„Schmerzlos“: Meine Geschichte als Hörbuch

Es war ja angekündigt, dass meine Geschichte „Aus Eiseskälte aufgewacht“ für die Anthologie „Schmerzlos“ vertont werden würde. Nachdem die entsprechenden Beiträge nicht sofort verfügbar waren, muss ich gestehen, ist mir die Sache beinahe schon wieder ein wenig durchgegangen, weil so viel anderes anstand in der Zwischenzeit.

Aber gestern fiel es mir dann wieder ein und ich habe mir die zur Anthologie gehörenden Hörbuchdateien auf den Rechner geladen. Dazu muss ich sagen, dass diese, natürlich, nur für die ehrlichen Käufer der Anthologie verfügbar gemacht werden sollen und ich euch damit leider nicht mit einem Link oder Ähnlichem versorgen kann. Aber ich denke, dass ihr da Verständnis für haben werdet.

Aber wie war es denn nun, das Erlebnis, zum ersten Mal jemandem dabei zuzuhören, wie er eine von mir geschriebene Geschichte vorträgt?

Das erste, was mir dazu einfiel und was bei mir auftrat, habe ich spontan bei Twitter gepostet: Gänsehaut!

Meine Geschichte beginnt damit, dass der Protagonist sprichwörtlich aus Eiseskälte, nämlich Cryostasis, aufgeweckt wird. Und direkt von Anfang an wurde durch den hervorragenden Sprecher Clemens Weichard der richtige Ton für das sich anschließende Szenario getroffen.

Ich hatte die Wahl zwischen einigen Sprechern für die Hörgeschichte und musste zuletzt zwischen zweien auswählen, die ich mir beide für den Job vorstellen konnte. Die Wahl ist deswegen auf Clemens gefallen, weil seine ruhige Art zu sprechen, die aber dennoch in den entscheidenden Momenten die richtigen Akzente durch Betonung, Sprachtempo und auch Lautstärke setzt, einen Ticken besser gefallen hat als die seines „Konkurrenten“.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz und gar nicht.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte war, dass durch die geschickte Bearbeitung von Cluwriterin Rahel die Geschichte durch das Hinzufügen von Klangteppichen und Geräuschen eine Atmosphäre bekommen würde, die neben den Personen auch den Handlungsort spürbar macht.

Ich kenne meine Geschichte und man sollte meinen, dass es nicht so einfach ist, mich mit ihr zu überraschen. Aber genau das ist mir gestern passiert: Ich wurde durch meine eigene Geschichte und die Wirkung, die sie auslösen konnte, nicht nur überrascht, ich wurde vielmehr schon geflasht.

Du gut zwanzig Minuten, die das Schauspiel mit An- und Absage dauert, vergehen nicht nur wie im Flug, sie wecken auch den Wunsch nach „mehr“. Seit gestern weiß ich: Hörbücher zu meinen Geschichten, das wär’s. Inszenierte Lesungen. Darüber nachgedacht hatte ich früher schon, bin ich doch ein Hörspiel- und Hörbuchfreak. Aber seit gestern weiß ich, dass das wirklich die Schau in Tüten wäre.

Für diesen Moment aber bleibt mir nur, Danke zu sagen! Ich bedanke mich bei Clemens Weichard für den wirklich hervorragenden und auf den Punkt gebrachten Vortrag meiner Geschichte. Und ich bedanke mich bei der grandiotastischen Rahel für die Arbeit am Mischpult.

Wenn wir hier in einer plumpen Dauerwerbesendung wären, würde ich sagen: Kauft es euch, hört es euch an! Sind wir aber nicht 😉 .

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12 Gedanken zu “„Schmerzlos“: Meine Geschichte als Hörbuch

  1. Das hört sich doch wunderbar an. Und ein wenig Werbung zu betreiben für eine Sache, von der man überzeugt ist, ist durchaus legitim. Das ist dann auch schon der Unterschied zu Dauerwerbesendungen. Aber ich habe mit solchen Ansagen auch so meine Probleme. Deshalb find ich es doppelt gut, wenn sich jemand traut. So weit bin ich noch nicht.
    Weiterhin viel Erfolg. Der Anfang ist gemacht, die Tür aufgestoßen.

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    • Ich werde da, spätestens wenn mein Roman erscheint, auch noch einen für mich gangbaren Weg mit der Werbung finden müssen. Aber ganz grundsätzlich finde ich es immer besser, wenn man durch Inhalte für etwas wirbt und nicht durch die Presslufthammermethode. Deswegen versuche ich auch, mit meinen Beiträgen Interesse an meinen Aktivitäten zu wecken 🙂 .

      Danke dir für die Erfolgswünsche! Ja, ich glaube auch, dass ich jetzt auf einem guten Weg bin. Ich habe Zuversicht.

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  2. Schöne Story, hat mir gut gefallen. Eher leise Töne, unaufgeregt, intensiv, tolle Sprache.
    Und: Knapp am Moralischen vorbei, vielleicht noch nicht ganz so kunstvoll wie möglich, die „Pointe“ zwar stimmig und schön, aber möglicherweise einen Hauch zu schwach.
    Insgesamt bin ich jetzt nur noch neugieriger auf Deinen „Morgen danach“ 🙂

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