Leipziger Allerlei 2017 (6) Warum ich nicht wieder zur Autorenrunde gehen würde …

… und ich sie trotzdem für eine gute Sache halte.

Kommen wir heute zu einem ganz konkreten Thema. Und zwar war ich ja am vergangenen Samstag bei der Leipziger Autorenrunde, die zum fünften Mal im Rahmen der Buchmesse angeboten wurde. Ich hatte euch ja in einem eigenen Beitrag davon erzählt.

Im Vorfeld war ich mir ja nicht so ganz sicher gewesen, was ich da und davon zu erwarten hatte. Nur, dass ich vielleicht ein Problem mit den vorhandenen Menschenmassen bekommen würde, war mir eine Sorge wert.

Aber schon am zweiten Tag meines Messebesuchs war ich soweit abgehärtet, dass mir das zu erwartende Kuddelmuddel, das entsteht, wenn 210 Autoren versuchen, sich einen Platz am Tisch ihrer Wahl für den Vortrag ihres Vertrauens zu suchen, nichts mehr ausmachte.

Vor die Autorenrunde selbst hatte das Schicksal jedoch eines meiner persönlichen Messe-Highlights gesetzt. Da der eigentliche Mit-Ausrichter Leander Wattig „dank“ eines Verkehrsstaus nicht rechtzeitig zur Eröffnung da war, ließ es sich der eigentlich nur für die „Keynote“ vorgesehene Autor Sebastian Fitzek nicht nehmen, neben seinem launigen Vortrag auch noch Fragen der Anwesenden zu beantworten.

Und dazu muss ich sagen: Über die Romane von Fitzek kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Gerade seine neueste Veröffentlichung „Achtnacht“ empfinde ich als absolut überkonstruiert. Aber ein Entertainer ist der Mann! Nicht nur, dass er mehr oder weniger frei sprach, er sprach auch die meisten der Anwesenden an. An dem Tisch, an dem ich zu dem Zeitpunkt saß, saß auch eine ältere Dame, die sich erst ein wenig spöttisch lächelnd abwandte, als Fitzek das Podium enterte. Aber als er dann seine Anekdoten zum Besten gab, konnte auch sie sich das Lachen nicht verkneifen.

[Exkurs: Am besten gefiel mir ja die Geschichte mit der Ausdauer, die man haben müsse. So habe er seinen ersten Roman „Die Therapie“ an 15 Verlage geschickt, von denen 13 ihm sagten, dass da nie im Leben was Vernünftiges draus wird und zwei sich bis heute nicht gemeldet hätten,]

Jedenfalls würde ich sofort zu einer Fitzek-Lesung gehen, wenn sie mal in meiner Nähe ist.

Zur nächsten Autorenrunde … eher nicht so wirklich.

Ich muss sagen, dass das alles schon sehr professionell und auch durchdacht aufgezogen wurde. Die Location war absolut angemessen für den Anlass, das Catering prima und der Service engagiert. Auch die meisten der Experten, die ich gehört habe, waren mit Leidenschaft bei der Sache und gaben sich alle Mühe, zu ihrem Thema ihr Wissen zu streuen und Fragen der Anwesenden zu beantworten.

Und da kommen wir zu meinem Hauptknackpunkt: Sie konnten letztlich mit all diesen Bemühungen dennoch nicht auf einen für alle gleichermaßen grünen Zweig kommen. Es ging einfach nicht. Ein Ding der Unmöglichkeit. Und das ist dem Format der Autorenrunde geschuldet.

Die Runde steht grundsätzlich Autoren aus allen „Stadien“ ihrer persönlichen Entwicklung offen. Das aber bedeutet, dass man Leute dabei hat, die schon seit Jahren mit dem Thema Schreiben, Veröffentlichung und dergleichen intensiv befasst sind, und ebenso auch Leute, die gerade eben erst mit dem Schreiben anfangen. Und nun hat man acht bis zehn, manchmal auch mehr, dieser Menschen an einem Tisch sitzen und der Experte muss oder versucht zumindest, auf alle diese Leute individuell einzugehen. Was er alleine schon wegen der knappen Zeit von nur 45 Minuten pro Durchgang gar nicht leisten kann.

Mein „Negativbeispiel“ war die Runde, die ich zum Thema „Autorenwebsite mit WordPress“ besucht habe. Da reichte das Spektrum der Zuhörer von „ich habe noch nie in meinem Leben über einen Blog auch nur nachgedacht“ bis hin zu „ich will mit meinem seit zwei Jahren bestehenden Blog [Anmerkung: Das wäre dann dieser hier] auf eine eigene Domain umziehen“.

