Der Sonntagsreport vom 12.03.2017 – Heute unter Strom

Guten Abend, meine Freunde!

Entschuldigt, aber ich muss jetzt erst einmal ganz spontan ein wenig rumhaten. Dabei ist der Anlass eigentlich ein freudiger: Ich habe den Roman, den ich aktuell lese, so gut wie durch und ich werde euch in den nächsten Tagen auch wieder ein paar Zeilen dazu schreiben. Da es sich hierbei um ein Printbuch handelte, ist nach meiner Wechselstrategie (ja, ich habe so etwas) als nächstes wieder ein eBook an der Reihe. Und ich versuche jetzt seit ungefähr zehn Minuten, meinen Kindle davon zu überzeugen, es schon mal zu öffnen, damit ich direkt loslesen kann, wenn es soweit ist.

Aber dieser Kindle, ein Fire der ersten Generation, macht wie immer gewaltige Zicken wenn es darum geht, gekaufte Inhalte zu öffnen. Mal klappt der Download nicht, mal kann ich so oft ich will auf das Buch drücken, es wird einfach nicht geöffnet. So ist es jetzt gerade auch wieder und mir geht das tierisch auf die Nerven. Noch einmal kaufen könnte ich das Buch sofort, der Shop wird blitzschnell geöffnet. Da steckt doch Strategie dahinter!

Gut, jetzt könnte man sagen, dass es vielleicht auch daran liegt, dass ich dem Kindle einiges an Inhalten zumute, dadurch, dass ich mich auch immer mal wieder an den kostenlosen Romanen gütlich tue. Aber ich werde nicht müde zu betonen, dass man seinen Kunden keine Geräte oder Dienstleistungen verkaufen sollte, die total überfordert sind, wenn man sie dann ausnutzt, wie es in der Werbung vorgegeben wird.

Ich habe das vor einiger Zeit schon mit dem Musikdienst gehabt, bei dem man (ich glaube) angeblich 100.000 Songs oder sogar noch mehr in die Cloud laden können durfte. Und dann kam ich mit meiner großen Sammlung von Musik-CDs und Hörspielen und nutzte diese Anzahl so gut wie aus.

Das Ergebnis war verheerend! Das PC-Programm stürzte regelmäßig ab. Der Fire-TV, den wir haben, wurde mit Daten so geflutet, dass nur noch das Zurücksetzen auf den Werkszustand half. Die Techniker bei Amazon haben alles versucht und mussten irgendwann doch eingestehen, dass die Marketing-Abteilung vielleicht ein wenig zu viel versprochen haben könnte …

Übrigens drücke ich parallel immer noch auf dieses Buch und nichts passiert.

Aber eigentlich wollte ich euch ja nicht damit langweilen, dass ich Probleme mit Amazon habe. Die hat schließlich jeder hin und wieder. Das Thema hat mich nur gerade so angesprungen.

Was wollte ich euch denn eigentlich erzählen? Es ist gar nicht so viel passiert in der vergangenen Woche. Und gleichzeitig hat sich doch einiges ergeben, denn ich bin mit der Arbeit an „Der Morgen danach“ so gut wie fertig. Wenn ich zählen würde, wie oft ich schon glaubte, „so gut wie fertig“ zu sein, dann käme ich jetzt wohl auch schon auf fünf bis sechs Gelegenheiten.

Aber ich mache gerade die Erfahrung, dass an der alten Binsenweisheit, dass ein Roman niemals so ganz fertig ist, etwas dran ist. Gleichzeitig muss ich schauen, dass ich mich nicht in immer neuen Details und Kleinigkeiten verliere. Hierzu werde ich euch Genaueres schreiben, wenn ich denn soweit und wirklich „fertig“ bin. Dann lohnt sich eine genauere Betrachtung.

Heute in zwei Wochen, um diese Zeit, wird die Leipziger Buchmesse schon fast wieder Geschichte sein. Es steht dann zwar noch der Sonntag aus, aber dadurch, dass der ja auch wieder Abreisetag sein wird, weiß ich noch nicht, wie viel ich an diesem Tag eigentlich noch erleben werde. Und wie viel ich noch in der Lage sein werde, in mich aufzunehmen.

Ich habe mächtig Respekt vor dieser Messe. Das wird meine erste große „Autorenveranstaltung“. Und auch wenn ich mich nicht als Autor präsentieren werde (ich habe ja auch nichts präsentables), werde ich die Veranstaltung bestimmt mit ganz eigenen Augen sehen.

