Was jetzt so ansteht – Eine (fast) unwillkommene To-Do-Liste

Ich bin eigentlich kein besonders großer Freund von To-Do-Listen. Das hat was damit zu tun, dass ich dazu neige, die Punkte entweder durcheinander zu schmeißen, oder sie einfach unter den Tisch fallen zu lassen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich sie nicht oder nur mit sehr großem Aufwand erreichen kann.

Und trotzdem kann mein Kopf anscheinend nicht anders, als sich immer mal wieder so eine Liste aus den Gehirnzellen zu leiern. Da ich im Moment sowieso ein wenig ausgebremst bin, bot sich das irgendwie wahrscheinlich auch an.

Ich dachte, ich lasse euch einfach mal daran teilhaben, was jetzt so ansteht.

Top 1: Zweiter Überarbeitungsdurchgang „Der Morgen danach“

Wie bereits geschrieben, möchte ich das Manuskript, das nun ja in einer völlig anderen Personalform als vorher vorliegt, noch einmal auf Schnitzer abklopfen und auf notwendige/sich anbietende Erweiterungen auf der Gefühlsebene. Ich hatte im letzten Sonntagsreport angedeutet, dass das ein Feld ist, auf dem auch Gefahren lauern. Aber ich muss mich von meinem inneren Kritiker an dieser Stelle ein Stück weit frei machen. Was ich jetzt an den Verlag schicken werde, ist eine Arbeitsgrundlage. Alles Weitere werden wir gemeinsam erarbeiten und überarbeiten.

Top 2: Sichtung, Exposéerstellung und Überarbeitung Einstieg „Darkride“

Auch über „Darkride“ habe ich euch schon erzählt. Sowohl darüber, dass ich plane, das Projekt einmal bei be anzubieten, als auch, vor grauer Blogvorzeit, woher eigentlich die Idee zu der Story kam. Sichtung bedeutet dabei für mich, dass ich das ganze Manuskript noch einmal lesen will. Am besten so, wie man ein ganz fremdes Buch liest. Und nachdem ich ja, wie erzählt, schon einmal reingelesen habe, weiß ich wieder, dass es solche Passagen auch gibt, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Das wird spannend! Die Luft für die Erstellung eines Exposés und die Überarbeitung der Leseprobe werde ich hoffentlich haben, während man bei Scylla an der ersten Lektoratsrunde sitzt. „Darkride“ reizt mich einfach, weil ich von der Story immer noch überzeugt bin, von den verschiedenen Versatzstücken des Krimis, als auch von der Hauptperson. So sehr überzeugt, dass ich mir sogar schon Gedanken über einen zweiten Teil mit meinem Kommissar gemacht habe. Kein guter Krimi ohne Serienambitionen, nicht wahr? 😉

Top 3: Weiterarbeit an „Der goldene Tod“

Und nach all diesen Arbeiten wird es Zeit, endlich mal wieder einfach nur zu schreiben! „Der goldene Tod“ soll nicht das Schicksal vieler früher Entwürfe teilen und einfach so im Sande verlaufen. Dafür gefallen mir hier die bisher geschriebenen Szenen und Personen viel zu gut.

Die Liste ist nicht abschließend, aber bis hierhin sollte ich es erst einmal bewenden lassen. Denn je höher die Nummer wird, desto unwahrscheinlicher wird ihre zeitnahe Realisation. Wenn ich all das bis, sagen wir, Ostern auf die Reihe bekomme, dann freue ich mich schon.

Habt ihr auch To-Do-Listen, die sich immer wieder aufdrängen?

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 30 und 31 – Twitter again und Ausblick auf 2017

Meine Damen und Herren, liebe Kinder, ich präsentiere Ihnen und euch die letzten beiden Tage der Challenge mit dem schönen Namen #Autorenwahnsinn. Wie ihr es von mir überwiegend gewohnt wart, gibt es auch hier wieder den stylischen Doppelpack ohne Extras, dafür aber auch ohne Zuschläge.

Meine Güte, was man alles für einen Murks schreiben kann, nur um nicht zugeben zu müssen, dass man am Tag zuvor schlicht keine Lust mehr auf den Challenge-Artikel hatte, weil man in den Vorbereitungen für seinen neuen PC gesteckt hat, der heute eigentlich bei mir aufschlagen sollte …


Tag 30: Zeig uns den Twitter-Account eines befreundeten Autoren – again!

