„Mein Traum vom Buch“, die 2. Auflage!?

720!

Das ist die Zahl der Blogbeiträge, auf die ich inzwischen zu steuere. Irgendwann in diesen Tagen hat „Mein Traum vom Buch“ seinen zweiten Geburtstag. Ich habe nicht genau nachgesehen, wann das der Fall ist und ich halte es auch nicht für so wichtig. Eine große Party schmeiße ich mal zum fünften oder so. Wenn dann noch jemand das lesen will, was ich hier schreibe.

Aber genau darum geht es mir. Ich habe in den letzten Tagen hin und her überlegt, was meinen inzwischen nicht kleinen Fundus an Beiträgen angeht.

Nicht alle von ihnen waren das, was man als besonders gehaltvoll bezeichnen würde. Aber einige sind schon so, dass ich glaube, dass sie auch heute noch interessant sind. Vielleicht auch für Leser interessant sind, die erst später angefangen haben, mir hier ihr Augenmerk und ihr Gehör zu schenken.

Kurzum gesagt: Ich habe überlegt, ob es irgendeinen Sinn und Zweck hat, den alten Beiträgen in diesem Blog neues Leben einzuhauchen.

In vielen Ratgebern zum Bloggen liest man, dass man durch eine Art „Zweitverwertung“ eine Leserbindung generieren und relativ einfach immer wieder „neuen“ Content erzeugen könnte. Man müsse dafür nur hingehen und die alten Beiträge in den Social-Media-Kanälen pushen, also z.B. bei Twitter, und so Menschen auf den Blog aufmerksam machen, die ihn vorher nicht kannten.

Eine weitere Methode könnte es sein, Blogeinträge thematisch zusammenzuführen und in eigenen Übersichten logisch aufeinander aufbauend zu präsentieren. Auch hier, so die Meinung der Experten, werde ein Mehrwert für die Leser geschaffen.

Last but not least solle man ruhig von Zeit zu Zeit seine alten Beiträge aktualisieren und noch einmal neu präsentieren. Viele Dinge ändern sich im Laufe eines Bloggerlebens und was gestern aktuell war, ist es heute vielleicht schon nicht mehr.

So weit also die Theorie.

In der Praxis stelle ich mir zuerst die Frage aller Fragen: Will das wirklich jemand lesen? Reicht es nicht, dass ich im beinahe täglichen Rhythmus neue Beiträge in die Welt entlasse, die mal mehr und mal weniger interessant sind? Muss es dann wirklich noch um die alten Kamellen gehen?

Die zweite Frage ist, ob ein solches Vorgehen, das sehr stark auf Blogs zielt, denen es um die Generierung von Klicks und letztlich um das Verdienen von Geld geht, überhaupt zu einem „Projekt“ wie diesem hier passt. „Mein Traum vom Buch“ war von Anfang an ein Online-Tagebuch, in dem sich hin und wieder eingestreute Weisheiten, Tipps oder Tricks eingeschlichen haben.

Die dritte Frage schließt daran an: Nehme ich mir nicht einiges bis vieles meiner eigenen Authentizität, wenn ich hingehe und Beiträge von z.B. vor einem Jahr aktualisiere? Und überhaupt: Macht es Sinn, den alten Beitrag dann noch stehen zu lassen, um eine Entwicklung zu dokumentieren?

Und von der Arbeit, die mir dann für meine anderen Tätigkeiten fehlen würde, fange ich mal gar nicht an.

Was ich mir noch am ehesten vorstellen kann, wäre wirklich so eine Art „Rückblick“ auf den SoMe-Kanälen, in dem ich hin und wieder einen der alten Artikel kurz vorstelle und so noch einmal ins Gedächtnis rufe.

Oder vielleicht eine kleine Rubrik im Sonntagsreport? „Mein Traum vom Buch“, die 2. Auflage? Das Antiquariat? Beste Reste?

Ich würde mich über Meinungen hierzu freuen, denn, wenn ich ehrlich sein soll, ich habe selbst schon ein wenig den Überblick über alle Beiträge hier verloren und irgendwie hätte das Wühlen im Archiv auch einen gewissen Reiz …