Ein interessanter Fund: Neu im Bücherregal am 01.06.2017

Es gibt ja so Wortkombinationen, bei denen setzt es ein wenig aus im Hirn. Kennt ihr das auch? Das können Sätze sein wie »kommt alle mit, ich gebe eine Runde Eis aus«, oder auch »ich bin dann mal in Urlaub. Für sechs Wochen«.

Was bei mir eigentlich immer geht ist: »Keine Versandkosten bei reBuy bis zum …«.

Ja, ich weiß, ich habe mehr als genug Bücher. Ich habe auch mehr als genug Musik. Filme zu kaufen habe ich mir mangels Zeit ja schon fast abgewöhnt. Aber trotzdem zieht es mich dann immer wieder auf diese Website und das Dumme ist, dass ich bei Preisen ab 29 Cent (!) auch eigentlich immer was finde.

Hier also, kurz und knapp, meine Neuerwerbungen, die gestern angekommen sind:

  • Bodker Bruun: Verleumdung
  • Ken Follett: Nacht über den Wassern
  • Heinz Höhne: Der Orden unter dem Totenkopf – Die Geschichte der SS
  • Guido Knopp: Die Machtergreifung
  • Egmont R. Koch: Wagners Geständnis – Wie sich ein SS-Mann als Jude tarnte
  • Jonas Torsten Krüger: Der Hüter des Bergwerks
  • Jonas Torsten Krüger: Der Racheengel von Venedig
  • Francois Lelord: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
  • Jean-Claude Mourlevat: Winterspiele
  • Ingeburg Schäfer & Susanne Klockmann: Mutter mochte Himmler nie – Die Geschichte einer SS-Familie
  • Gudrun Schwarz: Eine Frau an seiner Seite – Ehefrauen in der SS-Sippengemeinschaft
  • Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt
  • Wladislaw Szpilman: Der Pianist – Mein wunderbares Überleben
  • Peter Straub: Schattenland
  • Jochen von Lang: Die Gestapo – Instrument des Terrors

Diesmal ist relativ viel zur deutschen Geschichte bis 1945 enthalten. Ein Thema, mit dem ich mich seit meiner Schulzeit beschäftige und das mich sehr interessiert. Aber es finden sich auch normale Thrillerkost und mit „Das Rosie-Projekt“ ein Roman, der mir hier auf diesem Blog bereits ans Herz gelegt wurde.

Und dann sind da noch zwei Bücher von so einem komischen „Jonas Torsten Krüger“. Hat von dem schon einmal jemand was gehört? 😉

Einen kleinen und sehr interessanten Fund machte ich, als ich das Buch „Mutter mochte Himmler nie“ aufschlug. Es lag ein Brief darin, den die Autorin Susanne Klockmann geschrieben hat:

Da stellt sich ja schon die Frage, auf welchen Faden dieses Buch in das Sortiment bei reBuy gekommen ist, um dort dann für einen relativen Spottpreis verhökert zu werden. Ich kann eigentlich nur mutmaßen, dass der Mann, den Frau Klockmann damals angeschrieben hat, irgendwann seine Sammlung an (unverlangt?) eingesandten Büchern loswerden wollte. Oder er ist in den Ruhestand gegangen und seine Nachfolger im Verlag, den es durchaus noch gibt, haben mal tüchtig ausgemistet.

Eine kurze Recherche bei Amazon ergab, dass es offensichtlich für Frau Klockmann im Wesentlichen bei Auftragsarbeiten für Rowohlt geblieben ist. Ich denke man, dass es sich hierbei um unterstützende Ghostwritertätigkeiten für die Protagonisten der Bücher (in diesem Fall der genannten Mutter/Tochter) gehandelt haben dürfte. Schade, dass die wenigsten dieser Bücher auch ihren Namen tragen.

Aber dennoch ein nicht ganz alltäglicher Blick hinter die Kulissen einer Publikation, die ich mehr durch Zufall erworben habe.

Und was lehrt uns das, liebe Autoren? Genau aufpassen, was man in einem solchen Brief schreibt. Man weiß nie, wann und wo er wieder auftaucht!

10 Gedanken zu “Ein interessanter Fund: Neu im Bücherregal am 01.06.2017

  1. Das ist ja wirklich ein spannender Fund – herzlichen Dank fürs Teilen. Ich liebe das, wenn ich in Büchern Exlibris finde, alte Postkarten, Briefe oder Zettel. So ein Brief wie bei Dir ist aber wahrlich besonders spannend.
    Und die Bücher von dem, hach, ich vergess immer den Namen, sind super 🙂 Bin gespannt!
    Ganz liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    • Ich war wirklich total überrascht, diesen Brief vorzufinden und ich wüsste zu gerne, was dahinter steckt. Aber ich glaube nicht, dass es Sinn macht, beim Verlag nachzufragen. Denen wäre das wahrscheinlich/hoffe ich wohl eher peinlich.

      Gut, dass die Bücher von dem Dings super sind. Gibt es nur noch antiquarisch, ist das richtig? Ich hab‘ vorher nachgeschaut, wollte ja niemanden wirtschaftlich schädigen 😉 .

      Gefällt 1 Person

      • Ja, da hast Du völlig recht: Gibt’s alles nur noch gebraucht. War einer der Gründe, warum ich den Blog und SP anfing – damit all die alten, vergriffenen Bücher sukzessive von mir selbst noch einmal rausgebracht werden …
        Liebe Grüße!

        Gefällt 1 Person

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