Dem Traum einen Schritt näher

Ihr Lieben,

wie ihr immer mal wieder zwischen den Zeilen herauslesen konntet, neige ich in gewisser Weise zum Aberglauben. Deswegen seht es mir nach, dass ich an dieser Stelle unklar, flüchtig und diffus bleibe. Aber es gibt noch nichts konkretes und solange das noch so ist, werde ich mich hüten, irgendeine Vokabel in den Mund zu nehmen, die sich vielleicht im Nachhinein als nicht tragfähig erweist.

Nur so viel und dann bin ich für den Moment auch schon wieder raus: Es könnte sein, dass ich gestern der Erfüllung meines Traums einen großen Schritt nähergekommen bin.

Alles Weitere wird die Zukunft zeigen und ihr könnt euch sicher sein, dass ihr es mit als Erste erfahrt, wenn es etwas zu vermelden gibt.

Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Michael

Der Sonntagsreport vom 23.10.2016

Guten Tag, meine Lieben!

Heute ist wieder einer dieser Tage, die einem gefühlt unter den Fingern herflutschen. Kaum ist man aus dem Bett aufgestanden, ist es auch schon wieder Viertel nach vier. Und nein, das bedeutet nicht, dass ich bis fünfzehn Uhr im Bett gelegen habe. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich eine Erkältung im Anzug befindet. Es könnte also durchaus sein, dass es mir mit dem langen Schlafen besser gehen würde. Egal, dann wäre ja noch weniger Zeit übrig geblieben.

Wie ihr wisst, habe ich mich die letzten Wochen sehr stark darum gekümmert, mir die finanziellen Polster zuzulegen, um die im Selfpublishing unweigerlich auf mich zukommenden Kosten aufzufangen. Dafür habe ich bis dato in der Hauptsache eBay genutzt. Jetzt habe ich mir überlegt, auch noch einmal bei reBuy für einige andere CDs zu schauen, was denn da so angeboten wird.

Viele Menschen kennen ja das Phänomen: Hat man erst einmal mit dem Ausmisten angefangen, fällt es sehr schwer, wieder damit aufzuhören. Und auch wenn mir die ganze Verkauferei in den letzten Wochen schon zunehmend an die Nieren (lies: auf die Nerven) gegangen ist, so weiß ich die regelmäßigen Geldeingänge auf meinem Konto doch durchaus zu schätzen.

Das Dumme ist nur, dass man bei reBuy ja einen Festpreis angeboten bekommt, den man nun annehmen oder es bleiben lassen kann. Und wenn dann für eine CD, die man selber für vielleicht zwanzig Euro gekauft hat, auf einmal nur ein Ankaufwert von 56 Cent ausgeworfen wird, dann zwickt das schon ein bisschen im Sammlerherz.

Jetzt weiß ich, dass der reBuy-Algorythmus bei manchen Dingen einfach nicht funktioniert. Ich hatte zwei gesuchte Sammlerstücke, die ich u.a. verkauft habe. Ich möchte keine genauen Zahlen nennen, aber beide CD-Boxen haben jeweils deutlich über 150 Euro eingebracht. Was hätte ich bei reBuy dafür bekommen? Wenn ich mich richtig erinnere, waren es im einen Fall 2,24 Euro und im anderen 3,26 Euro.

Das sind Erfahrungen, die prägen. Deswegen bin ich jetzt also hingegangen, habe erst einen Warenkorb bei reBuy angelegt, was mit dem Smartphone schön einfach geht, und mich dann am Rechner hingesetzt und die Preise mit eBay abgeglichen. Dabei weiß ich, dass eBay gemäß seiner Natur als Auktionshaus immer auch ein wenig Glücksspiel ist.

Das Ergebnis ist jedenfalls, dass ich einen Teil der CDs bei reBuy verkaufe und einen anderen Teil bei eBay einstellen werde. Auch wenn das wieder Zeit kostet, die mir dann an anderer Stelle durch die Finger flutscht.

So habe ich heute noch keine Zeile geschrieben, bis ich mit diesem Beitrag angefangen habe. Aber das werde/will ich noch nachholen, denn ich habe schließlich ein Versprechen einzulösen.

Also gehen wir in medias res.

Mein Schreiben:

Meinem Schreiben hat es alles andere als gut getan, dass der Urlaub vorbei und die Arbeit wieder an der Tagesordung war. Ich hatte, wie ich in einem Blogbeitrag ja schon schrieb, enorme Probleme, mich wieder in diesen anderen Turnus einzufinden. Und ich habe mich sehr darüber geärgert, weil ich den „Beobachter“ gefühlt bald so weit habe, wie ich ihn haben möchte. Deswegen bin ich froh, berichten zu können, dass ich es gestern geschafft habe, mich um einige der wesentlichen Baustellen an diesem Manuskript zu kümmern. Es geht, im weitesten Sinne, um den Punkt „Charaktermotivation“, zu dem ich nicht mehr schreiben kann, weil ich keine Lust habe, mehr zu verraten ;-).

Mit ein bisschen Glück schaffe ich es vielleicht in dieser Woche, die anderen kleinen Probleme auch noch zu lösen und dann die Anmerkungen meiner Testleser so weit, wie ich ihnen Folge leisten möchte, eingearbeitet zu haben. Eigentlich auch ein Wahnsinn, wenn man sich mal vor Augen führt, wie lange das jetzt schon dauert, nicht wahr?

Aber es soll ja so gut wie möglich werden. Weil es vielleicht mein erstes veröffentlichtes Manuskript wird, auch wenn ich da noch mit einem Gedanken spiele … der im Moment nicht mehr ist als ein Gedankenspiel und deswegen (noch?) nicht verraten wird. Außerdem habe ich ja noch ein anderes Manuskript, nämlich das zu „Der Morgen danach“ in einer Warteschleife hängen, bei der mir eine Rückmeldung quasi zugesichert wurde.

Stichwort Zusicherung: Ich habe ja der Gewinnerin des kleinen Bloggewinnspiels, der lieben Nike Leonhard, zugesichert, dass sie ihre Geistergeschichte noch in diesem gruseligsten aller Monate eines Jahres bekommen soll. Nun passierte mir erst dasselbe wie beim „Beobachter“, nämlich dass ich keinerlei Zugang zum Schreiben bekam. Ich hatte eine vage Idee im Kopf, aber das reichte nicht.

Bis dann am Freitag, endlich, der Knoten geplatzt ist und ich die ersten Seiten schreiben konnte. Gestern kamen noch ein paar dazu und heute sollen es auch noch mehr werden. Apropos „mehr“ – ich bin mir noch nicht sicher, wie umfangreich die Geschichte wird. Sie wächst mir wieder mal zusehends unter den Fingern auf der Tastatur. Ich muss mich also ranhalten, wenn ich mein Ziel erreichen möchte!