Entschuldigung, aber da kann ein Dozent doch nur bei verlieren, oder etwa nicht!?

Der arme Mann hat sich am Ende einigermaßen gut aus der Affäre gezogen, aber auch meine etwas speziellere Fragestellung konnte er nicht eingehen. Genauso ging es mir auch an anderen Tischen, die ich besucht habe.

Ich weiß auch, woran das liegt – und das soll jetzt nicht so klingen, als hätte ich die Weisheit mit Löffeln gefressen. Wer diesen Blog verfolgt, der weiß, dass ich mich sehr intensiv mit dem Schreiben und allen seinen Aspekten auseinander setze. Ich verbringe fast jeden Tag Zeit damit, mich in allen möglichen Themen einzulesen und auf dem Laufenden zu halten. Ich habe Literatur gewälzt. Ich tausche mich mit anderen Autoren aus.

Viele der anderen Autoren, die dort waren, scheinen das nicht zu tun. Daraus mache ich ihnen keinen Vorwurf. Im Gegenteil, ich finde es toll, dass sie eine Veranstaltung wie die Autorenrunde besuchen, um sich zu informieren und in bestimmte Themengebiete reinzuschnuppern. Und sicherlich stellen meine Erfahrungen in gewisser Weise auch nur Momentaufnahmen dar. Wenn ich mich zu Zeitpunkt x statt an Tisch y an Tisch z befunden hätte, hätte mein Erleben vielleicht vollkommen anders ausgesehen.

So aber, wie meine Erfahrung war, werde ich wohl auf einen neuen Besuch der Autorenrunde verzichten. Obwohl ich sie als Format toll finde. Obwohl alle Beteiligten einen sehr guten Job gemacht haben. Und obwohl ich generell eine vorsichtige Empfehlung ausspreche.

Für mich persönlich hat es halt nur einfach nicht gepasst.

Leipziger Allerlei 2017 (5) Moloch Messe

Kommen wir zurück zu meiner kleinen Messeretrospektive. Nachdem ich euch schon einiges davon berichtet habe, wie es mir so ergangen ist, möchte ich auch noch ein paar Worte zum allgemeinen Moloch Messe verlieren – auch wenn das gefühlt schon jeder gemacht hat.

Wie ihr wisst, war das meine allererste Buchmesse und ich wusste im Vorfeld nicht so richtig, was mich erwarten würde. Klar, die Berichte aus Funk, Film und Fernsehen kannte ich, ebenso wie die Impressionen aus den Blogbeiträgen der vergangenen Jahre. Aber dann das erste Mal selber auf das Messegelände zu gehen, das war schon ein ganz besonderer Moment.

Ich hatte, ganz ehrlich, nicht damit gerechnet, wie verdammt groß dieses Gelände alles in allem sein würde. Ein paar Tage vor der Buchmesse war ich ja in den Dortmunder Westfalenhallen unterwegs und so leid es mir ja tut, das als Ruhrpottler sagen zu müssen: Mit Leipzig könnt ihr leider nicht mithalten.

Alleine schon die Glashalle, die man durch den Messehaupteingang betritt, ist ein echtes Schauspiel. Und als ich dann zum ersten Mal auf der berühmten Treppe mit dem Messelogo stand, hätte ich mir ein Tränchen der Ehrfurcht verdrücken können.

Aber dafür war einfach viel zu viel dem Auge und den Ohren geboten. Die Messe summt wie ein Bienenstock zur besten Blütezeit. Überall waren Menschen, mal mehr, mal weniger wichtig.

Die Glashalle gehörte den großen Medien. Hier finden sich die mobilen Studios der Fernsehstationen, in denen permanent irgendwelcher Content mit bekannten Namen aus der Literaturszene produziert wurde, von dem ich zumindest mich frage, in welchen bisher nicht bekannten Inseln der Kultur sie alle versendet worden sein sollen.

Die einzelnen Hallen waren dann grob thematisch geordnet, wobei sich vereinzelte Schwerpunkte eigentlich immer identifizieren lassen.

