Leipziger Allerlei 2017 (7) Was ich nächstes Mal gerne tun würde

So, langsam heißt es Abschied nehmen, auch im übertragenen Sinne. Ich glaube, ich habe allmählich alles erzählt, was ich über die Leipziger Buchmesse erzählen wollte (oder konnte). Und irgendwann muss man sich auch wieder anderen Dingen zuwenden, denkt ihr nicht auch?

Schauen wir also noch ein wenig in die Zukunft. Denn eines ist für mich beinahe Gewissheit: Ich werde wiederkommen! Leipzig hat sich für mich in seiner Gesamtheit, als Messe, als Stadt, als Event so positiv präsentiert, dass ich es, im übertragenen Sinne, kaum erwarten kann, die nächste Messe planerisch in Angriff zu nehmen.

Und trotzdem gibt es Dinge, die ich nächstes Mal gerne tun würde. Nicht zwingend Sachen, die ich anders machen wollen würde. Aber Dinge, für die ich mir mehr Zeit nehmen möchte.

Während der nächsten Messe möchte ich mich zum Beispiel mehr den verschiedenen Vorträgen und Lesungen widmen. In diesem Jahr habe ich, mit Ausnahme der Lesung der wundervollen Margaux Navara, kaum etwas davon mitbekommen. Klar, das lag an meiner Anreise „erst“ zum zweiten Messetag ebenso wie an der Autorenrunde. Und am Sonntag, als sich Andreas Eschbach auf der Messe herum trieb, war ich schlicht und ergreifend nicht früh genug aus den Federn gekommen, um mein Apartment zu räumen, die Klamotten am Bahnhof einzulagern und passend auf dem Messegelände zu sein. Aber mit einer besseren Planung lässt sich das sicherlich irgendwie kompensieren, da bin ich sicher.

Des Weiteren möchte ich konsequenter die Stände besuchen, die ich im Vorfeld als für mich interessant ausgemacht habe. In diesem Jahr habe ich nicht wenig Zeit am Stand der BartBroAuthors verbracht, was zwar sehr nett war, aber eben auch Zeit gefressen hat. Die habe ich dieses Jahr sehr gerne investiert, weil ich die Leute ja auch kennenlernen wollte. Aber jetzt, wo ich sie kenne … werde ich nächstes Mal garantiert dreimal so lange dort stehen, weil es so viel Neues zu erzählen gibt 😉 . Okay, diesen Punkt muss ich also noch einmal auf seine Realitätsnähe abklopfen.

Etwas, worüber ich nachdenke, ist der Faktor „Netzwerken“. Man kann auf der Leipziger Buchmesse eine ganze Menge Verlagsmenschen treffen. Auch Agenturmenschen. Man kann theoretisch sogar mit ihnen in Kontakt treten. Und ganz, ganz, ganz theoretisch kann man sich mit ihnen vielleicht sogar unterhalten. Hypothetisch ergibt sich aus so einer Unterhaltung eine Möglichkeit, ein Manuskript irgendwann mal, ganz unverbindlich, einzureichen.

Nur die absolut Verzweifelten gehen auf die Messe und versuchen, ihre Manuskripte in Papierform direkt an den Ständen an den Mann oder die Frau zu bringen. Das weiß man. Und so verzweifelt bin ich nicht, dieses Jahr nicht gewesen und werde es (hoffe ich doch) auch 2018 nicht sein. Aber es ist durchaus legitim, wenn man nachfragt, ob denn generell Interesse besteht. Es gibt auch Veranstaltungen wie ein Verlags-Speeddating, an dem man theoretisch teilnehmen könnte. Netzwerken eben.

Mit anderen Worten: Ich möchte ein wenig die Möglichkeiten entdecken. Ich weiß, dass ich dafür, unter anderem, noch an meinem Selbstbewusstsein arbeiten muss. Dieses Jahr hat sich auch einfach die Notwendigkeit für mich nicht ergeben. Aber 2018 wird Zeit für neue Projekte sein.

Ist es nicht schlimm/seltsam/komisch, dass ich jetzt schon so weit in die Zukunft blicke? Fällt mir gerade mal so auf.

Nein, eigentlich nicht. Ich finde es gut, selber gut, dass ich allmählich in der Lage bin, mich selbst einzuschätzen und auch die Dinge einzuschätzen, die vor mir liegen. Ich weiß nicht genau, wo ich in einem Jahr mit meiner schriftstellerischen „Karriere“ sein werde, dafür gibt es einfach zu viele Variablen, aber ich weiß, dass ich viel gelernt habe – auch auf dieser Messe.

Ich hoffe, dass euch meine kleine Messenachberichterstattung gefallen hat. Wenn es noch offene Fragen gibt, oder Dinge, die euch interessieren, dann nennt sie mir gerne in den Kommentaren.

Aber jetzt ist es an der Zeit, den Messeblues aus den Knochen zu schütteln, die Leipziger Klamotten in die imaginäre Waschmaschine zu stecken, alles wieder an seinen Platz zu räumen und nach vorne zu sehen.

Schön, dass ihr da seid, um dies mit mir zusammen zu tun!

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4 Gedanken zu “Leipziger Allerlei 2017 (7) Was ich nächstes Mal gerne tun würde

  1. Wirst du nächstes Jahr auch die Fachbesuchertage mitnehmen?
    Ich spiele mit dem Gedanken, nächstes Jahr von Donnerstag bis Sonntag vor Ort zu sein. Wenn alles klappt, wie es soll, könnte ich zumindest die Übernachtung sehr billig kriegen. Anreise per Flugzeug oder mit Zwischenstop bei den Eltern (je nachdem, ob Friedrichshafen oder Innsbruck überhaupt Direktflüge nach Leipzig haben). Und dann auch die Tage nutzen, an denen es noch nicht so voll ist 😀

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      • Schade. Aber ja, ich vergesse das mit dem Urlaub dauernd (mein Partner ist Lehrer und hat feste Ferien – ob es passt oder nicht- und ich bin selbstständig, da gibt es das Problem ja nicht). Aber stimmt, du bist da nicht so frei in der Entscheidung, wie ich 😦

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      • Zum einen das – zum anderen bin ich durch die Kinder ja auch gehalten, ein wenig auf die Ferien zu achten. Und so, wie ich dieses Jahr unterwegs war, waren das ja auch schon zwei Urlaubstage. Denn den Montag nach der Messe brauchte ich definitiv, um ein wenig auszuschlafen.

        Tja, und die Moral von der Geschicht? Gibt es nischt. 😉

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