Der Sonntagsreport vom 18.12.2016

Hallo zusammen!

Auch wenn es jetzt irgendwie wie ein Running Gag wirkt, oder wahlweise so, als habe ich eigentlich keine Lust mehr auf das Format des Sonntagsreports, so muss ich doch sagen, dass die Ausnahmesituation, in der ich mich im Moment befinde, es irgendwie obsolet erscheinen lässt, mich sklavisch an die von mir selbst vorgegebene Struktur zu halten.

Aber damit wir das abgearbeitet haben ;-): Nein, ich habe auch in der vergangenen Woche keinen Film gesehen. Ich lese immer noch nur in ganz sporadischen Häppchen, was ich sehr schade finde, weil ich den Roman, den ich gerade lese, eigentlich sehr toll finde und ihn dringend für die Rubrik „Das Schreiben der Anderen“ rezensieren möchte. Ebenso schulde ich euch noch eine weitere Rezension für diese Rubrik, für die ich aber den zugrundeliegenden Roman wohl erst noch einmal lesen werde.

Im Moment höre ich jede Menge Hörspiele, die Nutzung von „Amazon Music Unlimited“ macht es möglich. Zuerst habe ich mich durch die Serie „Dreamland Grusel“ gefräst, die teilweise sehr gut und teilweise sehr trashig ist, und jetzt hole ich gerade die Mystery-Serie „Die schwarze Sonne“ nach, die ein einziges Verwirrstück ist, mir aber dennoch Freude bereitet.

Parallel komme ich so langsam endlich, endlich an den Punkt, dass ich behaupten kann, meine Sammlungen so weit ausgemistet zu haben, dass ich mich nicht mehr um das Verkaufen von CDs kümmern muss. Ich bewundere/bemitleide Menschen, die das nebenberuflich oder auf andauernder Basis tun. Mir wäre das einfach zu viel Arbeit, die zwar nicht im Wortsinn brotlos ist, aber einfach Zeit ohne Ende frisst.

Und schließlich will ich in Zukunft ja Geld durch den Verkauf von Büchern dazu verdienen, nicht wahr? Möglichst mit selbst geschriebenen.

Den treuen Lesern dieser Seite verrate ich ja nichts Neues damit, dass ich in Hinblick darauf in der letzten Woche echte Meilensteine hinter mich gebracht habe. Am Mittwoch das gute Gespräch mit Frau Graf vom Scylla Verlag, am Freitag die Zusendung des Autorenvertrags im Entwurf … das sind schon Dinge, die ich immer noch irgendwie verarbeiten muss. Da bin ich ganz ehrlich.

In den letzten beiden Tagen habe ich ganz viel über den Vertragsinhalt philosophiert. Ich glaube, dass es zwar natürlich ist, dass mir dazu Fragen kommen und dass ich diese am liebsten geklärt haben will. Auf der anderen Seite fühle ich mich aber auch sehr seltsam damit, diese Fragen dann auch wirklich zu stellen.

Es hat mich große Überwindung gekostet, mich heute Mittag eine Stunde hinzusetzen und Frau Graf eine entsprechende Mail zu schreiben. Aber nun gut, sie hat mich dazu ja aufgefordert, also wird sie schon nicht verstimmt sein, wenn ich einfach mal nachfrage, wie ich manche Punkte zu verstehen habe.

Aber ich kann schon einmal sagen, dass ich keinen einzigen Punkt gefunden habe, der mich davon abhalten würde, meine Unterschrift unter dieses Vertragswerk zu setzen. Es geht wirklich nur um Verdeutlichungen.

Tja – und dann? Wenn die Unterschriften geleistet sind? Dann fängt die Arbeit erst so richtig an, wie ich an anderer Stelle schon einmal andeutete. Die Überarbeitung, das Lektorat, Lektorat Teil 2, vielleicht Teil 3, die ganzen Vorarbeiten …

Es fühlt sich komisch an, dass ich dann auf einmal werde „liefern müssen“. Auch wenn Frau Graf mir versicherte, dass Scylla nicht mit starren Deadlines arbeitet, wie es die meisten anderen Verlage tun würden. Ich merke ja jetzt schon, wie ich das Gefühl habe, ich „müsse liefern“.

Aber da muss ich für mich einen Umgang mit finden, zumal ich ja noch nebenher ein reales Leben, einen Brotjob, andere Romanprojekte und nicht zuletzt euch, die Leser meines Blogs, habe.

