Facebook, das ungeliebte Wesen

Wenn du Autor bist, dann musst du für deine Leser präsent sein – haben sie gesagt.
Wenn du Autor bist, dann musst du Social Media machen – haben sie gesagt.
Wenn du Social Media machst, schließt das Facebook ein – haben sie gesagt.

Und ja, ich bin ja für (fast) jeden Kram zu haben, wenn es denn der Sache dienlich ist und wenn es nicht absolut gegen meine Prinzipien, meine Überzeugungen oder die Legalität geht. Ist ja auch keine große Sache, so eine Facebookpräsenz, nicht wahr? Schließlich ist Facebook, wenn auch immer wieder auf den absteigenden Ast geredet, immer noch das zentrale Netzwerk wenn es darum geht, nun ja, zu netzwerken.

Aber irgendwie bin ich wohl zu dumm dafür. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass ich einfach nicht in meinen Schädel bekomme, wie das jetzt mit den verschiedenen Profilen funktioniert.

Ich habe zwei Profile auf Facebook, weil die, die von da oben, auch gesagt haben, dass man seine Persona als Autor und seine Persona als Mensch voneinander trennen sollte. Auch das ist auf dem Papier eine richtig gute Idee. Denn die Personenkreise, die man mit den verschiedenen Themen anspricht, sind ja nicht dieselben. Und selbst, wenn es dieselben wären, möchte man ja manchmal gar nicht, dass sie übereinstimmen.

Nun bin ich ja im Wartestand für eine Thrillerveröffentlichung und habe überhaupt kein Problem damit, dies unter meinem Namen zu machen. Aber ich kenne auch Autoren, die in anderen Genres unter Pseudonym arbeiten und spätestens da ist es angebracht, wenn man zwei Accounts hat, die fein säuberlich getrennt sind. Der eine, private, gehört dann Erna Koslowski, Hausfrau und Mutter zweier niedlicher Kinder, der andere gehört Sigmund Drachentöter, in dessen Dark Fantasy-Romanen Blut und diverse andere Körpersäfte nur so sprudeln.

Aber da könnt ihr mal sehen: Sogar Erna bekommt problemlos hin, was für mich in weiten Teilen ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. Und bis jetzt habe ich mich auch als hinreichend lernresistent bewiesen, um erfolgreich weiter ein Facebook-Newbie zu bleiben.

Es ist ja nicht nur die Sache mit den Accounts. Es ist auch das verlinken, markieren, und wie das alles heißt. Auf Twitter habe ich das inzwischen recht gut raus. Aber Facebook …

Nun gut, angeregt durch eine Markierung, die mir auf diesem Portal widerfahren ist, habe ich beschlossen, noch mal mein Glück zu versuchen. Wundert euch also nicht, wenn in den nächsten Tagen zumindest hin und wieder ein Post dort erscheint. Meine Blogtexte werden ja eh an den Autorenaccount „durchgeschossen“. Und die stehen auch nach wie vor im Vordergrund, ist ja klar.

Wer also Lust hat, mir dabei zuzusehen, wie ich auf Facebook vor mich hin dilletiere, der darf gerne meinem privaten Account ebenso folgen wie meinem Autorenaccount. Und irgendwann lerne ich das noch, wie ich sie am besten auseinander halte.

Steht aber in meiner Prioritätenliste nicht ganz oben. Merkt man, nicht wahr?

Advertisements

19 Gedanken zu “Facebook, das ungeliebte Wesen

  1. Schau dir mein privates Profil an, das fast nur daraus besteht, dass mich schreibende Kolleg*innen zu irgendwelchen Challenges einladen, die ich dann auf der Facebookseite statt auf dem Profil beantworte 😛
    Dann weißt du, dass du zwar der (derzeit, Stand heute und jetzt) Letzte, aber garantiert nicht der Erste bist, dem das passiert :).
    Dass es passiert, heißt eigentlich nur, dass du viele Autor*innen in der Freundesliste hast, die du auch auf dem Privatprofil überhaupt markieren kannst. Hättest du die nicht, blieben nur die schnöden Seiten.
    Also ist deine Verpeiltheit eigentlich ein Resultat dessen, dass du gut vernetzt bist und damit was Positives.

    (Und ganz konstruktiv: Markiere einfach das Profil, bei dem Likes dabeistehen statt dem Beruf. So halte ich die Dinger bei gleichem Foto auseinander.)

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe mich auch lange gegen Facebook gewehrt (Man muss die Plattform ja auch „füttern“ und zwar mit neuem Content), aber ja, man braucht sie tatsächlich. Mach dir nicht zwei Profile, sonder eine Autorenseite und dann hinein ins Vergnügen 😉

    Gefällt 1 Person

  3. Ach, ich fühle mit dir! 😊
    Hab vor ein paar Wochen zum ersten Mal an einem Facebook-Seminar teilgenommen. Wurde dadurch zwar etwas klüger, was das Posten und die Statistiken anging, kann mich aber immer nicht so richtig für Facebook erwärmen.
    Ich habe ebenfalls zwei Profile dort und hadere damit, sie zusammenzufügen.
    Viele Grüße, Melli

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s