Mein Blog

In dieser Woche lief der Blog rein besuchertechnisch wieder auf extremer Sparflamme. Wenn ich nicht in der Zwischenzeit gelernt hätte, ein wenig gelassener damit umzugehen, hätte ich guten Grund gehabt, aufgrund der Zugriffszahlen die Tränenschale hervorzuholen. Ob es wirklich damit zu tun hat, dass in Frankfurt Buchmesse ist? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Aber es liegt sehr wahrscheinlich auch daran, dass ich mich in der vergangenen Woche wieder einmal auf anderen Blogs tendenziell etwas rar gemacht habe. Wie das eben so ist, wenn die Zeit durch die Finger flutscht …

Multimedia

Angestachelt durch meinen eigenen Wunsch, eine Rezension zu den Büchern zu schreiben, habe ich in dieser Woche den ersten Band von Clive Barkers „Büchern des Blutes“ gelesen. Genau die passende Unterhaltung für den Weg zur Arbeit und zurück und in kleinen Häppchen gut konsumierbar. Ich denke, dass ich die anderen Bücher der Reihe auch mal wieder lesen werde.

Ansonsten gibt es kaum etwas Neues zu berichten. Was Multimedia angeht, war ich diese Woche extrem unwillig. Ich habe den Rest des Alien-Hörspiels gehört (und die Hälfte schon wieder vergessen, was einen zweiten Hördurchgang erforderlich machte) und als Film nur den vierten Teil der Schlachterserie „SAW“ gesehen. Aber ich glaube kaum, dass euch die blutigen Details hierzu interessieren, oder?

Famous Last Words

Meine Zahnfüllung ist übrigens wieder in Ordnung und sie hat gar nicht viel gebohrt! Aber wir haben festgestellt, dass ich eine neue Aufbissschiene brauche. Das sind diese Dinger, die verhindern sollen, dass man in der Nacht zu viel mit den Zähnen knirscht. Und so, wie meine Schiene aussieht, knirsche ich nicht nur, sondern ich spiele den großen bösen Wolf und reiße und beiße an ihr herum.

Und wenn da nicht noch mehr Arzttermine diese Woche wären, würde ich mich vielleicht insgesamt auch ein wenig gesünder fühlen.

In diesem Sinne schniefige Grüße von eurem

Michael

Der Sonntagsreport vom 16.10.2016

Hallo alle zusammen!

Nachdem es letzte Woche ja einen etwas aus dem Rahmen fallenden Sonntagsreport gab, werde ich mich bemühen, dieses Mal wieder ein wenig mehr in meinem selbst gesteckten Korsett zu bleiben. Das fällt mir auch deutlich leichter, denn meine Stimmung hat sich im Laufe der vergangenen Woche dann doch wieder deutlich verbessert.

Lasst mich trotzdem noch einmal ein paar Worte zu dem schreiben, was da letztes Wochenende los war. Wie ihr zwischen den Zeilen (oder in manchen Beiträgen ja auch deutlich) herauslesen konntet, gehöre ich leider zu den Menschen, die mit Schüben von depressiver Verstimmung zu tun haben. Das bedeutet, dass meine Weltsicht manchmal sehr, sehr dunkel wird und alles sich einfach sinnlos anfühlt. Gleichzeitig wird mein Verstand und nachrangig auch mein Körper einer enormen Form von Streß ausgesetzt. Beides zusammen sind eigentlich keine guten Voraussetzungen, um an einem Roman zu arbeiten. Aber ich wusste, dass ich im Wesentlichen diese beiden Wochen Urlaub habe, um den Löwenanteil der notwendigen Veränderungen einzubringen. Deswegen bin ich über mein Limit gegangen. Bewusst über mein Limit gegangen.

Das hätte ich mich nicht getraut, wenn ich nicht vorher auf eine längere Periode von wirklicher Symptomfreiheit geblickt hätte. Ich kenne meine Krankheit inzwischen gut genug, um zu wissen, was ich mir damit antue, wenn ich ihr die Kontrolle über mein Leben gebe. Das darf auf keinen Fall (wieder) passieren.

In meinen Blogbeiträgen habt ihr einen kleinen Ausschnitt von dem gesehen, was mir an schlechten und belastenden Gedanken kommt. Einen kleinen Ausschnitt meiner Gefühle.

Ich tue mich nach wie vor schwer damit, diese Gefühle zu zeigen. Vor allem auch hier, weil ich mir immer denke, dass das a) doch keiner lesen will und b) auch hinterher niemand einen Roman lesen möchte, der von einem … denkt euch selber ein böses Wort aus. Ich will hier keines hinschreiben.

Es gibt aber auch noch einen Punkt c) und der ist eigentlich der Wichtigste von allen: Ich habe keine Lust, dass man mich in irgendeiner Weise nicht für voll nehmen könnte, weil ich von Dingen schreibe, die mich beschäftigen und die mir wichtig sind, die aber für einen psychisch „normalen“ Menschen nicht nachvollziehbar sind. Es ist schlimm genug für mich, dass ich mich vor allem am Arbeitsplatz immer wieder mit solchen Problemen auseinander setzen muss.

Warum schreibe ich euch das? Ganz einfach. Dies ist mein Blog und in diesem dokumentiere ich meinen Weg zur Erfüllung meines Traums. Ich habe einen ganzen Haufen an sehr netten Menschen kennengelernt, die mich auf diesem Weg begleiten. Ja, ich meine euch – jeden einzelnen Leser, der diesen Beitrag gerade liest.

Dieser Blog ist aber keine Einbahnstraße! Ich freue mich über den guten Kontakt zu euch, über alle Kommentare und alle Likes. Und wenn ihr an irgendeiner Stelle irgendeine Nachfrage habt, dann stellt sie. Stellt sie dem Menschen, der gerade mal wieder überreagiert. Denn ich selbst kann es nicht immer erkennen. Das soll euch jetzt nicht in irgendeine Pflicht nehmen, es stellt ein Angebot dar. Eine Einladung zum Gespräch.

Und es ist eine Erklärung dafür, dass ich an dem einen Tag schon mal himmelhoch jauchzend und am nächsten Tag zu Tode betrübt bin. Irgendwie hatte ich das Gefühl, euch diese Erklärung nach dem letzten Sonntagsreport „schuldig“ zu sein.

So, aber jetzt lasst uns zu den normalen Dingen des Lebens zurückkehren :-).

Mein Schreiben:

Ich habe eine extrem arbeitsreiche Woche hinter mir. Und ich könnte gut noch so eine Woche gebrauchen. Dafür hat sich mein Manuskript von „Der Beobachter und der Turm“ absolut in die richtige Richtung entwickelt. Nicht nur, dass ich jede Menge Seiten eingespart habe (und noch ein paar einsparen werde), die Veränderungen haben auch der Struktur des Romans gut getan, denke ich.

