Leipziger Allerlei 2018 (4) In der rechten Ecke

Kommen wir zwischendurch zu einem eher unangenehmen Thema, das im Vorfeld der Leipziger Buchmesse für großes Aufsehen gesorgt hat und auch während der Messetage selber immer mal wieder ins Bewusstsein der Besucher sickerte: Die Anwesenheit rechter Verlage auf der Messe.

Ich entdeckte den entsprechenden Bereich mehr oder weniger durch Zufall, als ich auf der Suche nach etwas Essbarem war. Die Futterinseln sind in den Messehallen immer in den Hallenecken aufgestellt und so, wie ich mich durch die Halle 3, um die es in diesem Fall geht, bewegte, lief ich wirklich auf die rechte Ecke zu, als ich die ersten Spuren dessen bemerkte, was kommen würde. Denn bereits in einigem Umkreis befanden sich Zettel auf dem Boden, auf denen deutlich gegen rechtes Gedankengut Position bezogen wurde.

Ich muss gleich vorweg schicken, dass ich die Halle 3, oder wenigstens diesen speziellen Bereich, bewusst nicht zu den Zeiten aufgesucht habe, zu denen es besonders voll oder besonders kontrovers zugehen konnte. Dabei wäre es einfach gewesen, das zu planen, hingen doch an den Ständen der dortigen Verlage genauso wie überall sonst die Termine aus, wann man den einen oder anderen „Promi“ erwarten konnte. So hätte ich am Samstag (glaube ich) gegen Mittag die Chance gehabt, dem Auftritt von NPD-Politiker Udo Voigt beizuwohnen.

Ich habe dankend verzichtet.

Wie ihr durch meine bisherigen Äußerungen zum Thema wisst, bin ich im Allgemeinen auf der Linie, die auch von der Leitung der Leipziger Messe vertreten wird. Ich finde, dass es wichtig ist, dass wir als Demokraten auch die Strömungen aushalten, bei denen es aus diversen Gründen schwer wird. Weil uns das in unserer Überzeugung ausmacht. Weil das Demokratie bedeutet.

Aber ich gebe zu, dass mir das auf der Messe schwer gemacht wurde. Und das, obwohl ich von der Außensicht her erst einmal jemand bin, der nicht unbedingt in das Ablehnungsschema dieser Menschen fällt. Im Messerückblick meiner Autorenkollegin Nora Bendzko habe ich heute gelesen, wie es ihr da ergangen ist, weil man ihr, wenn man darauf achten will, ansehen kann, dass ihre Wurzeln nicht ausschließlich in Zentraleuropa liegen. Was einem normal denkenden Menschen egal sein sollte, fühlte sich in der rechten Ecke der Halle 3 auf einmal anders an.

Ich selbst bin ein wenig wie die Katze um den heißen Brei um die Stände gestromert und habe versucht aufzunehmen, wie die Stimmung dort ist und wie das Messepublikum auf das Gezeigte reagiert.

Es war ein wenig erschreckend, sich die Zusammensetzung der Interessenten anzusehen. Hier mal ein Foto, das ich vom Stand des der AfD nahe stehenden Magazins „Compact“ gemacht habe:

Wie ansatzweise zu sehen ist, drücken sich hier keine Skinheads in Bomberjacken herum, sondern ganz normale Leute, die ihre Kinder mitgebracht haben und in Zeitschriften blättern, in denen es darum geht, wie sehr unser Land und unsere Kultur doch zugrunde gerichtet werden.

Im Vorbeigehen konnte ich auch einen Gesprächsfetzen aufschnappen, in dem ein Standmitarbeiter einem Pärchen, das aussah wie die netten Soziologiestudenten von nebenan, erklärte, dass es „ja wohl das normalste von der Welt sein müsste, dass man an der Grenze prüft, ob die Menschen ein Recht haben, hier einzureisen“.

Da blieb mir der flapsige Gedanke, ob die jungen Damen auf dem Stand bezahlte Messehostessen oder doch stramme Jungmädel waren, gelinde gesagt in der Hirnwindung stecken.

Gleiches passierte mir am Stand des Antaios-Verlags, über dessen Ausrichtung und Bedeutung wohl  nach den letzten Monaten keine Worte mehr verloren werden müssen, als ich bewusst mal in ein paar der Bücher reinblätterte, unter anderem in die jüngeren Werke von Akif Pirinçci. Es wäre leicht, das Gelesene als verblendeten Unfug abzutun, aber das würde seiner potentiellen Wirkung auf potentiell ungefestigte Gemüter nicht gerecht.

