Breaking News: »Schmerzlos« ist erschienen!

Eine schnelle Meldung noch zu später Abendstunde.

Die Anthologie »Schmerzlos«, die aus dem Literaturwettbewerb der Seite cluewriting.de hervorgegangen ist, ist heute veröffentlicht worden. Damit wurde der Termin, der unter der Hand vorab als voraussichtliches Releasedatum benannt wurde, eingehalten.

Ich bin in dieser Anthologie mit der Geschichte „Aus Eiseskälte aufgewacht“ vertreten. Sie ist sowohl in der eBook- als auch in der Printversion enthalten und wird darüber hinaus in etwa einer Woche auch als Podcast zur Verfügung stehen.

Damit ist diese Geschichte meine erste, die man so richtig in einem gedruckten Buch für richtig echtes Geld erwerben kann. Auch wenn ich nicht an den Einkünften beteiligt bin, ist das ein gutes Gefühl!

Soviel für heute dazu. Mehr Informationen und Gefühlsausbrüche folgen morgen.

Gute Nacht!

Der Sonntagsreport vom 21.05.2017 – Über die Zeit

Hallo ihr Lieben!

Der Mai schreitet weiter voran und es ist kaum zu glauben, aber wahr, damit haben wir bald schon fünf Zwölftel des Jahres wieder hinter uns gebracht. Ja, ich weiß, für diese Erkenntnis hättet ihr mich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber ich finde es dennoch einfach erstaunlich, wie schnell die Zeit doch immer wieder vergeht. Gerade auch, wenn ich mich so umschaue und versuche zu realisieren, was sich in Bezug auf meine Schreiberei so getan hat und tut.

Es ist jetzt beinahe wieder eine Woche her, dass die Absage für „Darkride“ in meinem Postfach landete. Und in dieser Woche habe ich genau gar nichts gemacht, um mich diesem „Problem“ auf andere Weise zu widmen. Eine Woche ist nicht viel Zeit, könnte man sagen und doch ist es irgendwie sehr viel Zeit – eben, weil sie so schnell vergeht.

Anfang des Monats, übrigens auch schon wieder vor drei Wochen, habe ich geschrieben, dass es mir im Moment leicht fällt, Dinge zu erledigen. Na ja, bei manchen Sachen ist das nach wie vor so, andere gestalten sich mal wieder schwieriger. E-Mails beantworten, zum Beispiel.

Aber auch, die Dinge in die Hand zu nehmen und mich auf den Hosenboden zu setzen, um vielleicht meine beiden Projekte „Darkride“ und „Der Beobachter und der Turm“ in die Welt zu bringen.

Ich habe diese Woche eine E-Mail von meinem Vater bekommen (schöne Grüße!) in welcher dieser mich auf meinen Blogartikel von Dienstag ansprach. Das war der, in dem ich von der Philosophie des Scheiterns sprach. Er war darin über meine Gedanken zu den unterschiedlichen Projekten gestolpert und blickte nicht mehr so richtig durch.

Das hat in mir zwei Fragen ausgelöst. Erstens: Blicken eigentlich alle meine Leser noch durch? Und zweitens: Blicke ich selber noch richtig durch?

Auch hier spielt der Faktor Zeit eine Rolle. Dass ich angefangen habe, mich mit dem Projekt „Darkride“ wieder umfangreicher zu beschäftigen, ist dieser Tage auch schon wieder zwei Monate her – ebenso wie die Leipziger Buchmesse, man stelle sich vor.

Und wann ich das letzte Mal richtig an „Der Beobachter und der Turm“ gearbeitet habe, da müsste ich inzwischen schon auf den Zeitstempel der entsprechenden Dateien schauen, um das nachvollziehen zu können.

Die Zeit rast also nur so dahin und ehe man es sich versieht, wird auch der Juni und damit ein halbes Jahr herum sein. Was kann, was soll bis dahin passieren?

Im Beruf ist es wichtig, sich Deadlines zu setzen. Ich frage mich allmählich, ob es sinnig wäre, genau das auch für meine Schreibprojekte zu tun. Nun ja, wenigstens in Bezug auf „Der Morgen danach“ wird es genau dazu ja bald kommen – wobei da die Erkrankung meiner Lektorin (gute Besserung!) ja auch zeigt, dass es anders kommen kann, als man denkt.

Es widerstrebt mir eigentlich, einen genauen Terminkalender zu führen. Vor allem, weil ich ja bei den meisten Dingen total eigenverantwortlich bin. Aber tut das gut? Ist eine Mischform vielleicht angebrachter und erstrebenswert?

Ich glaube, ich schreibe ziemlich wirr, aber das sind eben Gedanken, die mir in Bezug auf das Zeitmanagement so kommen. Oder auch in Bezug auf die Zeit an sich. Wir nehmen uns für so viele Dinge Zeit, aber selten dafür, einfach mal über die Zeit nachzudenken.

