Ab in den Urlaub – gar nicht so leicht

Seit gestern habe ich meinen diesjährigen Sommerurlaub. Ein paar Tage früher, als ich eigentlich wollte. Aber die Geschichte, die ich mit meinem letzten Sonntagsreport angerissen hatte, also diese ganze Medikamentensache, hat es nötig gemacht, eine Entscheidung zu treffen, die zwischen einem weiteren Krankenschein oder einer Urlaubsverlängerung bestand.

Jetzt mag man sich an den Kopf greifen, wieso ich, wenn es mir nicht gut geht, nicht zum Arzt gehe, aber ich habe da meine Gründe, die ich eigentlich ungern an dieser Stelle diskutieren möchte.

Bleiben wir einfach bei der Ausgangssituation, dass ich jetzt schon Urlaub habe. Dreieinhalb Wochen. Zwar „nur“ Heimaturlaub, aber immerhin. Oder vielleicht: Fast noch schlimmer als Urlaub, den man anderswo antritt.

Denn wenn ich irgendwohin fahre, dann kann ich wunderbar abschalten. Dann interessiert mich für die Zeit nicht, ob ich zehn oder hundert Mails am Tag kriege, dann interessiert mich nicht, ob ich wieder einen Tag verbracht habe, ohne auch nur eine Sekunde in den Fernseher gestarrt zu haben – und ich kann mich auch hervorragend gedanklich von allen wichtigen Aufgaben frei machen, die zu Hause darauf warten, erledigt zu werden.

Bei Heimaturlaub ist das immer gar nicht so leicht. Es gibt da eine Liste von Tätigkeiten, die ich irgendwie erledigen will. Und ganz nebenbei möchte ich mit der Familie noch so viel unternehmen, wie es irgendwie möglich ist. Wir haben uns nämlich die Ruhrtopcard geleistet, weil wir irgendwie im Urlaub an fremden Orten permanent auf Achse sind, um uns die Umgebung anzusehen, aber hier, in direkter Nähe, noch jede Menge White Spots auf der Karte haben.

Und jetzt sitze ich gedanklich vor meinem Terminkalender und versuche, das alles miteinander zu koordinieren. Kennt ihr das auch, dass so ein Urlaub gerade erst angefangen hat und man das Gefühl hat, er sei schon fast wieder zu Ende? Ich glaube, das ist dem geschuldet, dass das Leben ja auch generell immer schneller zu werden scheint. Ich will nicht wieder den dummen Spruch mit Weihnachten bringen, aber … na, ja.

Ganz grundsätzlich kann ich mich und meine Vorhaben, denke ich, in verschiedene Kategorien einteilen:

  1. muss ich machen
  2. sollte ich machen
  3. kann ich machen
  4. möchte ich machen
  5. will ich machen

Das kann man jetzt noch mit unterschiedlichen Abstufungen wie „auf jeden Fall“, „unbedingt“ oder „wenn es nicht anders geht“ versehen, aber das ist gar nicht notwendig. Man kann es auch verkomplizieren. Auf jeden Fall ist auch noch zu bedenken, dass es da noch Mitspracherechte gibt, die bei Frau und Kindern liegen. Ganz wichtiger Pro-Tipp! 😉

Und was steht bei mir nun unter den einzelnen Punkten? Tja, das wüsstet ihr wohl gerne, was? Aber eine abschließende Liste ist weder möglich, noch sinnvoll. Denn noch eins zum Thema: Die Zuordnung zu den verschiedenen Punkten sollte auch flexibel genug sein, um sie abändern zu können, wenn es notwendig ist. Manchmal kommen einem einfach auch Dinge dazwischen.

Aber ganz ohne Beispiele möchte ich euch dann doch nicht abspeisen. Also, hier ein exklusiver Blick auf meine Vorhaben:

Kategorie 1: Ordnung in mein Ablagechaos bringen (bin ich dabei)
Kategorie 2: Sortieren meiner DVDs/Blu-rays (ist dringend nötig)
Kategorie 3: vollständiges Erfassen meiner Buchsammlung (da schreib ich euch die Tage was zu)
Kategorie 4: jeden Tag mindestens eine Seite an „Die Behüter der Wahrheit“ schreiben (läuft)
Kategorie 5: das Maximum an Zeit mit meiner Familie schöne Dinge machen (kriegen wir hin)

Oh Mann, das sieht ja fast schon wieder nach Arbeit aus … sonst noch wer hier, dem das ähnlich geht wie mir?

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13 Gedanken zu “Ab in den Urlaub – gar nicht so leicht

    • Oh, da sagst du was. Im Heimaturlaub ist es für mich immer schwer, einfach mal den Tag laufen zu lassen. Irgendwie und irgendwo findet sich immer ein „das wolltest du schon lange mal gemacht/erledigt haben“.

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