Autorenrunde Leipzig: So viele Themen, so wenig Zeit

Tja, ob wir es wollen oder nicht, es ist die Zeit des Jahres, in der sich ein „heute in einer Woche“-Beitrag an den nächsten reihen könnte. Aber keine Sorge, ich versuche, das jetzt nicht zur Gewohnheit werden zu lassen. Alleine heute passt es sehr gut, denn heute in einer Woche werde ich an der Autorenrunde auf der Leipziger Buchmesse teilnehmen. Und da es mein erstes Mal Buchmesse ist, wird es auch meine erste Autorenrunde sein.

Was ist nun die Autorenrunde? Wenn ich es in wenigen Worten erklären soll, dann würde ich sagen, dass es sich um eine Reihe von Workshops eingebettet in eine Tagung handelt. Die einzelnen Workshops werden in Form von runden Tischen abgehalten, was der Veranstaltung ihren Namen gibt.

Dabei gibt es sechs Autorenrunden in drei Blöcken. Jede dieser Runden ist 45 Minuten lang. Da die Themen mit jedem Block wechseln, ist über den Tag hinweg für Abwechslung gesorgt.

Ein kleines Rechenspiel sagt, dass es drei Blöcke á 18 Runden gibt. Das bedeutet, dass man die Qual der Wahl aus 54 Themen hat. Immerhin sechs davon kann man sich theoretisch anhören.

Aber das ist natürlich ein Ziel, das auch die anderen Anwesenden mit einem teilen. Ich kann mir noch nicht richtig vorstellen, wie das funktioniert, ohne dass es zu Tumulten an einigen Tischen kommt.

Für jede Runde sind nämlich 8-10 Plätze vorgesehen, was bei 18 Runden bedeutet, dass sich wohl so um die 180 Autoren in dem Raum knubbeln werden. Zusammen mit den 18 Chefs am Tisch ist das dann schon eine ordentliche Anzahl Menschen.

Es handelt sich bei den Workshops übrigens nicht um Workshops im klassischen Sinn. Aber ich finde das Wort recht griffig. Genau genommen ist es eine Mischung aus 15 Minuten einleitendem Vortrag des Tischherrn/der Tischdame, gefolgt von 30 Minuten Austausch in und mit der Gruppe. Das Format ist also sehr interaktiv.

Über Geld spricht man ja nicht, aber ich kann einfach nicht anders, als das gute Preis-/Leistungsverhältnis der Veranstaltung zu loben. Die Autorenrunde, die fast den ganzen Messesamstag einnimmt, kostet inklusive Mittagessen, Kaffee, Getränken und einer Dauerkarte für die Messe als Solches nur 79 Euro. Ich denke, dass man da nicht meckern kann.

Aber entscheidend ist ja auf dem Platz, also an den Tischen. Nachdem das Programm für den Tag herumgeschickt und veröffentlicht worden ist, habe ich mir folgende Runden ausgesucht, die ich gerne besuchen möchte:

  1. Überarbeiten? Au ja! – Wie Spaß in die Sache kommt
    Weil Überarbeiten ja auch in den nächsten Wochen und Monaten mein stetiger Begleiter sein wird, sei es für „Der Morgen danach“ oder „Der Beobachter und der Turm“. Und da war doch noch was mit „Darkride“!? Egal, ich finde schon was, das ich überarbeiten kann 😉 .
  2. Selfpublishing oder Verlagsveröffentlichung – Welcher Weg passt zu mir?
    Auch wenn ich jetzt für „Der Morgen danach“ einen Verlag gefunden habe, bedeutet das ja nicht, dass ich nicht auch den Weg der Eigenveröffentlichung ausprobieren kann. Um ehrlich zu sein, bin ich mir da immer noch nicht im Klaren, wie jetzt mein weiterer Weg sein soll. Was wäre dann besser geeignet als dieses Thema hier?
  3. Die Autorenwebsite mit WordPress
    Das ist so absolut Thema bei mir, da führt eigentlich kein Weg dran vorbei.
  4. Leute, lest mein Buch! – Was bringt ne Rezension?
    Dieses Thema interessiert mich einfach, weil ich ja selber auch hin und wieder rezensiere. Und weil man Rezensionen eigentlich ja nie genug haben kann. Oder vielleicht doch? Eventuell finde ich es dort heraus.
  5. Social Media Marketing für Autoren
    Das ist sozusagen der Klassiker, nicht wahr? Ein Thema, von dem jeder schon was gehört, alle schon was gelesen und everybody eine Meinung zu hat.
  6. Groschenromanschule: Was Buchautoren von Romanheften lernen können
    Das ist so ein bisschen meine Wildcard. Ich finde Romanhefte als Genre sehr spannend, kann mir aber eigentlich nicht vorstellen, welche zu schreiben. Zumal die Qualität ja auch sehr schwankend ist. Was man den Autoren dieser Hefte aber nicht absprechen kann, ist eiserne Disziplin und in den meisten Fällen auch sehr gutes Handwerkszeug.

So, das sind meine sechs Themen. Mehr wären ohne Probleme möglich gewesen, aber ich gehe davon aus, dass ich auch so schon danach dermaßen geflasht sein werde, dass ich aus dem Veranstaltungsraum wanke und mir irgendwo eine ruhige Ecke suche, in der ich gepflegt vor mich hin kollabieren kann.

Falls ihr also zufällig an mir vorbeikommen solltet, wenn ich in meiner Ecke liege, sprecht mich ruhig an. Ich beiße nicht 🙂 .

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3 Gedanken zu “Autorenrunde Leipzig: So viele Themen, so wenig Zeit

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