Die Erklärung, dass ich keinerlei Instagram habe und deswegen auch keinerlei Instagram-Aufgaben erledigen kann, habe ich euch jetzt, denke ich, so oft gegeben, dass ich sie mir hier auch hätte sparen können. Aber ich muss ja auch am letzten Tag noch mit Neueinsteigern in dieser kleinen Challenge rechnen, die das noch nicht gewusst haben.

Also, gehen wir in die Vollen und das bedeutet bei mir Twitter. Heute möchte ich euch wieder zwei Accounts zeigen, die ich für absolut wert befinde, dass man ihnen folgt. Vor allem dann, wenn man sich für das Autorendasein und alles drumherum interessiert.

Der eine ist der Account von Textflash, aka Mikaela Sandberg, aka Michaela Stadelmann, aka nocheinigesmehr. Textflash ist nicht nur auf Twitter sehr rührig, sondern auch in ihrem Blog und generell in ihrem Engagement. Sie ist auch Mitglied bei den BartBroAuthors und fällt dort als ein Aktivposten mit immer wieder neuen Ideen auf. Die dürfen gerne auch mal etwas ausgefallen sein, wie ihr sicher merken werdet, wenn ihr ihrem Account mal für eine Weile gefolgt seid.

Kaum weniger lesenswerte Tweets und Retweets verantwortet meine geschätzte Autorenkollegin und Mitbärtin Nike Leonhard. Auch bei ihr gibt es eine angenehme Mischung aus Infos, Meinungen und allerlei „Stuff“ zu lesen. Bewundernswert, dass darunter nicht ihre Produktivität leidet.

Denn, ganz ehrlich: Wenn ihr diese beiden Accounts abonniert, bekommt ihr jeden Tag mehr Lesestoff, als ihr eigentlich gebrauchen könnt – weil er euch für eine lange Zeit beschäftigen wird!


Tag 31: Ein Ausblick in das Schreibjahr 2017 – was wünschst du dir?

Tja, was wünsche ich mir … ich gehe realistisch an die Sache heran. Denn natürlich könnte ich mir jetzt die goldenen Äpfel vom Baum herunter wünschen, oder weltfremd Dinge herbeireden, die sich einfach nicht werden erreichen lassen. Ich werde keinen Bestseller verfassen, nicht meinen Brotjob aufgeben können oder sonst irgendeinen Ausreißer in dieser Richtung vorweisen können, wenn das Jahr 2017 vorbei ist.

Ich wünsche mir, dass mein Verlag und ich es schaffen, in gemeinsamer und partnerschaftlicher Arbeit meinen Debütroman veröffentlichungsreif zu bekommen. In diesem Zusammenhang darf ich schon einen kleinen Wunsch in Richtung 2018 formulieren, nämlich den, dass ich meinen Roman dann auch möglichst bald als Buch in der Hand halten kann und er nicht „nur“ eine eBook-Veröffentlichung bleibt.

Ich wünsche mir, dass ich mich dazu aufraffen kann, neben der hierfür notwendigen Arbeit noch das eine oder andere Projekt anzuschieben. Ich möchte „Der goldene Tod“ gerne fertig schreiben. Wichtiger noch ist mir allerdings die vollständige Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“. Hier hatte ich ja von be eine Absage bekommen, die sich aber nicht gegen meinen Stil oder meine Art zu schreiben richtete, sondern nur sagte, dass der Roman nicht in deren Programm hineinpasst. Vielleicht finde ich ja einen anderen Verlag, der mit mir dieses Herzensprojekt verwirklichen mag? Es schadet ja nichts, es zu versuchen.

Und bei be könnte ich ja eines meiner anderen Manuskripte einreichen. Ich habe hierfür „Darkride“ ins Auge gefasst.

Und ansonsten? Ich möchte den Spaß am Schreiben nicht verlieren. Möchte weiter liebe Menschen um mich herum haben, die diesen Spaß mit mir teilen. Und ich möchte meinen Traum leben.

Meinen Traum vom eigenen Buch!

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 29 – Zitat aus dem aktuellen Projekt

Ich hatte ja gestern Abend schon angekündigt, dass ich mich auf die Aufgabe der heutigen Challenge freue :-).


Tag 29: Poste ein Zitat aus deinem aktuellen Projekt

Ich beziehe diese Frage jetzt der Einfachheit halber auf das Projekt, an dem ich schreibe. Das ist ja „Der goldene Tod“. Und da gibt es gleich eine ganze Menge an Passagen, die mir gut gefallen. Deswegen bin ich mir auch sicher, dass ich dieses Projekt wieder aufnehmen werde, sobald sich die Zeit dazu findet, die im Moment durch „Der Morgen danach“ beansprucht wird.