Ich verspreche nicht, dass ich euch da minutiös auf dem Laufenden halten werde, denn das weiß ich noch nicht, ob ich das auf die Kette bekomme.

Was mir noch im Magen liegt ist, dass ich den Urlaub für Leipzig noch nicht genehmigt habe. Und das ist megadoof gelaufen. Ich habe mich bereits im letzten Oktober für das Wochenende mit Urlaub eingetragen. Und dann sind zwei Kollegen auf die Idee gekommen, auch Urlaub zu nehmen. Nun haben die das, im Gegensatz zu mir, schon vor längerer Zeit beantragt.

Mir kamen die drei Wochen Erkältung dazwischen und dann war jetzt die Kollegin, die mich vertreten soll, in der vergangenen Woche krank. Ich hoffe, dass sie morgen wieder da ist, sonst muss ich zu Chefin und ihr die Sache erklären, wie sie ist. Im Normalfall stellt das kein Problem dar, weil bei uns, vor allem um die Zeit, keine Arbeiten anfallen, die wirklich tageskritisch sind. Aber ich finde es toll, dass ich mal wieder derjenige bin, an dem dieser Gang nach Canossa hängen bleibt. Vier Kollegen, von denen mindestens einer in der Urlaubsliste hätte sehen können, dass da schon zwei andere Urlaub eingetragen hatten.

Egal, bis jetzt sind solche Dinge noch immer gut gegangen. Aber ein kleines bisschen Unwohlsein habe ich schon. Das ist dieses Gefühl, dass doch noch irgendwas in die Hose gehen muss. Irgendwas muss noch passieren.

Passend dazu hat die Bahn angefangen, großflächig zwischen Duisburg und Düsseldorf die Gleise herauszureißen. Und ratet mal, über welche Strecke ich in zwei Wochen mit dem Zug fahren werde … Zum Glück habe ich, als ob ich so etwas geahnt hätte, einen halbstündigen Puffer in Frankfurt zum Umsteigen. Der Zug fährt morgens um sieben, da sollte man meinen, dass die Bahn noch keinen Megastau zusammengefahren hat. Aber zutrauen kann man dem Club ja einiges.

Ihr seht schon, irgendwie stehe ich heute Abend unter Strom. Vielleicht liegt es daran, dass meine Frau und ich heute Unterlagen für die Steuererklärung 2016 herausgesucht haben 😉 .

Deswegen werde ich jetzt auch so langsam zum Ende kommen und versuchen, noch ein wenig zu entspannen.

Da habe ich übrigens einen sehr guten Tipp! Ich bin ja gerade so ein wenig auf dem Jean-Michel Jarre Trip und habe mir einige ältere Alben zusammengekauft (günstig über reBuy und Medimops). „Waiting For Cousteau“ enthält neben drei anderen Stücken auch das 46 Minuten lange Titelstück, das pure Entspannung ist. Ich habe es in den letzten zwei Tagen drei Mal gehört, man kann auch wunderbar dabei arbeiten und Texte redigieren.

Wie schrieb ein Rezensent auf Amazon: „Bitte, hört es nicht beim Autofahren! Es könnte das letzte sein, was ihr hört.“

In diesem Sinne, kommt entspannt in die neue Woche!

Euer Michael

PS: Kaum zu glauben, aber wahr, der Kindle hat dann doch endlich das Buch geöffnet …

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2 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 12.03.2017 – Heute unter Strom

  1. Fluch und Segen der Technik, immer wieder dieselbe, nervige Geschichte. Aber zumindest für diesmal hatte sie ja ein Happy End 🙂
    Ich drück‘ Dir die Daumen, dass Du Deinen Urlaub problemlos durchbekommst und wünsche schon mal viel Spaß bei der Buchmesse! Höre übrigens gerade beim Tippen dieser Buchstaben den Jarre – gefällt mir sehr. Aber werde grad so … gähhhhhn … ich …

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    • Ja, den Effekt, den du beschreibst, meinte der Amazon-Rezensent. Ich merke mir das Stück auf jeden Fall für meinen nächsten Anflug von Schlaflosigkeit vor.

      Mein Urlaubsantrag liegt bei Chefin, nachdem die erkrankte Kollegin heute wieder da ist. Gehört habe ich noch nichts davon – was zumindest wohl bedeutet, dass sie ihn nicht direkt in der Mitte durchgerissen hat.

      Und ich lerne aus der Sache: Den Rest meines Jahresurlaubs werde ich dann einfach bei nächster Gelegenheit schon mal locker beantragen. Mir doch egal.

      Gefällt 1 Person

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