Ihr merkt schon, dass ich in meiner Ansicht und Haltung schwankend wurde. Ich muss gestehen, dass ich im weiteren Verlauf versucht habe, das Thema ein wenig auszublenden, um mir nicht das Messeerlebnis davon beeinträchtigen zu lassen.

Bemerkenswert fand ich allerdings das folgende Plakat:

Ich fand es deswegen bemerkenswert, weil sich mein Blick auf diesen Text im Laufe der Zeit verschoben hat. Als ich es zuerst sah, bevor ich mich mit den Ständen näher auseinander gesetzt hatte, hätte ich es vielleicht sogar unterschrieben. Nicht in dem Sinne, dass ich wirklich glaube, dass die Menschen sich nicht mit den rechten Verlagen und Medien auseinandersetzen, sondern in dem Sinne, dass es natürlich einfacher ist, etwas zu verurteilen, als in den Diskurs damit zu gehen.

Aber dann kamen meine Erfahrungen, wie ich sie oben geschildert habe. Und zum Schluss der Messe hin, als ich zum (ich glaube) dritten und letzten Mal an der rechten Ecke vorbeikam, bekam die Message dieses Plakates einen Beigeschmack.

Denn diese Botschaft lässt sich auch umdrehen. Wo so viel mit Klischees und Vorurteilen gearbeitet wird, wie in weiten Teilen der rechten Szene, da lässt sich schwer von einer echten Auseinandersetzung sprechen. Ich will nicht so weit gehen und jedem dort verlegten Schriftsteller unterstellen, dass er sich keine Gedanken darüber macht, worüber er schreibt. Auch wenn ich diese Gedanken für nicht richtig halte.

Aber es ist ein Charakteristikum der rechten Szene, insbesondere der extremen Teile, sich eben nicht mit dem zu beschäftigen, was sie ablehnen. Denn dann müssten sie sich zwangsläufig auch damit beschäftigen, wieso sie es eigentlich ablehnen. Und dann dürfte es schwierig werden. Die Verurteilung, die von dieser Seite läuft, mag keine moralische sein, aber es ist ganz sicher eine Verurteilung auf der Basis eines eingeschränkten Weltbilds.

Was bedeutet das nun für meine Haltung gegenüber rechten Verlagen und ihrer Teilnahme an der Buchmesse?

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es für eine Gesellschaft insgesamt wichtig ist, dass es einen Diskurs mit den Rechten gibt. Und in einen Diskurs kann ich nur dann gehen, wenn ich mich mit den betreffenden Menschen und auch ihren Ansichten auseinandersetze.

Ihr merkt schon, ich stolpere immer wieder über das Wort „Auseinandersetzung“. Ob sich der Mann, der nicht glaubte, dass jeder bei uns Einreisende hier sein „darf“ mit den Gründen auseinander gesetzt hat, die diese Menschen dazu bewegen, zu uns zu kommen? Ich bezweifle es.

Aber auch die Gegenseite setzt sich nicht wirklich mit den Rechten auseinander. Es wird mehr über sie geredet als mit ihnen. Und das ist etwas, wofür ich im Rahmen einer Buchmesse tatsächlich Chancen sehen würde, weil hier nicht die Extremisten und Pöbler aufeinander prallen würden, sondern Menschen, die durchaus in der Lage sind, eine Argumentation zu führen.

Sonst könnten sie nämlich keine Verlage leiten.

Abschließend möchte ich festhalten, dass das meine Gedanken aus meinem ganz eigenen Erleben innerhalb dieser drei Tage sind. Ich habe, wie gesagt, Begegnungen mit der „Laufkundschaft“ bewusst vermieden und kann und will deshalb hierzu nichts sagen. Auf Twitter habe ich gelesen, dass es auch in diesem Jahr wieder zu einigen unschönen oder zumindest fragwürdigen Szenen gekommen ist. Aber, wie gesagt, ich war nicht dabei.

Ich fühle mich als Demokrat. Ich fühle mich als Europäer. Und ich stehe für die Rechte jedes Menschen ein, unabhängig von seiner Herkunft, unabhängig von seiner Religion und – solange es möglich ist – unabhängig von seiner Gesinnung.