Ja, doch, eindeutig ein wirrer Blogbeitrag, den ich hier produziere. Aber das ist ja nicht das erste Mal, nicht wahr? 😉

Wie handhabt ihr das, wenn ihr mehrere Dinge „gleichzeitig“ auf der Pfanne habt? Arbeitet ihr die nach Lust und Laune ab? Nach einem festen Stundenplan? Organisiert ihr euch selbst oder seid ihr Chaoten? Ich wäre euch wirklich für eure Gedanken und Anregungen dankbar.

Damit ich vielleicht von dem dummen Gefühl herunterkomme, Teile meiner Zeit auch einfach so zu verschwenden.

Hach, ich „liebe“ es, wenn ein Beitrag ganz anders wird, als er gedacht war …

Euch trotzdem einen guten Wochenstart!

Euer Michael

Noch ein paar Gedanken zum Autoren-Altenheim

Meine Idee vom netten kleinen Altenteil, auf das sich alle meine Autorenkolleginnen und -kollegen zum (hoffentlich noch weit entfernten) Ende ihres Lebens hin zurückziehen können, ist ja ganz gut angekommen.

Immer wieder wurde gesagt, dass es eine schöne Fiktion oder auch Vision sei. Das hat mich dazu gebracht, noch einmal darüber nachzudenken. Also konkret darüber, ob sich so eine Idee nicht wirklich verwirklichen lassen würde.

Also erst einmal die ernüchternden Fakten: Natürlich sind wir Autoren alle unterschiedlich alt. Wenn ich in den Spiegel (oder noch schlimmer: in den Personalausweis) schaue, dann muss ich mir gestehen, dass auch ich inzwischen in einem Alter bin, in dem ich durchaus als Papa unserer jüngeren Mit-Autorinnen infrage käme, wenn ich mich früh genug um Nachwuchs bemüht hätte. Dementsprechend komme ich auch viel schneller aufs Altenteil.

Der zweite Aspekt ist die räumliche Entfernung. Schon jetzt ist es ja schwierig, sich mal im echten Leben über den Weg zu laufen. Dafür sind wir einfach zu sehr in ganz Deutschland bzw. dem benachbarten Ausland verteilt.

Aber das sind Punkte, die doch eigentlich, streng genommen, nur die konkreten Personen aus meiner kleinen faktischen Fiktion betreffen.

Nehmen wir an, dass sich die Idee vom Autoren-Altenheim auf einer breiteren Front realisieren ließe. Es gibt heute schon Künstlerkolonien, wie unter anderem Wikipedia zu berichten weiß. Einige von denen auch ausdrücklich für Künstler, die sich ihrem Lebensabend nähern. Und auch, wenn diese zumeist von bildenden Künstlern genutzt werden, steht doch letztlich einer auf Autoren ausgerichteten Kolonie nichts im Wege.

So eine Kolonie könnte durchaus vergleichbar zu einem Altenheim geführt werden. Zugegeben, es wäre ein exklusives Altenheim. Aber es könnte Einrichtungen in verschiedenen Preisklassen geben, ganz so, wie es auch heute schon der Fall ist.

Was sich aber nicht unterscheiden dürfte, wären die Betreuungs- und Erbauungsinhalte, die in diesen Einrichtungen angeboten würden. Das ist jetzt auch nichts Besonderes, sondern ein Anspruch, den ich auch heute schon an Alten- und Pflegeheime hätte, nämlich dass dort auch unabhängig von der Größe des jeweiligen Geldbeutels gute Arbeit geleistet wird, die dem Bewohner zugewandt ist.

Auf diese Weise wäre alles möglich: Vom kleinen Heim in der Innenstadtlage bis hin zur ausgewachsenen Künstlerkolonie an der Nordsee oder im Schwarzwald. Ich stelle mir eine Kooperation vor zwischen einem gesundheitlichen Träger und einem Verband, der über die inhaltliche Ausrichtung für ein auf Schriftsteller zugeschnittenes Programm wacht. Bestandteile dieses Programms wären etwa Lesungen, wie ich sie in meiner Fiktion beschrieb, aber es wären auch viele andere Dinge möglich.

Das Gehirn eines Schriftstellers lebt in der Kreativität und von der Kreativität. Ich gehe davon aus, dass die meisten „von uns“ bis ins hohe Alter hinein diese Kreativität behalten und pflegen wollen. Das kann man fördern. Die Wissenschaft ist dabei, die Formeln der Kreativität zu erkunden (da gab es gerade neulich einige interessante Artikel im „Focus“ zu).

Diese Erkenntnisse könnten alle in ein gesamtheitliches Konzept einfließen, das von Autoren für Autoren gemacht wird und uns allen zugute kommt.

Sicher, das Konzept hat seine Haken und Ösen. Weil es eben kein richtiges Konzept ist, sondern nur eine kleine Spinnerei. Ein Gedankenspiel. Allerdings eines, das sich auch ohne zu viel Aufwand an Phantasterei in die Realität umsetzen ließe. Wenn man denn wollte.

