So ein Bus fährt sich anders als ein Auto

Ihr seht, mein Bus beschäftigt mich immer noch – in gleich mehrfacher Hinsicht. So ganz plötzlich ist nämlich die Frage aufgetaucht, ob es sich bei der Ausschreibung, die mich ja per Mail erreichte, wirklich um eine offene Ausschreibung gehandelt hat, an der jeder teilnehmen kann, oder ob ich mir die ganze Arbeit vielleicht umsonst gemacht habe … wobei: Umsonst ist die Arbeit an einer Geschichte ja nie. Es gibt immer etwas zu lernen, neue Erfahrungen zu sammeln und letztlich etwas zu erzählen 🙂 .

Aber gehen wir einmal eine Sekunde davon aus, dass ich an dieser Ausschreibung teilnehmen dürfte. Dann kommen wir nämlich zu dem, wovon ich eigentlich berichten wollte.

Die meisten Ausschreibungen kommen mit relativ eindeutigen Spielregeln daher, an die man sich besser halten sollte, wenn man nicht direkt aus formalen Gründen aus dem Lostopf fliegen möchte. Neben den eigentlich immer vorhandenen Einschränkungen in Bezug auf Länge und Inhalt handelt es sich dabei sehr oft auch um Vorgaben an das Layout.

Nun habe ich diese Kurzgeschichte komplett in Papyrus Autor geschrieben. Wofür habe ich es schließlich? Seit man bedenkenlos zwischen Word und Papyrus hin und her laden (und speichern) kann, ist die Arbeit auch für mich ein gutes Stück einfacher geworden. Dachte ich.

Jetzt musste ich aber wieder einmal feststellen, dass ich von vielen elementaren Einstellungen dieses Programms schlicht und ergreifend keine Ahnung habe! Den Zeilenabstand zu ändern war ja noch leicht. Aber schon die Suche nach der Silbentrennung hat mich ein wenig überfordert. Zum Glück hat das Programm ein wirklich sehr gut ausgearbeitetes Hilfedokument.

Ich habe erst jetzt gemerkt, wie festgefahren ich in manchen Punkten bin, was die Bedienung von Software angeht. Und diese Festgefahrenheit bezieht sich darauf, dass ich mich eigentlich fast nur noch mit der Software von Microsoft intuitiv auskenne. Alle Dinge, die ich heute in Papyrus machen wollte, hätte ich in Word aus dem Handgelenk geschüttelt.

Jetzt könnte man mich fragen, wieso ich dann nicht einfach mit der Software arbeite, die ich beherrsche. Antwort eins: Weil das Ding zu teuer war, um es nicht zu benutzen! Antwort zwei: Weil das Ding für Autoren einfach die besseren Optionen bietet!

Und doch ist die Erkenntnis halt, dass man nicht so leicht von einem Auto (Word) auf einen Bus (Papyrus) umsteigt. Er fährt sich ganz anders, ist vielleicht nicht so wenig, dafür bietet er mehr Platz und Möglichkeiten.

Ich bleibe also dran, bis ich – um die Analogie erfolgreich zu Tode zu reiten – den Busführerschein gemacht habe.

Bleibt nur noch die Frage, was jetzt aus der Kurzgeschichte werden soll. So langsam habe ich ja wirklich schon ein kleines Häufchen an Unveröffentlichten …

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7 Gedanken zu “So ein Bus fährt sich anders als ein Auto

  1. Kurzgeschichten schreibe ich, obwohl ich ein Schreibprogramm besitze, nach wie vor in Word oder – wenn ich unterwegs bin – in OneNote.
    Ich weiß nicht, wie Papyrus gestrickt ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass das Programm für Kürzestformen schlicht zu mächtig ist.
    Alternativ: In Word schreiben und überarbeiten, bis es die richtige Länge hat. Dann in Papyrus die Stilanalyse etc. drüberlaufen lasen, noch mal überarbeiten, nach Word exportieren zwecks Format.

    Gefällt 1 Person

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