Fakten, Fakten, Fakten: Der Versatile Award

Ja, ja, mein lieber Simon Segur, damit hast du jetzt nicht mehr gerechnet, dass ich doch noch irgendwann auf die … ähem … etwas länger zurückliegende Nominierung zum Versatile Award zurückkomme, oder? Aber hier geht nichts verloren und wird nichts vergessen und ganz im Sinne unseres gemeinsamen (Mit-)Lieblingsautors kann man sagen: Manchmal kommen sie wieder!

Also, worum geht es beim Versatile Award? Im Gegensatz zu den meisten anderen Awards, die in der Blogosphäre so kursieren, wie zum Beispiel der Liebster Award (den ich übrigens schon lange nicht mehr bekommen habe, hat mich keiner mehr lieb? 😉 ) geht es hierbei nicht darum, einen vorgefertigten Fragenkatalog abzuarbeiten und sich dazu mehr oder weniger originelle Antworten einfallen zu lassen.

Der Versatile Award dreht die Sache praktisch um und stellt den damit Beehrten vor die Aufgabe, sieben Fakten aus seinem oder ihrem Leben zusammen zu suchen, die er oder sie, in diesem Falle ich, dem geneigten Leser gerne verraten möchte.

Die Aufgabe wird nicht eben leichter dadurch, dass ich in diesem Blog ja ohnehin mein Herz ganz oft auf meiner Zunge trage und ich daher gar nicht so recht weiß, was ich euch denn noch erzählen kann, was ihr noch nicht wisst. Okay, das ist schon die erste faustdicke Lüge, denn natürlich wisst ihr noch lange nicht alles von mir.

Aber fangen wir doch damit einfach mal an.

1. Eigentlich bin ich ein sehr schüchterner Mensch, der sehr darauf bedacht ist, andere nicht zu sehr in sein Inneres schauen zu lassen. Wenn es sich im Blog manchmal anders liest, dann ist das hart erarbeitet.

2. Ich hänge nicht an Dingen und kann manchmal doch ganz schön sentimental werden, wenn es um sie geht. Als wir, meine Frau und ich, damals mein erstes selbstgekauftes Auto, einen schwarzen Nissan Micra Baujahr 1997, abgeben mussten, weil kein Kinderwagen in den Kofferraum passte, habe ich bittere Tränen vergossen. Ich! Wegen eines Autos!!

3. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich zwei Personen gleichzeitig bin: Der Internet-Michael und der Real-Life-Michael. Und dass die beiden gar nichts miteinander zu tun haben. Denn während der eine immer irgendwie beschäftigt und aktiv zu sein scheint, kommt mir der andere meist träge und faul vor. Aber keine Sorge, ich bin in therapeutischer Behandlung 😉 .

4. Eben mit diesem Thema gehe ich inzwischen offener um, als es manchen Menschen vielleicht recht ist. In meinem Verwandten-, Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis weiß es ohnehin jeder, weil es sich nicht verbergen lässt. Aber ich sehe es auch keineswegs als Stigma an, wenn jemand an sich arbeitet und versucht, sich und/oder sein Leben zu verbessern. Und auch meinem Schreiben hat es definitiv mehr genutzt als geschadet!

5. Generell kann ich es nicht haben, wenn jemandem durch einen anderen Etiketten aufgedrückt werden, nur weil vielleicht das Verständnis oder auch oft leider der Wille zum Verständnis fehlt. Wenn ich zum Beispiel mitbekomme, dass eine Autorin, die „nur“ Liebesromane oder gar Erotik schreibt, deswegen von oben herab angeschaut wird, könnte ich, auf deutsch, drauf schlagen. Für mich zählt jede Leistung und ich bin gerne bereit, sie anzuerkennen. Übrigens nicht nur im schriftstellerischen Sektor!

5a. Auf diese Weise, merke ich gerade, könnte ich noch einige Punkte aufschreiben. Ich muss also wohl gestehen, ein Meckerfritze und Anprangerer zu sein 😉 .

6. Wenn es etwas gab, worin ich in der Schule richtig schlecht war, dann war das (neben dem unsäglichen Fach Französisch, von dem ich abstreite, es jemals gehabt zu haben) Mathematik. Pythagoras war für mich der Inhaber eines Imbisses, Bionische Formeln hatten mit Science-Fiction und dem 6-Millionen-Dollar-Mann zu tun und Wahrscheinlichkeitsberechnung hatte gefälligst Kollege Computer für mich zu machen. Als meine alte Mathelehrerin und ich uns anlässlich eines Klassentreffens wiedersahen und ich ihr sagen musste, dass ich heute in der Buchhaltung, also mit Zahlen, arbeite, haben wir beide herzlich gelacht …

7. Ich bin mir noch nicht sicher, ob und wie ich das bei meinem ersten veröffentlichten Roman mit der Widmung halten soll. Lange Zeit habe ich geglaubt, dass es einen bösen Voodoozauber über mir gibt, der dafür sorgt, dass alle Menschen, denen ich einen Roman widme, danach für kurze oder lange Zeit aus meinem Leben verschwinden. So passiert bei meinen ersten drei Romanen. Ausgerechnet das eine Mal, wo ich ein Werk gezielt jemandem gewidmet habe, der verschwinden sollte, hat es dann nicht funktioniert. Vertraue ich jetzt darauf, dass der Fluch gebrochen ist, oder verzichte ich lieber ganz auf eine Widmung?

So, das waren sie, meine sieben Fakten. Und ich muss sagen, dafür, dass ich das so lange aufgeschoben habe, hat die Beantwortung doch Spaß gemacht.

Worauf ich aber verzichten werde, und ich hoffe, dass mir der gute Simon nicht böse ist, ist eine Nominierung weiterer Blogger. Ich tue mich immer ungemein schwer damit, diese Stöckchen anderen an den Kopf zu werfen. Und nachdem ich mich in letzter Zeit immer ungemein geärgert habe, dass so viele Leute es sich einfach machen und einfach schreiben, dass jeder teilnehmen kann, der es gerne möchte, mache ich das jetzt auch so, muss mich nicht mehr über mich selber ärgern (denn das ist es ja im Grunde) und kann gespannt warten, ob die Sache weitergetragen wird oder im Sande verläuft.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn der eine oder die andere unter meinen Lesern uns mit weiteren Fakten aus ihrem/seinem Leben unterhalten würde!

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13 Gedanken zu “Fakten, Fakten, Fakten: Der Versatile Award

  1. Nein, damit hätte ich tatsächlich nicht mehr gerechnet 🙂 Apropos Rechnen: „bionische“ Formeln ist köstlich, das klingt wirklich nach Augmentierung! Und auch das mit Deinen Widmungen klingt nach Roman …
    Jedenfalls vielen Dank für die schönen Fakten!

    Gefällt 1 Person

  2. Alleine wegen Punkt 5 könnte ich dich knutschen – mach ich aber nicht, weil es dann wieder heißt: Diese Erotikautorinnen, ts, ts, ts!
    Und außerdem bist du verheiratet und ich auch und überhaupt würde das nur Ärger geben, also fühl dich geknutscht oder geknuddelt, wie es dir beliebt …

    Gefällt 2 Personen

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