Das alles wird irgendwie unter einen Hut zu bringen sein und ich werde auch lernen, es unter einen Hut zu bringen. Vielleicht hätte ich mir zu Weihnachten einen ganz großen Hut wünschen sollen …

Apropos: Denjenigen, die nur einmal in der Woche hier vorbeischauen, um sich auf den neuesten Stand zu bringen, kann ich ja jetzt schon einmal schöne Festtage wünschen! Den Rest sehe ich vor den Feiertagen ja noch hier, in neuer Frische, wieder.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Euer Michael

Ein verdammt komisches Gefühl

Ja, das kann man schon so nennen. Es ist ein verdammt komisches Gefühl, wenn man auf einmal in eine Datei schaut, die den netten Titel „Verlagsvertrag“ trägt. Denn das macht es, nun, nicht realer, aber irgendwie greifbarer. Es ist so, dass es nun wirklich offiziell ist.

Ich bin nun jemand, der rein von Berufs wegen auch mit Verträgen zu tun hat. Deswegen traue ich mir durchaus zu, im Großen und Ganzen gut beurteilen zu können, ob ein Vertrag angemessen und okay ist, oder ob es noch Punkte gibt, über die man reden sollte. Und ich wurde ja deutlich dazu eingeladen, Änderungsvorschläge einzubringen und Fragen zu stellen, wenn ich welche habe.

Dazu muss ich sagen, dass der Vertrag, gemessen an den Monstren, die man teilweise zu Gesicht bekommt, wenn man mal auf den einschlägigen Internetseiten nachschaut, sehr übersichtlich ist und damit auch wenig Platz für versteckte Fallstricke bietet, von denen ich aber natürlich sowieso nicht ausgegangen bin. Ich meine, was für eine Basis sollte das sein, wenn ich schon vor der Zusammenarbeit meinen würde, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist?

Frau Graf hatte mir, als wir uns am Mittwoch verabschiedeten, geraten, über den Vertrag zu schlafen. Ihn meiner Frau zu zeigen. Und meinem Freund, der Anwalt ist. Nun habe ich zwar keinen Freund, der Anwalt ist, aber ich habe mich, auch das ist ja heutzutage kein Problem mehr, via Internet schlau gemacht und vor allem verglichen. Und damit komme ich zu dem Schluss, dass der Vertrag, wie er mir vorliegt, in Ordnung ist. Branchenüblich, könnte man auch sagen.

Habe ich noch Fragen? Die eine oder andere, vielleicht. Aber da ist wieder das komische Gefühl, dass ich vielleicht Fragen stelle, die eigentlich völlig überflüssig sind. Aber kann es das geben, eine überflüssige Frage zu einem Vertragswerk, das schließlich etwas ganz Besonderes für mich ist?

Mein erster (!) Verlagsvertrag.

Nein, ich werde das komische Gefühl bekämpfen und das, was ich dann noch an Punkten habe, per Mail an Frau Graf zurücksenden. Eine gute Zusammenarbeit fusst immer auch auf Augenhöhe. Und die kann ich nur herstellen, indem ich mich nicht von meinem Gefühl, das seinen Ursprung auch irgendwo wieder in diesem schon oft geschilderten depressiven Erleben hat, leiten lasse.

Übrigens tut es mir fast Leid, dass ich euch einige der Punkte aus dem Vertrag nicht erzählen darf. Denn es gibt durchaus sehr lobenswertes, wenn ich Vergleiche anstelle. Doch wer weiß, vielleicht plaudere ich ja irgendwann doch noch aus dem Nähkästchen. Wenn ich es denn darf ;-).

Ich wünsche euch noch einen schönen Samstag und einen ebenso schönen vierten Advent!

Ich versuche mal, es kurz zu machen :-)

Ihr Lieben!

Ich bin überwältigt von dem positiven Schub, den ihr hier ausgelöst und hinterlassen habt! Und ich habe ganz viele von euch auch mit in das Gespräch genommen, das ich heute Nachmittag geführt habe. Ihr wart ebenso präsent, wie auch Thema. Denn über meinen kleinen Blog haben wir auch gesprochen.

Wie die Überschrift schon sagt, will ich jetzt versuchen, es kurz zu machen. Nicht, weil es nicht viel zu erzählen gäbe, aber weil es alles noch so frisch ist, sich irgendwie auch noch so anfühlt, als ob das irgendwem anderes passiert wäre.

Also, jetzt aber wirklich in Kurzform.