Das Zitat, das ich euch zeigen möchte, ist dabei ein wenig länger als nur ein Satz. Aber ich hoffe, dass euch das nicht stören wird.

Elisabeth zitterte immer stärker. Inzwischen waren beide Beine in das Stakkato mit eingefallen. »Es war Gräfin Katharina. Sie sah genauso aus, wie an jenem Tag, an dem sie den Unfall erlitten hat. Wenn da nicht diese weiße Färbung überall an ihr gewesen wäre, dann hätte ich geglaubt, ich habe ihren Unfall nur geträumt. Am liebsten hätte ich mir eingeredet, diese Begegnung sei nur ein Traum.«
»Aber es war keiner.«
»Nein, es war kein Traum. Irgendwie ist es mir gelungen, mich aus meiner Erstarrung zu lösen. Und im gleichen Moment begann die Gestalt, auf mich zuzugehen! Ganz langsam, mit grazilen Schritten, deren Klang das Geräusch erzeugte, das mich auf den Flur gelockt hatte. Und ich bin einfach nur vor ihr zurückgewichen. Sie hat nichts getan, kein Geräusch gemacht, außer diesen schrecklich leisen Schritten! Sie hat mich einfach nur angestarrt aus den leblosen weißen Augen.«

Ein Geist? Ein Schwindel? Nun – die Zeit wird es zu Tage bringen.


Morgen ist dann schon der vorletzte Tag in der Challenge. Und sie bringt uns einen alten Bekannten als Aufgabe mit:

Tag 30: Zeig uns den Twitter-Account eines befreundeten Autoren – again!

Na, das kann wieder eine schwere Geburt werden …

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 23 und 24 – Inspirationen und Aktuelles

Wenn ich jetzt „Witz komm‘ raus“ mit euch spielen wollte, dann würde ich einfach sagen, dass ich mich nicht so recht von den Doppelpacks bei der Beantwortung der Fragen zum Autorenwahnsinn lösen konnte oder wollte. Aber das wäre wirklich ein schlechter Scherz. Tatsächlich war ich gestern einfach ziemlich groggy und, wenn ich ehrlich bin, die ganz große Motivation habe ich heute auch nicht. Aber der Appetit kommt ja beim Essen, so sagt man. Und deswegen stürzen wir uns in die Fragen, deren Beantwortung heute mal wieder länger dauern könnte.


Tag 23: Zeig uns etwas, das dich inspiriert. Egal ob Bild, Buch, Film oder Musik!

Wenn ich es mir hier einfach mache, dann verweise ich einfach wieder auf „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King und bin mit der Arbeit für Tag 23 fertig. Aber ganz so einfach möchte ich es mir nicht machen und präsentiere euch deswegen auch noch zu den anderen Inspirationsquellen etwas.

Dabei kommt mir entgegen, dass ich Bild und Musik sogar zusammenfassen kann. Die Geschichte ist für regelmäßige Leser meines Blogs nicht neu, aber vielleicht wird mir ja der eine oder andere neu durch die Challenge hierher gespült.

Ich bin ein großer Fan von Mike Oldfield. Sogar so groß, dass ich selbst die belangloseren Pop-Alben gut finde, die er gemacht hat. Muss ich für die Jüngeren unter euch erklären, wer Mike Oldfield ist? Wahrscheinlich schon. Also in Kurzform:

1973 erschien der junge, schüchterne und von Komplexen zerfressene Oldfield mit einem wahren Monster von einem Album auf der Bildfläche. „Tubular Bells“ war ein Instrumentalwerk, das er ganz alleine eingespielt hatte, wobei er um die zwanzig Instrumente verwendete. Das Album stieg, auch gepusht dadurch, dass die Anfangssequenz im Film „Der Exorzist“ verwendet wurde, bis auf die Top-Position so ziemlich jeder relevanten Albumcharts und begründete eine große Karriere.

Oldfield hat bis heute viele instrumentale Alben folgen lassen, aktuell ist gerade „Return to Ommadawn“, eine Fortsetzung zu seinem dritten Album von 1976, erschienen. Er hat aber insbesondere auch in den 80ern einige lupenreine Popsongs geschrieben, von denen die von Maggie Reilly gesungenen „Moonlight Shadow“ und „To France“ die bekanntesten sein dürften.