Oder in einen netten kleinen Roman, fällt mir an der Stelle ein. Seht ihr: Alleine schon der Gedanke an ein fiktives Paradies für alternde Autoren hat in mir kreative Energien geweckt. Was wohl erst die reale Umsetzung bewirken könnte!?

Vielleicht sollte mal jemand bei den entsprechenden Autorenverbänden vorfühlen. Freiwillige vor! 😉

Fakt und Fiktion (18) Schriftsteller-Altenteil

Auch wenn man es sich bei dem heutigen Wetter eher schlecht vorstellen kann, war es vorgestern richtig schön. Die Sonne schien, der Himmel war blau, die Temperaturen kletterten bereits am Morgen auf Werte, wie wir sie ansonsten nur in den Sommermonaten erreichen.

Ich hatte einen Termin bei meinem Hautarzt, der sich sehr über die Erfolge an den Problemzonen an meinen Händen freute, die eingetreten waren, nachdem wir die Medikamente abgesetzt haben, die mehrere tausend Euro teuer waren. Manchmal, so sagte er im Scherz, ist es besser, einfach mal nicht zu behandeln und auf die Kraft der heilenden Hände zu vertrauen.

Aber gut, was will ich mich beklagen, wenn nur die Probleme in den Griff zu kriegen sind.

Auf dem Rückweg zu meinem Arbeitsplatz kam ich an dem Krankenhaus vorbei, das direkt hinter meiner Dienststelle liegt und in dem es mehrere psychiatrische und geriatrische Stationen gibt. Hier hat unter anderem mein Opa eine ganze Weile gelegen, aber auch ich habe schon die Leistungen des Hauses in Anspruch nehmen dürfen.

Als ich das Gebäude passierte, fiel mir eine Gruppe von Menschen auf, die, zumeist in Rollstühlen sitzend, in einem Kreis beieinander waren. Die meisten von ihnen waren alt, aber es waren auch einige jüngere anwesend. Ein oder zwei von ihnen waren klar als Pfleger oder Krankenschwester zu erkennen.

Ein junger Mann hatte eine Gitarre in der Hand und spielte. Es war eine deutsche Version des wunderschönen Liedes „Auld Lang Syne“. Einige der Rollstuhlfahrer hielten Textbögen in der Hand, vereinzelt wurde mitgesungen oder -gesummt. Andere ließen nur den Blick in die Runde oder die Entfernung schweifen und es war nicht ersichtlich, ob sie sich gerade darüber bewusst waren, wo sie sich befanden und was sie taten. Aber ich denke, dass es ihnen auch gut getan haben wird, die Musik zu hören.

Ich konnte mich nicht lange aufhalten und hätte es auch unhöflich gefunden, wenn ich gaffend bei der Gruppe stehen geblieben wäre. Aber dieses Bild hat mich beschäftigt.

Kaum um die Straßenecke herumgegangen stellte ich mir vor, wie es wohl wäre …

Warm scheint die Haut auf mein Gesicht, das hilflos in die Sonne blinzelt. Dann entdeckt Schwester Frieda meine Situation und schützt meine Augen mit der Sonnenbrille, die ich selber wegen meiner klapprigen Hände nicht mehr auf meine Nase bugsieren kann.

Wir sind heute zu früh, scheint mir, denn es ist noch niemand außer uns da. Vielleicht wussten die Krankenhausmitarbeiter auch nicht, dass wir uns heute draußen treffen. Aber bei diesem schönen Wetter wäre es eine Sünde, in dem stickigen Saal zu sitzen.

Ah ja, da kommen sie ja schon, meine werten Kolleginnen und Kollegen. Ganz vorne weg, wie eigentlich immer, die Michaela. Stets zwei Schritte vor dem Pfleger, der sie eigentlich stützen soll. Aber sie war ja immer schon so stürmisch, wenn ich mich richtig erinnere. Das mit dem Erinnern klappt in letzter Zeit nicht mehr so gut.

So geht es auch dem Simon, der sich nicht mehr an seinen richtigen Namen erinnern kann. Deswegen habe ich es auch aufgegeben, ihm immer und immer wieder die Cover seiner alten Bücher zu zeigen, wo der Name drauf steht. Aber ansonsten ist er geistig beweglich wie eh und je, was sich in mancher Diskussion zeigt. Ja, manchmal diskutieren wir. Fast wie früher.

Weitere wohlbekannte und erwartete Gesichter erscheinen nach und nach, alleine, oder in Gruppen. Da ist Kia, unser Nesthäkchen, die bis ins hohe Alter herumgereist ist und uns auch heute noch mit ausgefallenen Tee-Ideen versorgt. Den ewigen Kamillentee kann doch kein Schwein – mit Verlaub – mehr sehen!

Ach, und Margaux treibt gerade mal wieder ihren Pfleger zur Verzweiflung, weil sie sich von ihm gar nichts sagen lässt. Ich kann mich noch erinnern, wie überrascht der arme Kerl war, als er erstens erfuhr, dass Margaux sich selbst als submissiv bezeichnet, und wie frustriert, als sie ihm einbläute, dass das nichts mit ihm zu tun hat und niemals haben wird. Kann einem fast leid tun, der Mann.

