Jahresendzeitcoachingstöckchen – für mich!

Lange ist es her, seit mir ein Stöckchen an den Kopf geworfen wurde. Deswegen hat es diesmal auch ein wenig länger mit der Beantwortung der darin enthaltenen Fragen gedauert, zumal die liebe Jule von „Blaubeermuffins machen glücklich“ sich nicht lange mit irgendwelchen profanen Dingen aufgehalten hat, sondern mal so richtig, richtig ins Eingemachte geht.

Nun, gut Ding möchte bekanntlich Weile haben. Und so kommen wir jetzt, ohne viele weiter einleitende Worte, zum Inhalt des Stöckchens. Ach ja, nur eins noch vorweg: Ich werde den Stock nicht weiter werfen. Das hat auch einen Grund, den ich aber, aus eher persönlichen Gründen, für mich behalten möchte. Wer die Fragen aber gut findet – und das sind sie! – darf sich gerne dazu aufgefordert sehen, sie ebenfalls zu beantworten. In diesem Fall wäre es nur nett, wenn ihr Jule eine kleine Info dazu hinterlassen würdet.

Jetzt aber los.


Rückblick auf 2017:

  1. Wenn dein Jahr 2017 verfilmt werden würde, welchen Titel würde der Film tragen?

    Der Titel des Films lautet „Warten, auf was immer da auch kommen mag“.

  2. Welchen Tag aus 2017 möchtest du gerne nochmal erleben?

    Wir waren in diesem Jahr viel unterwegs und unter anderem auch in diversen Freizeitparks zu Gast. Und weil ich mich, wenn ich in einer Achterbahn sitze, immer frei, ungebunden und glücklich fühle (wenn das Teil mich nicht gerade aufgrund unrunder Streckenführung verprügelt), würde ich gerne einen dieser Tage noch einmal erleben. Gerade jetzt, wo das Wetter alles andere als kompatibel zu dieser Art des Freizeitvergnügens ist. Ich weiß, es klingt banal und die meisten würden hier sicherlich irgendwas tiefschürfenderes erwarten. Aber da es solch einen tiefschürfenden Tag nicht gegeben hat, ist dies die beste Antwort, die ich geben kann.

    Bezogen auf das Thema dieses Blogs war natürlich der Tag herausragend, an dem ich meinen ersten Autorenvertrag unterschrieben habe. Sowas darf in Zukunft gerne öfter vorkommen 🙂 .

  3. Was hast du dieses Jahr besonders gut gemacht?

    Ich habe mich, vor allem in der ersten Jahreshälfte, recht gut um meinen Schreibkram gekümmert, denke ich. Da fällt mir die Überarbeitung von „Der Morgen danach“ ein, die nicht leicht war. Ich denke an meinen Trip zur Leipziger Buchmesse, der für mich auch eine große Überwindung bedeutete. Und ich denke an die Kurzgeschichten, die ich schrieb.

    Auch die Tatsache, dass das zweite Halbjahr von deutlich mehr Stagnation geprägt war, schmälert diese Dinge nicht. Glaube ich.

  4. Welche drei Menschen hatten 2017 ein besseres Jahr, weil es dich gibt?

    Bei dieser Frage möchte ich den Joker setzen und lieber nicht antworten. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber ich bin zu keinem Ergebnis gekommen, das sich für mich gut angefühlt hat. Das hat etwas mit meiner ganz eigenen Wahrnehmung von mir selbst zu tun. Das weiß ich. Und vielleicht fühlen sich Menschen in meinem Umfeld ja sogar brüskiert, weil ich sie hier nicht nenne. Für diesen Fall kann ich nur den alten Spruch bringen: Es liegt an mir, nicht an dir.

    Beinahe wäre an der Beantwortung dieser Frage meine ganze Teilnahme an diesem Stöckchen gescheitert. Deswegen habe ich beschlossen, sie offen zu lassen.

  5. Was hat sich 2017 für dich unerwartet zum Guten verändert? Und was war dein Anteil daran?

    Was sich auf jeden Fall unerwartet gebessert hat, sind die Dinge, die ich im Rahmen meiner Psychotherapie bearbeite. Beziehungsweise die Art und Weise, wie mein Therapeut und ich daran arbeiten. Da war ich vor Jahresfrist nämlich noch deutlich skeptischer. Auch hier möchte ich nicht zu sehr in die inhaltlichen Details gehen, wie ihr sicher versteht.

    Mein Anteil daran war, dass ich ein Stück weit meine Haltung geändert habe. Ich war schon vorher absolut offen für alles, was mir so angeboten wurde. Aber nun macht es auch im Kopf immer häufiger Klick. Selbst wenn das Ergebnis ist, dass es mir an manchen Tagen nach der Sitzung richtig, richtig mies geht, weil das alles so intensiv gewesen ist.

