„Darkride“: Jetzt gilt es!

Heute Mittag um kurz nach halb zwei war es, dass ich mich dazu durchgerungen habe, den „Senden“-Knopf zu drücken. Am Ende war es die nun schon bekannte Mischung aus Unbehagen und Selbstsicherheit, aus Hoffen und Bangen und einer gewissen LMAA-Einstellung. Ich glaube, die muss man auch haben, wenn man sich mit einem Manuskript irgendwo bewirbt. Nicht, weil es einem wirklich egal wäre, was nun passiert, sondern, um sich nicht in den folgenden Tagen immer wieder selber verrückt zu machen.

Aber die Messe ist nun gelesen, das Exposé mehrfach gecheckt, die Leseprobe auf Herz und Nieren geprüft und die Autorenvita um die kommende Veröffentlichung von „Der Morgen danach“ ergänzt (ein gutes Gefühl, by the way).

Da fällt es auch überhaupt nicht ins Gewicht, dass ich sofort eine Mail vom Autoresponder des angeschriebenen Lektors bekam, dass dieser sich zur Zeit im Urlaub befindet. Im Gegenteil, das bedeutet, dass ich mich entspannt zurücklehnen kann. Irgendwann wird er meine Mail lesen und dann wird sich entscheiden, ob es mit „Darkride“ etwas wird oder nicht.

An dieser Stelle etwas wird oder nicht.

Denn ich habe für mich eigentlich schon den Entschluss gefasst, dass ich es auf jeden Fall mit diesem Roman weiter versuchen werde. Ich glaube an die Geschichte, Krimis gehen eigentlich immer und für meinen Schreibstil habe ich nun auch schon viele nette Worte gehört. Bange machen gilt also nicht.

Und doch hätte ich mich, eigentlich, gerne noch einmal mit Jemandem über meinen Roman unterhalten. Mit irgendeinem Mitautor, einer Mitautorin, die sich mal mein Exposé anschaut und mir sagt, ob das so Sinn macht, oder nicht.

Ich weiß, dafür kann man sich Profis kaufen. Aber ehrlich gesagt würde ich hierfür keinen Profi haben wollen, sondern jemanden, der sich das Exposé anschaut, weil es ihn oder sie interessiert, weil er oder sie gespannt darauf ist.

Das Seltsame und Widersprüchliche ist, dass ich so jemanden wahrscheinlich sogar gefunden hätte, wenn ich den Mut oder den Entschluss hätte finden können, zu fragen. Aber, ich schrieb es bereits gestern, bei einem Krimi habe ich da Schwierigkeiten.

Es ging mir ja nicht darum, mein gesamtes Manuskript aus der Hand zu geben. Da weiß ich, dass noch viel Arbeit vor mir liegt, bis ich das wagen sollte. Bis jetzt habe ich ja nur die ersten Seiten für die Leseprobe überarbeitet.

Und hier haben wir das für mich nicht auflösbare Paradoxon: Ich würde mir jemanden wünschen, der auf den Roman gespannt ist – nur um ihm dann alle Spannung zu nehmen, indem ich ihm in einem Kurzabriss, den so ein Exposé nun einmal darstellt, das Ende der Geschichte verrate.

Nennt mich einen Gut-Autor, aber das wollte ich irgendwie niemandem zumuten.

Ob ich mir auch Sorgen gemacht habe, dass der imaginäre Kollege, die imaginäre Kollegin mir sagen würde, dass das alles Bullshit ist, was ich da geschrieben habe?

Ehrliche Antwort: Nein. Und falls ich doch genau das zu hören bekommen würde … nun, wie ich schon schrieb: Ich bin von dem Roman überzeugt.

Jetzt muss ich nur noch den Rest der Welt davon überzeugen!

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3 Gedanken zu “„Darkride“: Jetzt gilt es!

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