Und da sind Katherina, Nike und Nora, die sich schon jetzt und wahrscheinlich auch schon den ganzen Morgen austauschen über Welten voller fantastischer Wesen, Vampire und Märchengestalten. Ich weiß, dass die Ärzte ganz verzweifelt sind, weil sie nicht herausfinden, was davon jetzt romantische Auseinandersetzung ist und an was davon die drei wirklich glauben.

Aber ich, ich weiß es. Denn ich kenne sie. Ich kenne sie alle, die vielen Männer und Frauen. Auch die, die heute nicht bei uns sind. Einige, weil sie bei ihren Familien zu Besuch sind oder, die etwas fitteren unter uns, sogar berufliche Termine haben.

Ein günstiger Wind des Schicksals hat uns hier zusammengeführt, herbeigeweht aus allen Teilen der Welt, teils sogar Ländergrenzen überschreitend.

Inzwischen haben wir, die wir heute zur Stunde zusammengekommen sind, einen Kreis gebildet. Frau Hofmann hat sich auch eingefunden und strahlt mit einem Lächeln jeden von uns an, dass es mich alten Mann richtig aufblühen lässt. Dann greift sie zu den Unterlagen, die sie mitgebracht hat.

»Heute lesen wir, wie letzte Woche angekündigt, einige Passagen aus dem Roman sechsuhrsieben von Frau Kalcher. Ist die heute gar nicht da?«

»Nein«, antworte ich. »Mea hat heute im Verlag zu tun, wo sie hin und wieder noch aushilft.«

»Nun gut, dann werden wir eben das nächste Mal mit ihr darüber sprechen, wie es war, als sie den Roman geschrieben hat.«

Dann räuspert Frau Hofmann sich und beginnt, mit ihrer glockenhellen Stimme zu lesen. Ich schließe die Augen, spüre die Sonnenwärme auf meinem Gesicht und erinnere mich an die Zeit, als ich selber noch geschrieben habe. Bevor die Hände nicht mehr wollten, wie ich will.

Aber ich bin im Kreise von Menschen, denen es so geht wie mir, die nie aufgehört haben, das Schreiben und alles, was damit zu tun hat, zu lieben.

Ja, ich kann sagen, ich bin glücklich!

Der Gedanke ließ mich lächeln, auch wenn ich wusste, dass es so eine Gruppe, so eine Zusammenkunft in der Realität niemals geben würde. Dafür sind wir zu sehr verstreut, auch das unterschiedliche Alter spielt eine Rolle. Und überhaupt: Wem gönnt man schon, bei aller Romantik, den Lebensabend in einem solchen Heim? Da soll doch lieber jeder in seinem vertrauten Umfeld und – vor allem – mit den geliebten Menschen alt werden. Ganz individuell, wie er und sie es möchte.

Deswegen schob ich die Vorstellung auch schnell mit einem Grinsen beiseite, nicht jedoch ohne mir zu sagen, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, sie hier aufzuschreiben.

In der Hoffnung, dass meine werten Kolleginnen und Kollegen, sofern sie dies denn lesen, ebenfalls ein wenig grinsen oder doch wenigstens schmunzeln müssen.

Ja, ist denn heute schon Freitag?

Leider nein, aber was den Blog angeht, ist heute frei-Tag. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass bei dem schönen Wetter draußen jemand was lesen möchte, das mit Büchern oder Romanen oder gar mit … Moment, was steht auf meinem schlauen Zettel?

Mit Altenheimen, echt?

Also ich glaube nicht, dass heute jemand etwas über Altenheime lesen möchte. Vielleicht morgen wieder. Da soll es ja auch nicht mehr so warm sein.

Also, ab mit euch nach draußen, solange noch die Gelegenheit dazu besteht!

Die Psychologie des Scheiterns

Zuerst einmal bedanke ich mich, mal wieder, bei allen aufmunternden Worten, die mich gestern, nach meinem Tag mit den drei demotivierenden Erlebnissen, auf den verschiedenen Wegen erreicht haben. Es tut immer wieder gut, wenn man mitbekommt, dass da draußen Menschen Anteil an dem nehmen, was man tut!

Aber wie sah das aus, bevor ich mich mit eurer Hilfe selbst wieder aus dem Schlamm gezogen habe? Ich muss gestehen, dass ich mich, insbesondere war die Ablehnung von „Darkride“ angeht, eine kleine Weile darin gesuhlt habe.

Psychologisch wäre das bestimmt ein hochinteressanter Verlauf gewesen, wenn denn gerade ein Profi in der Nähe gewesen wäre, um mir mit geschickten Fragen meine Gedanken und Gefühle zu entlocken.