Die Halle 5 gehörte ganz klar den Selfpublishern und den assoziierten Dienstleistern. Hier fand man sie alle, sei es Books On Demand, sei es Amazon, seien es einzelne Verbände und Vereine (wie auch gewisse BartBroAuthors *g) bis hin zu Verlagen wie etwa Uschtrin, die sich sehr um die Selbstverlegerszene verdient gemacht haben.

Den meisten dieser Stände war gemein, dass sie relativ klein waren – jedenfalls wenn man sie mit den Monsterständen der wirklich „großen“ Verlage verglich.

Aber war ich sehr positiv zur Kenntnis genommen habe war, dass auch den Kleinen viel Aufmerksamkeit seitens des Publikums zuteil wurde. Es war auch bei den eher kleinen Namen des Verlagsgeschäftes eigentlich immer gut was los, wenn ich vorbeikam.

Zu einem Politikum haben sich im Nachhinein ja noch die Männer und Frauen (und Jungen und Mädchen) entwickelt, die ihre Keimzelle in der Halle 1 gehabt haben. Dort fand nämlich auch dieses Jahr wieder die Manga Comic Convention statt, die traditionell viele Cosplayer angezogen hat, die dann mit ihren teils sehr fantasievollen und aufwändigen Verkleidungen durch die Messehallen flanierten.

Ich möchte mich in die Debatte gar nicht groß einklinken. Es geht darum, ob man über ernste literarische und politische Themen diskutieren kann, wenn im Hintergrund leichtbekleidete junge Frauen herumlaufen. Die Leipziger Buchmesse hat zu dem Thema inzwischen eindeutig Stellung bezogen und ich belasse es mal dabei, euch einen entsprechenden Artikel beim mdr zu verlinken.

Wieso ich nun auf die Formulierung komme, dass die Messe ein Moloch ist? Ganz einfach: Es ist sowas von leicht, sich zwischen all den Ständen zu verlieren, die Zeit und den Raum zu vergessen, dass man gar nicht erst einen bestimmten Stand haben muss, zu dem es einen immer wieder zieht (wie bei mir vereinsbedingt geschehen), um irgendwann nicht mehr zu wissen, wo hinten und wo vorne ist.

Ich habe eine große Hochachtung vor allen Menschen, die es geschafft haben, sich im Vorfeld ein Programm für ihren Besuch auszusuchen und das dann auch durchzuziehen. Ich selber hatte um die 90 Stände auf dem Zettel, die ich mir gerne angesehen hätte und ich denke nicht, dass ich alle davon auch wirklich gesehen habe.

Dafür habe ich bei einem sonntäglichen Spaziergang mit zwei befreundeten Mitstreitern andere Ecken der Messe gesehen, die ich mir alleine wohl nicht angeschaut hätte.

Generell kann man nicht alles haben. Dafür findet einfach zu viel statt! Hier wird gelesen, dort diskutiert, da drüben wieder signiert und überall mehr oder weniger ausstaffiert. Es ist viel zu viel, der Geist kann das kaum aufnehmen und koordinieren schon mal gar nicht mehr.

Ganz ehrlich: Wenn das die kleine und familiäre Buchmesse gegenüber der großen Schwester in Frankfurt ist, dann weiß ich nicht, ob ich es mir antun soll, wirklich dorthin zu fahren.

Aber so ein Moloch zeichnet sich ja auch durch seine Anziehungskraft aus. Und diese wurde wirklich an allen drei Tagen, die ich dort war, voll entwickelt. Es ging gar nicht anders, ich musste zur Messe. Und es wurde mit jedem Tag selbstverständlicher, auf der Messe zu sein. Auch das ein Grund, der bei vielen wahrscheinlich zu diesem bereits beschriebenen Messeblues führt. Es bricht auf einmal ein Stück weg, das sich in rasender Geschwindigkeit als „Normalität“ in den Kopf gebohrt hat.

Die Messe wurde, nach den jetzt veröffentlichten Zahlen, von 208.000 Menschen besucht. Das ist eine ganze Menge und ein Zeichen dafür, dass der Moloch auch auf Menschen seine Auswirkungen hat, die sich nicht den ganzen Tag über mehr oder weniger mit dem geschriebenen Wort beschäftigen. Autoren sind zwar unter sich und ihresgleichen, schwimmen aber nicht im eigenen Saft.

Das ist gut so und zeigt uns, zeigt mir, wofür wir eigentlich schreiben. Und, wer weiß, vielleicht bin ich irgendwann auch einmal in einer Funktion als Aussteller auf der Messe. Oder auf einer anderen. Einige Beispiele zeigen, wie schnell so etwas gehen kann.