Die Testleser hatten ja bemängelt, dass es ein gewisses Ungleichgewicht gab zwischen den beiden „Teilen“, in die man den Roman aufteilen könnte (was ich nicht vor habe). Dieses glaube ich beseitigt zu haben.

Was mir deutlich mehr Probleme macht ist das Einfügen gewisser Hintergrundinformationen. Ich möchte noch ein wenig mehr Fleisch an die Mythologie von Beobachter und Turm geben, ohne in einen Infodump, also der Darreichung von drei Kilogramm Erklärungen am Stück, zu verfallen. Da muss ich noch ein wenig herumspielen.

Aber dann trennt mich wirklich nicht mehr viel vom Lektorat. Manchmal denke ich mir fast schon, ich solle das Feintuning bleiben lassen und erst einmal abwarten, was dem Lektor noch alles einfällt. Aber dann bin ich wieder Perfektionist genug, um zuerst die in allen Belangen bestmögliche Fassung abzugeben, zu der ich mich in der Lage sehe.

Das wird sicherlich noch spannend, wenn ich irgendwann vielleicht (hoffentlich) mal mit einem Verlag und dem dortigen Lektor zusammenarbeite. Dann sehe ich das eventuell wieder anders. Aber jetzt, als angehender Selfpublisher, habe ich diesen Ehrgeiz halt. Komisch, oder?

Anderes Thema: Ich schulde Nike Leonhard nach wie vor die Geschichte zum Blog-Gewinnspiel. Ich hoffe, dass ich ab der kommenden Woche, wenn ich wieder arbeiten gehe, genügend Zeit habe, mir darüber ernsthafte Gedanken zu machen. Das klingt jetzt auch wieder komisch, aber die Arbeit könnte dafür sorgen, dass ich wieder andere Dinge im Kopf habe als mein Manuskript. Das hat mich in dieser Woche so sehr blockiert, dass mir beim besten Willen keine Geschichte zu Nikes Stichwörtern einfallen wollte.

Aber mein Versprechen steht: Diesen Monat wird das noch was!

Drittes Thema: Eigentlich habe ich gar keine Zeit. Und keine Kapazität. Und keine Ahnung, wie das alles klappen soll. Aber im November ist wieder der National Novel Writing Month und ich würde gerne wieder mitschreiben. Im Moment kämpfe ich noch mit mir, ob ich mir das wirklich antun will. Es wird auch ein Stück weit darauf ankommen, wie weit ich denn dann nun wirklich mit dem „Beobachter“ bin. Falls der kurz davor steht, ins Lektorat zu gehen (was ja auch von der Terminlage des Lektors abhängig ist), dann hätte ich ja vielleicht wieder Zeit …

Ein mögliches Modell, es zu ermöglichen, wäre, dass ich ähnlich wie im letzten Jahr ein altes Manuskript von mir aufleben lasse und einfach wieder von vorne anfange. Es hätte für mich den Vorteil, dass ich mir einiges an Vorarbeit sparen kann und einfach „nur noch“ schreiben müsste.

Aber das ist wirklich noch Zukunftsmusik.

Mein Blog

Der Blog hat mir in den letzten paar Tagen wirklich Spaß gemacht und war eine gute Ergänzung zu den ganzen Schreibarbeiten. Ich habe versucht, von jeder Sorte Thema ein bisschen was zu bringen. Man kann also sagen, dass er von meinem Urlaub profitiert hat. Ich fürchte, ab kommender Woche wird das wieder ein wenig schleppender werden. Aber na ja, es geht nicht immer alles gleichzeitig und schon gar nicht immer alles gleichzeitig gut.

Ich habe mich in dieser Woche ja sehr kritisch zum Büchertisch der Thalia-Buchhandlung in Bremen geäußert und der Tatsache, dass dort Bücher von Verlagen ausliegen, denen man vorwerfen kann, dass sie extreme und teilweise sogar extremistische Inhalte verbreiten.

Auf dem Blog der Autorin Mikaela Sandberg, deren aktuellen Roman ich im Übrigen auch in dieser Woche rezensiert habe, wie der Zufall es will, bahnt sich eine Diskussion über dieses Thema an, von der ich zu dem Zeitpunkt, zu dem ich diese Zeilen schreibe, noch nicht so recht weiß, wo sie hinführen wird. Aber vielleicht mögt ihr ja mal dort vorbeischauen, wenn euch das Thema interessiert.

Multimedia

Ich hatte es in dieser Woche bei der Beantwortung der Fragen zu meinem sechsten „Liebster Award“ schon geschrieben: Im Moment lese ich keinen Roman. Damit werde ich übermorgen erst wieder anfangen, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit begebe. Denn dann habe ich Zeit, es in Ruhe zu tun. Na ja, meistens jedenfalls.

Diese Woche war ich einfach viel zu sehr mit meinem eigenen Roman beschäftigt, um abseits davon noch großartige Lust zu haben, etwas anderes zu lesen als die eine oder andere Internetseite.

Auch Musik habe ich diese Woche so gut wie nicht gehört, weil ich mich einfach voll auf den Text konzentrieren wollte. Aber ich habe mir am Freitag das neue Album von Moby gekauft, das in der Vorschau nicht schlecht klang. Irgendwann in den nächsten Tagen schaffe ich es dann vielleicht auch, es mir anzuhören ;-).

Während der Netzsurferei habe ich diese Woche das Hörspiel „Alien – In den Schatten“ gehört, das exklusiv bei Audible erschienen ist. Es spielt zwischen dem ersten und dem zweiten Film des Alien-Franchise und erzählt eine Geschichte, die sich ganz gut einfügen lässt. Die Besetzung und die Atmosphäre sind hervorragend, aber irgendwie ist bei mir der Funke nicht so ganz übergesprungen. Ich weiß nicht so recht, woran es liegt. Aber ich werde dem viereinhalb-Stunden-Werk auf jeden Fall noch eine zweite Chance geben, bevor ich zu einem endgültigen Urteil komme.

Was ich in meinem Urlaub immerhin geschafft habe ist, bei den Superheldenverfilmungen wieder auf den aktuellen Stand zu kommen. Ich liebe diese Filme und Superhelden fand ich als Kind schon toll. Umso größer die Schande, dass mir neben „Captain America: Civil War“ und „X-Men Apocalypse“ auch noch „Deadpool“ fehlte, der ja nun schon ein paar Tage älter ist.

Alle drei Filme haben mir auf ihre Weise sehr viel Spaß gemacht. Sei es die große Superheldenklopperei in „Civil War“, die Materialschlacht in „Apocalypse“ oder die flotten Sprüche in „Deadpool“. Aber ich habe auch Kritikpunkte anzubringen. „Civil War“ krankt ein wenig daran, weniger ein Film über Captain America zu sein als einer über die Avengers. Das ist zwar für sich genommen toll, aber es verschiebt den Fokus in eine ganz andere Richtung.