Ich versuche mal, das zu rekonstruieren, ohne etwas dazu zu dichten:

Zwei Nackenschläge hatte ich schon eingesteckt an diesem Tag, als auf einmal mein Posteingang in seinem Browsertab anfing, zu blinken. Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als ich ihn öffnete und als ich dann sah, wer mir da geschrieben hatte, war da ein ganz dringender Wunsch, die Mail einfach nicht zu öffnen. Einfach so zu tun, als habe ich sie nicht bekommen. Nicht jetzt, nicht heute, gar nicht.

Natürlich siegt in solchen Fällen dann doch die Neugierde über das schlechte Gefühl. Wobei es ja auch da das Phänomen gibt, dass man geradezu süchtig nach der Erfüllung der schlechten Prognose ist. Ungefähr das Gefühl, das man hat, wenn man seinen Steuerbescheid öffnet.

Ich las den kurzen Text, las ihn noch einmal und konnte praktisch spüren, wie in mir etwas zerbrach. Ja, das klingt melodramatisch, aber so war es. Eine Hoffnung war zerbrochen und fiel klirrend zu Boden.

Mein Ego legte sich daneben.

In dieser Absage wurde unter anderem schließlich gesagt, dass meine Sprache die beiden Verlagsmenschen, die sie sich angeschaut haben, nicht überzeugt hätte. Und das ist etwas, das man einem Autoren hervorragend sagen kann, wenn man ihn richtig demoralisieren möchte.

Und jetzt machte ich eine sehr seltsame Erfahrung, nämlich die, gleichzeitig im Schlamm zu wühlen und von oben auf mich herab zu sehen. Der Teil von mir, der sich eine Schüppe suchte, um sich einzugraben, war der festen Überzeugung, dass er es nie schaffen würde, dieses Manuskript, oder ein anderes, an einen Verlag zu bringen. Wie auch? Ist ja schlecht!

Diesem Teil war es auch völlig egal, ob es da ein anderes Manuskript gibt, das auf Veröffentlichung wartet, oder auch eine geschätzte Fantastillarde an Verlagen, denen man mit dem Manuskript auch noch auf den Geist gehen könnte.

Nein, dieser Teil fing schon an zu rechnen, was es kosten würde, den Roman auf eigene Faust herauszubringen – und ob sich eine solche Investition für einen Roman, der sprachlich ja so wenig überzeugend ist, überhaupt rentieren kann.

Kurz gesagt: Der kleine Wicht in seinem Dreckloch war drauf und dran, die Brocken einfach hinzuschmeißen. Mal wieder.

Und dann gab es noch die Warte, von der ich mir das Ganze etwas übergeordnet ansah. Der Teil von mir, der da auf seinem Balkon stand, schwankte zwischen Mitleid, Ekel und Belustigung. Weil er eben genau wusste, dass die Gedanken des Schmuddelkindes nicht der Realität entsprechen.

Ich würde gerne sagen, dass der eine Teil die Ratio und der andere Teil das Gefühl verkörpert hat. Aber so war es nicht. Beide Teile fühlten, beide Teile dachten.

Und ich hätte mir wirklich einen Profi gewünscht, mit dem sich das alles hätte aufdröseln lassen.

Aber eines kann ich sagen, glaube ich. Es ist die Psychologie des Scheiterns, wenn man sich auf einen dieser beiden Teile, die ja in sehr vielen von uns stecken, fokussiert und den anderen nicht mehr wahrnimmt. Sind wir nur noch down, dann fehlt uns der Mut, Dinge zu probieren, an ihnen dran zu bleiben und uns zu entwickeln. Und wenn wir nur noch herunterschauen, dann werden wir zu arrogant, um wirklich nachhaltigen Erfolg haben zu können. Weil man sich so keine Freunde macht.

Und Freunde, Unterstützer, zu haben, in diesem Fall Besucher meines Blogs, Follower bei Twitter, oder auch einfach alle Menschen, die an mich denken, das ist eine Ressource, die über die Psychologie des Scheiterns hinweg helfen kann.

Gestern war gestern, heute ist heute. Und spätestens ab morgen geht es weiter. Beide Teile von mir, Hand in Hand. Okay – wobei bei einem von beiden schon vorher eine Dusche fällig sein dürfte 😉 .

Aller demotivierenden Dinge sind drei

Heute ist mal wieder so ein Tag, wie er im Buche steht. Im Buch der Tage, die man eigentlich gar nicht gebrauchen kann und auch gar nicht haben will. Einer von den Tagen, an denen man morgens schon das Gefühl hat, dass da nichts Gutes bei herauskommen kann. Und wie soll ich sagen: Ich mag es nicht, wenn meine Gefühle mich nicht trügen.

Wie die Überschrift schon sagt, habe ich heute drei demotivierende Dinge erlebt, die alle was mit Arbeit, die ich mir gemacht habe, zu tun haben. Alle drei Dinge sind keine Beinbrüche, hinterlassen für den heutigen Tag aber ein sehr schales Gefühl.

Gehen wir sie einfach mal durch.

