Übers Stöckchen gesprungen: 10 Fragen über Musik

Nennt man die Dinger, diese Blog-Kettenbriefe, heute eigentlich nicht mehr Stöckchen? Wie dem auch sei, bei Melanie von Lesezauber.net habe ich einen sogenannten TAG gefunden, bei dem es, steht schon im Titel, um Musik geht. Und nachdem es gestern ein wenig nachdenklich hier war, passt das vielleicht ganz gut zur Auflockerung. Außerdem, der eine oder die andere wird es bemerkt haben, kann ich mich eigentlich fast jederzeit über Musik unterhalten und austauschen. Wenn ich mit ein wenig mehr Talent/Durchhaltevermögen/Sturheit gesegnet wäre, würde ich in der Richtung auch gerne was machen.

Na ja, dafür kann ich einigermaßen schreiben. Ich doch auch was, oder?

Aber gut, gehen wir an die 10 Fragen:

1. Welches Lied hörst du gerade, bzw. hörst du gerade Musik?

Oh ja, im Moment läuft gerade Musik. Eine riesige Playlist aus allen meinen kürzlichen Neuerwerbungen. Ich erwähnte es am Rande, dass reBuy CDs für 29 Cent verkauft hat, nicht wahr? Und da habe ich zugeschlagen und einige Lücken aufgefüllt. In alle Stilrichtungen und zeitlichen Epochen hinein.

Gerade laufen, muss mir das peinlich sein?, die Spice Girls mit „Stop“ von ihrem zweiten Album „Spiceworld“.

Ich stehe dazu, dass ich die Mädels damals irgendwie cool fand und einige der Songs immer noch klasse finde. „2 Become 1“ zum Beispiel ist eine meiner liebsten Balladen. Und gemessen an den meisten Girlgroups, die danach gekommen sind, ist das qualitativ ziemlich weit vorn.

2. Welche Musikrichtung bevorzugst du?

Generell mag ich alles, was in irgendeiner Form mit Elektronik zu tun hat. Das geht los bei Kraftwerk, setzt sich über den klassischen Synthie-Pop der 80er fort, hier vor allem Bands wie OMD, Erasure, Camouflage, Alphaville, die Pet Shop Boys. Beginnend mit Front 242 geht es dann langsam in Richtung EBM/Electro. Und da ich ja, wie gesagt, vom Synthie-Pop komme, sind es dann die melodischeren Vertreter des gerne auch als Future Pop bezeichneten Seitenarms, wie VNV Nation, Apoptygma Berzerk, Covenant.

Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Gleichzeitig mag ich es auch durchaus rockig, teilweise auch krachig. Gerne darf es sich dann auch miteinander vermischen. So kann ich eine Band wie Project Pitchfork nur bedingt komplett dem Electro zuordnen, wenn bei einem Live-Konzert gleich zwei (!) Schlagzeuge auf der Bühne stehen.

Ihr seht schon, eigentlich höre ich (fast) alles. Ausnahmen bestätigen die Regel.

3. Mit was hörst du Musik?

Zu Hause höre ich Musik eigentlich zu 100% über meinen PC und die angeschlossenen 2.1-Boxen. Es handelt sich um ein Speedlink-Gravity-System, mit dem ich sehr zufrieden bin. Es erreicht auch auf hohen Lautstärken guten Klang und genügend Druck. Unterwegs kommen mein Smartphone und Sony-On-Ear-Kopfhörer zum Einsatz. Und im Auto kommt die Musik vom USB-Stick.

Generell bin ich, was Musik angeht, noch relativ traditionell unterwegs, weil ich Musik nicht etwa streame, sondern altmodisch kaufe. Selbst wenn ich MP3 kaufe habe ich einfach das Gefühl, die Musik wirklich zu besitzen und dass sie nicht nur so an mir vorbei rauscht. Das alte Sammlergen halt.

Dabei wäre ein Zugang zu Amazon Music Unlimited sogar vorhanden. Den nutze ich allerdings nur für Hörspiele. Da habe ich das Problem nicht. Komisch, oder?

