#Autorenwahnsinn Freitagsfrage 6: Die Autorenkollaboration

Nachdem ich einige Wochen ausgesetzt habe, hat mich die heutige Frage dazu inspiriert, mir doch einmal Gedanken zu machen, mit welchem Autor, welcher Autorin ich gerne mal eine Kollaboration eingehen würde.


Autorenwahnsinn #6: Angenommen du könntest mit einem Autor deiner Wahl zusammen einen Roman schreiben, welcher Autor wäre das?

Das ist eine Frage, bei der es verdammt leicht wäre, sie einfach aus einem Impuls heraus zu beantworten. Natürlich, wer will nicht mal mit dem großen Stephen King einen Roman schreiben? Oder mit Andreas Eschbach? Vielleicht mit einer gewissen Frau Rowling ein wenig über Zauberlehrlinge und wo man sie finden kann philosophieren?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das alles nicht mein Ding wäre. Zum einen glaube ich nicht, dass das stilistisch zusammenpassen würde, was ich im Moment so schreibe (ich bin da Realist). Aber noch viel wichtiger ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Autoren von diesem Rang, mit dieser Auflage, ihr eigenes Autoren-Ego so weit zur Seite schieben könnten, dass da noch Platz für mich bliebe. Und ich unterstelle ihnen nicht einmal bösen Willen damit.

Es ist doch einfach so, dass jeder bekannte Autor – und auf die zielt diese Frage ja ab – schon lange seinen Stil, seine Stimme, seine Art zu erzählen gefunden hat. Und es gibt ja einen guten Grund dafür, dass es so wenige Kollaborationen unter Autoren gibt, die wirklich gleichberechtigt ablaufen. Bei den genannten fallen mir da die beiden „Talisman“-Romane von Stephen King und Peter Straub ein. Ansonsten sind Romane, bei denen zwei Namen auf dem Cover stehen, oft von einem Über-/Unterordnungsverhältnis geprägt, das nicht nur in den verschiedenen Schriftgrößen zum Ausdruck kommt.

Nein, ich glaube nicht, dass ich bei so einem Experiment glücklich würde.

Was mich anstatt dessen schon eher reizen würde, wäre eine Zusammenarbeit mit einem Autor, einer Autorin, die vielleicht nicht den großen Namen, aber einen ähnlichen Background wie ich haben. Also jemand, der gerne Geschichten erzählt, aber das vielleicht im Selfpublishing tut. Oder in einem Kleinverlag.

Ich kann mir vorstellen, dass man sich da gut ergänzen kann, indem jeder die Aspekte der Story schreibt, die er besonders gut drauf hat. Ich hätte sogar ein konkretes Projekt und eine konkrete Vorstellung, aber da das im Moment zeitlich so überhaupt nicht in die Landschaft passt, möchte ich das eigentlich nicht öffentlich schreiben, damit sich auch niemand unter Zugzwang gesetzt fühlt.

Und deswegen tue ich es auch nicht.

Aber wer weiß, vielleicht kommt ja irgendwann der Tag, an dem ich schreibe: »Erinnert ihr euch noch an damals, als ich erzählte …«

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