Egal, wohin mich mein erster Schritt auf das Leipziger Messegelände am Ende auch lenken wird, es gibt keinen Weg mehr zurück hinter diese Erfahrung.

Abgelehnte Geschichten und die neue Gelassenheit

Ich unterbreche meine Berichterstattung zu „meiner“ Leipziger Buchmesse für einen aktuellen Artikel, der sich jetzt einfach mal dazwischen mischen muss. Keine Sorge, die paar Dinge, die ich noch zu erzählen habe, lasse ich noch folgen. Aber aktuelle Entwicklungen gehen nun einmal vor.

Vielleicht erinnern sich diejenigen von euch, die meinem Blog schon länger folgen (in diesem Fall etwa neun Monate) noch an die Ausschreibung des Schreiblust-Verlags, an der ich im letzten Jahr teilgenommen habe.

Damals ging es darum, eine oder mehrere Geschichten einzusenden, die als Einleitungssatz über die Wendung „Wenn das rauskommt, haben wir ziemlich große Probleme!“ verfügen mussten.

Ich hatte mir zwei Geschichten dazu ausgedacht. Eine, die mehr in den Bereich des fantastischen ging und eine, die im hier und jetzt verankert ist. Um ehrlich zu sein, hatte ich schon gar nicht mehr auf dem Schirm, mich damals beteiligt zu haben. Beziehungsweise ich hatte total den in der Zwischenzeit vergangenen Zeitraum aus den Augen verloren.

Nun kam gestern eine Mail mit der Bekanntgabe der Autoren, die es in die hierzu erscheinende Anthologie geschafft haben. Mein Name ist nicht darunter.

Interessant war meine Reaktion hierauf. Ich habe die Namensliste durchgescrollt, im Geiste den Gewinnern gratuliert, kurz über meine beiden Stories nachgedacht – und dann mehr oder weniger die Achseln gezuckt.

Es ist mir nicht egal, dass diese beiden Stories nicht den Anklang gefunden haben, den ich mir gewünscht hatte. Aber ich merke, dass ich mich in den vergangenen neun Monaten deutlich weiterentwickelt habe.

Wenn ich mich nicht irre, war die Beteiligung am Schreiblust-Wettbewerb damals meine erste Anthologieteilnahme. Eine richtig große Sache für mich. Und wenn ich die Ablehnung schon kurz darauf bekommen hätte, dann wäre ich sicher anders damit umgegangen, als ich es heute tun kann.

Ich stelle mich jetzt nicht hin und sage: »Ha, ha, ich brauche eure doofe Anthologie nicht, weil ich habe ja einen Buchvertrag!«

Das passt nicht zu mir. Aber ich nehme zum Beispiel schon zur Kenntnis, dass in der Mail auch drin steht, dass noch gar nicht gewiss ist, ob und in welcher Form die Geschichten der Gewinner ein Lektorat bekommen. Und soviel habe ich in der Zwischenzeit gelernt: Ohne geht es nicht! Jedenfalls nicht, wenn man veröffentlichen will.

Man könnte sagen, dass ich ein wenig professioneller geworden bin, was meine Einstellungen und Erwartungen anbelangt.

Nur stehe ich jetzt also mit meinen beiden Geschichten da, in jeder Hand eine, und bin stolz auf mich. Wenigstens ein bisschen. Zum einen, weil ich es damals versucht habe, zum anderen, weil ich in der vermeintlichen Niederlage so gelassen bleibe. Neun Monate sind einfach eine lange Zeit, in der ich verdammt viel erlebt habe. Ich bin nicht mehr derselbe Autor, der ich im Juni/Juli 2016 gewesen bin.

Tja – und was mache ich jetzt mit den Stories? Bunkern, falls ich sie noch einmal irgendwo einreichen kann? Oder, wie irgendjemand mir schon geraten hat, solange sammeln, bis es für eine Kurzgeschichtensammlung reicht?

Oder ich veröffentliche sie einfach hier im Blog. Was meint ihr, wollt ihr mal wieder eine Geschichte von mir lesen?

Um euch die Antwort auf die Frage zu erleichtern, verlinke ich euch hier und hier noch einmal zu den Leseproben, die ich damals veröffentlicht habe.

