Der Sonntagsreport vom 08.10.2017 – Wo ist denn das Wochenende geblieben!?

Oh weh, schon ist es wieder Sonntag Spätnachmittag/Abend und ich habe keine Ahnung, wo eigentlich das Wochenende geblieben ist. Aber ich bin mir sicher, wenn ich mich hinsetzen und es mal alles aufschreiben würde, dann würde mir auch wieder einfallen, wo die Zeit geblieben ist. Aber wenn ich damit anfange, dann habe ich wieder eine Stunde mehr oder weniger in den Sand gesetzt, mit der ich vielleicht sinnvolleres anstellen könnte. Oder die mir einfach so zwischen den Fingern zerrinnt.

Eigentlich hatte ich für dieses Wochenende vorgehabt, die Arbeit an den mir vorliegenden Seiten aus dem Lektorat zu einem Abschluss zu bringen, damit ich sie wieder an den Verlag schicken kann. Bis gestern Abend sah es damit auch noch ganz gut aus, aber heute hat es nicht geklappt, die letzten noch fehlenden fünf Seiten zu bearbeiten. Ja, gut, ich habe noch Zeit, aber ich fühle mich auch irgendwie nicht danach.

Irgendwie fühle ich mich nach „Decke über den Kopf ziehen“. Aber ich habe noch ein bisschen was zu tun.

Was mir das Wochenende am meisten zerrissen hat, ist der PC meiner großen Tochter. Dem sollte nämlich eine SSD spendiert werden, damit das Einspielen von Updates oder das simple Hochfahren des Rechners nicht immer Ewigkeiten dauert. Und wenn man schon einmal dabei ist, dann installiert man natürlich auch das Betriebssystem neu – ist ja klar, ansonsten hat man ja direkt die ersten Langsammacher wieder mit im Boot.

Nach bald dreißig Jahren im Geschäft sollte ich eigentlich wissen, dass es niemals trivial ist, einen PC aufzurüsten. Auch wenn da schon eine Menge einfacher geworden ist im Vergleich zu früher. Heute kann man alles kreuz und quer an den Strom und an die SATA-Schnittstellen anschließen. Früher musste man genau aufpassen, welches Laufwerk das erste und welches das zweite sein sollte, weil sonst nichts mehr funktionierte.

Aber trotzdem hatte ich eine Menge „Spaß“ mit der Kiste. Die erste Überraschung war, dass ich nach dem Aufschrauben des Gehäuses nicht nur eine, sondern derer zwei Festplatten vorfand. Oh, stimmt ja, ich hatte nach Erwerb des Komplettsystems noch die Festplatte aus dem alten, abgerauchten Notebook mit eingebaut. Wie gut und vorausschauend, dass ich zu der SSD einen neuen Halterahmen bestellt hatte, in den zwei 2,5″-Laufwerke eingesetzt werden können. Wie schlecht und absolut hirnverbrannt, dass der Kasten, in dem die Festplatten verbaut werden sollen, keinerlei vernünftige Zugänge für ausreichend Strom- und Datenkabel bot. Eine große Herausforderung für Freunde des Zauberwürfels: Das alles hinzubiegen und nicht den PC vor Frust vom Tisch zu fegen!

Aber gut, irgendwann war dann alles verkabelt und ich konnte ans Betriebssystem gehen. Oh, well …

Der erste Blick geht natürlich ins BIOS. Wo die SSD nicht angezeigt wird. Sehr gut! Also Windows durchbooten und mal nachschauen, was da los sein könnte. Oh, die SSD ist nicht formatiert. Wieso auch!? Also schnell nachholen. Dann wieder ins BIOS: Ja, sie wird angezeigt! Aber ich kann sie nicht als Bootplatte einstellen. Okay, das geht vielleicht im Lauf der Installation. Also vom USB-Stick gebootet, wo das Setup drauf war und ja, da ist sie!

Aber was soll die Fehlermeldung, dass ich Windows hier nicht installieren kann? Im Setup noch einmal neu formatiert und es ändert sich … nichts.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon eine leicht pochende Halsschlagader, wie ich zugeben muss. Das Studium diverser Googletreffer brachte mich dann irgendwann darauf, dass die Neuinstallation von Windows zickt, wenn das Setup auf irgendeiner der angeschlossenen Festplatten einen schon vorhandenen Bootloader findet. Und von der Sorte hatte ich ja schon zwei verbaut.

Also alles wieder aufgeschraubt und mit Fingerspitzengefühl die Datenkabel aus den Festplatten gezogen. Dann wieder ins Setup und Juchhu! ich kann Windows installieren!

Und dass die Neuinstallation des Betriebssystems und aller benötigten Programme (bei meiner Tochter zumeist nur Spiele und das geht dank Steam ja recht einfach) auch eine Menge Zeit frisst, das dürfte klar sein. Ich hatte zwischendurch mit einer Software zur Fernwartung experimentiert, aber da riss die Verbindung dauernd ab, weil der WLAN-Stick am Rechner des Kindes Mucken macht.

Und, ach ja, erwähnte ich, dass mein Rechner im Keller steht und der PC meiner Tochter in der zweiten Etage (lauf, kletter).

Okay, ich merke gerade, dass ich mich da wohl ein wenig in Rage geschrieben habe 😉 . Soll nicht wieder vorkommen, zumal jetzt „nur noch“ Restarbeiten zu erledigen sind. Aber wenn man noch ins Kalkül zieht, dass wir das halbe Wochenende zusätzlich (!) noch auf Achse waren, um vielleicht irgendwo mal drei neue Stühle für unser Esszimmer zu finden, wird noch deutlicher, wo die Zeit eigentlich geblieben ist.

Jedenfalls ist es jetzt schon wieder fast eine halbe Stunde her, dass ich mit diesem Beitrag angefangen habe, aber das rechne ich jetzt mal nicht. Auch nicht, dass ich eigentlich noch eine Mail beantworten wollte und dass hier auf dem Blog Kommentare darauf warten, dass ich sie beantworte. Und mein Mailpostfach quillt auch schon wieder über und

UAAAAAAAAAH!!!!!

Wisst ihr, was mich als einziges ein bisschen aufrichtet? In drei Wochen habe ich zwei Wochen Urlaub und auch wenn sich da genügend Zeit finden wird – und auch soll – sinnvollere Dinge zu machen, als an irgendwelchen Computern zu sitzen, werde ich mich doch mit dem einen oder anderen wieder auf den laufenden Stand bringen können.

Oh – und meine Medikamente für die nächsten zwei Wochen muss ich mir auch noch zurecht sortieren!

Ihr merkt schon, dieser Beitrag hier wird nichts mehr und vor allem nicht mehr strukturiert oder etwas anderes als eine Folge von „ich müsste, ich musste und ich hätte zu“.

Und im Hintergrund singt Nena gerade: „Ich bleib‘ heut‘ zu Hause, ich bleibe im Bett“. Der Zufall will es so und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Wir sehen uns morgen in alter Frische, wenn ich ich bis dahin nicht hyperventilierend abgehoben habe und durch die Decke gegangen bin 😉 .

Es wünscht euch einen guten und möglichst entspannten Start in die neue Woche

euer Michael

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