Der Sonntagsreport vom 03.09.2017 – Manchmal muss man stark sein

Hallo meine Lieben!

Ich hoffe, ihr hattet ein gutes Wochenende. Meins war ein wenig von hin und her und hier und dort gekennzeichnet, aber manchmal ist es eben so. Den heimischen Schreibtisch sieht man ja doch lange genug, machen wir uns nichts vor. Da tun solche Tapetenwechsel manchmal auch ganz gut.

Heute habe ich mich mit meiner besten Freundin getroffen. Ältere Mitleser kennen sie als die Freundin, für dich ich schreibe, die aber nicht liest. Daran hat sich übrigens bis jetzt noch nicht wirklich etwas geändert, aber wir kommen langsam dahinter, woran es liegt und vielleicht auch, was man da machen kann. Ansonsten sage ich ja immer noch: Hörbuch! Die Möglichkeit finde ich ja seit meiner vertonten Geschichte aus der Cluewriting-Anthologie sowieso sehr reizvoll. Mal sehen.

Wie ihr aus dem verlinkten Beitrag wisst, wohnen B. und ich runde 170 Kilometer auseinander, was also immer eine gewisse Fahrerei mit sich bringt. Es hat sich also eingebürgert bei unseren Treffen, dass wir uns, zumindest wenn es kein Familientreffen sondern wirklich ein reines Zweierding ist, irgendwo auf der halben Strecke treffen. Mal näher bei mir, mal näher bei ihr.

Heute fiel unsere Wahl auf Hamm in Westfalen. Wieso Hamm? Wieso nicht!

Konnte ja keiner ahnen, dass es da so ein paar kleine Probleme geben würde, die etwas mit der Parkplatzsituation zu tun haben. Dazu muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor in Hamm gewesen bin und B. auch nur irgendwie einmal oder so, weil sie einen Auftritt dort hatte (Sängerin, ihr wisst noch).

Was macht man in modernen Zeiten wie diesen? Man schmeißt Google Maps an und schaut, wo man denn am besten parken kann. Damit war auch recht schnell ein Einkaufszentrum ausgeguckt, das sich mehr oder weniger von der zentralen Lage her anbot. Also informierter ich B. entsprechend, sagte Bescheid, wann ich los fuhr und steuerte das Einkaufszentrum an.

Was ich aus dem westlichen Ruhrgebiet so gar nicht gewohnt bin, war hier allerdings dumme Realität. Nicht nur das Zentrum war wegen des Sonntags geschlossen, sondern das Parkhaus gleich mit.

Tja, dann stehst du mitten in einer fremden Stadt, die zwar ein Parkleitsystem hat, das aber irgendwie nur so suboptimal funktioniert. Da werden Parkhäuser ausgeschildert, die leider sonntags ebenfalls geschlossen sind. Und die Härte war der Parkplatz, auf dem jede Menge freie Plätze sein sollten – zu dem aber keine Zufahrt möglich war, weil für irgendeine Veranstaltung die Straße gesperrt war.

Okay, to cut a long story short, irgendwann hatte ich ein Parkhaus gefunden, lotste B. dahin und die Umarmung zur Begrüßung entschädigte dann für allen Trubel vorneweg.

Wir hatten ein wirklich tolles Gespräch. Und mehrere Stunden später, in denen wir unter anderem auch über das Thema Schreiben gesprochen haben und wieso ich im Moment in Bezug auf meine diversen Projekte den Arsch nicht richtig hoch bekomme (Aber vielleicht habe ich eine Runde neue Motivation mitgebracht. Muss ich mal eine Nacht drüber schlafen und schauen, was dann noch übrig ist) brachen wir dann langsam wieder auf.

Beim Rückweg zu unseren Wagen kamen wir an den Ständen vorbei, für welche die bewusste Straße gesperrt worden war. Und ich musste feststellen, dass es sich ganz offenbar um einen Büchertrödelmarkt handelte!

Ich bin stolz auf mich: Ich habe nichts gekauft und auch nur so mal ein wenig die Blicke schweifen lassen. Aber es war ein wirklich schöner Markt mit nicht wenigen Ständen. Und alles nur Bücher. Hin und wieder ein paar Hörbücher oder Hörspiele. Am besten hat mir gefallen, dass die privaten Verkäufer in der absoluten Überzahl waren und die Preise sich auf sehr moderaten Niveau bewegten. Wenn ich nicht sowieso schon alle Schränke voll hätte – und halt nicht in Begleitung gewesen wäre – hätte ich dort sicherlich stöbern können. Und Geld ausgeben.

Manchmal muss man stark und hart gegen sich selbst sein 😉 .

Ich habe jetzt einmal nachgeschaut und festgestellt, dass es sich bei diesem Markt um eine jährliche Hammer Veranstaltung handelt. Vielleicht ist es für den einen oder die andere von euch ja interessant zu wissen, dass es so etwas dort gibt. Den nächsten Termin gibt es sicherlich irgendwann auf dieser Seite zu lesen.

Tja, das war mein Sonntag. Und eurer so?

Wie immer an dieser Stelle wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche. Ich versuche jetzt, noch ein wenig zu entspannen, bevor der ganz normale Wahnsinn wieder losgeht.

Macht es gut!

Euer Michael

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