliert hat. Ein offener klarer Blick, der signalisiert, dass du für das stehst und stehen willst, was du als Werk vollbracht hast.
    Mir würde dieses Bild besser gefallen, wenn es von unten her gekürzt wäre, also der untere Teil weggeschnitten wäre. Ich denke, unter dem Bündchen vom oberen Ärmel/der Hand. Dann ist es allerdings fast quadratisch. *grins*
    Ich hoffe wirklich, du nimmst mir das jetzt nicht übel. Ich möchte es dennoch loswerden. Es ist wirklich nur meine eigene Meinung und ich mag das Foto trotzdem auch so, wie es ist.
    Wunderbare Fotografin. 🙂
    liebe Grüsse
    kitty

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    • Hallo kitty,

      natürlich darfst du gerne kleine und große Abers haben! Fotos sind ja immer auch irgendwo Geschmackssache. Die Geschichte mit dem angeschnittenen Kopf kam mir auch spanisch vor, aber ich musste mich dann aufklären lassen, dass das heute gerade bei Businessfotos wohl so gemacht wird (oder sie hat mich da an der Nase herumgeführt *g). Es gibt aber noch ähnliche mit „vollem Haar“. Unten kürzen kann ich ja auf jeden Fall noch.

      Und nein, wirklich, wieso sollte ich dir irgendwas übel nehmen? Ich freue mich mehr über eine klare Meinung als über ein emotionsloses Durchwinken 🙂 .

      Liebe Grüße von dem Mann mit der leuchtenden Hand!

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      • Lieber Michael,
        da fällt mir aber ein Stein vom Herzen – nein, ein ganzes Gebirge! Ich hab immer Angst, anderen mit meiner Meinung vielleicht weh zu tun, weil es vielleicht doch falsch rüberkommt oder so… Ich selbst bin ja ziemlich sensibel und da kann man schon mal … lassen wir das…
        Ok, also bei Businessfotos schnippelt man am Kopf rum? Heisst im Umkehrschluss, die Friese ist (fast) wurscht? Nunja, das ist vielleicht auch nur eine Modeerscheinung. Ich selbst versuche beim Fotografieren darauf möglichst zu achten, dass sowohl Kopf als auch Füsse ganz drauf sind. Also bei normalen Fotos. Bei anderen ist es manchmal nötig, zum anonymisieren etwas wegzuschnippeln, aber auch das ist ja wieder ein anderes Thema.

        Vielleicht zeigst du ja nochmal eins mit vollem Haar?! *(nein, ich möchte nicht die ganze Hand, zwei Finger reichen 😀 )
        Leuchtende Hand, ich bin gespannt.
        reimende Grüsse
        kitty

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      • Liebe kitty,

        ich will nicht behaupten, dass ich dagegen gefeit wäre, dass man mir mit Meinungen weh tun kann. Aber bei Fotos ist es nun wirklich Ansichtssache. Deswegen gibt es ja mehr als diese beiden. Auch wenn ich die jetzt nicht alle zeige (tut mir leid, aber meine Finger behalte ich).

        Ich wusste das mit den Haaren auch nicht, aber Celia zeigte mir Beispiele aus dem eigenen Portfolio. Scheint wirklich häufiger gemacht zu werden. Ganz böse war ich darum auch nicht, denn ausgerechnet an dem Tag hatte ich einen ziemlichen Bad-Hair-Day, den wir einigermaßen kaschieren konnten.

        Liebe Grüße
        Michael

        Gefällt 1 Person

  4. Das ist witzig – genau dieser Kontrast von schwarzen Klamotten, weißen Händen und mitteltonigen Gesicht fand ich richtig super. Interessant halt, genauso wie ein Autorenfoto sein muss. Wäre vielleicht spannend, wie eine schwarzweiße Version aussehen würde (ich steh auf SW) 🙂

    Gefällt 2 Personen

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