Und damit komme ich dann bei dem Bild und dem Album an, die mich zu meinem Roman „Der Beobachter und der Turm“ inspiriert haben:

crisesDas Album „Crises“ erschien 1983 und kombinierte das zwanzigminütige Titelstück mit fünf kürzeren Songs, darunter neben dem bereits erwähnten „Moonlight Shadow“ auch „Shadow on the Wall“, gesungen von Roger Chapman.

Der Song „Crises“ zeichnet sich durch einen sehr starken Gebrauch des damals noch recht neuen Fairlight-Synthesizer aus. Es entstanden elektronische Klänge und Strukturen, die sich mit dem für Oldfield typischen Gitarrenspiel zu ganz eigenen Mustern verbanden.

Und in Kombination mit dem Albumcover, auf das in diesem Stück durch eine Passage referenziert wird, in welcher ein Sänger immer wieder die Line »The Watcher and the Tower – Waiting hour by hour« singt, wurde ich zu einem kurzen experimentellen Text inspiriert, der sich, viele Monate später, als Keimzelle für einen Roman erweisen sollte, der dann, endlich, runde fünfzehn Jahre später auch abgeschlossen werden konnte.

Während also bei Musik, Buch und Bild die Wahl einfach war, was mich denn inspiriert, ist es bei den Filmen schwieriger. Ich weiß, dass es ein paar ganz hervorragende Filme gibt, in denen es um Autoren und das Schreiben geht. Aber ironischer Weise habe ich die meisten von denen nie in meinem Leben gesehen. Nein, nicht einmal „Der Club der toten Dichter“. Und ja, ich weiß, dass das eine eigentlich nicht zu entschuldigende Bildungslücke ist.

Es sind mehr die kurzen Segmente aus vielen Filmen, die mich inspirierten, sei es zu konkreten Szenen oder sei es nur in Bezug auf die Stimmung, die ich in einem Roman erzeugen wollte.

In meinem Roman „Lichter“ schwingt ganz viel von Rob Reiners „Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers“ mit – den ich nach wie vor für einen der großartigsten Coming-of-age-Filme aller Zeiten halte.

In „Der Rezensent“ gibt es eine Szene, die von einem alten Aushangfoto zu dem Edgar-Wallace-Film „Der unheimliche Mönch“ inspiriert ist.

Generell kann ich also durchaus sagen, dass ich ein leicht zu inspirierender Mensch bin. Wobei die Kunst dann darin besteht, nicht in plumpe Plagiate zu verfallen. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.


Tag 24: Zeig uns ein Foto deines aktuellen Projektes!

Das ist jetzt eine Fangfrage, denn eigentlich habe ich im Moment ja mein aktuelles Schreibprojekt „Der goldene Tod“, auch wenn das ziemlich brach liegt, aber auch die Überarbeitung von „Der Morgen danach“, die für die Veröffentlichung läuft.

Ach, wisst ihr was? Ihr bekommt einfach zwei Screenshots, weil ich mich nicht entscheiden kann :-).

Der goldene Tod:

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Der Morgen danach:

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Aber ab morgen wird es hier dann endgültig tagesaktuell! Ist ja kein Zustand, findet ihr nicht auch?

Wobei ich jetzt schon weiß, dass das kein besonders spannender Beitrag wird, habe ich doch kürzlich erst genau diese Fotos hier präsentiert.

Anyway, morgen gibt es

Tag 25: Wir wollen dein Bücherregal sehen!

Bis dahin!

Der Sonntagsreport vom 08.01.2017

Hallo zusammen!

Die erste Woche des neuen Jahres ist nun auch schon wieder vorbei. Die guten Vorsätze sind entweder bereits wieder in Vergessenheit geraten, oder mäandern als etwas, das einem fürchterlich weh tut, im eigenen Hinterstübchen herum. Ich bin bis jetzt mit den meinen eigentlich noch ganz zufrieden, denn zumindest hat es dieses Jahr noch nicht jeden Tag einen Blogeintrag gegeben. Bin ich nicht gut?

Ja, okay, in anderer Hinsicht packt mich langsam die Ungeduld, das gebe ich zu. Aber damit kann ich auch leben. Es ist wohl verständlich, dass ich endlich absolute Gewissheit haben möchte, dass das Projekt „Der Morgen danach“ nun wie gedacht über die Bühne gehen wird.