„Apocalypse“ hat wieder ganz viel von diesem moralinsauren, das in vielen X-Men-Geschichten mitschwingt. Und die Art und Weise, wie die Guten zu Bösen werden und die Bösen zu Guten – das ist mitunter doch ein klein wenig unglaubwürdig.

„Deadpool“ ist … Deadpool eben. Der vielleicht unkoventionellste „Held“ der Welt in einem wunderbaren, selbstreferenziellen Spaß der Güteklasse eins. Was mich ein wenig genervt hat, war die Erzählstruktur in der ersten Stunde. Aber alles fügt sich ja hinterher zusammen.

Dafür waren andere Szenen einfach nur zum Schießen. Ein räudiges Stück Film, aber eines, das großen Spaß gemacht hat und von dem ich gerne mehr sehen würde.

Famous Last Words

So, da ging er hin, mein Urlaub. Ebenso, wie beim Schreiben dieses Beitrags ein Stück von einer Zahnfüllung dahin gegangen ist. Backenzahn unten rechts, falls es jemanden interessiert. Morgen schaffe ich es nicht, zum Zahnarzt zu gehen, wegen einer Verabredung. Und übermorgen ist dann wieder mein erster Arbeitstag, da kann ich nicht direkt morgens zum Zahnarzt gehen. Also werde ich einen Termin vereinbaren und dann irgendwann mal frühmorgens hingehen.

Ich habe das große Glück, zwei Häuser neben meinem Zahnarzt zu wohnen. Da sollte doch irgendwann ein acht-Uhr-Termin machbar sein. Wenn ich nicht bis dahin die komplette Füllung herausgepuhlt habe, weil meine Zunge immer wieder in die Ecke will.

Und wisst ihr, was Schuld war? Eine von diesen Fruchtschnecken von Haribo. Hiermit spreche ich eine amtliche Warnung vor Fruchtschnecken aus. Mit Lakritzschnecken wäre das nicht passiert!

In diesem Sinne: Ich habe euch gewarnt!

Euer Michael

Der Beobachter, der Turm und der Rasenmäher

Wie ihr wisst, habe ich mich in der vergangenen Woche sehr intensiv mit meinem Manuskript beschäftigt. Ich habe ja sehr hilfreiche Hinweise und Vorschläge von meinen Testlesern erhalten. Und ein Hinweis, der immer wieder geäußert wurde, war, dass ich doch an der einen oder anderen Stelle bitte noch ein wenig oder ein wenig mehr kürzen solle.

Dazu muss ich sagen, dass ich nie ein besonders guter Kürzer war. Ich war mehr der Typ des vor sich hin schwadronierenden Autors, der seinen Personen gerne ausschweifende Gedankengänge mit auf den Weg gibt und jede Szene bis in die letzte Ecke ausleuchtet.

Aber ich habe in diesem Jahr viel dazu gelernt.

Am meisten hat mir die Arbeit an den verschiedenen Anthologiegeschichten gebracht, die ich geschrieben habe. Wenn die Voraussetzung für die Teilnahme lautete, dass der Text nur zehntausend Zeichen haben darf, ich aber fünfzehntausend geschrieben hatte, dann musste ich mich von einem Drittel meines Textes trennen.

Und dann ging es mir wie in dem Schlager besungen: »Beim ersten Mal tat’s noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr und heut‘ weiß ich daran stirbt man nicht mehr.«

Also habe ich den imaginären Rasenmäher wieder hervorgeholt, der mir neulich ja schon so gute Dienste geleistet hatte, und bin damit auf meinen „Beobachter“ losgegangen. Das Ergebnis, das nun vorliegt, überrascht mich selbst ein wenig.

Das Manuskript, das seinerzeit an die Testleser herausging, umfasste 132.484 Wörter. In Normseiten umgerechnet waren das, laut Papyrus, ca. 541.

Nachdem ich gestern Abend den Rasenmäher wieder in den Schuppen zurückgerollt hatte und mir mein Werk so besah, schaute ich nur noch auf 103.398 Wörter oder umgerechnet 432 Normseiten.

Innerhalb einer Woche und eines einzigen Bearbeitungsvorgangs habe ich meinen Text also um 109 Normseiten bzw. 29.086 Wörter entschlackt.

Und ja, ich meine wirklich entschlackt, denn es ist kein einziges Wort weggefallen, von dem ich glaube, dass es wirklich wichtig für die Handlung gewesen ist. Im Gegenteil, an der einen oder anderen Stelle hätte ich gerne noch weiter gekürzt, möchte das jetzt aber erst noch einmal genauer mit den Anmerkungen der Testleser abgleichen.

Meine Überarbeitung ist noch nicht zu Ende. Leider immer noch nicht zu Ende, kann ich wohl sagen. Aber ich habe einen großen Brocken geschafft und festgestellt – das ist das Wichtigste! – dass mir „Der Beobachter und der Turm“ als Roman immer noch Spaß macht.

Jetzt geht es ans Feintuning, bevor der Roman dann endlich, endlich ins Lektorat wandern kann. Aber ich bin nicht so größenwahnsinnig, da einen konkreten Termin für zu nennen. Im Moment überarbeite ich mir sprichwörtlich die Seele aus dem Leib und ich weiß, dass ich das nicht ewig durchhalten kann. Da muss ich realistisch sein.

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.

Nicht nur Duisburg liegt in Trümmern, die Anthologie tut es auch

Ach ja, was soll ich davon halten. Heute ist der 30.09.2016 und heute endete die Einreichfrist für die Duisburg-Anthologie, von der hier häufiger die Rede war. Ich hatte euch letzte Woche erzählt, dass ich meinen Text mit dem schönen Titel „Trümmer“ eingereicht hatte.

Heute nun erreicht mich eine E-Mail der Mayerschen Buchhandlung, aus der hervorgeht, dass man in den letzten Monaten leider sehr wenige Texte erhalten habe und deswegen das Projekt, Achtung jetzt, „vorzeitig abbrechen“ müsse.

Gut, die Buchhandlung hatte bereits im Text der Ausschreibung darauf hingewiesen, dass man sich vorbehalten würde, bei wenig Resonanz die ganze Sache abzublasen. Was mich aber ärgert ist speziell diese Formulierung. Man hätte doch wohl schon vor geraumer Zeit merken können, dass man nicht genug Texte hat! Ich meine, da schaut man doch nicht heute mal ins Postfach und zählt durch.

Ich habe einiges an Zeit, Energie und – ja, auch das – Geld in diesen Text gesteckt. Und das ist gerade einmal zwei Wochen her. Wenn man sich ein wenig früher der Tatsachen bewusst geworden wäre, hätte ich mir das sparen können. Aber die Seite zur Ausschreibung ist generell ja auch immer noch abrufbar …

Aber gut, es bringt nichts, sich zu ärgern. Wenn ich jetzt nur wüsste, was ich mit dem Text machen soll. Einerseits ist es mir fast zu schade darum, ihn einfach so auf die Homepage zu stellen. Andererseits ist er so spezifisch auf Duisburg zugeschnitten, dass ich nicht erwarten kann, dass irgendwann mal wieder eine Ausschreibung vorbeikommt, in die er hineinpasst.