Ich habe mich heute Nachmittag mit Frau Graf, der Geschäftsführerin des Scylla Verlags getroffen. Über verschlungene Pfade 😉 war mein Manuskript zu „Der Morgen danach“ zu ihr gelangt, bzw. hatte ich den Tipp erhalten, mich damit doch einfach mal zu bewerben. Nachdem ich die zehn Seiten überarbeitet hatte, kam der bewusste Telefon-Anruf und heute haben wir uns halt persönlich einmal zusammengesetzt, um uns gegenseitig zu beschnuppern und um zu schauen, ob eine Zusammenarbeit grundsätzlich möglich erscheint.

Ich werde das sicherlich in den kommenden Tagen noch näher ausführen, ihr kennt mich, aber ich kann schon sagen, dass ich eine hoch engagierte, kompetente, motivierende und einfühlsame Frau kennengelernt habe, die es wirklich versteht, ihren noch jungen Verlag so zu präsentieren, dass man spontan Lust bekommt, genau mit diesem Verlag, mit diesem Team zusammenzuarbeiten. Alleine schon die Räumlichkeiten, in denen wir beisammen gesessen haben, haben einen Stil und eine Gemütlichkeit ausgestrahlt, dass der „geschäftliche Anlass“ so gar nichts geschäftsmäßiges zu haben schien.

Die Fakten liegen jetzt klar auf dem Tisch: Scylla, respektive Frau Graf, will meinen Roman. Wenn es alleine um den persönlichen Draht geht, dann möchte ich den Roman gerne mit Scylla machen. Frau Graf schickt mir jetzt noch den Autorenvertrag zu, damit ich mir den in Ruhe anschauen und durchgehen kann. Auch das ist so ein kleiner, aber feiner Punkt am Rande: Der Vertrag wird nicht etwa auf den Tisch geklatscht und dann „darf“ man den unter dem strengen Blick der Geschäftsführerin lesen. Alles in Ruhe. Alles wohl überlegt und fair.

Tja – und was soll ich also in der Quintessenz sagen? Ich glaube, wenn in dem Vertrag jetzt nichts ganz Beklopptes drin steht, wovon ich jetzt einfach mal nicht ausgehe (zumal Frau Graf schon gesagt hat, dass der nicht in Stein gemeißelt ist), dann habe ich heute einen Verlag für meinen Roman gefunden!

Einfach noch einmal wiederholen: Mein Roman „Der Morgen danach“ wird mit, sagen wir, 90% Wahrscheinlichkeit im Scylla Verlag erscheinen. Da vertraue ich jetzt einfach auf mein Bauchgefühl. Und mein ausgedrucktes Manuskript habe ich deswegen auch gleich da gelassen.

Ist jetzt doch was länger geworden, aber kürzer habe ich es nicht geschafft, es zu schreiben. Noch ist es zu früh, in Euphorie zu verfallen, denn streng genommen fängt die eigentliche Arbeit mit der möglichen Vertragsunterschrift ja erst an. Aber ein absoluter Meilenstein in meiner „Karriere“ als Schriftsteller war das heute auf jeden Fall. Auf jeden Fall!

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und vielleicht wollt ihr mir ja noch einmal die Daumen drücken? Dieses Mal, dass ich vor Aufregung überhaupt schlafen kann, heute Nacht ;-).

Ein Manuskript, zwei Drucker, drei Dateien, …

»Könnten Sie einen A4 Ausdruck Ihres Manuskripts mitbringen?«

So lautet die Frage / Aufforderung, die ich irgendwann in meinem freundlichen Mailverkehr mit Frau G. vom S. Verlag gestellt bekomme. An dieser Stelle bemerkt: Ähnlichkeiten zu einer gewissen Frau G. von einem gewissen S. Verlag, die auf einem Facebook-Profil gemutmaßt wurden, sind vielleicht wirklich nicht ganz von der Hand zu weisen ;-).

Klar, bringe ich mit, überhaupt kein Problem! Ich meine, was kann es Einfacheres geben für einen Autor, als sein eigenes Manuskript zu einem Treffen mitzubringen. Immerhin ist es doch mal etwas ganz Besonderes, wenn ein Manuskript, das man verfasst hat, verlangt bei einem Verlag eingereicht werden soll.

Moment … Was denn nun, etwas Besonderes oder etwas Einfaches?

Oje, in meinem Kopf fängt es ein wenig an, zu rotieren. Bis dato hat mein Manuskript zu „Der Morgen danach“ in ausgedruckter Form noch gar nicht das Licht der Welt gesehen. Ich wollte zwar immer jeden meiner Entwürfe ausgedruckt im Regal stehen haben, aber dieser Wille war nie groß genug, um es dann auch wirklich zu tun.