Ich freue mich auf Meinungen! 🙂

Leipziger Allerlei (4) Das Ende ist der Anfang

Gemäß verschiedener philosophischer Ansätze gibt es so etwas wie ein Ende ja gar nicht. Es wird darauf verwiesen, dass jedem Ende ein neuer Anfang inne wohnt, dass aus dem Ende ein Neubeginn erwächst. Wenn es so ist, dann wäre es doch eigentlich unnötig, dem Ende der Leipziger Buchmesse nachzutrauern.

Ein wenig trauere ich ihm dennoch nach, denn die Buchmesse war, alles in allem, eine für mich sehr schöne und in unspektakulärer Weise auch erfolgreiche Veranstaltung.

Ich habe es geschafft, den ganzen Apparat mit allem, was dazu gehört, zu meistern. Ihr erinnert euch vielleicht noch, wie ich im Vorfeld vor vielen Dingen Angst gehabt habe und dachte, sie nicht schaffen zu können.

Einiges davon ist mir auch vor Ort schwer gefallen, als ich sie zum ersten Mal in Angriff nehmen musste. Relativ kurz, nachdem ich das Messegelände zum ersten Mal betreten hatte (was ein sehr erhebendes Gefühl war, das nur am Rande), hatte ich mich auch schon zur Halle 5 vorgearbeitet. In Halle 5 waren zwei Stände direkt nebeneinander, die für mich so etwas wie eine emotionale Anlaufstation darstellten.

Das eine war der Stand von Margaux Navara, die ich nicht nur als Kommentatorin hier im Blog, sondern auch durch lieben Mailkontakt zu schätzen gelernt habe, und die sich auch in der Realität als ganz wunderbarer Mensch herausstellte.

Und daneben war der Stand von Kia Kahawa, der während der Messe so etwas wie den Meeting Point für alle anwesenden BartBroAuthors bildete. Hier habe ich eine ganze Menge Leute neu, besser oder richtig kennengelernt, mit denen ich vorher auch nur virtuell zu tun gehabt habe.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nicht auf Anhieb geschafft habe, mich diesen beiden Ständen zu nähern. Vorher musste ich erst noch eine Ehrenrunde drehen. Dann habe ich mir allerdings mental selbst in den Hintern getreten und bin die Sache offensiv angegangen.

Und was soll ich sagen: Ich hätte keine Angst haben müssen. Ich wurde nett aufgenommen. Man kam schnell ins Gespräch.

Dementsprechend spürte ich schon am ersten Tag, dass auch ich dafür anfällig sein würde, wovon ich bei vielen anderen schon gelesen hatte: Messeblues!

Jetzt sitze ich wieder im vergleichsweise schmucklosen Duisburg und denke an die Zeit in Leipzig zurück. Bin ich traurig, dass es vorbei ist? Ja und nein. Ich bin mehr darüber traurig, dass es bereits wieder anfängt, sich so lange her anzufühlen. Meine Füße und mein Rücken wissen noch, dass es nicht lange her ist, dass sie durch die Leipziger Messehallen gelatscht sind. Aber für meinen Kopf ist das schon wieder halb abgehakt.

Gut, dazu muss ich sagen, dass auch in Leipzig nicht alles Gold war, was glänzte und daher der eine oder andere Misston sich eingeschlichen hat. Aber das gehört hier nicht hin – so sehr ich normalerweise für einen offenen Umgang mit euch Lesern bin.

Wie wird es nun weitergehen? Auf jeden Fall werde ich mir die Leipziger Buchmesse fürs nächste Jahr wieder in meinen Kalender schreiben. Ich werde einiges ein wenig anders machen. Dazu möchte ich noch einen separaten Artikel schreiben (wie zu ein, zwei anderen Dingen auch). Ich werde vielleicht auch mutiger sein.

Die LBM ist Geschichte und überall werden Wunden geleckt, Erfolge gefeiert und Retrospektiven geschrieben. Und ich bin dieses Jahr mit dabei. Ein komisches Gefühl. Aber ein gutes Gefühl.

Manchmal ist das Ende auch der Anfang von etwas Neuem. Selbst mit einem leichten Anflug von Messeblues.

Ich grüße alle, die ich in Leipzig kennenlernen durfte!

Und freue mich auf alle, die ich noch kennenlernen werde.

Leipziger Allerlei (3) Pix and Vids and Me

Sorry, leider kann ich auch heute noch nicht mit vielen Worten glänzen. Um ehrlich zu sein, habe ich erst einmal eine ganze Menge des heutigen Tages verschlafen. Diese Messe hat doch mehr Kraft gefressen als ich gedacht hatte. Nun gut, auf diese Weise läuft hoffentlich ab morgen die ganze Chose wieder in normalen Parametern 😉 .

