Der Sonntagsreport vom 24.07.17 – Ja, das ist ein Paradoxon, ich weiß

Hallo zusammen,

aus technischen Gründen kommt der Sonntagsreport, der eigentlich für den 23.07. fällig gewesen wäre, erst heute, am 24.07.17. Ich hoffe, dass das jetzt keine Paradoxen auslöst, in denen sich die ganze Erde auflöst und wir alle aufhören, zu existieren. Na ja, der einzige Trost wäre wohl, dass das dann keiner mehr so schnell mitbekommen würde, dass ich der Verursacher war. Ich könnte es nicht ertragen, wenn der letzte Gedanke eines Menschen wäre, was ich doch für ein Arsch bin. Wobei: Das würde ich ja dann auch nicht mehr mitbekommen, weil keiner mehr in der Lage wäre, mir noch eine wütende E-Mail oder einen Kommentar zu schreiben, weil ja alles so irrsinnig schnell ginge.

Äh … ja.

Ihr seht schon, der Urlaub bekommt mir wahlweise sehr gut oder aber überhaupt nicht. Das kommt wahrscheinlich darauf an, welchen Maßstab man an das Ganze anlegt. Gemessen daran, dass ich den Gedanken von der Arbeit und allem anderen frei bekomme, gelingt er mir ganz gut. Meine Familie und ich machen die eine oder andere Exkursion, wie ihr hier ja auch schon lesen konntet, und auch an Tagen, an denen wir zu Hause bleiben, bekomme ich meistens eine angenehme Balance zwischen Nichtstun und Aktivität hin.

Gemessen an dem, was ich mir seinerzeit an Dingen vorgenommen hatte, die ich erledigen wollte, ist das jetzt nur so semi-erfolgreich bis jetzt. Wir rekapitulieren:

Ich wollte Ordnung in mein Ablagechaos bringen. Das habe ich zur Hälfte (na ja, etwas mehr) geschafft. Vor allem bin ich viele alte Arztrechnungen, Beihilfeabrechnungen und Versicherungsschreiben losgeworden, die keinen Menschen mehr interessieren (Jahrgang 2012, anyone?).

Was ich noch sortieren „muss“ oder vielmehr möchte, ist der Großteil an privaten Briefen, die teilweise auch schon sehr alt sind, aber zu dem Zeitpunkt, als sie entstanden, einen hohen emotionalen Wert hatten. Nein, keine Liebesbriefe. Meine Frau und ich sind seinerzeit so hopplahopp zusammengekommen (und -gezogen, das würde mir in einem Roman auch wieder keiner glauben), dass da keine große Zeit für Schriftverkehr blieb – Pfui! Ich habe genau mitbekommen, was ihr jetzt für Gedanken habt!

Eigentlich sind es nicht wenige Schriftstücke, die mindestens so uninteressant sind wie die alten Arztrechnungen. Aber ich traue mich noch nicht so richtig heran. Ein Karton, in dem ganz viel davon drin ist, steht seit wir ins Haus umgezogen sind, bei mir auf einem der Regale. Das wäre dann Februar 2012. Noch Fragen?

Beim Sortieren meiner Blu-rays war ich wesentlich erfolgreicher. Die stehen jetzt endlich wieder in alphabetischem Reih und Glied und es ist auch mehr als genug Platz vorhanden, um die Sammlung weiter expandieren zu lassen. Platz ist bei mir immer so ein Mangelgut. Aber für die nächsten zwei bis drei Jahre wird es reichen. Wenn ich nicht diesen Hang zu schlechten Filmen hätte, die meistens für recht kleines Geld zu haben sind, würde der Platz länger halten. Vielleicht würde es helfen, wenn ich nicht jeden verfügbaren Film des Studios The Asylum („Sharknado“) sammeln müsste, dessen ich habhaft werden könnte. Ist mir aber zu theoretisch, um dem Gedankengang nachzugehen.

Meine Buchsammlung habe ich auch noch nicht vollständig erfasst und euch auch noch keinen Beitrag dazu verfasst. Aber ich bleibe dran, versprochen!

Geschrieben habe ich auch nicht jeden Tag, was mich an manchen Tagen ganz schön gefuchst hat. Aber dann habe ich, zum Beispiel gestern, ganz lieben Zuspruch auf Twitter bekommen, dass ich mich nicht selber so unter Druck setzen sollte. Es muss nicht sein, dass jeden Tag geschrieben wird. Pausen sind wichtig.

Weiß ich ja alles, meine Lieben, aber irgendwie … weiß ich es auch wieder nicht. Ich habe im Moment Angst (oder nennen wir es abgeschwächt Sorge), dass ich wieder in eine Periode der relativen Unkreativität fallen könnte. Ich meine damit eine Zeit, in der ich so gut wie nichts produziere. Ja, gut, außer Blogartikeln. Und, ja gut, außer hin und wieder doch einer Seite an „Die Hüter der Wahrheit“. Von mir aus auch mit Ausnahme von Gedankenskizzen zu anderen Projekten.

Okay, ich sehe ein, dass der Punkt, objektiv betrachtet, Schwachsinn ist. Aber ich kann doch nichts dagegen machen, dass ich es so empfinde, oder? Oder!?

Nun, das werde ich weiter versuchen, herauszufinden und dann entweder damit oder dagegen etwas zu tun. Immerhin habe ich ja noch fast zwei Wochen Zeit, um den Urlaub zu gestalten, dass ich hinterher mit einem rundum guten Gefühl daraus hervor gehe.

Ach, eines fällt mir gerade noch ein: Ich muss auch dringend wieder mehr lesen! Zumindest will ich den dicken (und alles andere als trivialen) Wälzer in meinem Urlaub schaffen, den ich in Arbeit habe. Nikolaus Wachsmann hat mit „KL: Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ zweifelsohne ein Buch geschaffen, das das Zeug zu einem neuen Standardwerk hat. Aber es liest sich halt nicht mal eben so weg. Nicht mal, wenn man auf das Studium der unzähligen Fußnoten verzichtet.

Danach brauche ich auf jeden Fall leichtere Kost, das steht fest.

So, das sollte als Statusbericht für heute eigentlich genügen. Zumal er ja eigentlich schon ins Gestern gehört. Also denkt daran, wenn gleich die Erde explodiert, dann war ich das schuld. Dann müsste ich wenigstens meine Aufgaben, die ich mir selbst gestellt habe, nicht mehr erledigen.

Hm, vielleicht sollte ich diesen Beitrag auch erst morgen absenden, das erhöht vielleicht die Chancen. Was denkt ihr? Ach ja, ihr könnt ja gar nichts denken, weil ihr das erst lest, wenn ich es abgeschickt habe.

Es ist und bleibt ein Paradoxon, wie ich es drehe und wende.

Ich wünsche euch eine angenehme Restwoche – und dass euer Planet nicht explodieren möge!

Euer Michael

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