Deswegen muss ich das ungute Gefühl in der rechten Ecke aushalten. Aber es zwingt mich zum Glück keiner, mehr Zeit dort zu verbringen, als ich es selbst für richtig halte.

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12 Gedanken zu “Leipziger Allerlei 2018 (4) In der rechten Ecke

  1. Sehr guter Beitrag und überlegt formuliert! Irgendwie bin ich nicht in diesem Bereich gewesen, aber ich hatte mich zwischenzeitlich eh hoffnungslos verlaufen (wie auf jedem Messegelände). Grundsätzlich denke ich, dass manche Messebesucher von manchen Ausrichtungen mancher Verlagshäuser, nichts wissen. Bei der letzten Diskussion hierzu auf deinem Blog war ich auch auf deiner Seite, habe nun aber überlegt, ob eine Messe überhaupt den Rahmen liefert, um ein gemeinsames Gespräch zu führen.

    Überall gab es ja Lesezeichen und Plakate zum Theme Vielfalt. Ich hätte mich hier über eine gemeinsame Button-Aktion gefreut. Damit hätte jeder Messebesuche ohne viele Worte ein Zeichen für Vielfalt setzen können. Und falls ich zufällig in der rechten Ecke lande (ohne es zu wissen), weiß die andere Seite auf jeden Fall, dass sie es mit einem menschen zu tun hat, der Vielfalt unterstützt.

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    • Dankeschön. Auf dem Beitrag habe ich auch ein wenig herumgekaut, wie man an der einen oder anderen Stelle sicherlich merkt.

      Der Bereich war insgesamt auch eher klein, halt in der Ecke neben der Antiquariatsmesse, am Übergang zur Halle 1.

      Ob die Besucher nicht wussten, bei welchem Verlag sie da stehen, kann ich mir allerdings nicht so recht vorstellen. Bei dem enormen Angebot auf der Buchmesse, bei der Überforderung, die da leicht aufkommen kann, gehe ich doch eigentlich mehr davon aus, dass man sich herauspickt, was man sehen will und wo es das zu sehen gibt. Laufkundschaft okay, die wird es da auch gegeben haben. Aber die meisten, auf die ich gestoßen bin, sahen nicht so recht danach aus. Wobei ich natürlich nicht ganz widerlegen kann, dass da nicht einige dabei waren, die sich so verhalten und mal geschaut haben, wie ich es ja auch getan habe.

      Die Messe würde sicherlich einen Rahmen bieten können, wenn man sich darauf einließe. Zumindest halt mit den Verlegern der rechten Werke. Der Verleger von Antaios hat auch angemerkt, habe ich gelesen, dass auf der Messe zwar 19 Podien über seinen Verlag stattgefunden hätten, aber keines mit ihm. Das ist durchaus symptomatisch, finde ich.

      Deine Idee mit den Buttons finde ich gut. Vor allem auch, weil sie nicht so aggressiv rüberkäme, wie es manche Aktionen der organisierten Gegenbewegungen manchmal leider tun. Aggressionen helfen niemandem, weil sie ihrerseits nur wieder Gegenaggression heraufbeschwört.

      Die keiner ernsthaft haben wollen kann.

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  2. Es ist sehr schwer sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Eine Demokratie, wie sie in Deutschland zum Glück existiert, sollte den Umgang mit Extremen eigentlich gut aushalten. Ich bin mir auch nicht sicher, wieviel Panik durch die Presse hervorgerufen wird. Denn nur eine schlimme Meldung ist eine gute Meldung; wenn es geschafft wir dem Leser, Hörer und Zuschauer, daheim auf dem Sofa, einen wohligen Schauer über den Rücken zu jagen.
    Würden die Medien mit diesem Thema distanzierter Umgehen, so glaube ich dass auch die Auseinandersetzungen mit rechten wie mit linken Gruppierungen sehr viel Enstpannter aussehen.
    Die deutsche Streit- und Streikkultur war leider nie sehr ausgeprägt. Es wird erduldet bis das Fass überläuft und danach das Kind mit dem Bade ausgeschüttet (zwei Floskeln in einem Satz, dasss muss man erst mal hinkriegen). Franzosen und Italiener sind uns da weit voraus.
    Wenn beide Seiten den Mut hätten, den Dialog zu suchen, wäre vieles einfacher und so manches Problem würde sich in Luft auflösen.

