Ich fühle mich beobachtet

Auf Twitter hatte ich es schon vor ein paar Tagen geschrieben: Angespornt von der Tatsache, dass ich meine Autorennase in absehbarer Zeit einem Live-Publikum präsentieren werde, habe ich mich dazu durchgerungen, zumindest einmal die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um das in Zukunft auch von Zuhause aus tun zu können. Etwa in Form von kurzen Videos oder dergleichen.

Mit dem Gedanken gespielt habe ich schon eine ganze Weile, aber erst jetzt waren die Stimmung und auch das preisliche Angebot kompatibel miteinander. Und so habe ich mir für einen (vergleichsweise) Schnäppchenpreis eine True-HD-Webcam von Logitech geleistet, die dahingehend angepriesen wurde, auch bei eher schwierigen Lichtverhältnissen, wie sie in meinem Arbeitskeller zweifelsohne herrschen, für gute Aufnahmen zu sorgen.

Da mich die Erkältung nun wirklich erwischt hat und ich daher meinem Job nicht nachkommen kann, habe ich eine der Phasen genutzt, in denen ich nicht damit beschäftigt bin, meine Nase unter Kontrolle zu bringen, um das gute Stück einmal anzuschließen.

Sowohl die Montage am Monitor als auch die Installation verliefen dabei völlig reibungslos und so konnte ich schon bald mein eigenes Bild bewundern und mir selber zuwinken.

Und was soll ich sagen: Das Bild ist wirklich sehr gut, auch bei diesem künstlichen Licht. Im Gegenteil, ich habe sogar leichte Lichtreflexe drin, die von der Zimmerdecke herrühren. Hier werde ich mir noch etwas einfallen lassen müssen, bevor ich euch mit ersten Autorenvideos beglücken kann. Zum Visifonieren (um einen uralten Begriff aus der Science-Fiction zu benutzen) würde es aber jetzt schon reichen.

Jetzt schaut mich aber die ganze Zeit über so ein starres und leeres Auge von der Oberkante meines Monitors an. Ich muss zugeben, dass das gewöhnungsbedürftig ist. Um bei den Zukunftsvisionen zu bleiben: Ich komme mir vor, als sei ich einer der Astronauten an Bord der „Discovery“, die es mit einem in einem Dilemma gefangenen Bordcomputer zu tun bekommen. Fehlt nur noch, dass das Ding mich auf einmal mit „Dave“ anredet …

Man hört ja immer wieder, dass es sogar eine reale „Gefahr“ gibt, dass man ohne sein Wissen von einer Kamera gefilmt wird. Big Brother is watching you. Oder der Geheimdienst. Oder Donald Trump. Viele gehen deswegen ja schon hin und kleben die Kameras an ihren Smartphones oder Notebooks ab.

Ich habe es mir da einfacher gemacht und einfach das USB-Kabel rausgezogen. Es dürfte schwer werden, mich damit in Unterwäsche zu filmen. Zumal ich nie in Unterwäsche vor dem PC sitze. Aber ich fürchte, das bekäme Donald Trump auch noch irgendwie hin.

Wie dem auch sei, wenn mich die Live-Lesung nicht in alle Zeiten von dem Wunsch kuriert, euch unter die Augen zu treten, wird es in nicht allzu ferner Zukunft also mal was von mir zu sehen und zu hören geben.

Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! 😉

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8 Gedanken zu “Ich fühle mich beobachtet

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