Erster Akt

Wie ich euch ja berichtet hatte, war für diese Woche ein Termin mit dem Lektorat für „Der Morgen danach“ angesetzt. Die Vergangenheitsform zeigt euch schon: Pustekuchen!

Leider ist eine der beiden Lektorinnen krank geworden. Da ist natürlich niemand gegen gefeit. Aber ich habe in den letzten Tagen  ziemlich rangeklotzt, um noch einmal durch meinen ganzen Roman zu gehen und mich auf das Gespräch vorzubereiten.

Egal, wir werden schon einen neuen Termin finden. Bis dahin, liebe Jeannette, falls du das hier lesen solltest, wünsche ich dir von Herzen „Gute Besserung“!

Zweiter Akt

Aufmerksame Leser haben mitbekommen, dass bei uns zu Hause Gartenarbeiten auf dem Programm stehen. Und da am Samstag das Wetter ganz mies war (bedeutet: Es war so schön, dass es keinen Grund gab, die Arbeiten zu verschieben), hat die ganze Familie im Garten gearbeitet.

Ich habe mich damit verlustiert, an der erwähnten Hecke weiter zu machen und noch einen halben Urwald herausgeschnitten.

Heute Mittag bekam ich dann einen Anruf von meiner Frau, die sich das mal genauer angeschaut hat und – sagen wir mal – nicht unbedingt zufrieden war mit meinen Schnibbelkünsten.

Darauf reagierte der Teil von mir, der am Samstag teilweise mit seinem ganzen, nicht unerheblichen Körpergewicht, in der Hecke gehangen hatte, nicht unbedingt zugewandt und verständnisvoll, so dass das Telefonat ein wenig länger dauerte 😉 .

Aber gut, geschnitten ist geschnitten und wieder dran kleben kann ich es nicht. Und inzwischen reden wir auch wieder ganz normal miteinander 😉 . Ich hab dich lieb, mein Schatz!

Dritter Akt

Und weil bis dahin noch nicht genug passiert war, was dazu angetan war, meine Laune zu beeinträchtigen, flatterte mir auch noch die Antwort von be für meine Bewerbung mit „Darkride“ ins Haus. Und sagen wir mal vorsichtig, sie fiel nicht wirklich nett aus. Freundlich, das ja, professionell, natürlich. Aber eben auch nicht besonders nett. Und kein Wort mehr davon, dass ich mich gerne noch einmal melden könne, wenn ich etwas Neues habe.

Allerdings, das will ich nicht unerwähnt lassen, wurde mir auch ein wenig davon aufgezeigt, was die Lektoren (auch hier haben sich gleich zwei meine Leseprobe angesehen) zu bemängeln hatten. Ironisch ist, dass es insbesondere um eine Erzählperspektive geht, die genau einmal am Anfang des Romans auftaucht und danach nie wieder.

Damit war dann die Motivation vollends im Keller. Oder auf deutsch formuliert: Für so ungefähr eine halbe Stunde fühlte ich mich so richtig im Arsch!

Aber nach Ablauf der halben Stunde ging es dann auch langsam wieder aufwärts. Klar, glücklich bin ich nicht damit, in drei Dinge richtig Arbeit gesteckt zu haben in der letzten Zeit und jetzt alles davon vertagen zu müssen.

Ja, richtig gelesen. Vertagen!

Denn es wird diesen Termin mit dem Lektorat bei Scylla geben!

Ich werde mich wieder mit dieser blöden Hecke auseinander setzen!

Und ich werde weiterhin versuchen, „Darkride“ bei einem Verlag unterzubringen!

Aber nicht mehr heute. Heute bin ich müde.

Der Sonntagsreport vom 14.05.2017: Völlig unpolitisch und trotzdem haben wir die Wahl

Heute hat Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag gewählt. Aber das hat für „Mein Traum vom Buch“ erst einmal überhaupt keine Auswirkungen. Ich bin in keiner Partei aktiv, war heute in keinem Wahllokal unterwegs und muss auch keine Tränen oder Partyhüte auf irgendeiner Wahlparty aufwischen.

Und dennoch halte ich Tage wie diesen für wichtig. Wieso? Weil sie uns im großen Maßstab daran erinnern, dass wir immer eine Wahl haben. Jeden Tag haben wir die Wahl in so vielen Bereichen unseres Lebens. Gut, jetzt kann man argumentieren, dass ich aufstehen muss um zur Arbeit zu gehen, weil ich sonst kein Geld bekomme. Oder dass ich mich an die Gesetze halten muss, weil ich sonst Ärger mit der Polizei bekomme.

Aber das sind für mich, mit Verlaub, Spitzfindigkeiten. Bei vielen Dingen auf der Ebene des persönlichen Geschmacks, des ganz persönlichen Lebens, haben wir die Wahl. Egal ob arm oder reich. Egal ob schwarz oder weiß.