Auf der Leipziger Buchmesse sind eine Handvoll Bilder geschossen worden, auf denen auch ich zu sehen bin. Diese wurden auf Twitter veröffentlicht, aber ich möchte sie gerne auch hier präsentieren. Ich hoffe, dass diejenigen, die die Bilder gemacht haben, da nichts dagegen haben. Das Urheberrecht verbleibt natürlich bei den Fotografen.

Und dann verlinke ich euch noch ein Video auf YouTube, das eine Menge vom Stand der lieben Kia Kahawa zeigt, an dem auch ich mich herumgetrieben habe. Nicht blinzeln, sonst verpasst ihr den kurzen Moment, in dem ich eingefangen wurde 😉 .

Ich hoffe, ab morgen wieder „gehaltvollere“ Beiträge zu bringen.

(Jana Tomy, Andrea Schrader und ich)

Siehe:
http://jana-tomy.de/
http://www.andrea-schrader.de/

Jana Tomy, Jens-Michael Volkmann, Tim Vogler, meine Wenigkeit und Kia Kahawa

Siehe:
http://jana-tomy.de/
https://www.facebook.com/jensmichael.volckmann
http://timvogler.com/
http://www.kiakahawa.de/

Lars Kattge, Tim Vogler (v.hinten), Toni Scott, Andreas Hagemann (v.hinten)

Siehe:
https://www.facebook.com/lars.kattge
http://timvogler.com/
http://www.little-edition.de/
http://www.andreashagemann.com/

                  Nike Leonhard, Toni Scott und ich

Siehe:
https://nikeleonhard.wordpress.com/
http://www.little-edition.de/

Und dann noch, wie versprochen, das Video:

Leipziger Allerlei (2) Versumpft in der Autorenblase

Tja, ihr Lieben, der Plan, so eine Art Liveblogging auf die Beine zu stellen, hat bis jetzt ja Mal so richtig gut funktioniert, findet ihr nicht auch?

Zu meiner Verteidigung: ich stecke voll in der Autorenblase. Diese Buchmesse ist ein zwar nicht ganz einfaches, weil in Teilen total überforderndes, Erlebnis, aber es ist einfach der Wahnsinn, es für eine Stimmung hier herrscht. Gerade sitze ich in der Autorenrunde und kann daher wieder nicht viel schreiben, aber macht euch auf eine stattliche Nachberichterstattung gefasst!

Bis bald,

euer Michael

Leipziger Allerlei 2017 (1) Ein Zug nach Nirgendwo

Gut, die Überschrift ist ein wenig reißerisch, denn wenn ich Glück habe, dann fährt dieser Zug nicht nur nicht nach Nirgendwo, sondern nach Leipzig Hauptbahnhof. So steht es jedenfalls übereinstimmend auf meiner Fahrkarte, wie auch auf der Anzeige über meinem Platz.

Dabei wäre die Sache heute Morgen doch beinahe noch hektisch geworden, wenn ich nicht inzwischen eine leidige Expertise darin entwickelt hätte, mich nach dem Aufstehen in Windeseile fertig zu machen.

Ich hatte mir extra zwei Wecker gestellt, von denen einer es vorgezogen hat, nicht zu klingeln. Und so musste ich mich ein wenig sputen. Es hat aber alles geklappt, inklusive der Anschlüsse.

Ich muss sagen, es hat sich gelohnt, praktisch am ersten Tag, an dem das möglich war, die Tickets für die Züge zu bestellen. In der zweiten Klasse ist Stehparty angesagt, während hier, in der ersten Klasse, angenehme Ruhe herrscht. Und nein, ich bin nicht snobistisch veranlagt, dass ich mir diesen Luxus geleistet habe.

Die Fahrt nach Leipzig heute und zurück nach Duisburg am Montag hat mich komplett (!) 78 Euro gekostet. Erste Klasse und ICE (bis auf eine Teilstrecke, wo nur der IC fährt). Das ist weniger, als eine reguläre Hinfahrt kosten würde. Also, dringender Tipp: Kümmert euch frühzeitig um die Tickets. Die Stornogebühren sind immer noch um ein Vielfaches günstiger, als im Fall der Fälle eine Vollpreiskarte zahlen zu müssen.