Egal, also ausdrucken. Kann ja jetzt nicht so schwer sein. Wozu habe ich denn gleich zwei Drucker auf meinem Schreibtisch stehen, einen Laserdrucker von der Marke, von der ganz viele Menschen ihre Smartphones haben und einen Tintenstrahler, der dem Namen nach von meinem Bruder gefertigt wurde, bzw, mein Bruder ist.

Ah, Moment, ich muss aufpassen, dass ich auch die richtigen Dateien erwische. Dazu muss ich sagen, dass es „Der Morgen danach“ inzwischen ja in mehreren Versionen gibt. Da ist einmal der unüberarbeitete erste Entwurf. Dann gibt es eine zweite Fassung, bei der die ersten dreißig Seiten oder so noch einmal überarbeitet wurden und mit denen ich mich beim S. Verlag beworben hatte. Und dann noch eine dritte Fassung, mit abermals überarbeiteten elf Seiten, speziell auf Anregung des Verlags hin.

Gut, kein Problem. Ich drucke einfach die ersten elf Seiten aus der einen Datei und den Rest kann ich dann ja aus der anderen drucken. Moment, wo habe ich denn die elf Seiten!?

Aargh! Die habe ich doch von der Arbeit aus geschickt und die liegen da jetzt auch noch auf dem Rechenknecht herum! Aber dann kann ich die jetzt ja gar nicht drucken! Wobei, ruhiges Blut bewahrt, da ich als Mailadresse meine per IMAP geschaltete Webseitenadresse benutzt habe, kann ich doch auf die versendeten … ha, da ist ja die PDF-Datei! Wunderbar, jetzt kann ich drucken. Ab damit auf den Laserdrucker und …

WAS IST DENN DAS!?!?!? Das sind ja keine schwarzen Streifen mehr, die der da zieht, das sind schwarze Blöcke! Als ob ein Kind mit dem Edding herumgeschmiert hätte! Ich gebe ja zu, dass ich keine originale Tonerkartusche verwendet habe, aber muss die deswegen jetzt gleich explodieren?

Erst einmal eine Testseite drucken und sehen, wie groß der Schaden ist. Hm, komisch, die sieht jetzt aber ganz normal aus. Also noch einmal die erste Seite der PDF- … und wieder das schwarze Zeugs! Ja, sag mal, kann das denn an der Datei liegen!? Hab ich ja noch nie gesehen!

Okay, zweiten Drucker anwerfen. Dann muss der eben die ersten elf Seiten drucken, wenn er sie denn druckt. Das ganze Manuskript über den Tintenstrahler wäre jetzt kein besonderes Vergnügen, aber die ersten paar … Ja, er druckt, er druckt! Und man kann es sogar lesen, was er da druckt!

Gut, durchatmen. Weiter ab Seite zwölf. Wo war jetzt gleich wieder die richtige Datei? Ach so, die hier. Alle Seiten ab 12 drucken, auf dem Laserdrucker und – wieso Seite dreizehn? Wieso fängt der jetzt mit Seite 13 an? Wo ist die 12 geblieben? Ich will die Seite 12 haben, verdammt noch eins!

Also gut, runterkommen, einatmen, ausatmen. Nicht den Drucker gegen die Wand klatschen, er kann nichts dafür. Einatmen, Seite 12 noch einmal separat drucken, ausatmen. Nicht zu tief ein- und ausatmen, weil der Sauerstoffgehalt zu Gunsten des Ozons langsam schwindet in meinem Arbeitszimmer.

Am Ende muss ich dann nur noch die drei verschiedenen Stöße mit Papier in der richtigen Reihenfolge sortieren. Der Tintenstrahler hat, wieso auch immer, von hinten nach vorne gedruckt. Aber waren ja auch nur elf Seiten. Da lässt sich das verkraften.

Oh, auf der letzten Seite steht noch die Angabe der Seitenzahlen und der Wörter vom ersten Entwurf. Stimmt doch jetzt gar nicht mehr. Sollte ich rauswerfen. Ja, aber nicht mehr heute. Ich habe die Drucker schon ausgeschaltet.

Hat doch im Großen und Ganzen ganz gut hingehauen, oder? Jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen in Sachen „mitbringen des Manuskripts“. Äh …

Habe ich eigentlich ein Gummiband, um es um die Loseblattsammlung zu machen? Habe ich einen ausreichend großen Briefumschlag? Einen Karton? Um Himmels Willen, nicht knicken, keine Flecken, keine Lochung, keine Heftung, kein …

(An dieser Stelle schließt sich leise und barmherzig der Vorhang vor der Bühne.)