Vertrackte Situation irgendwie. Und eigentlich bin ich einfach nur traurig und davon enttäuscht, wie das alles gelaufen ist. Mit einer Absage hätte ich jedenfalls irgendwie deutlich besser leben können.

Und dann ist da noch ein Aspekt: Duisburg hat immer noch um die 490.000 Einwohner. Da ist kaum jemand dabei, der sich zum Schreiben bemüßigt fühlt? Anzeichen gab es ja früher schon: Schreibkurse in der VHS, die mangels Anmeldungen abgesagt wurden. Die Nichtauffindbarkeit von Schreib- oder Autorengruppen.

Ich fühle mich gerade ziemlich allein auf weiter Flur.

Na ja, Mund abwischen und weitermachen.

Was denn auch sonst?

Der Sonntagsreport vom 18.09.2016

Schönen guten Abend!

So langsam wird das unsere bevorzugte Stunde am Sonntagabend, könnte man meinen. Ich müsste mir vielleicht einen festen Zeitpunkt ausgucken, zu dem ich den Sonntagsreport immer terminiere. Dann könntet ihr mich immer nach dem Tatort lesen – wie wäre es denn damit? So zum herunterkommen nach der Hatz auf die Verbrecher. Die einzigen Verbrechen, die ich manchmal begehe, sind die an der deutschen Sprache. Und dafür ist meines Wissens noch niemand verhaftet worden.

Ich habe in dieser Woche eine sehr interessante Erfahrung gemacht. Am Freitag war ich mit Freunden verabredet, die ich nur recht sporadisch sehe. Mit einer von ihnen schreibe ich mir allerdings regelmäßig und sie gehörte auch zu denen, die sich „Der Beobachter und der Turm“ mal genauer angeschaut haben. Nun, zum einen lieferte sie mir ein Feedback, das sich in weiten Teilen mit dem deckte, was ich schon von anderen gehört hatte (da bestätigt sich also ein Trend), zum anderen aber konnten wir uns auch richtig darüber unterhalten.

Ja, unterhalten im Sinne von: Ich spreche mit jemand anderem frei von der Leber weg über meinen Roman. Bis jetzt artete das immer ganz gerne in eine Stotterorgie aus, weil ich einfach zu aufgeregt war. Diesmal aber war es überhaupt kein Problem, selbst vor „unbeteiligten Dritten“ (also Menschen, die den Roman nicht kannten) darüber zu sprechen. Das gab mir noch während des Gesprächs einen unglaublichen Schub.

Als ich dann allerdings erzählte, dass ich an „Der Morgen danach“ noch einmal Änderungen vorgenommen habe, wurde ich sehr skeptisch beäugt und bekam deutlich gesagt, dass der Roman gut war, wie er gewesen ist. Das war dann das erste Mal, dass ich pro Überarbeitung ein Plädoyer gehalten habe. Wahnsinn, oder?

Auf dem Weg nach Hause wurde mir dann bewusst, dass diese Freundin bis jetzt die meisten meiner Bücher gelesen hat. Und das durchaus kritisch. Es war ein tolles Gefühl, das kann ich euch flüstern!

Das alles hätte ich theoretisch auch zum Schreiben packen können, aber mir war danach, es in die Vorrede zu stellen. Denn zum Themenkomplex „Schreiben“ gibt es auch so noch genug zu erzählen :-).

Mein Schreiben:

Wie ich sicherlich gelesen habt, bin ich heute Nacht über meinen Schatten gesprungen und habe eine erneute Bewerbung um freundliche Aufnahme für meinen Roman „Der Morgen danach“ losgeschickt. Die Woche über habe ich mich sowohl mit meinem Exposé wie auch mit einer neuen Kurzvita herumgeschlagen, was mir gar nicht so leicht gefallen ist. Wenn ich nicht ein wenig Unterstützung dabei gehabt hätte, wäre ich wohl daran verzweifelt.

Ich habe keine Ahnung, ob etwas dabei herauskommt. Denn wie in einem der letzten Sonntagsreporte angedeutet, ich weiß jetzt, oder glaube zu wissen, wieso es das Manuskript bis jetzt so schwer gehabt hat. Ein paar Änderungen habe ich vorgenommen, ob das reicht, werden wir sehen.

In meinem Anschreiben an den Verlag habe ich daher etwas absolut Aberwitziges getan: Ich habe geschrieben, dass ich noch weitere Manuskripte habe, die in das Portfolio passen könnten. Also, nur für den Fall, dass meine Art zu schreiben vielleicht gefällt, aber …

Ich habe wirklich lange gebraucht, bis ich das absenden konnte. Aber andererseits hatte ich das Gefühl, das richtige zu tun, die richtige Ansprache gefunden zu haben. Vielleicht ist es auch einfach an der Zeit, ein wenig offensiver mit dem umzugehen, was ich habe und was ich kann.

Dasselbe gilt auch für die Kurzgeschichte zur Duisburg-Anthologie. Da ist in der letzten Woche die endgültige Entscheidung gefallen, welchen meiner beiden Entwürfe ich einreichen werde. Die Geschichte habe ich beim Phönix Lektorat korrigieren lassen und werde sie in der kommenden Woche auf den Weg bringen. Dann erzähle ich euch auch ein wenig mehr darüber und werde zeitnah, versprochen ist versprochen, die Geschichte veröffentlichen, die es nun nicht geworden ist.

Auf den Weg habe ich mich auch bei „Der Beobachter und der Turm“ gemacht, indem ich – ein wenig später als ich wollte – alle Anmerkungen meiner Testleser in einem neuen Dokument gesammelt habe. Sozusagen in einer neuen „blauen Liste“. Ich habe jetzt zweieinhalb Seiten mit Dingen, die ich neu betrachten, abändern und verbessern will. Gut, dass der Lektor gesagt hat, dass ich den Starttermin bestimme. Das könnte noch ein Weilchen dauern.

Aber Moment, einen habe ich noch: Da ich die Überarbeitung ja in Papyrus mache und die anderen Projekte jetzt entweder so gut wie fertig oder in der Warteschleife sind, habe ich mir überlegt, vielleicht doch noch beim Literaturwettbewerb von cluewriting.de mitzumachen. Dieser sieht vor, eine kleine Geschichte zum Thema „Schmerzlos“ zu schreiben. Ich habe da eine ebenso kleine Idee. Und in meinen Mittagspausen ein klein wenig Zeit.

Wenn das also noch etwas wird bis zum 30.09., dann ist das gut. Wenn nicht, dann ist es auch kein Beinbruch.