Unser Leben verläuft nicht in geraden Bahnen, nicht zwangsläufig. Es verläuft in den Bahnen, in die wir es lenken. Wir geben den Ton an. Selbst die Entscheidung, uns einfach treiben zu lassen, ist eine Entscheidung, die wir bewusst treffen.

Wieder kann man argumentieren, dass es Umstände gibt, die wir nicht beeinflussen können. Man kann krank sein und deswegen keinen Sport treiben oder nicht einmal laufen können. Wir können von Dingen, Substanzen oder Menschen abhängig sein. Alles möglich, alles richtig, ja! Aber die Art, wie wir damit umgehen, die obliegt jedem von uns selbst. Ausnahmen, wie zum Beispiel Alzheimererkrankungen, sind die traurige Bestätigung der Regel.

Speziell wir hier, die wir uns hin und wieder in diesem kleinen Blog zusammenfinden, haben in vielen – nicht in allen – Dingen die Wahl. Ihr könnt wählen, ob wir uns das hier durchlesen oder nicht. Und ich kann wählen, ob ich es für so wichtig erachte, dass ich es aufschreibe.

Wie gesagt: Ich propagiere nicht, dass wir jederzeit alle Dinge frei entscheiden können. Wenn ich Verpflichtungen eingegangen bin, sei es Arbeit, sei es Familie, sei es Pflege, dann muss ich mich diesen Verpflichtungen stellen. Aber ich habe mir in all diesen Dingen irgendwann gesagt: Ja, das mache ich jetzt!

Vielleicht ist es das, was viele Parteien vergessen, den Leuten da draußen zu vermitteln – um doch noch einmal einen Schlenker zur Landtagswahl zu schlagen. Dass auch die „große“ Politik etwas ist, an dem man einmal alle vier Jahre etwas verändern kann. Und im Kleinen können wir es jeden Tag, indem wir unserem Landtagsabgeordneten auf die Nerven fallen.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesen kleinen, einfach mal herunter geschriebenen Gedanken nicht zu sehr auf die Nerven gefallen bin, damit ihr auch zukünftig hier vorbei schaut.

Wie gesagt: Ihr habt die Wahl!

Aber ich würde mich sehr darüber freuen.

Habt einen guten Wochenstart!

Euer Michael

Mein Schahatzzzzz: Neu im Bücherregal am 13.05.2017

Ich komme aus einer Familie, in der immer (welche Überraschung!) viel gelesen wurde. Meine ersten Begegnungen mit Schriftstellern wie zum Beispiel Edgar Wallace oder vor allem auch Stephen King habe ich dem Buchgeschmack meiner Eltern zu verdanken.

Aber meine Eltern hatten immer schon ein Verhältnis gegenüber Büchern, das die meisten von meinen Lesern und auch ich überhaupt nicht nachvollziehen können: Ein Buch wird gekauft (oder geschenkt), einmal gelesen und dann abgegeben.

Immerhin werden Bücher nicht einfach weggeworfen – solche Barbaren soll es geben! – sondern sie werden einer weiteren Verwendung zugeführt. Entweder werden sie innerhalb der Familie weitergereicht oder sie kommen ins Büchercafé.

Das Büchercafé ist eine Einrichtung in der Kirchengemeinde meiner Eltern. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Bibliothek mit gebrauchten Büchern, die man kaufen, in denen man schmökern und in deren Gegenwart man sich auch mit Kaffee und Kuchen auf ein Schwätzchen im Gemeindeleben treffen kann.

Nun kam es dazu, dass aus dem Verwandtenkreis zwei Taschen voller Bücher direkt zu meinen Eltern kamen und nicht, wie sonst meistens, dem Büchercafé unmittelbar zugeführt wurden. Und ich wurde gefragt, ob ich mal schauen mag, ob ich davon was gebrauchen kann:

Der erste Gedanke war: Mein, alles meins! Mein Schahatzzzzz! Ich denke, das ist nun wiederum ein Gedanke, den die meisten meiner Leser nachvollziehen können 😉 .

Gut, ich hatte also schon in Aussicht gestellt, dass es sein könnte, dass nicht mehr ganz so viele Bücher den Weg ins Büchercafé finden könnten. Das wurde so hingenommen und deswegen bin ich auch fast gar nicht beschämt darüber, dass ich so ziemlich alle (hust) Bücher behalten werde.

Lange Rede, wenig Sinn, ich liste euch die Romane einfach mal auf. Hat einer von euch schon was davon gelesen und vielleicht einen Tipp für mich, was ich un-be-dingt sofort ganz nach oben auf meinen SuB legen sollte?

