Kurz und schmerzvoll (12) Unterkunft in Leipzig geplatzt, Verhandlungen laufen

Tja, es hätte ja alles so schön sein können und auch sollen. Da kümmert man sich bereits im September 2017 um eine passende Unterkunft zur Leipziger Buchmesse, findet auch eine, die nicht nur sehr zentral liegt, sondern auch noch preisgünstig ist, und dann macht es auf einmal Plöpp und das löst sich in Luft auf.

Autorenkollegin Jana Tomy war es, die mit einer Bemerkung über jemand anderen, dem die Buchung bei Airbnb um die Ohren geflogen war, ein ungutes Gefühl bei mir auslöste. Also schrieb ich, rein prophylaktisch, mal meine Gastgeberin an, ob denn noch alles klar ginge.

Die Antwort versetzte mir einen Schlag in die Magengrube. Denn auf einmal war die Rede von einer Wohnung, die nicht mehr wirklich zentral liegt. Nach einigem hin und her haben wir herausgearbeitet, dass sie die Unterkunft, die ich gebucht hatte, nicht mehr besitzt und sie mir halt diesen Ersatz anbieten könnte.

Wir sind gerade dabei, das miteinander auszuklamüsern, ob und wie denn das Arrangement jetzt genau weitergehen und aussehen soll. Und ich muss gestehen, dass ich verdammt kribbelig bin, weil ich noch keine endgültige Aussage dazu habe, dass diese Ersatzwohnung jetzt wenigstens klappt.

Absolut entsetzt bin ich allerdings darüber, dass Airbnb als Plattform einen überhaupt nicht gegen solche Fälle schützt. Da heißt es lapidar, dass man im Zweifel halt sein Geld zurück bekommt, oder dass es bei einer Ersatzbuchung angerechnet wird. Ist ja gut und schön, aber ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie es mit einigermaßen akzeptablen Unterkünften in Leipzig für Mitte März aussieht. Wir haben eben nicht mehr September 2017, sondern Februar 2018.

Ich frage mich, wie das aussehen würde, wenn ich, zum Beispiel, eine Backpackerreise durch Australien mache und mich da bei verschiedenen Gastgebern von Airbnb anmelde, von denen einer drei Tage vor meiner Ankunft auf die Idee kommt, die Buchung zu stornieren. Dann stehe ich da. In Australien. Und habe ein nicht gerade kleines Problem.

Ja, sicher, jetzt kann man sagen, dass ich mich da vorher hätte schlau machen sollen. Aber nach den guten Erfahrungen, die ich letztes Jahr gemacht habe, bin ich auf die Idee gar nicht gekommen. Künstlerpech. Lehrgeld. Bullshit!

Ihr dürft mir gerne die Daumen drücken, dass sich da jetzt eine adäquate Lösung findet. Denn eine Option, die Messe einfach sausen zu lassen, gibt es nicht wirklich. Immerhin steht mein Name auf so einem komischen Plakat für so eine komische Lesung …

Echt, ich könnte schreien!

25 Gedanken zu “Kurz und schmerzvoll (12) Unterkunft in Leipzig geplatzt, Verhandlungen laufen

    • Ja, die Buchung hatte ich schon bestätigt. Aber scheinbar ist das am Ende des Tages vollkommen egal – jedenfalls für die Plattform. Hätte ich echt nicht mit gerechnet.

      Ja, irgendwo werde ich schon unterkommen. Hoffe ich.

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      • Nein, das liegt mir auch fern, da alle Vermieter über einen Kamm zu scheren. Wie gesagt, letztes Jahr hat alles hervorragend und unkompliziert geklappt, deswegen war es ja auch gar keine Frage für mich, das dieses Jahr wieder so zu machen.

        Im Moment sieht es so aus, als ob ich bei derselben Gastgeberin in der anderen Wohnung lande. Die Anbindung an den ÖPNV ist ganz okay, die Nahversorgung so la la.

        Aber wenn man sich mal die Preise der noch verfügbaren Alternativen anschaut … ach, du meine Güte!

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    • Ja, im Endeffekt heißt es genau das. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann zahlt ein unzuverlässiger Gastgeber eine Strafgebühr – und zwar an AirBnB und nicht etwa an den Gast, der auf einmal ohne Unterkunft da steht!

      Für mich kann daher die Konsequenz wirklich nur sein, in Zukunft auf die Plattform zu verzichten. Auch wenn ich damit wahrscheinlich sehr vielen verlässlichen Gastgebern Unrecht tue.

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