Mein Blog

Mein Blog ist in dieser Woche erfreulich gut gelaufen für meine Verhältnisse. Die Aufrufe der letzten paar Tage liegen alle über sechzig am Tag. Da macht das Verfassen neuer Texte richtig Spaß :-).

Wieder einmal habe ich dabei die Erfahrung machen können, dass die meisten Leser dann kommen, wenn es so aussieht, als ob es dem Autor – also mir – nicht gut geht. Einsame Spitze ist in dieser Hinsicht, was die Statistik angeht, der Artikel „Manchmal kommen die Zweifel„.

Ich könnte jetzt spekulieren, woran das liegt, was sowohl wohlwollende als auch weniger wohlwollende Gründe zu Tage führen könnte. Will ich aber gar nicht. Wisst ihr, wovon ich ausgehe? Ich gehe davon aus, dass ich sehr sensible Leser haben, die mitbekommen, wenn es mir nicht so gut geht und die mir dann einfach in irgendeiner Weise beistehen wollen, wenn sie es denn können.

Genau, so sieht das nämlich aus! Und deswegen sage ich einfach mal Danke dafür, dass ich mich in dieser Hinsicht auf euch verlassen kann!

Multimedia

Einige von euch wollten ja wissen, wie mir der erste Band von „Die Tribute von Panem“ gefallen hat. Ich bin da ein wenig zwiegespalten. Der erste Teil, als es um die Distrikte und das Ankommen von Katniss und Peeta im Kapitol geht, war mir nicht eindrücklich genug geschrieben. Da hätte ich mir mehr gewünscht, mehr an Hintergrund zur Situation, vielleicht auch mehr Eindruck vom Kapitol als solches.

Ich denke, dass es ein bewusstes Stilmittel sein sollte, so wenig wie möglich zu verraten, damit zum einen jeder Leser sich sein eigenes Bild machen kann, aber in meinem Fall war es einfach zu wenig. Das Kapitol und seine Bewohner blieben für mich nicht greifbar, die Rolle von Präsident Snow absolut nicht greifbar. Jedenfalls bis zum Schluss, wo es aber sehr gehetzt auf den letzten paar Seiten zur Sprache kommt.

Ich hätte gerne mehr darüber gewusst, wie dieses Kapitol funktioniert, ob es sich dabei um eine Art dauerhaften Vergnügungspark mit Parties und Halli-Galli handelt, das sich an den Früchten der versklavten Distrikte labt. Mag sein, dass das in den Folgebänden noch aufgegriffen wird, die ich mir auf jeden Fall noch besorgen und auch lesen werde.

Denn der Teil, der in der Arena spielt, ist sehr gut und phasenweise ein echter Pageturner. Mir gefällt, wie gut Katniss hier charakterisiert wird. Sie bleibt als Figur glaubhaft – sowohl in ihrer Verzweiflung wie auch auf ihrem Rachefeldzug. Die Grundidee, dass 24 Tribute auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen mag nicht ganz neu sein (ich denke da an den Roman „Todesmarsch“ von Stephen King), ist aber gut umgesetzt. Und mit den Mutanten gegen Ende gibt es auch noch eine gehörige Portion Grusel.

Ups, jetzt habe ich beinahe eine vollwertige Rezension geschrieben. Man merkt, dass ich heute Sabbelwasser getrunken habe, kann das sein? *lach*

Im Moment lese ich ja den neuen King, „Mind Control„. Von dem erzähle ich euch dann im nächsten Sonntagsreport, denke ich.

Machen wir es jetzt ein wenig kürzer. Gesehen habe ich gestern Abend, endlich, den Film „Inglorious Basterds„. Eine wirklich gigantische Leistung von Christoph Waltz, die zurecht hoch prämiert wurde. Dagegen fallen alle anderen Schauspieler zwangsläufig ab, wobei ich die Leistung der Darstellerin der Shosanna auch herausheben möchte.

Die Handlung des Films ist natürlich im Wesentlichen eine große Portion Käse. Aber da es Tarantino ja darum ging, eine Groteske auf den Zweiten Weltkrieg zu drehen, ist ihm dies hervorragend gelungen.

Die einzige Frage, die ich mir stelle, ist allerdings die: Ist es wirklich so schwer, einen Schauspieler aufzutreiben, der einen überzeugenden Hermann Göring gibt? Einfach nur fett zu sein und einfältig aus der Wäsche zu schauen kann es doch nicht sein, oder? Da muss man wohl froh sein, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist, Ottfried Fischer mit dieser Rolle zu betrauen …

Auf Twitter hatte ich ja schon erwähnt, dass meine Frau und ich im Dezember aufs Konzert von VNV Nation in Oberhausen gehen. Ich müsste das Dutzend bald voll haben. Seitdem ich die Karten habe, läuft die Musik auch wieder rauf und runter, wie das eben oft so ist. Gerade läuft im Hintergrund das Lied „Illusion“, das einen wirklich tollen (inoffiziellen) Videoclip hat, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Famous Last Words

Zwei Wochen noch, dann habe ich noch einmal Urlaub. Da freue ich mich schon drauf. Bis dahin lesen wir uns aber noch an dieser Stelle. Und an ganz vielen anderen Stellen im Blog. Und wenn ihr wollt auch auf eurem Blog. Und hier und da und überhaupt.

Haltet die Ohren steif und lasst euch von der Woche nicht unterkriegen!

Euer Michael

Auf ein Neues: „Der Morgen danach“

Ein passender Titel für einen passenden Zeitpunkt. Gerade eben habe ich die runderneuerte Leseprobe von „Der Morgen danach“ mit runderneuertem Exposé und runderneuerter Vita an einen Verlag geschickt, um mich und meine Arbeit dort vorzustellen.

Ich bin immer wieder fasziniert und erschrocken, wie schwer es sein kann, diesen vermaledeiten „Senden“-Knopf in Thunderbird zu drücken …

Ich wünsche euch allen eine gute Nacht! Ich muss jetzt erst einmal wieder runterkommen.

Manchmal kommen die Zweifel

Vorhin habe ich einer Freundin auf ihre E-Mail geantwortet, die sie mir vor einiger Zeit geschickt hat. Ich gebe zu, manchmal brauche ich ein wenig, um solche Sachen zu erledigen. In dieser Mail brachte sie einen Punkt auf, der mir ein wenig Sorgen bereitet hatte. Zuvor hatte ich ihr nämlich geschrieben, dass mir die ganzen Dinge, die in Zusammenhang mit dem Thema Schreiben und Veröffentlichung stehen, hin und wieder auch einfach mal Angst machen.

Diese Angst resultiert zum einen daraus, alles „richtig“ machen zu wollen. Ich weiß, dass es die „richtige“ Vorgehensweise nicht gibt. Und schon gar nicht als Universallösung für alle Menschen, egal ob Autor oder nicht. Matthias Matting hat es in einem Artikel auf seiner Seite selfpublisherbibel.de mal in zwei Worten auf den Punkt gebracht: Einfach machen!

