Die Stunden danach

So, das wäre geschafft! Nein, das klingt jetzt nach etwas negativem, als hätte ich einen Besuch beim Zahnarzt hinter mir, oder beim Anwalt meines geringsten Misstrauens. Dabei hatte ich doch heute nur ein Gespräch bei meinem Verlag (es schreibt sich immer noch ein wenig seltsam).

Leider, leider, leider kann, darf und will ich euch nicht zu viel verraten, weil wir hart am Inhalt diskutiert haben. Es gibt einige Vorstellungen, wie man noch an der Aussage des Romans Verbesserungen vornehmen könnte und dazu wollte man meine Meinung hören. Denn, so die wiederholte Versicherung, ohne meine Zustimmung als Autor geht das alles nicht.

(Dass in dem phasenweise lustigen Gespräch angedeutet wurde, dass es auch Mittel und Wege gäbe, einen Autor gefügig zu machen, nehme ich jetzt mal nicht so bierernst. Oder!?)

So ganz genau in die Details haben wir jetzt noch nicht geschaut. Es ging halt darum, dass ich mich mit den Anmerkungen anfreunden kann.

Die beiden Lektorinnen gehen jetzt noch einmal in medias res und dann setzen wir uns im Mai zusammen und sprechen die ersten konkreten Änderungen durch. Bis dahin kann ich auch schon mal an den Dialogen feilen und mir Stellen im Skript markieren, die ich auf keinen Fall geändert haben möchte. Mir obliegt das letzte Wort, wurde jedenfalls so betont.

Und dann gibt es auch schon einen sehr vorsichtigen Zeitplan bis zur Veröffentlichung des Romans. Aber der ist so vorsichtig, dass ich auch hier ungern einen genauen Termin nennen würde. Der ja sowieso nur grob einen Monat benennen könnte. Viel hängt ja auch davon ab, wie schnell ich die Änderungen, die sich im Lektorat ergeben werden, umsetzen kann.

Außerdem stehen noch zwei Entscheidungen an, die sehr weitreichend sind und die wir heute nur einmal als notwendig auf die Agenda geschrieben haben, auch wenn sie noch weiter weg sind. Das eine ist, dass für den Roman ein Cover gefunden werden muss. Hier darf ich mich gerne künstlerisch austoben, wenn mir irgendwas vorschweben sollte. Die Worte lauteten so ähnlich wie »immer her damit!«

In der Tat habe ich schon eine vage Idee, wie das Cover aussehen könnte. Aber die muss noch reifen.

Wesentlich schwerer wird es werden, einen Veröffentlichungstitel zu finden. Denn beim Arbeitstitel „Der Morgen danach“ kann und wird es nicht bleiben. Den gibt es nämlich schon bei einem anderen Roman. Tja, schade, aber bei einem so generischen Titel nicht anders zu erwarten. Auch hier kann ich mir Gedanken machen und mich inspirieren lassen. In der gemeinsamen Hoffnung, dass dabei vielleicht schon etwas Nutzbares herauskommt.

Also, lange Worte, gar kein Sinn: Ich bin mit einem sehr guten Gefühl aus Refrath nach Hause gefahren. Alleine schon, weil mir ganz oft gesagt wurde, wie gut das Manuskript, die Idee und die Entwicklung sind. Wer hört so etwas nicht gerne? Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit meinem Verlag und den tollen Menschen dort!

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4 Gedanken zu “Die Stunden danach

  1. Lieber Michael,

    Das klingt ja traumhaft. Meinen herzlichen Glückwunsch! Und vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt, auch wenn du nicht viel sagen darfst. Sind das Diskussionen, die du nach dem Druck veröffentlichen darfst oder ist das generell confidential?

