Doch wieder zur Leipziger Autorenrunde?

In wenigen Wochen werde ich wieder auf dem Weg nach Leipzig sein. Kaum zu glauben, dass tatsächlich schon wieder ein volles Jahr vergangen ist, seit ich zum ersten Mal meinen Fuß in die Messehallen setzte. Eigentlich war es mehr ein Stolpern, ohne klare Vorstellung davon, was ich eigentlich genau dort tun und lassen wollte.

Natürlich, ein wenig Struktur habe ich mir gegeben. Dadurch, dass Vereinskameradin Kia Kahawa einen eigenen Stand besaß, gab es einen Treffpunkt, an dem ich davon ausgehen konnte, Menschen zu treffen, die ich bislang nur virtuell kennengelernt hatte. In dieser Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht.

Und als zweiten großen Fixpunkt gab es da die Leipziger Autorenrunde, für die ich mich im Vorfeld eingeschrieben hatte.

Noch einmal kurz erläutert, worum es sich dabei handelt: Die Autorenrunde ist eine ganztägige Workshop- und Fragerundenveranstaltung, auf der ausgesuchte Experten in den verschiedensten Fachgebieten, mit denen Autor so zu tun haben kann, den Teilnehmern Rede und Antwort stehen. Das Ganze ist im Paketpreis inklusive Dauerkarte für die Messe und Verpflegung am Veranstaltungstag mit um die 80 Euro sogar ein recht preisgünstiges Vergnügen.

Wenn man denn von den eigentlichen Runden ausreichend profitieren kann.

Genau das war im letzten Jahr der Grund, warum ich in einem Beitrag auf diesem Blog angekündigt hatte, die Autorenrunde nicht noch einmal besuchen zu wollen. Ich hatte zu wenig Nektar aus der Veranstaltung ziehen können. Neben der höchst unterhaltsamen Eingangsrunde mit Sebastian Fitzek war mir in der Hauptsache in Erinnerung geblieben, dass der Wissensstand der anwesenden Autoren – und damit auch der Inhalt der besprochenen Fragen – viel zu heterogen gewesen war, um alle Beteiligten auf demselben Niveau abzuholen.

So stand für mich also fest, dass sich diese Veranstaltung für mich im Jahr 2018 erledigt hatte. Aber ihr kennt ja inzwischen meinen Wankelmut. Je näher die Buchmesse rückt, desto mehr fange ich an, mich damit zu befassen, was genau ich dieses Jahr eigentlich dort sehen und erleben möchte.

Sicher, da gibt es als großen und gewichtigen Ankerpunkt die Lesung am Freitagabend. Aber wie steht es mit dem Messesamstag und dem Messesonntag?

In diesem Zuge schaute ich mir auch die Homepage der Autorenrunde noch einmal an und überlegte, ob ich der Veranstaltung nicht eine zweite Chance geben möchte. Vielleicht hatte ich im letzten Jahr schlicht und ergreifend Pech mit den besuchten Runden, was bei der enormen Anzahl und Fächerung von Themen ja nicht wirklich unwahrscheinlich ist. Vielleicht war ich auch mit den falschen Vorstellungen hingegangen. Immerhin kann so eine kurze Runde nie im Leben ein vollwertiges Seminar ersetzen und es wäre auch unfair, diesen Maßstab anzulegen.

Ich habe ernsthaft abgewogen, was nun richtig für mich ist und was nicht. Und bin am Ende zu der Entscheidung gekommen, dass es dabei bleibt, dass die Leipziger Autorenrunde 2018 ohne mich stattfinden wird.

Ein Grund dafür ist, dass in der Zwischenzeit Termine von (teils bislang nur virtuell) befreundeten Autoren verkündet wurden, zu denen sie Lesungen veranstalten oder eine Diskussionsrunde abhalten werden. Und einige von denen liegen mitten im Samstag.

Der zweite Grund ist, dass ich durch die Fokussierung im letzten Jahr gefühlt nur die Hälfte der Messe und das auch noch im Schnelldurchlauf gesehen habe. Zwar habe ich auch in diesem Jahr nicht vor, bei den Verlagen Klinken putzen zu gehen, aber ich möchte mich vielleicht auch einfach mal treiben lassen, mich informieren, was es so gibt und, ja doch, welche Verlage es im Nachgang vielleicht einmal lohnen, mit ihnen den Kontakt zu suchen.

Die parallel laufende Manga-Comic-Con habe ich 2017 nicht einmal besucht und wenn nicht allerorten Cosplayer in tollen Verkleidungen herumgelaufen wären, hätte ich sie überhaupt nicht wahrgenommen.

Da passt eine Ganztagesveranstaltung, wie es die Autorenrunde ist, nun einmal nicht ins Konzept. Selbst dann nicht, wenn ich nicht meine grundsätzlichen Bedenken behalten hätte.

Ich bin gespannt darauf, wie sich dieses andere Vorgehen für mich anfühlen wird. Schließlich bin ich immer noch Messeneuling. Aber wer weiß: Vielleicht ist das, nachdem ich die Lesung am Freitag überlebt habe, auch alles der pure Kindergeburtstag. Konfetti und Luftschlangen für alle!

Aber falls jemand von euch durch Zufall auch in Leipzig und vielleicht sogar bei der Autorenrunde ist, würde mich eure Meinung dazu im Nachgang brennend interessieren! Schließlich gehe ich davon aus, dass es auch 2019 wieder eine Autorenrunde geben wird. Und dann werden die Karten auch für mich wieder neu gemischt.

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4 Gedanken zu “Doch wieder zur Leipziger Autorenrunde?

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