Ich hatte in diesem Zusammenhang aber auch noch von einer anderen Sorge berichtet, die mich umtreibt. Nämlich die, dass ich im Zweifel von einigen meiner Leser hier als Schwätzer angesehen werden könnte, der nun schon seit über anderthalb Jahren erzählt, dass er jetzt unbedingt seinen Traum vom eigenen Buch erfüllen will, es aber partout nicht auf die Kette bekommt, das jetzt auch stringent durchzuziehen.

Meine Freundin schrieb mir daraufhin folgende Sätze ins Stammbuch:

Aber eins find ich wichtig – mach nicht wegen der anderen weiter, sondern weil du es willst und weil es dein Traum ist. Selbst wenn du hinschmeißen würdest wärst du kein Schwätzer – du hast es doch versucht.

So sehe ich es den überwiegenden Teil der Zeit selber. Ich habe niemandem gegenüber eine Verpflichtung, was den Zeitpunkt und die Art meiner ersten Veröffentlichung angeht. Nicht einmal was den Titel des Romans angeht, habe ich eine Verpflichtung. Wenn ich auf die Idee käme, von jetzt auf sofort meine Pläne hinsichtlich „Der Beobachter und der Turm“ zu canceln, was soll dann passieren? Dann schauen einige Testleser mich schräg an, ich habe einen Lektor, der sicherlich nie wieder mit mir arbeiten will, aber meinen potentiellen Lesern wäre das vollkommen Schnuppe.

Die Frage ist doch, womit ich mich authentisch fühle.

Und da kommen manchmal die Zweifel. Die Zweifel daran, dass ich wirklich in der Lage bin, den eingeschlagenen Weg bis zu seinem Ende zu gehen. Die Zweifel, wie es nach einer Veröffentlichung weitergehen wird. Sehe ich mich wirklich zu 100% als Selfpublisher oder ist das letztendlich doch nicht mehr als eine Verlegenheitslösung? Ist es schlimm, wenn ich jetzt auf eigene Faust veröffentliche und damit gegebenenfalls viel Geld „verbrenne“?

Meine Güte, das sind Fragen, die schon mal an einem nagen können. Die Sorte Fragen, die einem typischerweise in der Nacht, zwischen Schlafen und Wachen, rund um Mitternacht oder im finstersten Morgengrauen kommen.

Ja, manchmal kommen trotz allem die Zweifel. Trotzdem ich das alles einigermaßen auf die Reihe bekomme, hinter einige kleinere Projekte einen Schlusspunkt setzen konnte und zwei größere Projekte sich in neuen und guten Perspektiven bewegen.

Es sind keine Zweifel an meiner Fähigkeit zu schreiben, das ist das perfide. Ich weiß, dass ich schreiben kann. Vielleicht nicht nach jedermanns Geschmack, aber das ist, wie der Name es sagt, eben Geschmackssache. Es sind Zweifel an meinen Fähigkeiten als Organisator, Planer, Marketingmensch. Der große Zweifel, ob ich das wirklich „alles richtig“ machen kann.

Ja, manchmal denke ich immer noch ans Aufgeben, solange nicht mehr passiert ist, als dass ich mich dann vor einigen Lesern hier zum Volldepp gemacht habe. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich schließlich ungeniert. Das gilt auch für Schwätzer in eigenen Blogs. Manch einer hat eine Karriere darauf aufgebaut, ein Schwätzer zu sein.

Ich will das aber für mich nicht. Nicht so.

Und deswegen nehme ich mir die Sätze meiner Freundin zu Herzen. Ich mache weiter, weil es mein Traum ist, weil es mein Ziel ist. Ich will und werde kein Schwätzer sein. Und wenn alle meine Projekte und Hoffnungen sich zerschlagen, dann werde ich trotzdem auf irgendeine Weise weitermachen.

Weil ich es will. Und weil ich es kann!

Und dann lösen sich die Zweifel auf wie Frühnebel im Sonnenschein.

Ich suchte und fand – 8 Testleser für den Beobachter!

Hallo zusammen,

jetzt haben wir September und ich dachte, es ist an der Zeit, euch ein ganz klein wenig auf den neuesten Stand zu bringen, was denn nun meine Arbeit an „Der Beobachter und der Turm“ angeht. Wie ihr euch noch erinnern werdet, habe ich auf diesem Blog die Werbetrommel gerührt und mir ein paar Testleser gesucht. Also Menschen, die dazu bereit waren, sich das noch sehr rohe Manuskript einmal vorzunehmen und mir ihre Eindrücke dazu zu schreiben.

Ich suchte und habe insgesamt acht Testleser gefunden! Ich sage es, wie es ist: Ich war schlichtweg begeistert! Damit hätte ich nie im Leben gerechnet, dass sich so viele melden und die Arbeit auf sich nehmen wollten.

Ich nenne hier jetzt keine Namen, weil ich mir nicht sicher bin, ob das im Sinne derjenigen wäre, die gelesen haben.

Von Anfang an wusste ich, oder habe es einkalkuliert, dass ich wahrscheinlich nicht von allen, oder nicht von allen innerhalb des gesteckten Zeitrahmens, ein Feedback bekommen würde. Aber ich kann sagen, dass niemand dabei war, der einfach so untergetaucht ist und die Sache so unausgegoren fand, dass gar kein Wort mehr darüber verloren wurde.

Und, liebe Leute, ich habe Kritik einstecken müssen! Aber – und das ist mir ganz wichtig zu sagen – es ist zugewandte Kritik gewesen. Es gibt, das werdet ihr wissen, ganz verschiedene Arten, wie man Kritik äußern kann. Und es war niemand dabei, der mir geschrieben hat, dass das alles Scheiße sei und ich doch bitte das Schreiben zum Wohle der Menschheit einstellen solle.

Nein, ganz im Gegenteil. Dort, wo Kritik angebracht war, wurde mir in ruhigen und für mich verständlichen Worten erklärt, worin der Kritikpunkt besteht und was ich tun könne, um diesen Punkt zu entschärfen.

Ein Beispiel kann ich euch nennen, weil es wirklich unisono von fast allen gekommen ist, die gelesen haben: Kürzen! Der Roman ist, so wie er sich jetzt darstellt, viel zu lang. Ein Teil von mir hat es gewusst. Dieser Teil wollte es nicht wahr haben, weil er sich in den Roman verliebt hatte.

Seit dem Jahr 2000 geisterte mir der Roman, und vor allem der schon existierende erste Teil, im Kopf herum. Da ist es aus psychologischen Gründen sicherlich nachvollziehbar, dass ich mich von diesem Teil besonders schwer trennen konnte. Aber gerade der ist es, der am deutlichsten Federn wird lassen müssen, wenn ich nun an die Überarbeitung gehe.