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    • Ich stimme dir im Großen und Ganzen zu – und würde es noch unbeschwerter tun, wenn ich eben nicht auf der Messe dieses halbe Hallo-Wach-Erlebnis gehabt hätte.

      Aber ob die Streitkultur in Ländern wie Frankreich und Italien ausgeprägter ist, da bin ich mir nicht sicher. Wenn ich mir die Auseinandersetzungen ansehe, die dort mit den jeweiligen Pendants der AfD (& Co.) geführt werden, so kommt mir einiges bekannt vor. Im Gegenteil habe ich sogar das Gefühl, dass dort, zumindest in Teilen der Bevölkerung, die unkritische Rezeption gewisser Ansichten und Parolen noch größer ist. So erklären sich für mich jedenfalls Erfolge, wie sie z.B. le Pen aufzuweisen hat.

      Ich würde mir auch einen Dialog wünschen, wie ich ja schon schrieb. Aber der kann m.E. nur auf Augenhöhe stattfinden. Und speziell bei einigen AfD-Politikern (Namen brauche ich wohl nicht zu nennen) fällt es mir schwer, mir das vorzustellen.

      Diskussion ja. Agitation nein. Aber dazu muss man auch bereit sein.

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  3. Oh Michael, man merkt, wie hin- und hergerissen du bist. Danke für den ehrlichen Beitrag. Auch wenn das eigentlich kein Anlass zum Freuen ist, freue ich mich trotzdem, dass du mein Beispiel aufgegriffen hast 🙂

    Was du zu dem Plakat geschrieben hast („Wozu sich mit einer Ansicht auseinandersetzen, wenn man sie moralisch verurteilen kann?“), hätte ich nicht besser formulieren können. Dass macht das Gespräch mit der extremen Rechten ja so schwer – die Tatsache, dass sie kein Gespräch will. Sondern nur ausbreiten.

    Vor und auch während die Messe kam die ganze Zeit der gleiche Sermon aus der Ecke: „Unsere Meinung wird nicht geduldet!“ Na ja, doch – sonst wären sie ja nicht auf die Buchmesse gekommen. Aber ganz egal, wie sehr die Hand gereicht wird, die Rhetorik einer angeblichen Unterdrückung, die eigentlich nur GEGENMEINUNG bedeutet, wird stumpf fortgeführt. Die, die „Meinungsfreiheit“ schreien, wollen sie in Wirklichkeit der Gegenseite gar nicht zubilligen.

    Ich schrieb hier schon einmal auf deinem Blog, dass ich Anthaios (nun auch NPD) gar nicht erst auf der Messe zulassen würde. COMPACT finde ich sogar noch diskutierbar, aber das für einen anderen Tag. Inhalte, die offen einen bestimmten Teil der Besucherschaft in ihrer Existenz bedrohen, nicht. Von dem Schlagtrupp, den die Rechtsextremen sich als „Security“ anstellen durften und die ungefragt und illegal Leute filmten mit der unterschwelligen Drohung, dass Auffällige dem Hass des Netzes hingeworfen werden, will ich gar nicht erst anfangen.

    Deswegen brauchen wir trotzdem das Gespräch. Mich ärgert, dass man den Rechtsextremen ein Podium bieten will, wenn es so viele Alternativen gibt. Von mir aus ladet Anthaois, AFD-Leute & Co. zur Buchmesse ein … aber ohne Stand. Ladet sie auf die Bühne, und setzt sie am besten Flüchtlingen und Muslimen gegenüber. UND MACHT FAKTEN-CHECKS IN ECHTZEIT, VERDAMMT NOCH MAL! Es kann nicht angehen, dass auf der Buchmesse falsche Statistiken und Zahlen für Fremdenhass instrumentalisiert werden, ohne dass jemand das unterbindet.

    In Wirklichkeit müssen wir nämlich gar nicht über „die Rechten“ reden. In Wirklichkeit wird die ganze Zeit über jemand ganz anderes geredet, nämlich Migranten und muslimische Menschen. Warum reden wir nicht mit denen? Der Verlag der Islam war auf der Buchmesse vertreten und hat auch Veranstaltungen zu dem Thema gehabt. Anstatt dass die Buchmesse das aber bewirbt und ihnen eine bestmögliche Bühne gibt, findet alles in kleiner Ecke statt, ohne irgendwie von den Medien wahrgenommen zu werden – ganz anders als bei den Rechtsextremen.