    Wenn das jetzt noch dazu führt, dass in Zukunft diese Dinge sich auch in konkrete Taten oder Veränderungen umsetzen lassen, dann wäre damit schon was gewonnen.

Ausblick auf 2018

  1. Wenn du wüsstest, dass dir nichts Schlimmes passiert und du alles schaffst, was du dir vornimmst, welchen Vorsatz würdest du für 2018 fassen?

    Ich würde den Vorsatz fassen, offener mit Menschen, Situationen und den dazugehörigen Rahmenbedingungen umzugehen. Den Kopf hin und wieder mal auszuschalten und auf mein Gefühl zu achten.

  2. In der Silvesternacht hast du eine Rakete in den Himmel geschickt, die schöner war, als alle Raketen zuvor. Das war eine Wunderrakete. Denn über Nacht ist ein Wunder passiert: Dein größter Traum ist in Erfüllung gegangen. Was ist jetzt, am 01.01.2018, anders?

    Okay, der muss in Anbetracht meines Blognamens sein: Am 01.01.2018 halte ich meinen Romanerstling in gedruckter Form in der Hand. Aber nicht lange, weil alle Welt ihn mir begeistert aus eben dieser reißt 😉 .

  3. Ein neuer Laden öffnet seine Pforten. Dort gibt es allerlei Charaktereigenschaften zu kaufen. Du kannst dir für 2018 eine dazukaufen oder eine bestehende stärken. Welche landet in deinem Einkaufswagen? Und warum?

    Mut. Eindeutig. Weil es mir eben an diesem oft genug fehlt, um Entscheidungen zu treffen, die ich treffen sollte, um Wege zu gehen, die vor mir liegen und um mir nicht selber immer wieder im Weg zu stehen. Vor allem lässt sich diese Eigenschaft hervorragend in allen möglichen Lebensbereichen einsetzen und ist damit so eine Art Schweizer Taschenmesser für ein besseres Leben. Was sagtest du, wann und wo dieser Laden Eröffnung hat?

  4. Wenn du am 31. Dezember 2018 auf das Jahr zurückblickst, worauf möchtest du besonders stolz sein?

    Ich möchte stolz darauf sein, dass ich zumindest ein wenig von dem Mut, egal ob gekauft oder selbst gefunden, dazu nutzen konnte, um meinen Weg zu gehen. Und natürlich auf meinen Bestseller 😉 .

    Nein, aber wenn ich kurz noch einmal aufs Schreiben schaue, dann möchte ich gerne stolz darauf sein können, dass ich alles versucht habe, um mich als Autor weiter zu profilieren, dann auch der Öffentlichkeit zu präsentieren und, in wenigen Worten verpackt, „mein Ding“ vorangebracht habe.

  5. Gib deinem Jahr 2018 einen Claim!

    Alles kann besser werden!


Ich bedanke mich bei Jule für die schönen Fragen, auch wenn sie mich an der einen oder anderen Stelle so weit gefordert haben, wie es sich gerade noch so aushalten ließ. War ja schließlich keine Absicht.

Es würde mich freuen, wenn der eine oder die andere sich animiert fühlt, hier auch mal beherzt zuzugreifen. Sagt doch in dem Fall gerne Bescheid!

10 Gedanken zu “Jahresendzeitcoachingstöckchen – für mich!

  1. Schön, dass du mitgemacht hast und es am Ende nicht an der einen Frage gescheitert ist. Vielleicht liest ja der eine oder andere, den du kennst, deinen Blog und sagt dir, dass sein Leben dieses Jahr besser war, weil es dich gibt. 🙂

    Ich finde deine Antwort zur Wunderrakete richtig schön. Hat mich zum Lächeln gebracht. Auch wenn es am 01.01.2018 zeitlich bedingt vermutlich nicht so weit sein wird, wünsche ich dir, dass es in diesem Leben irgendwann so weit sein wird. 🙂

    Übrigens habe ich die Regeln beim Stöckchen bewusst komplett weggelassen, es ist also so oder so gar nicht notwendig, jemanden zu nominieren. Es sollte einfach frei und ungezwungen sein, ein bisschen beim Reflektieren und Wünschen nachhelfen. Und nur denen, die möchten. 🙂

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    • Ich habe gerne mitgemacht. Aber die bewusste Frage war schon hart – wobei sie in der Hauptsache zur absoluten Unzeit kam, was ein unglücklicher Zufall war, den keiner vorausahnen konnte. Egal, ist abgehakt und der Blick geht wieder nach vorn 🙂 .

      Ich danke dir für deinen Wunsch für mich. Ja, irgendwann wird es hoffentlich so weit sein. Dann würde manches leichter werden.

      Das mit den „Regeln“ hatte ich auch so verstanden. Wieso, klingt das bei mir anders? War dann keine Absicht! 🙂

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