Der Sonntagsreport vom 11.12.2016

Ihr Lieben,

nach dieser Woche brauche ich, glaube ich, keinen Sonntagsreport in der von euch gewohnten Form zu schreiben. Ihr habt mitbekommen, dass es ziemliche Low-Lights und auch absolute High-Lights gegeben hat. Wenn ich irgendwas aus dieser Woche hervorheben müsste, dann wäre es schwierig. Aber das absolute Ober-Mega-Hammer-Highlight war sicherlich das Telefonat, das ich am Donnerstag geführt habe. Ich denke, da sind wir uns einig drüber, oder?

Ich kann jetzt noch nicht genau benennen, was das für mich, für diesen Blog, wenn man es überspitzt sagen will, mein Leben bedeuten kann. Und vielleicht bedeuten wird? Alles muss Spekulation sein und Spekulation bleiben. Bis – nun, bis es wieder etwas Neues zu berichten gibt. Ich glaube, ich kann euch verraten, dass es schon sehr bald eine weitere Folge der kleinen und losen Serie geben könnte:

  1. Die 10-Seiten-Überarbeitung
  2. Der Telefon-Anruf
  3. Das erste (?) Treffen

Zu meinen Gefühlen, die mich in dieser Woche und in diesen Tagen umgetrieben haben, habe ich euch gestern einiges erzählt. Deswegen spare ich es mir, das noch einmal zu tun. Ich würde sowieso nur einen Abklatsch davon hinbekommen.

Ihr könnt mir glauben, dass es sich in mir im Moment dreht. Auf der einen Seite schaue ich nach vorne, auf der anderen Seite gibt es Dinge „von hinten“, die mich nicht wirklich loslassen wollen. Die vor allem ich loslassen muss.

Welche Bedeutung hat es da, dass ich im Moment nicht schreiben kann? Meine Gedanken sind im Moment nicht bei „Der goldene Tod“. Sie sind bei „Der Morgen danach“. Und wer will es mir verdenken?

Deswegen interpretiere ich da jetzt nichts hinein. Ebenso wenig in die Tatsache, dass ich im Moment kaum lese. Der Kopf setzt andere Prioritäten. Mein Herz setzt andere Prioritäten.

Ich habe diesen Blog gestartet, weil ich einen Traum habe. Den Traum vom eigenen Buch. Am liebsten in einem Verlag. Und der Erfüllung dieses Traums bin ich im Augenblick so nahe, wie noch nie, seit ich mit dem Schreiben angefangen habe. Ist doch klar, dass sich die Gefühlswelt im Ausnahmezustand befindet, oder?

Da ist nicht immer alles rational. Und da ist auch nicht immer alles nachvollziehbar. Und es ist nicht alles nach dem alten Schema F.

Deswegen ist auch dieser Sonntagsreport nicht nach irgendeinem Schema. Sondern einfach eine Sammlung von unreflektierten und stark gefühlten Gedanken. Ich danke euch für eure Begleitung, ihr Lieben!

Für mich seid ihr ein Bestandteil des Traums.

Euer Michael

»Fühlt euch für einen Moment, als wärt ihr wieder im Jahr 2000!«

Gestern Abend hatte ich das besondere Vergnügen, ein Konzert meiner – ja, immer noch – Lieblingsband VNV Nation praktisch direkt vor meiner Haustür zu besuchen. Gerade in der vergangenen Woche habe ich euch mit „Still Waters“ ja ein Lied hier gepostet. Nun, der Abend gestern verband zwei besondere Alben miteinander, stand er doch unter dem Motto „Automatic Empire“ und bot somit Musik vom populärsten „alten“ Album und vom populärsten „neuen“ Album. Wie bei den meisten Bands und Künstlern kann man da ja gerne von verschiedenen Epochen sprechen.

Die vergangene Woche hatte für mich ja nun alles zu bieten: schlechte Dinge, gute Dinge, außergewöhnliche Dinge. Und irgendwie war das Konzert der passende Abschluss für diese Woche. Entgegen meiner vorherigen Befürchtung war es nicht so eng, wie ich geglaubt hatte und die Stimmung in der Halle war fantastisch. Es war richtig Platz da, um sich zu bewegen. Ja, auch ich Bewegungslegastheniker fange auf einem Konzert an, zu tanzen ;-).

Beim zweiten Lied der ersten Zugabe, dem Song „Standing (Motion)“, sagte Sänger Ronan Harris sinngemäß (er lebt zwar seit Jahren in Deutschland, spricht auf der Bühne aber meist immer noch englisch), wir sollten uns für einen Moment so fühlen, als seien wir wieder im Jahr 2000, als das Stück erschien.