  • Jussi Adler-Olsen – Erwartung
  • Jussi Adler-Olsen – Verheißung
  • David Baldacci – Doppelspiel
  • Sandra Brown – Blinder Stolz
  • Sandra Brown – Ewige Treue
  • Roberto Costantini – Du bist das Böse
  • Catherine Coulter – Angst
  • Marc Elsberg – Blackout
  • Joy Fielding – Herzstoß
  • Tana French – Sterbenskalt
  • Robert Galbraith – Der Seidenspinner
  • Elizabeth George – Sturmwarnung
  • Martha Grimes – Die Nacht des Verfolgers
  • Jilliane Hoffman – Morpheus
  • Sabine Kornbichler – Wie aus dem Nichts
  • Charlotte Link – Die letzte Spur
  • Charlotte Link – Im Tal des Fuchses
  • Kathy Reichs – Nur die Tote kennt die Wahrheit
  • Kathy Reichs – Tote können nicht mehr reden
  • Chevy Stevens – Blick in die Angst
  • Markus Stromiedel – Feuertaufe
  • Simon Toyne – Sacramentum

Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür, dass ich mir bei dieser Liste erweiterte Inhaltsangaben spare …

Jetzt komme ich nur wohl über kurz oder sehr kurz nicht drumherum, meine Bücherregale umzuräumen. Na, das kann ja heiter werden.

„Mein Traum vom Buch“, die 2. Auflage!?

720!

Das ist die Zahl der Blogbeiträge, auf die ich inzwischen zu steuere. Irgendwann in diesen Tagen hat „Mein Traum vom Buch“ seinen zweiten Geburtstag. Ich habe nicht genau nachgesehen, wann das der Fall ist und ich halte es auch nicht für so wichtig. Eine große Party schmeiße ich mal zum fünften oder so. Wenn dann noch jemand das lesen will, was ich hier schreibe.

Aber genau darum geht es mir. Ich habe in den letzten Tagen hin und her überlegt, was meinen inzwischen nicht kleinen Fundus an Beiträgen angeht.

Nicht alle von ihnen waren das, was man als besonders gehaltvoll bezeichnen würde. Aber einige sind schon so, dass ich glaube, dass sie auch heute noch interessant sind. Vielleicht auch für Leser interessant sind, die erst später angefangen haben, mir hier ihr Augenmerk und ihr Gehör zu schenken.

Kurzum gesagt: Ich habe überlegt, ob es irgendeinen Sinn und Zweck hat, den alten Beiträgen in diesem Blog neues Leben einzuhauchen.

In vielen Ratgebern zum Bloggen liest man, dass man durch eine Art „Zweitverwertung“ eine Leserbindung generieren und relativ einfach immer wieder „neuen“ Content erzeugen könnte. Man müsse dafür nur hingehen und die alten Beiträge in den Social-Media-Kanälen pushen, also z.B. bei Twitter, und so Menschen auf den Blog aufmerksam machen, die ihn vorher nicht kannten.

Eine weitere Methode könnte es sein, Blogeinträge thematisch zusammenzuführen und in eigenen Übersichten logisch aufeinander aufbauend zu präsentieren. Auch hier, so die Meinung der Experten, werde ein Mehrwert für die Leser geschaffen.

Last but not least solle man ruhig von Zeit zu Zeit seine alten Beiträge aktualisieren und noch einmal neu präsentieren. Viele Dinge ändern sich im Laufe eines Bloggerlebens und was gestern aktuell war, ist es heute vielleicht schon nicht mehr.

So weit also die Theorie.

In der Praxis stelle ich mir zuerst die Frage aller Fragen: Will das wirklich jemand lesen? Reicht es nicht, dass ich im beinahe täglichen Rhythmus neue Beiträge in die Welt entlasse, die mal mehr und mal weniger interessant sind? Muss es dann wirklich noch um die alten Kamellen gehen?

Die zweite Frage ist, ob ein solches Vorgehen, das sehr stark auf Blogs zielt, denen es um die Generierung von Klicks und letztlich um das Verdienen von Geld geht, überhaupt zu einem „Projekt“ wie diesem hier passt. „Mein Traum vom Buch“ war von Anfang an ein Online-Tagebuch, in dem sich hin und wieder eingestreute Weisheiten, Tipps oder Tricks eingeschlichen haben.

Die dritte Frage schließt daran an: Nehme ich mir nicht einiges bis vieles meiner eigenen Authentizität, wenn ich hingehe und Beiträge von z.B. vor einem Jahr aktualisiere? Und überhaupt: Macht es Sinn, den alten Beitrag dann noch stehen zu lassen, um eine Entwicklung zu dokumentieren?

Und von der Arbeit, die mir dann für meine anderen Tätigkeiten fehlen würde, fange ich mal gar nicht an.

Was ich mir noch am ehesten vorstellen kann, wäre wirklich so eine Art „Rückblick“ auf den SoMe-Kanälen, in dem ich hin und wieder einen der alten Artikel kurz vorstelle und so noch einmal ins Gedächtnis rufe.

Oder vielleicht eine kleine Rubrik im Sonntagsreport? „Mein Traum vom Buch“, die 2. Auflage? Das Antiquariat? Beste Reste?

Ich würde mich über Meinungen hierzu freuen, denn, wenn ich ehrlich sein soll, ich habe selbst schon ein wenig den Überblick über alle Beiträge hier verloren und irgendwie hätte das Wühlen im Archiv auch einen gewissen Reiz …