#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Mein sommerlicher (Schreib-)Soundtrack

Wie ihr ja alle wisst, spielt Musik in meinem Leben eine große Rolle. Ich kann eigentlich so gut wie nicht ohne leben, selbst wenn es manchmal tagelang so ist, dass ich nicht dazu komme, wirklich Musik zu hören. Denn für mich bedeutet Musik hören, dass ich mir auch wirklich die Zeit dafür nehme, in die Stimmungen einzutauchen. Musik ist für mich erst dann wirklich gut, wenn sie mich emotional erreicht.

Das gesagt kann es also durchaus sein, dass ich zwar Radio höre, dass irgendwo sonst Musik dudelt, ich aber dennoch hinterher sagen würde, dass ich Musik nicht wirklich gehört habe.

Gemäß dieser Betrachtungsweise war der Sommer eigentlich nicht besonders ereignisreich. Ich habe zwar eine ganze Menge Musik gekauft (gebraucht zumeist) und auch gehört, aber ich kam nicht oft dazu, wirklich einzutauchen. Damit teilte Musik diesen Sommer das Schicksal mit vielen meiner anderen multimedialen Hobbies: Es kann eben im Zweifel immer nur eins zurzeit stattfinden. Und da hatten in diesem Jahr ausnahmsweise die Hörspiele mal wieder die Nase vorn.

Aber dennoch hat es sie gegeben, die Songs, die mich richtig gepackt haben und die es auf Heavy Rotation brachten (kennt man den Begriff heutzutage eigentlich noch!?).

Zum Schreiben habe ich dafür so gut wie keine Musik gehört. Es sei denn für Blogbeiträge. Ich kann nur mutmaßen, dass das auch wieder mehr wird, wenn ich wieder mehr schreibe und damit leichter die verschiedenen Zentren im Kopf voneinander trennen kann, die entweder schreiben oder Musik hören wollen.

Kann ja schließlich nicht sein, dass ich mir weite Teile des Backkatalogs von Jean-Michel Jarre und Vangelis sowie einiges an Soundtracks ganz umsonst gekauft habe, nicht wahr? 😉

Aber gut, nach vielen Worten, lasst uns langsam zur Musik kommen. Fünf Stücke habe ich euch herausgesucht.


Moby & The Void Pacific Choir – Silence

Zu Moby muss ich wahrscheinlich nicht viel erzählen, so lange ist der Mann schon im Geschäft. Doch nachdem er einige Jahre eher auf der sanften und melancholischen Welle ritt („Why Does My Heart Feel So Bad?“), hat er inzwischen seine wütende Seite gefunden. Und meine Güte, da kommt einiges an Energie zum Vorschein!

„Silence“ ist als Titel für diesen Song daher beinahe schon parodistisch zu verstehen.

Und das Beste ist, dass das aktuelle Album nach wie vor hier vollkommen legal und kostenfrei heruntergeladen werden kann!

The Birthday Massacre – The Lowest Low

Lange hat es gedauert, bis die kanadische Band rund um die mit einer elfenhaften Stimme gesegnete Sängerin Chibi ein neues Album auf den Markt gebracht hat und mir geht es wie immer: Ich habe mich noch nicht so richtig reingehört. Aber das kenne ich schon von allen anderen bisherigen Alben.

Und doch gibt es auch auf diesem Album dieses eine Lied, das ich einmal höre und das mich trifft wie ein Donnerschlag, direkt durch meine Haut und wahlweise in den Magen oder ins Herz. „The Lowest Low“ – gar nicht so weit unten, wie der Titel glauben machen will.

Kelly Clarkson – Breakaway

Ich habe es schon auf Twitter geschrieben: Das Schöne am älter werden ist, dass man heute, mit einigen Jahren Abstand, einige von den Popsongs, die man noch vor zehn Jahren aus Prinzip schlecht finden musste, als das anerkennen kann, was sie sind: Ziemlich gut gemacht und gar nicht so naiv-dümmlich, wie man immer geglaubt hat. Dabei hielt ich Kelly Clarkson immer schon für eine der besseren Vertreterinnen unter all den Pop-Hupfdohlen.

„Breakaway“ kommt, neben einer guten musikalischen Umsetzung, mit einem ziemlich guten Text daher, der von der Umsetzung von Wünschen handelt. Passt ja irgendwie auch zum Blog, oder?

Peter Schilling – 120 Grad

Der vielleicht seltsamste Gast in meiner kleinen Liste. Dazu muss ich sagen, dass ich damals in den Achtzigern sehr stark durch die ZDF-Hitparade sozialisiert wurde, was Musik angeht. Und zu Beginn der Achtziger hieß das auch, dass die Sängerinnen und Sänger der gerade heran galoppierenden Neuen Deutschen Welle große Popularität gewannen (jedenfalls bei mir, Dieter Thomas Heck sah das bekanntlich etwas anders).

Und zu denen gehörte auch Peter „Major Tom“ Schilling. Wobei ich, so stark sein größter Hit auch sein mag, sein zweites Album immer stärker fand. Inklusive seines Titelstücks. Lange Jahre jagte ich der Platte hinterher, die ich als Kind auf MC gehabt hatte, die mir dann kaputt ging, sie dann unter den „Mitbringseln“ meiner Frau wieder zu finden, bevor diese wieder kaputt ging. Dann gab es sie für eine Zeit lang als teuren Import (!) aus den USA.

Und jetzt stieß ich durch Zufall in einer dieser 5-CD-Boxen auf sie, die Warner Music regelmäßig bei Saturn & Co. für kleines Geld verkauft. Klar, dass ich sofort zuschlug. Und ziemlich dümmlich gegrinst haben muss, als ich sie mir endlich, endlich in guter Qualität anhören konnte!

Orchestral Manoeuvres in the Dark – The Punishment Of Luxury

Dieser Track ist quasi gecheatet, denn er ist noch gar nicht wirklich erschienen. Okay, als sogenannte „digitale Auskopplung“, aber ich halte nichts davon, wenn einfach ein einzelner Einzeltrack als Download angeboten wird.

Nach vier Jahren kommen OMD am 01.09. mit einem neuen Album und ihr Sound ist unverkennbar OMD – nur in modern. Ich bin sehr gespannt darauf, wie das ganze Album klingen wird.


Soviel also für heute mal wieder aus dem Land der Musik. Und ab morgen geht es hier wieder um Wörter, versprochen 😉 .

2 Gedanken zu “#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Mein sommerlicher (Schreib-)Soundtrack

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