Und auf einmal fühle ich mich wichtig

Hach, es tut gut, sich wichtig zu fühlen. Vor allem, wenn es eine wertschätzende Wichtigkeit ist, keine abschätzige. Wenn es eine zugewandte ist, keine berechnende. Von beidem habe ich heute etwas abbekommen, aber die wertschätzende Variante freut mich dann doch bedeutend mehr.

Ihr habt doch sicherlich alle schon mal gesehen, wie auf Romanen eines Autors Kommentare von anderen Autoren, meistens des gleichen Genres, abgedruckt werden. Es war zum Beispiel eine Zeitlang beinahe schon Legion, dass auf Thrillern und Horrorromanen irgendein Statement von Stephen King abgedruckt war. Damit wurde zum Beispiel versucht, die Karrieren von Bentley Little oder James Herbert in Gang zu setzen. Ganz zu schweigen von der seines eigenen Sohns Joe Hill.

Nun bin ich kein King. Nicht einmal ein Ritter der Tafelrunde. Aber offensichtlich gibt es Menschen, denen meine Meinung etwas zählt.

Ich hatte vor geraumer Zeit für meine Reihe „Das Schreiben der Anderen“ den Roman „Die Krankheitensammlerin“ von Kia Kahawa besprochen. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse hat diese eine neue Auflage herausgebracht und, ratet mal, auf der Rückseite findet sich ein Zitat aus meiner Besprechung:

krankheit2Na, sieht das schick aus oder sieht das schick aus?

Es zeigt mir auf jeden Fall, dass die Rezensionen, die ich schreibe, nicht nur reines Egoprojekt meinerseits sind, sondern dass sie, zumindest teilweise, die Urheber der Romane auch erreichen, die ich rezensiere.

Danke, liebe Kia, dass ich mich für einen Moment wichtig fühlen durfte 🙂 .


Nachtrag:

Via Facebook macht meine liebe Verlagskollegin Mea Kalcher mich gerade darauf aufmerksam, dass ich bereits bei ihrem Roman „sechsuhrsieben“ auf dem Backcover verewigt bin. Das hatte ich doch glatt vergessen.

Ich sollte anfangen, mir so etwas aufzuschreiben! Danke Mea, jetzt fühle ich mich gleich noch wichtiger 😉 .

6uhr7

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19 Gedanken zu “Und auf einmal fühle ich mich wichtig

  1. Dabei fällt mir ein, dass ich vor ein paar Tagen darüber las, dass Du als Urheber der Rezi ja zumindest vorher gefragt werden müsstest. Gerichtlich ist Deine Rezi Dein geistiges Eigentum und darf für Werbezwecke nicht so einfach genutzt werden. Interessantes Feld …

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  2. Wow, deine Aktivitäten beginnen Kreise zu ziehen, lieber Michael.

    Deine Idee, solche Dinge festzuhalten: Sehr gut! Depressive Phasen sind oft depressive Phasen, weil wir an alles denken, was uns fehlt und darüber vergessen, was wir (geleistet) haben. Ein Buch mit allen Freuden drin wäre also dein persönlicher Anti-Depri-Kit.

    Liebste Grüsse, Stella

    Gefällt 3 Personen

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