    Und zum Anfang .. erinner mich nicht daran.. . Ich war heute beim Zahnarzt und mir müssen zwei Weisheitszähne gezogen werden. Alle vier sind schon da, aber zwei machen Probleme und dürfen deshalb nicht bleiben. Wir hatten ja noch gehofft, dass sich die Probleme von alleine lösen, aber leider nicht. Also darf ich demnächst mal bei nem Oralchirurgen anrufen .. 😦

    Aber was Witziges … Besuch beim Anwalt meines geringsten Misstrauens. Wieso ist denn das ein Schreckenszenario? Das ist doch ein super schönes! +breit grins+

    Drück dich,
    Kiira

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Kiira,

      vielen lieben Dank! 🙂

      Ich lasse euch gerne daran teilhaben, denn ihr seid ja auch ein Teil dessen, dass ich es überhaupt bis hierhin geschafft habe. Auf eigene Faust und aus eigener Motivation wäre das viel schwieriger geworden.

      Die Diskussionen kann ich sicherlich beizeiten Revue passieren lassen. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es leider nicht sehr sinnvoll, denn wir bewegen uns da stellenweise wirklich ganz nah am Text. Und da will ich natürlich auch nicht zu viel verraten. Verständlich, oder?

      Das mit deinen Zähnen tut mir leid. Muss da wirklich ein Chirurg ran? Bei mir hat das immer der Zahnarzt gemacht. Wobei ich mir drei von vier Weisheitszähnen buchstäblich kaputt gebissen habe. Im Schlaf. War dann jeweils ein schönes Erwachen …

      Und du gehst gerne zu Anwälten? Erzähl mir mehr! 😉

      Drück zurück,
      Michael

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      • Ach Mensch, ist dir das gering nicht aufgefallen oder witzelst du gerade schon zurück? 😉 Lach. geringstes Misstrauen heißt für mich größtest Vertrauen und zu so einem Anwalt würde ich dann auch gerne gehen.

        Wie hast du das geschafft, deine Weisheitszähne kaputt zu beißen? Sind die so weit herausgewachsen gewesen? Mein Zahnarzt macht das normalerweise auch, aber er sagte mir, so doof wie mein Weisheitszahn jetzt liegt, kriegt er das selber nicht gut hin. Es sah immer eigentlich ganz gut aus, bzw. so, dass der sich abdrehen würde, aber der hat sich jetzt beim vorigen Backenzahn festgefahren und könnte dort die Wurzeln beschädigen – wenn er nicht schon dabei ist. Das sieht man nämlich auf dem Röntgenbild nicht ganz so gut, weil 2D. Und da möchte mein Zahnarzt lieber einen Profi ranlassen. Mich graut’s schon, weil das nach ’ner schwierigen Operation klingt. :-/

        Vielen Dank, wir motivieren gerne! 😀
        Und ich freue mich, dass du uns in Zukunft dann mit einem Revuepassieren dran teilhaben lassen willst. Mach dir am besten schon mal Notizen zu dem Beitrag. +zwinker+

        Kiira

        Gefällt mir

      • Du weißt doch, ich bin ein natural born Scherzkeks 😉 . Aber in der Tat hatten wir bis jetzt mit unseren Anwälten eigentlich Glück, insofern …

        Meine Weisheitszähne sind in der Tat weit herausgekommen. Und meine Zähne sind nicht gerade die ebenmäßigsten, weil ich mich mit Händen und Füßen gegen die Zahnspange gewehrt habe. Dazu kommt noch, dass ich mit den Zähnen knirsche. Ich trage auch seit inzwischen bestimmt 20 Jahren eine Schiene dagegen.

        Was du da schreibst, klingt auf jeden Fall nicht so toll. Ich hoffe mal, dass da noch rechtzeitig eingegriffen wird. Und hinterher, wenn alles gut gelaufen ist, erzähle ich dir mal von meiner letzten Weisheitszahn-OP …

        Notizen muss ich mir keine machen. Euch werden die entsprechenden Beiträge noch zu den Ohren rauskommen, könnte ich mir vorstellen! 😀

        LG
        Michael

        Gefällt mir

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