Der Sonntagsreport vom 18.02.2018: Der Kreativitätsplan geht auf

Hallo ihr Lieben!

Ich gestehe, im Moment bin ich, was die Sonntagsreporte angeht, ein bisschen ein unzuverlässiger Geist. Aber wenn mir etwas Passendes einfällt, mag ich dieses „Format“ immer noch sehr gerne und deswegen freue ich mich, dass ihr euch auch an diesem Sonntag mit mir zusammen hier eingefunden habt.

Ich möchte gerne noch einmal auf meinen Beitrag von letzter Woche Samstag zurückkommen, als ich mich darüber ausließ, was man – was ich – tun kann, damit Kreativität nicht zur Belastung wird.

Wie ich damals festgestellt habe, mache ich mir im Allgemeinen viel zu viel Druck damit, jeden Tag nach Möglichkeit alles Erdenkliche zu tun, um bloß keine meiner selbstgestellten Aufgaben zu vernachlässigen: Blogbeitrag, Geschichte, Social Media, alles Mögliche. Das alles muss erledigt sein, abgearbeitet, als ob es wirklich eine Arbeit wäre und nicht etwas, das ich eigentlich zu meiner Entspannung treibe, weil es mir Spaß macht und weil es mich ausfüllt.

In dieser Woche, die seitdem vergangen ist, habe ich mal bewusst versucht, den Druck gar nicht in dieser extremen Form aufzubauen. Und was soll ich euch lange auf die Folter spannen? Es ist die wahrscheinlich produktivste Woche seit mindestens einem halben Jahr, wenn nicht länger, geworden.

Meine Geschichte wächst und gedeiht, was mich zwar vor neue Schwierigkeiten stellt (Blogbeitrag folgt!), aber diese sind im Vergleich zur wochenlangen Periode von Blockade und Frust eher beherrschbar. Wie ihr vielleicht selber gesehen habt, ist die Frequenz von Beiträgen im Blog eher gestiegen – und das, wie gesagt, zusätzlich zur guten Arbeit an meinem Text.

Aber das Wichtigste von allem ist das Gefühl, dass das alles hinterlässt. Es ist nämlich ein beinahe uneingeschränkt gutes Gefühl! Ehrlich, an manchen Tagen schaue ich mir an, was ich da geschafft habe, und kann es selber kaum glauben. Aber es ist ein positiver Unglaube. Einer, der nichts mit einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten zu tun hat.

Und deswegen weiß ich auch, dass ich jetzt nicht den Fehler machen darf, das alles für selbstverständlich zu nehmen. Ich darf die Grundprämisse nicht aus den Augen verlieren. Und die lautet nun einmal, auch mit kleinen Schritten zufrieden zu sein. Oder, wenn man es auf die Spitze treiben will, gerade diese kleinen Schritte stärker zur Kenntnis zu nehmen und sie in Ehren zu halten. Wenn ich das nicht tue, lauert dahinter wieder der Rückfall in alte Verhaltensmuster. Deswegen sagte ich auch Eingangs, dass ich diesen Beitrag schreibe, weil ich das Gefühl habe, etwas sagen zu wollen. Und nicht, weil zufällig gerade Sonntag ist.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich mein Tagesziel, nämlich irgendwas autorenmäßiges zu tun, bereits vorher erfüllt hatte.

[Es folgt ein thematisch bedingt passender, selbstkritischer Einschub. Etwas wirr geschrieben, auf eigene Gefahr 😉 ]

Wenn es etwas gibt, was das gute Gefühl trübt, dann ist es ausgerechnet die Erkenntnis, dass es mir schwer fällt, online von Dingen zu lassen, die mir nicht gut tun. Obwohl ich genau weiß, dass ich es sein lassen sollte. Ja, das ist wieder die obskure Stelle in meinen Beiträgen, in denen ich leider Ross und Reiter nicht so benennen kann, wie ich es gerne würde. Sagen wir einfach, dass es da immer noch eine offene Wunde gibt, die schmerzt. Und genau in dem Moment, in dem sich vielleicht leichter Schorf gebildet hatte, ging ich hin, riss das Wundpflaster ab und streute ein wenig Salz in die Wunde.

Eigentlich sollte man meinen, dass ich nach über zwanzig Jahren aktiver Teilnahme am Internet gelernt habe, wie die Mechanismen sind und was mir gut tut – und was eben nicht. Habe ich aber offenbar nicht. Und deshalb laufe ich emotional immer wieder in dieselbe Falle hinein, die erst zuschnappen muss, bevor ich es merke.

Und dann drehe ich mich um mich selbst, schnappe nach dem Glied, das sich in der Falle verfangen hat, um es frei zu bekommen oder es im Notfall auch zu amputieren, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Es ist komisch, wenn ich das so aufschreibe, dann ist mir auf einmal völlig klar, was ich eigentlich zu tun habe. Aber ich bin eben, bei allen Fortschritten, immer noch ein ziemlich inkonsequenter Kerl. Damit muss ich wohl leben. Jedenfalls, bis ich den Weg zur Konsequenz gefunden habe.

[/Einschub]

Nun, es sieht so aus, als befände ich mich in Bezug auf meinen Umgang mit der eigenen Kreativität auf einem ganz guten Weg. Wenn ihr wollt, werde ich euch gerne auf dem Laufenden halten, wie es damit weitergeht.

Bis dahin wünsche ich euch eine erfolgreiche Woche, in der ihr selber für euch bestimmen könnt, was Erfolg für euch ausmacht!

Alles Liebe

Euer Michael

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6 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 18.02.2018: Der Kreativitätsplan geht auf

  1. Manchmal denke ich, dass man Kreativität genauso lernen oder trainieren muss wie zum Beispiel einen Muskel. Ich gehe imemr sehr theoretische an das Thema heran, lese Bücher, mache Übungen oder packe mich in Kurse.
    Dabei hatten wir doch alle einmal diese unbeschwerte Kreativität – als Kinder. Was also in Schule und Beruf abtrainiert wurde, muss man nun wieder erlernen. Deswegen kann ich gut nachvollziehen, was du meinst, und auch deine Freude, wenn es gelingt.

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  2. Lieber Michael, meine Tage sind immer zu kurz, obwohl ich nicht mehr berufstätig bin, meine Kinder schon längst eigene Familien haben und nur noch Mann und Kater meine Streicheleinheiten einfordern. Trotzdem reicht meine Zeit für meine diversen Hobbies nie aus. Also, sei zufrieden, mit dem was Du momentan geschafft hast und überfordere Dich nicht. Liebe Grüße Hedwig

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