Aller demotivierenden Dinge sind drei

Heute ist mal wieder so ein Tag, wie er im Buche steht. Im Buch der Tage, die man eigentlich gar nicht gebrauchen kann und auch gar nicht haben will. Einer von den Tagen, an denen man morgens schon das Gefühl hat, dass da nichts Gutes bei herauskommen kann. Und wie soll ich sagen: Ich mag es nicht, wenn meine Gefühle mich nicht trügen.

Wie die Überschrift schon sagt, habe ich heute drei demotivierende Dinge erlebt, die alle was mit Arbeit, die ich mir gemacht habe, zu tun haben. Alle drei Dinge sind keine Beinbrüche, hinterlassen für den heutigen Tag aber ein sehr schales Gefühl.

Gehen wir sie einfach mal durch.

Erster Akt

Wie ich euch ja berichtet hatte, war für diese Woche ein Termin mit dem Lektorat für „Der Morgen danach“ angesetzt. Die Vergangenheitsform zeigt euch schon: Pustekuchen!

Leider ist eine der beiden Lektorinnen krank geworden. Da ist natürlich niemand gegen gefeit. Aber ich habe in den letzten Tagen  ziemlich rangeklotzt, um noch einmal durch meinen ganzen Roman zu gehen und mich auf das Gespräch vorzubereiten.

Egal, wir werden schon einen neuen Termin finden. Bis dahin, liebe Jeannette, falls du das hier lesen solltest, wünsche ich dir von Herzen „Gute Besserung“!

Zweiter Akt

Aufmerksame Leser haben mitbekommen, dass bei uns zu Hause Gartenarbeiten auf dem Programm stehen. Und da am Samstag das Wetter ganz mies war (bedeutet: Es war so schön, dass es keinen Grund gab, die Arbeiten zu verschieben), hat die ganze Familie im Garten gearbeitet.

Ich habe mich damit verlustiert, an der erwähnten Hecke weiter zu machen und noch einen halben Urwald herausgeschnitten.

Heute Mittag bekam ich dann einen Anruf von meiner Frau, die sich das mal genauer angeschaut hat und – sagen wir mal – nicht unbedingt zufrieden war mit meinen Schnibbelkünsten.

Darauf reagierte der Teil von mir, der am Samstag teilweise mit seinem ganzen, nicht unerheblichen Körpergewicht, in der Hecke gehangen hatte, nicht unbedingt zugewandt und verständnisvoll, so dass das Telefonat ein wenig länger dauerte 😉 .

Aber gut, geschnitten ist geschnitten und wieder dran kleben kann ich es nicht. Und inzwischen reden wir auch wieder ganz normal miteinander 😉 . Ich hab dich lieb, mein Schatz!

Dritter Akt

Und weil bis dahin noch nicht genug passiert war, was dazu angetan war, meine Laune zu beeinträchtigen, flatterte mir auch noch die Antwort von be für meine Bewerbung mit „Darkride“ ins Haus. Und sagen wir mal vorsichtig, sie fiel nicht wirklich nett aus. Freundlich, das ja, professionell, natürlich. Aber eben auch nicht besonders nett. Und kein Wort mehr davon, dass ich mich gerne noch einmal melden könne, wenn ich etwas Neues habe.

Allerdings, das will ich nicht unerwähnt lassen, wurde mir auch ein wenig davon aufgezeigt, was die Lektoren (auch hier haben sich gleich zwei meine Leseprobe angesehen) zu bemängeln hatten. Ironisch ist, dass es insbesondere um eine Erzählperspektive geht, die genau einmal am Anfang des Romans auftaucht und danach nie wieder.

Damit war dann die Motivation vollends im Keller. Oder auf deutsch formuliert: Für so ungefähr eine halbe Stunde fühlte ich mich so richtig im Arsch!

Aber nach Ablauf der halben Stunde ging es dann auch langsam wieder aufwärts. Klar, glücklich bin ich nicht damit, in drei Dinge richtig Arbeit gesteckt zu haben in der letzten Zeit und jetzt alles davon vertagen zu müssen.

Ja, richtig gelesen. Vertagen!

Denn es wird diesen Termin mit dem Lektorat bei Scylla geben!

Ich werde mich wieder mit dieser blöden Hecke auseinander setzen!

Und ich werde weiterhin versuchen, „Darkride“ bei einem Verlag unterzubringen!

Aber nicht mehr heute. Heute bin ich müde.