Linktipp: Andreas Eschbach und die Papyrus-Stilanalyse

Ich bin auf der Internetseite des Bestsellerautors Andreas Eschbach auf eine sehr gute Beschreibung zur Vorgehensweise bei der Arbeit mit Papyrus Autor und hier insbesondere der Stilanalyse gestoßen.

Ich bin ja selbst glücklicher Besitzer dieses Programms und muss leider sagen, dass mich diese Analyse immer ein wenig abgeschreckt hat. Wenn man das erste Mal sieht, wie der eigene Text sich auf einmal in vielen, vielen bunten Farben darstellt, kann das schon ein wenig entmutigend wirken.

Umso glücklicher bin ich über zwei Dinge, die ich in dem Artikel von Eschbach sehen durfte:

Zum einen geht es mir nicht anders als dem Bestsellerautor, denn auch sein Text wird farbig, sobald er die Stilanalyse einschaltet. Außerdem werden bei ihm genauso wie bei mir Textteile angemahnt, durchgestrichen oder infrage gestellt.

Und dann, zum zweiten, beruhigt mich die Tatsache, dass Eschbach es nicht anders macht, als ich es an manchen Stellen auch machen würde. Denn er entscheidet für sich, dass die Änderungen, die ihm da angezeigt werden, nicht das beste sind, was er für seinen Roman erreichen kann oder will.

Mir wurde beim Lesen dieses Artikels erst wieder so richtig bewusst, was Papyrus eigentlich ist, nämlich eine Software, die auf der Grundlage von Algorithmen und Parametern versucht auszuwerten, was lesbarer Stil ist und was nicht. Es kann weder in seinem Textverständnis noch in seiner Präzision den Blick eines geschulten Menschen ersetzen.

Andreas Eschbach beschreibt, dass er für die Umsetzung der Informationen, die Papyrus ihm gibt, nur sehr wenig Zeit benötigt. Nun muss man dazu sagen, dass er insbesondere an der Stilanalyse in nicht unerheblichem Maße mitgewirkt hat, er also einen etwas anderen Blick darauf haben dürfte, als ich oder die meisten anderen Autoren ihn haben. Aber ich kann nachvollziehen, was er schreibt und was er zur Arbeitsdauer ausführt. Damit besteht zumindest eine Chance, dass ich irgendwann auch dazu komme, vor der Analyse meines Schreibstils nicht in Ehrfurcht zu erstarren, sondern dieses mächtige Tool zu nutzen, um meine Texte (noch) besser zu machen.

Jetzt habe ich doch wieder mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte, denn der Artikel, den ich euch hier verlinke, ist schon lang genug. Aber ich hoffe, ihr habt noch ein wenig Leseausdauer übrig. Es lohnt sich!

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4 Gedanken zu “Linktipp: Andreas Eschbach und die Papyrus-Stilanalyse

  1. Die Webseite vom Eschbach ist wirklich eine großartige – was er da alles für Tipps und Tricks raushaut, das ist schon klasse 🙂 Du bereust den Umstieg auf Papyrus also nicht? Bin schon lange am überlegen, höre, dass Thesaurus und Korrektur besser sind, finde auch die Stilanalyse nett, aber letztlich weiß ich nicht so recht, ob mir das als Mehrwert langt. Abermals liebe Grüße!

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    • In Sachen Rechtschreibung macht Papyrus aus meiner Sicht kein anderes Programm etwas vor. Alleine deswegen hat sich der Umstieg schon gelohnt. Die Stilanalyse ist auch eine tolle Sache – wenn halt auch sehr einschüchternd.

      Aber: Am Ende ist es eine Textverarbeitung mit ein paar Autorenfeatures. Zwingend war die Anschaffung für mich nicht, es war mehr so ein Reflex („man“ braucht einfach ein Autorenprogramm).

      Wenn ich mich nicht irre, kann man inzwischen den Duden Korrektor auch wieder standalone kaufen und z.B. in Office einsetzen. Das würde einen Vorteil von Papyrus etwas relativieren.

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      • Danke. Wahrscheinlich bin ich einfach zu faul, mich in eine neue Software einzuarbeiten 🙂 Oder so arrogant zu denken, dass ich Rechtschreibung, Grammatik und Stil schon gut genug beherrsche – und vereinzelte Fehler okay bzw. im Lektorat ausgemerzt werden 🙂 Was ich mir wirklich wünschen würde, wäre ein Programm, das meine Story auf Logik und kohärenz prüft 🙂

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