Ich muss noch einmal betonen, wie dankbar ich den Leuten bin, die gelesen haben. Aber nicht nur denen, sondern auch euch anderen, die immer mal wieder hier vorbeischauen, mich aufbauen, wenn ich gerade mal wieder down bin und die mir Mut zusprechen, wenn ich ihn gebrauchen kann. Das ist nicht selbstverständlich!

Ich habe hier noch keinen einzigen Kommentar blocken, keinen Kommentator auf irgendeine Spamliste setzen und niemanden für immer ausschließen müssen.

Ich habe tolle Follower und aus diesem Kreis haben sich acht tolle Testleser herauskristallisiert. Was jetzt kommt, liegt an mir. Und es liegt an mir, das beste aus den neu gewonnenen Erkenntnissen zu machen.

Ich werde mir Mühe geben!

Euer Michael

Die Titelschutzanzeige: Auf Nummer sicher gehen

Gestern Abend flatterte mir ein Blogbeitrag meiner geschätzten Autorenkollegin (*) Nora Bendzko ins Haus. Nora hat in diesem Jahr ein ganz starkes Debüt mit ihrer Novelle „Wolfssucht“ hingelegt und plant nun, in ähnlichem Stil weitere düstere Märchen zu verfassen. Diese Ankündigung stand schon lange im Raum, wurde aber erst gestern konkretisiert, nachdem sie sich den Reihentitel „Galgenmärchen“ hat sichern lassen.

Wieso sollte man sich einen Titel sichern lassen?

Der Sinn einer sogenannten „Titelschutzanzeige“ ist, dass das Recht auf die Benutzung eines Titels für einen Roman im klassischen Sinne erst dann erreicht werden kann, wenn man diesen Titel auch tatsächlich benutzt. Hieraus ergeben sich gegebenenfalls weitreichende Komplikationen, gerade in der Planung von Veröffentlichungen.

Nehmen wir an, ein Verlag plant die Veröffentlichung eines Romans, der im Ersten Weltkrieg auf dem Schlachtfeld von Verdun spielt. Es gibt nun eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie dieser Roman heißen könnte. Naheliegend wäre zum Beispiel einfach der Titel „Verdun“.

Nun ist der Erste Weltkrieg durch die zahlreichen 100jährigen Jahrestage zu diesem Komplex natürlich nicht nur Thema in einem einzigen Verlag. Die Verlage konkurrieren vielmehr um die Lesergunst und sie tun es auch über die Titel. Und ein generischer Titel wie „Verdun“ ist hier natürlich besonders begehrt.

Wenn ein Verlag nun nachweisen kann, dass er der erste war, der diesen Titel für einen Roman hat vorsehen lassen, dann hat er, für einen gewissen Zeitraum, auch das Recht, diesen zur Veröffentlichung zu nutzen.

Und was ist nun eine Titelschutzanzeige?

Eine Titelschutzanzeige ist, wie der Name schon sagt, eine wirkliche Anzeige sowohl in Online- als auch in Printveröffentlichungen, dass ein Verlag oder eine natürliche Person sich einen Titel für einen Roman hat sichern lassen.

Es gibt verschiedene Publikationen, die sich auf die Veröffentlichung solcher Anzeigen spezialisiert haben. Nora hat sich für den Weg über buchmarkt.de entschieden. Buchmarkt.de veröffentlicht die Anzeige auf dem Webportal und in der nächsten Ausgabe der hauseigenen Publikation. Gleichzeitig wird der Titel in eine Datenbank übernommen und kann für den Zeitraum von einem halben Jahr nun von niemand anderem mehr gesichert werden.

Wie funktioniert die Titelschutzanzeige?

Das ist erstaunlich simpel zu erläutern. Da ist manche Onlinebestellung schwerer auszuführen.

Zunächst registriert man sich bei buchmarkt.de als Kunde. Im nächsten Schritt gibt man dann eine Anzeige auf. Diese kostet als Grundgebühr festgelegte zwanzig Euro (zzgl. MWSt.). Nunmehr kann für jeden einzelnen Titel, den man sich schützen lassen will, ein Feld im Onlineformular ausgefüllt werden. Jeder Titel, den man schützen lässt, kostet weitere 2,50 Euro (zzgl. MWSt.).

Vorsicht: Es sollte auch wirklich ein Feld pro Titel verwendet werden! Man sieht zwar auch auf der Website, dass manche Verleger auf die Idee gekommen sind, in einem Feld gleich ein Dutzend Buchtitel einzutragen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich rechtssicher ist.

Wenn man die Bestellung bestätigt wird sofort die Veröffentlichung auf der Website vorgenommen. Man erhält eine Rechnung und kann dann ganz bequem binnen 14 Tagen überweisen.

Und was hast du jetzt gemacht?

Ich habe den von Nora geschriebenen Blog-Eintrag zum Anlass genommen, mir selber Gedanken zum Thema Titelschutz zu machen. Und ich kam zum Entschluss, dass es auch für mich mehr als dringend an der Zeit war, zumindest die Titel schützen zu lassen, bei denen ich kurz- bis mittelfristig eine Veröffentlichung planen könnte. Ich sage deswegen könnte, weil ich weiß, dass ich nicht alle diese Romane im Rahmen der kommenden sechs Monate, denn so lange gilt ja die Anzeige nur, werde veröffentlichen können.

Aber: Solange ich sie jetzt gesichert habe, kann sie mir niemand wegschnappen. Und wenn der Titelschutz dann ausläuft, dann liegt es ja an mir, diesen wieder zu verlängern, oder es bleiben zu lassen. Bei bereits veröffentlichten Romanen – und das sollte zumindest „Der Beobachter und der Turm“ bis dahin sein – stellt sich das Problem ja nicht.

Ich habe mir also großzügig folgende acht Titel gesichert:

TitelschutzKlar könnte man sagen, dass das runde 50 Euro sind, die erst einmal ohne großen Nutzen „den Bach heruntergehen“. Aber irgendwie ist es schon ein positives Gefühl, diese Titelschutzanzeige zu haben, unter der tatsächlich auch, wenn man hier scrollen würde, mein Name steht. Sollte man nicht glauben, ist aber so. Schließlich gehe ich hier im Blog ja sehr offensiv mit den geplanten Namen meiner Romane um.

Ich bedanke mich bei Nora, die mich noch einmal auf diesen schon leicht verdrängten Punkt gestoßen und zum Handeln animiert hat :-)!

 

 

(*) Ich finde es immer ein wenig seltsam, von Autoren-Kollegen zu schreiben. Schließlich habe ich im Gegensatz zu ihr noch nichts veröffentlicht. Trotzdem sehe ich uns als Kollegen an. Ich denke, damit kann auch Nora ganz gut leben ;-).