Und ja, irgendwie fasste das den Abend gut zusammen. Ich fühlte anhand der Stücke von diesen beiden Alben, die auch für mich persönliche Meilensteine darstellen, wirklich so etwas wie eine Zeitreise.

Als „Empires“ damals erschien, steckte ich gerade in der größten Schreibblockade meiner schriftstellerischen Laufbahn. Ich hatte von 1996 bis 1999 an „Lichter“ geschrieben und war danach in ein Loch gefallen, aus dem ich mich für die nächsten Jahre auch nicht wieder nachhaltig herausschreiben sollte.

Und „Automatic“, erschienen 2011, markiert den Beginn meiner schriftstellerisch produktivsten Phase, die bis heute andauert. Rund um sein Erscheinen arbeitete ich an dem Roman „Der Morgen danach“, der nun, vielleicht, bald das Licht der Welt erblicken wird.

Wenn ich in die Songtexte der Lieder von den beiden Alben schaue, dann finde ich so viele Zeilen und Passagen, die in irgendeiner Form zwischen diesen beiden Spannungsfeldern liegen, dass es manchmal schwer ist, sie nicht auf mich zu beziehen – oder wenigstens Teile davon zum Hinweis für mich zu nehmen.

Oder wie kann ich eine Zeile wie Among my own I was alone through my own doing aus „Darkangel“ heute anders sehen als meine jahrelange Isolation von Lesern und Mitautoren? Eine Isolation, aus der ich erst im vergangenen Jahr herausgetreten bin?

„Gratitude“ fasst gut meine Zweifel und meine Ängste zusammen: Thank you for all the doubts and for all the questioning. For all the loneliness and all the suffering. For all the emptiness and the scars it left inside. It inspired in me an impetus to fight.

Und so könnte ich weitermachen und weitermachen. Und ich finde, dass das sowohl gute Musik, als auch gutes Erleben von Musik ausmacht. Es berührt etwas in einem. Und auch wenn ich natürlich weiß, dass das nicht auf mich gemünzt wurde, so bringt es in mir doch Saiten zum Klingen.

Und so konnte ich mich auch vollkommen problemlos wieder so fühlen, als hätten wir das Jahr 2000. Damals besuchte ich meine ersten VNV-Nation-Konzerte. Vor 16 Jahren.

Und gerade in dieser Woche wurde ein Grundstein dafür gelegt, dass eine Zeile aus dem Refrain von „Standing“ für mich wahr werden könnte:

And fighting time, so hard I pray, let this moment last forever – and will the world stay standing still, at least for me!

Der Telefon-Anruf

Da mir diverse Vorgänge der vergangenen Tage ein wenig auf den Magen und den Darm geschlagen sind, liege ich noch im Bett, als mein Smartphone um kurz vor elf Uhr zu läuten beginnt. Noch ehe ich am Apparat bin, ist bereits die Mailbox herangegangen und der oder die Anrufer/in hat auch eine Nachricht hinterlassen.

Diese Nachricht lautet, sinngemäß, wie folgt:

Hallo, hier ist die Frau G. vom S. Verlag. Ich habe Ihre zehn Seiten gelesen und finde sie ganz wunderbar. Und wenn Sie noch Interesse haben, dann würde ich sagen: Auf eine gute Zusammenarbeit. Vielleicht rufen Sie mich einfach mal an unter der Nummer …

Nun, das habe ich auch getan. Und jetzt wird in, hoffentlich, naher Zukunft ein persönliches Gespräch zwischen Frau G. und mir stattfinden. Und wenn nichts von ihrer Seite dagegen spricht, werde ich euch gerne davon berichten, was dabei herausgekommen ist.

Und wenn sich das alles eher nüchtern liest, dann liegt das einfach daran, dass ich in gewisser Weise immer noch unter Schock stehe. Sicher, im Hintergrund wurde schon eifrig an dieser Möglichkeit gearbeitet und geschraubt, aber seit heute ist es, denke ich, offiziell. Solange sich jetzt nicht noch die berühmt-berüchtigten „unüberwindbaren Differenzen“ einstellen. Aber davon gehe ich erst einmal nicht aus. Und davon sollte man auch nie ausgehen.

Also – ich freue mich! Wahnsinnig! Und mit ein wenig Abstand kann ich es vielleicht auch angemessen zum Ausdruck bringen.

