Linktipp: TATORT ARCHIV – Ein Film über die Arbeit mit Quellen im Archiv

Recherche ist für viele Autoren ein integraler Bestandteil ihrer Arbeit. Das trifft bei Weitem nicht nur auf die Verfasser historischer Romane oder gar Fachliteratur zu. Oftmals braucht man für seine Idee, für die Grundlage seiner Geschichte Kenntnisse, die man sich zusammensuchen muss und sollte, wenn man seinen Roman so gut wie möglich mit Fakten unterfüttern möchte.

Sicher, der Leser ist bestenfalls bereit, die eine oder andere Ungenauigkeit zu verzeihen. Aber wenn es zu groben Schnitzern, zu durch nichts zu belegenden Behauptungen oder Aussagen kommt, dann ist die Gefahr groß, seinen Leser zu verlieren. Schlimmstenfalls für immer.

Bei meinem, in der Hölle für (noch) nicht fertiggestellte Manuskripte schlummernden, Roman aus der Zeit des Nationalsozialismus etwa ist es für mich sehr wichtig, möglichst authentisch zu bleiben. Es ist ein sensibles Thema und wenn ich dann etwa anfangen würde, Schauplätze oder historische Tatsachen zu verfremden, weil ich es nicht besser weiß oder es mir egal ist, dann würde ich dem Roman und mir selbst gewaltig schaden.

Recherche ist also wichtig und nicht immer reicht es aus, das Internet zu bemühen, oder in die örtliche Stadtbibliothek zu gehen. Dann kann es sich lohnen, sich an öffentliche Archive zu wenden.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DAMALS bin ich auf einen Film des Historischen Seminars der Universität Zürich aufmerksam gemacht worden, in dem exemplarisch eine mögliche  Recherche in einem Archiv gezeigt wird. Ich fand das ganz interessant, auch wenn ich selbst noch nicht auf Archive zurückgegriffen habe.

Aber vielleicht interessiert es ja auch den einen oder die andere von euch.

Der Film, der eine Laufzeit von rund 16 Minuten umfasst, ist unter dieser Adresse abrufbar.

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2 Gedanken zu “Linktipp: TATORT ARCHIV – Ein Film über die Arbeit mit Quellen im Archiv

  1. Hallo Michael, sehr interessant, danke. Als Historiker finde ich das immer spannend, wenn Menschen mit anderen Backgrounds sich die Mühe machen (und das ist es ja tatsächlich) in Archiven zu recherchieren. Vielleicht weißt Du das ja sehr gut, dennoch ein kleiner Hinweis für Interessierte: Für einen Roman über die NS-Zeit sind die Akten der jeweiligen Besattzungsmacht hifreich. Also z.B. für die amerikanische Besatungszone, die OMGUS-Akten (Office of Military Government for Germany, US). Diese findet man z.B. im Hauptstaatarchiv in Wiesbaden, aber auch beim Institut für Zeitgeschichte München/Berlin. Eventuell kann schon ein relevantes Aktentsück den Plot beflügeln oder aufwerten, allerdings sind Berge von Akten verfügbar … Lieben Gruss

    Gefällt 2 Personen

    • Vielen Dank für den Hinweis! 🙂

      Ich habe schon von diesen Akten gehört, sie tauchen ja auch in der Fachliteratur als Quellen auf. Selber eingesehen habe ich sie (noch?) nicht.

      Mit den Bergen hast du wohl vollkommen Recht. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich, was das angeht, Hochachtung vor Historikern habe. Sich da durch zu wühlen ist sicher sehr anspruchsvolle, manchmal wahrscheinlich auch trockene Aufgabe. Aber ich habe schon beschlossen, in meinem nächsten Leben den Job durchaus ins Auge zu fassen. Interesse an der Materie ist vorhanden.

      Gefällt 1 Person

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