4. Wer ist zur Zeit dein Lieblingssänger bzw. deine Lieblingssängerin?

So etwas habe ich eigentlich nicht und es wäre mit der angesprochenen Playlist auch schwer. Bei welcher Stimme ich aber immer innehalte und mich freue, sie zu hören, ist das zarte Organ von Chibi, der Sängerin von The Birthday Massacre, die in einem Moment wie ein Engel klingt, nur um im nächsten richtig rockig loszulegen.

5. Was war deine erste CD?

Das war das Album „Die Ärzte früher“ von Die Ärzte. Das habe ich 1989 zur Konfirmation geschenkt bekommen. Damals schien die ewige Streitfrage, ob die Toten Hosen oder die Ärzte besser, cooler und Zeug sind, ultimativ beantwortet zu sein, hatten sich die Berliner doch gerade eben aufgelöst, während die Düsseldorfer nach „Ein kleines bisschen Horrorschau“ auf einem ersten frühen Gipfel des Erfolgs angekommen waren.

Dass irgendwann mal sowohl Die Ärzte als auch Die toten Hosen zur Speerspitze des Deutsch-Rocks zählen würden, hätte damals wohl keiner geglaubt. Ach ja, Punk? Spielen die heute beide nicht mehr, tut mir leid.

6. Kannst du selber gut singen?

Nächste Frage. 😉

7. Magst du Schlager?

Ich könnte jetzt die augenzwinkernde Frage stellen, was denn genau mit Schlager gemeint sein soll. Denn Schlager meint heute ja deutlich etwas anderes, als es noch vor zwanzig Jahren gemeint hat. Sängerinnen wie Helene Fischer & Co., auf die die Frage sicher gemünzt ist, sind nach meinem Verständnis kein Schlager. Da bin ich halt deutlich im letzten Jahrtausend sozialisiert worden.

Aber die Antwort lautet in beiden Fällen: Nicht besonders.

8. Welches Lied hörst du, wenn du happy bist?

Da soll ich mich jetzt auf eines festlegen, ja? Aber sonst ist noch alles in Ordnung, ja? Okay, ich nenne jetzt eines von Tausenden Liedern, die ich dann hören könnte oder wollen würde. Oder vielleicht auch zwei, ein elektronisches, ein nicht-elektronisches.

VNV Nation – Nova (Shine A Light)

Anna Depenbusch – Karaokenacht

9. Welches Lied hörst du, wenn du traurig bist?

Selbes Spiel wie gerade, ein elektronisches, ein nicht-elektronisches:

Covenant – The World Is Growing Loud

Lacrimosa – Der Tote Winkel

10. Dein derzeitiges Lieblingslied

Das ist schwer zu sagen, weil sich im Moment kein Titel so richtig aufdrängt und weil ich viele Soundtracks und dergleichen höre. Aber um nicht ganz zum Schluss auf einmal ohne einen Song da zu stehen, nenne ich mal einen, der im Autoradio immer schön laut gedreht wird: „Children of the Dark“ von Mono Inc. featuring Joachim Witt, Chris Harms (Lord Of The Lost) und Tilo Wolff (Lacrimosa). Und das Video finde ich auch sehr gelungen, weil es die Spannweite dieser Szene so schön darstellt.

Und damit habe ich meine zehn Punkte auch „abgearbeitet“. Bei der einen oder anderen Frage war es doch tatsächlich schwieriger, als ich vorher gedacht hatte. Vorher war mein Gedanke nämlich: Mach mal Musik-TAGs. Ist ein schnell geschriebener Beitrag.

Auf drei bitte: Ha, ha, ha!

Ich muss ja gestehen, dass mich bei einigen von meinen Lesern sehr interessieren würde, was bei diesen Tags herauskommt. Simon Segur etwa, oder Jule. Vielleicht die liebe piri ulbrich? Bei Evanesca Feuerblut bin ich ja halbwegs im Bilde, was sie gerne hört.

Aber das ist ja kein Stöckchen, das man anderen an den Kopf wirft. Deswegen spreche ich hiermit Einladungen, aber keine Aufforderungen auf.

Ich wünsche euch einen schönen Abend, vielleicht, vielleicht aber auch nicht mit viel Musik!