Die 10-Seiten-Überarbeitung

Gestern war ein Tag der Extreme. Bevor er absolut beschissen zu Ende ging war er nämlich eigentlich sehr gut zu mir. Und ich habe beschlossen, dass ich euch davon wesentlich lieber erzähle als von den Gründen, wieso das Ende nicht so toll war. Aber wenigstens war es in gewisser Weise ein Ende. Und wir kennen doch alle den tollen Spruch, den man in Bezug auf Enden so gerne in den Mund nimmt, nicht wahr?

Okay, gehen wir zu den Anfängen.

Wie vielleicht einige von euch gesehen haben, habe ich gestern auf Twitter einen Satz geschrieben, in dem es darum ging, dass ich einfach mal, so neben dem normalen Arbeitsprotokoll, 10 Seiten überarbeitet habe. Das hätte was und bringt vielleicht auch was.

Das Projekt, um das es da ging, ist mein Roman „Der Morgen danach“. Ihr erinnert euch, der Roman, mit dem ich mich vor über einem Jahr bei einigen Literaturagenturen beworben habe, von denen ich ganz überwiegend nie wieder etwas hörte. Es ist aber auch der Roman, den ich im September zu einem Verlag geschickt habe, um mich dort einmal vorzustellen.

Nun, wie spreche ich es gelassen aus, ohne zu viel an Erwartungshaltung hinein zu legen. Vielleicht sage ich einfach: Von diesem Verlag habe ich etwas gehört. Genau genommen schon vor etwa einem Monat, als ich an dieser Stelle schrieb, dass ich der Verwirklichung meines Traums vielleicht einen Schritt näher gekommen bin.

Gestern kam nun eine Anfrage, ob ich einen Textteil von etwa zehn Seiten schnell einmal überarbeiten könne. Es gibt da eine neue Idee für den Roman, über die wir im Gespräch sind.

Also habe ich mich an die Überarbeitung gemacht und es hat sich gut angefühlt. Es hat sich für den Text richtig angefühlt. Und was gut für meinen Text ist, das ist auch für mich gut. Und wenn es jetzt auch noch für den Verlag gut so ist …

Es gibt nicht nichts Konkretes. Deswegen benenne ich auch kein Ross und keinen Reiter. Ich halte weiter daran fest, dass ich fürchte, dass, wenn ich mich zu sehr aus dem Fenster lehne, die Sache vielleicht doch noch schief gehen könnte. Aberglaube halt. Das Vorrecht der „Künstler“ ;-).

10 Seiten, die mich vielleicht noch einmal näher an die Erfüllung meines Traums gebracht haben. Nun, wir werden sehen. Und ich halte euch auf dem Laufenden. Ehrensache.

Die wirklich wichtigen Dinge sind hier nicht zu Ende. Sie fangen gerade erst an!

Der Sonntagsreport vom 13.11.2016

Guten Abend, meine Lieben!

Irgendwie ist dieses Wochenende deutlich schneller vergangen als die davor, kann das sein? War denn schon wieder Zeitumstellung und man hat uns eine Stunde geklaut? Oder zehn?

Ich hatte jedenfalls große Mühe, alles das, was ich am Wochenende erledigen wollte, auch in diese zwei Tage zu quetschen. Und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich es nicht geschafft. Aber gut, ich denke, euch interessiert weniger, dass ich eigentlich noch ein paar Fotos von CDs machen wollte, die ich bei eBay verkaufen will. Muss ich halt nachholen. Euch interessiert wahrscheinlich auch nicht, dass ich es nicht geschafft habe, alles zu bügeln, was ich mir vorgenommen habe. Und dass ich irgendwie ein bis zwei Jeanshosen vermisse …

Aber doch, so sind sie eben auch, die Leiden eines Autors. Das richtige Leben lässt sich nicht ausschalten und das ist ja eigentlich auch ganz gut so. Denn nur aus diesem Leben kann man Inspiration ziehen, Motivation und auch Hoffnung.

Ja, Hoffnung ist ein ganz wichtiges Thema der vergangenen Woche gewesen. Ich habe etwas, auf das ich mir Hoffnung machen kann, wie ich ja in einem Beitrag schon angedeutet habe. Und das ist ein schönes und gutes Gefühl, kann ich euch verraten! Am liebsten würde ich es sofort in die Welt hinausbrüllen, aber es gibt da eben noch so kleinere Fragezeichen – auch wenn im Moment im Hintergrund eifrig daran gearbeitet wird, dass diese kleiner und noch kleiner werden.