(So, und jetzt darf gerne der Schaffner mit dem ausgehandelten Werbescheck kommen!)

Ich schaue mal, wie viel ich in den nächsten Tagen zum Bloggen komme. Im Zweifel lohnt es sich vielleicht auch, meinen Twitter-Account @M_Behr_Autor im Auge zu behalten 🙂 .

Wenn Technik versagt …

Nun, noch hat sie nicht versagt, aber aus gegebenem Anlass fange ich dann mit meiner Live-Berichterstattung von der Leipziger Buchmesse schon mal an, bevor ich überhaupt einen Fuß aus der Tür gesetzt habe.

Ich habe mir doch vor langer, langer Zeit extra für diese Messe (und andere, ähnliche Gelegenheiten) einen Tablet-PC gekauft. Mit dem lief bis jetzt auch immer alles ganz hervorragend.

Jetzt kam vorgestern ein neuen Update für Windows 10 heraus und gewohnheitsmäßig habe ich das sofort auf dem Tablet installieren wollen. Das hat nicht geklappt. Und weil ein Problem selten alleine kommt, stellte ich als nächstes fest, dass auch der installierte Virenscanner es nicht mehr tut. Und wenn wir schon einmal dabei sind, dann hat auch das installierte Office 365 seine Aktivierung verloren.

Muss das denn ausgerechnet heute noch passieren!? Das Office habe ich schon wieder aktiviert, auch hier mussten Updates installiert werden. Die Windows-Updates werden gerade verarbeitet und der Virenscanner – mal sehen.

Ich will jetzt keine Kommentare über billige China-Convertibles hören, verstanden? Keinen einzigen!

*arg genervt bin*

Schalten Sie demnächst wieder ein, wenn Sie Michael Behr sagen hören:

»Du gewinnst gleich einen Freiflug gegen die Wand, du …«

(unnötige Muppet-Show-Referenz)

Leipziger Buchmesse T-1 Tag: Sind Sie nicht der …

Um genau zu sein habe ich noch überhaupt nichts eingepackt. Aber, wie ja schon gesagt, eine lange Liste.

Die hier stehen auch schon bereit und die wollte ich euch einfach mal zeigen:

Ich wüsste zwar nach wie vor nicht, wer sich für meine Visitenkarte interessieren könnte, aber es schien mir „professioneller“ zu sein, mir noch schnell eine zu besorgen. Und ich bitte darum, den Mut zur Kenntnis zu nehmen, den es von meiner Seite aus gebraucht hat, wirklich das Wort „Autor“ prominent darauf zu schreiben.

Dabei habe ich bewusst zu diesem Zeitpunkt meinen Blog noch in den Mittelpunkt gestellt, weil ich zwar einerseits Autor bin, andererseits aber ja noch keine Veröffentlichungen vorzuweisen habe. Wenn sich das im Jahresverlauf ändert, brauche ich vielleicht auch wieder neue Visitenkarten, wer weiß.

Auf jeden Fall werde ich immer ein paar von denen am Mann tragen, man weiß ja nie. Vielleicht läuft einem ja der Herr Bastei oder der Herr Heyne oder der Herr Diogenes über den Weg und sagt: »Sind Sie nicht der …«

Für den Fall bin ich dann vorbereitet!

😉

Linktipp: Selbstzweifel, die jeder Autor kennt

Auf dieser Seite, in diesem Blog, geht es ja in schöner Regelmäßigkeit um die Zweifel, die mich in Bezug auf mein Autorendasein immer mal wieder befallen. Regelmäßigkeit ist an der Stelle schon beinahe kein Ausdruck mehr, denn ich würde sagen, dass sie meine ständigen Begleiter sind. An manchen Tagen komme ich besser mit ihnen klar, an manchen Tagen schlechter. Aber ganz in Ruhe lassen sie mich eigentlich nie.

Ich bin nun im Blog der Schreibwahnsinnigen auf einen tollen Artikel gestoßen, der den Namen „Selbstzweifel, die jeder Autor kennt“ trägt. Und, siehe da, ich habe mich darin sehr gut wiedergefunden.

Aber nicht nur das, der Artikel gibt auch Tipps und Tricks, wie man sich selber aus seinen eigenen Denkfallen befreien kann, wenn man wieder einmal dabei ist, am Rad zu drehen.

Ich kann die Lektüre dieses Artikels wirklich nur empfehlen