    Es gab auch Veranstaltungen von Konservativen, die sich von den Extremen auf der Leipziger Buchmesse distanziert haben. Die Bewusstsein schaffen wollten dafür, dass „rechts“ und „konservativ“ und „rechtsextrem“ bis „nazistisch“ überhaupt nicht das Gleiche sind, und die Alternativen und TATSÄCHLICH ein Gespräch zwischen rechts und links bieten wollten. Was irre wichtig ist!

    Warum konzentrieren wir uns nicht darauf? Warum differenzieren wir den Begriff „rechts“ nicht entsprechend und reden mit denen der rechten Seite, die ohne Fake-News und menschenfeindliche Ideologie auskommen?

    Haaach, ich sollte mich nicht so in Rage schreiben. Es ist ein leidiges Thema. Und leider eines, dass die nächsten Jahre wahrscheinlich nicht besser wird 😦

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    • Schreib dich ruhig in Rage, Nora! Du hast mit dem, was du schreibst, nämlich Recht. Jedenfalls, soweit ich es anhand meiner Beobachtungen auf der Buchmesse nachvollziehen kann.

      Ein Problem sehe ich darin, dass viele nicht den Mut zur Differenzierung haben. Das ist gerade bei dem Punkt, den du ansprichst, wieso wir nicht mit denen auf der rechten Seite reden, die ohne Fake-News etc. auskommen, schwer.

      Nehmen wir nur die AfD: Ich weigere mich bei der breiten Unterstützung, die diese Partei leider bei den letzten Wahlen gewonnen hat, davon auszugehen, dass alle Sympathisanten oder Wähler stramme Nazis oder Ausländerfeinde sind. Zum einen, weil ich das für eine Vereinfachung halte und zum anderen, weil es vollkommen außer Acht lässt, dass sich Menschen mit ähnlichen Ansichten auch in anderen Parteien und politischen Strömungen finden. Die AfD kam ja nicht aus dem politischen Niemandsland, sondern da sind eine Menge Politiker involviert, die noch vor zehn Jahren bei den Unionsparteien oder der FDP ihre politische Heimat hatten.

      Aber dennoch ist es sehr schwierig, dort in ein Gespräch zu kommen, weil die eine Hälfte der Diskutanten glaubt, es ausschließlich mit Hardcore-Rechten zu tun zu haben, und die andere Hälfte sich aufgrund dessen permanent in die Offensive gedrängt fühlt.

      Ansonsten kommen wir immer wieder auf die gleiche, nur schwerlich zu einem Ergebnis führende, Unterhaltung zurück, ob und wen man von der Messe ausschließen kann, sollte oder sogar muss. Wie du richtig erkannt hast, bin ich da hin- und hergerissen und werde das wohl auch bleiben.

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  4. Nachdem ich deinen Beitrag über die rechte Ecke gelesen hatte, bekam ich „zufällig“ am nächsten Tag einen Vorschlag vom algorythmus?, eine Seite namens das deutsche Mädchen zu lesen. Und das hat mich derartig empört! Das ist üble Sosse, und ich frage mich seitdem, wie gross diese Ecke hier auf wordpress sein muss. Irgendwie hatte ich von wordpress ein gewisses Niveau erhofft…ich weiss auch nicht, wo ich mich darüber beschweren könnte. Nun freu ich mich, dass ich dich wiederentdeckt habe, konnte mir deinen Namen nicht merken…aber das macht ja dann der algorythmus für mich.

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    • Hm, mir war gar nicht bewusst, dass es auf WordPress einen Algorithmus gibt, der Empfehlungen rausschmeißt.

      Die von dir genannte Seite schaue ich mir besser gar nicht erst an. Ich kann mir vorstellen, in welche Richtung das geht. Da hat wohl das von mir sarkastisch benutzte Wort „Jungmädel“ für die Verknüpfung gesorgt.

      Chancen, sich zu beschweren, sehe ich allerdings wenige. Jedenfalls, solange dort keine ausdrücklich verfassungsfeindlichen Dinge propagiert wurden.

      Jedenfalls schön, dass du mich wiedergefunden hast!

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  5. Ich bin mir nicht sicher, was verfassungsfeindlich ist. Den comic in dem es um Eli und Wiesel ging, habe ich mir erspart. Ich bin nervlich nicht geeignet als Aktivist. Gerade bin ich aus facebook rausgegangen, weil es mir alles zu viel wurde. Die aus der Ecke mischen da in den spirituellen Blasen schon gut mit.

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