Ansonsten drückt mir mal die Daumen, dass die Chinesen hinne machen. Ich habe mir doch ein neues Smartphone und am Freitag ein neues Tablet/Convertible geleistet. Und jetzt sollte das Ganze bitte auch endlich mal verschickt werden bzw. ankommen. Aber das ist eben der immaterielle Preis, den man zu zahlen hat dafür, dass man weniger an monetärem Preis zahlt. Amazon liefert zwar in manchen Gegenden am gleichen Tag, aber das halt auch zu entsprechenden Preisen. Und an beiden Geräten habe ich ordentlich gespart.

Aber egal, genug von mir als Person und hin zu dem, worum es in diesem Blog eigentlich geht, wie ich immer so gerne zu sagen pflege:

Mein Schreiben:

Die zweite Woche des NaNoWriMo liegt hinter uns und ich kann sagen, dass ich trotz allem immer noch einen guten Tag im Plus liege. Das ist nicht mehr ganz so viel, wie es zwischendurch gewesen ist, aber ich fühle mich damit ganz gut. Ich glaube, viel mehr muss ich euch zum NaNo fast nicht schreiben, denn ihr seid ja innerhalb der Woche immer mal wieder live dabei, wenn ich zu diesem Thema berichte.

Für diejenigen, die gezielt den Sonntagsreport ansteuern, nur eine Kurzfassung: Ich habe in meinem Roman zu Beginn eine Struktur gewählt, die mir ein wenig Kopfweh bereitet hat. Und zwar berichtete ich alternierend von Samuels erstem und seinem aktuellen Einsatz als Geisterjäger. Das hat den Vorteil, dass in einer der beiden Zeitebenen gleichzeitig eine Menge an Informationen zusätzlich zur Handlung vermittelt werden kann.

Die andere Zeitebene bereitet dafür auf die eigentliche Handlung vor, in die ich nun so richtig einsteigen kann. Darauf freue ich mich schon, so wie ich mich generell über diesen Roman freue.

Ich habe es schon einmal irgendwo geschrieben, aber den Satz finde ich immer noch richtig und wiederholenswert: Es war die richtige Entscheidung, die Kurzgeschichte über Bord zu werfen und einen Roman daraus zu machen. Ansonsten hätte ich mich womöglich doch geärgert.

Mein Blog

Einen Tag habe ich nicht gebloggt und schon bricht wieder meine komplette Statistik ein. Woran liegt das nur? Glauben die Menschen, die an einem Tag mal nichts Neues finden, dass ich mich jetzt sofort und für alle Zeiten in Luft auflösen werde oder mich schon aufgelöst habe? Ehrlich, ich verstehe es nicht. Wenn einer von euch eine Idee dazu hat, dann bitte immer gerne zu mir damit.

Ansonsten merkt man dem Blog schon an, dass ich mich auf den NaNo konzentriere. Meine Artikel sind nicht ganz so lang wie sonst, was dem einen oder anderen ja vielleicht sogar entgegen kommt. Dabei liegen einige Themen bei mir im Arbeitsordner, über die ich gerne noch gebloggt haben wollte.

Auf jeden Fall werde ich für die nächste Woche eine neue Folge von „Das Schreiben der Anderen“ vorsehen. Und ich gehe mit mir selber hart ins Gericht, ob ich nicht trotz meines Aberglaubens zumindest ein wenig die Katze aus dem Sack lassen soll, was die Neuigkeiten angeht … aber darauf nagelt mich nicht fest.

Multimedia

Heute will ich die Rubrik zwar nicht ausfallen lassen, aber es gibt nicht viel zu berichten. Ich habe exakt gar keinen Film geschaut in der letzten Woche, weil mir dazu exakt jede Zeit gefehlt hat. Ich lese, leider nur sehr sporadisch, in dem Roman „Love Me The Hard Way“ von Margaux Navara, der mir sehr gut gefällt. Aber wenn ich den ganzen Tag um den NaNo gekämpft habe, fällt mir das Lesen schwer. Zumal der Stoff des Romans nun auch nicht das Ideale ist, um ihn morgens in der Kälte auf dem Bahnsteig zu lesen ;-).

Musik habe ich zum Schreiben gehört in dieser Woche. Insbesondere drei Alben waren dabei immer wieder in Rotation. Ich habe vor, diese Woche einen Blogeintrag dazu zu verfassen.

Famous Last Words

Übermorgen ist schon wieder Halbzeit im NaNo. Un-glaub-lich! Und wie immer fühlt es sich so an, als ob es kein Leben danach gäbe. Gibt es aber. Und ihr werdet, rein blogtechnisch, dabei sein.

Macht es gut!

Euer Michael