Der Sonntagsreport vom 26.11.2017: Irgendwie doch immer dasselbe

Hallo ihr Lieben!

Ich muss gestehen, dass ich inzwischen nahe an der Selbstzensur bin. Denn ich kann es ja selber nicht mehr lesen, wenn hier wieder steht, dass eine Woche lang kaum etwas nennenswertes passiert ist, weil da entweder die Zeit oder die Kraft oder beides nicht für gereicht hat. Ist doch irgendwie immer dasselbe. Will doch keiner mehr lesen – am wenigsten ich.

Aber!

Aber dann fällt mir wieder ein, dass es einen ganz basalen Grund dafür gibt, dass es diesen Blog gibt. Und der ist, dass ich mich mit seiner Hilfe (und natürlich vor allem auch EURER Hilfe) neu motiviere, wenn die Motivation gelitten hat und immer noch leidet. Wenn die Kraft fehlt.

Heute war ein gutes Beispiel dafür. Ohne, dass es einen besonderen Grund gegeben hätte, habe ich heute Vormittag ziemlich lange geschlafen. Gut, ein Grund war natürlich, dass der Rest der Familie dieses lange Ausschlafen ermöglicht hat 😉 .

Aber nach dem Frühstück habe ich mich dann erst einmal wieder eine Stunde aufs Ohr gelegt. Richtig geschlafen habe ich nicht, aber ich war irgendwie nicht auf dem Damm. Dann Aufstehen zur Mittagsstunde, um die Frau zur Arbeit zu verabschieden und drei Stunden lang versuchen, ein wenig geregelt zu bekommen.

Um drei Uhr ein Treffen mit der großen Tochter, um Vokabeln abzuhören. Im Anschluss einmal über die Unterlagen des Lektorats schauen, die mir inzwischen zugegangen sind und bei denen ich noch nicht weiß, wie ich auf einige Änderungsvorschläge/-wünsche reagiere, weswegen ich mir hier noch Gedanken machen muss.

Einfach mal auf der Couch sitzen bleiben für die kommenden zwei Stunden, die meiste Zeit mit geschlossenen Augen. Nicht schlafen, sondern einfach sitzen und versuchen, irgendwie wieder bei zu kommen.

Ich habe keine Ahnung, was da wieder los ist. Vielleicht ist das Jahr gefühlt einfach schon zu lang. Vielleicht setzt die Jahresendzeitstimmung langsam ein. Herüber gerettet aus einer Zeit, in der man noch glaubte, dass der erste Januar wirklich ein neuer Beginn wäre und nicht nur der gleiche Mist mit einer anderen Jahreszahl am Ende.

Vielleicht ist es einfach deswegen auch immer dasselbe und damit langsam langweilig, weil sich diese Erkenntnisse langsam durchsetzen. Langsam durchsetzen müssen. Schließlich bin ich ja kein Fantast – auch wenn ich manchmal fantastische Geschichten schreibe.

Wo, wenn nicht hier, kann ich einfach mal so drauflos schreiben. In welchen, wenn nicht in den Artikeln zum Sonntagsreport.

Nun sprach ich davon, dass ich Motivation und Kraft wiedergewinnen will. Und dafür muss ich dran bleiben! Darf nicht einfach den Kopf in den Sand stecken. Wenn ihr mich heute Nachmittag gefragt hättet, dann hätte ich gesagt, dass ich vielleicht einfach mal ein „vorübergehend geschlossen“-Schild an den Blog hängen sollte. Ein Teil von mir denkt das immer noch. Dass das Ding mir vielleicht nicht ganz so sehr hilft, wie ich es glaube, sondern eine zusätzliche Belastung darstellt.

Aber wie dem auch immer sei: Die Entscheidung fällt nicht jetzt und sie fällt nicht hier. Hier und jetzt schreibe ich gleich den letzten Satz für diesen Tag, bevor ich mich auf eine neue Woche da draußen vorbereite. Eine Woche, in der ich mich mit meiner Lektorin kurzschließen möchte. Eine Woche, die mehr als dieses Gejammer im Blog sehen soll. Eine Woche, die mich wieder ein wenig mehr ich selbst sein lässt.

Ohne zu wissen, woran es diesmal eigentlich wieder gelegen hat oder noch liegt. Was aber auch egal ist, denn irgendwie geht es immer weiter. Egal, ob es das Jahresende ist, der Jahresanfang oder irgendwas dazwischen.

Es wird immer weitergehen. Und irgendwann ist es auch nicht mehr nur dasselbe.

Es tut gut, euch dabei zu haben!

Euer Michael

11 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 26.11.2017: Irgendwie doch immer dasselbe

  1. Irgendwie hadern gerade alle mit ihren Blogs (ich wollte erst Blöcke schreiben…), vielleicht weil es für viele eine zusätzliche „Arbeit“ geworden ist und man sich den Lesern gegenüber verpflichtet fühlt. Als Leserin kann ich jedoch sagen: Sofa ist immer eine gute Wahl! Und ich schaffe es ja auch nicht immer, alles zu lesen.
    Wenn also Pausen entstehen, ist das doch ok.

    Gefällt 3 Personen

    • Instinktiv wollte ich antworten, dass ich gar nicht mit meinem Blog hadere. Aber vielleicht wäre das ja doch nur die halbe Wahrheit!? Denn ja, die Verpflichtung ist definitiv da. Muss ich noch weiter drüber nachdenken.

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  2. Lieber Michael,

    Lass dich drücken. Diese klebrige Phase klingt lang und ungemütlich. Ich hoffe, dass du irgendwo die Energie findest, dich da wieder heraus zu hieven.
    Jetzt beginnt eine wunderschöne Zeit mit seinen Weihnachtsmärkten, überall schöne bunte Lichter und köstliche Gerüche. Es ist kühl draußen, sodass man die heißen Getränke noch besser genießen kann. Also auch wenn du grad keine Energie hast, dich viel zu bewegen und Sachen zu erledigen, ist es nicht verboten, diese „Faulheit“ zu genießen. 😊 Schnapp dir ne Decke, eine Tasse Tee und mümmel dich so richtig ein. Weihnachtliche Musik noch dazu …. +grins+ Zu Last Christmas zwinge ich dich aber nicht 😉

    Liebe Grüße,
    Kiira

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Kiira,

      danke für deine Worte und den Drücker. Beides kann/konnte ich gut gebrauchen. Im Moment ist wirklich so eine Phase, in der die Energie irgendwohin abzufließen scheint, als ob ein Stöpsel gezogen worden wäre.

      Das mit dem Weihnachtsmarkt muss ich noch mal überdenken, denn beim ersten Ausflug dahin hab ich mir glatt eine Verkühlung eingehandelt *lach*.

      Aber Weihnachtsmusik ist, je nachdem, ganz okay. Ich habe mir das neue Weihnachtsalbum von Sia gekauft. Das kann was. Für „Last Christmas“ sage ich dir meinen Dank 😉 .

      Liebe Grüße
      Michael

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