Klingt das nicht schön einfach, leicht und kurzfristig, dieses „über die Bühne gehen“? Ja, finde ich auch. Ich schwanke im Moment noch zwischen dieser Leichtigkeit und der Sorge, dass das ein verdammt nervenaufreibender Prozess werden wird. Wie bei allen nervenaufreibenden Dingen in meinem Leben stellt sich vorher die Frage, ob ich dieser Sache gewachsen sein werde.

Ich denke, ich kann dies hier und in diesem speziellen Fall bejahen. Ich arbeite seit so langer Zeit auf diesen Moment hin, dass ich nicht jetzt auf einmal einen Einbruch erleiden werde. Und es ist ja auch nicht so, dass es um ein Projekt geht, das ich nicht genau kennen würde.

„Der Morgen danach“ ist der Roman, den ich, abgesehen von „Der Beobachter und der Turm“, am besten von allen meinen Romanen kenne. Hier könnte man mich wahrscheinlich mitten in der Nacht wecken und ich wäre in der Lage, eine Zusammenfassung zu schreiben. Die fiele dann zwar sicherlich sprachlich nicht besonders gewandt aus, aber sie wäre weitgehend vollständig. Und das ist, denke ich, eine gute Voraussetzung, um auch mit jemand „Fremdem“ am Text zu arbeiten.

Um genau zu sein: Ich freue mich schon wie wahnsinnig darauf, dass es losgeht! Am liebsten hätte ich schon in der Winterpause, die der Verlag gemacht hat, angefangen. Aber da gab es zwei Punkte, die mich haben zögern lassen:

  1. Ich habe noch keinen unterschriebenen Vertrag. Und auch, wenn ich das als Formalität ansehe, so ist es doch eine Formalität, die erst einmal erledigt werden sollte. Zumal ich die Erholung über die Feiertage dringend nötig hatte, wie sich herausgestellt hat.
  2. Wer sagt mir denn, dass ich in der „richtigen“ Weise überarbeitet hätte? Bis jetzt steht fest, dass es im Text einen Perspektivwechsel geben wird und die ersten zehn Seiten haben ja auch Anklang gefunden. Aber das war der erste Eindruck. Ein tiefergehender Blick kann und wird sicherlich noch Dinge ans Licht befördern, die auch zu berücksichtigen sind und am Ende stehe ich da und überarbeite eine Passage vier- oder fünfmal, nur weil ich zu voreilig war. Nein, da kann ich meine Energie anderweitig besser einsetzen.

Ja, das sind sie so, die Kleinigkeiten, mit denen man so zu kämpfen hat, wenn man ein Verlagsschriftsteller im Wartestand ist. Aber es finden sich noch andere Themen, über die man schreiben kann …

Mein Schreiben:

Wie ihr wisst, habe ich mir bezüglich des Schreibens ja für dieses Jahr vorgenommen, „Der goldene Tod“ zu vollenden. Und gestern hatte ich zum ersten Mal seit längerer Zeit richtig Lust, daran zu schreiben. Ich traute dem Gefühl erst nicht und habe deswegen ein rundes Stündchen oder so gewartet, ob es bleiben oder fortgehen würde. Aber es blieb und wurde stärker. Und so habe ich schließlich das Dokument geöffnet und angefangen, zu schreiben.

Ein einziges Fiasko!

Nicht nur, dass ich kaum einen gescheiten Anschluss an den letzten Punkt der Story hinbekam, ich hätte auch noch drei Seiten schreiben können, ohne dass irgendwas passiert wäre, das die Geschichte weiterentwickelt.

Mein Protagonist steht zusammen mit einem Hundeführer, der sich vor Angst beinahe einnässt und dessen drei Hunden, die hochgradig nervös sind, auf einer kleinen Insel fester Landmasse inmitten einer Sumpflandschaft. Es ist Nacht, die Sicht ist bescheiden, weil sie keine Lampe haben. Und irgendwo dort draußen ist vielleicht, vielleicht aber auch nicht ein (echtes?) Gespenst.

Das birgt so viele Möglichkeiten, die ich gestern alle nicht zu packen bekommen habe. Dabei weiß ich, wie es weitergehen soll. Ändert aber nichts, weil ich den Dreh nicht bekommen habe.

Jetzt werden die Anhänger der Abteilung Plot wahrscheinlich hämisch auflachen und sagen, dass das nach deren Methode nicht passiert wäre. Das mag sein, aber ich glaube es eigentlich nicht. Denn ich weiß ja, was passiert. Da hilft mir dann auch das Wissen über die übernächste Szene (die ich kenne) oder die danach (die ich auch kenne) nicht weiter.

Ich denke, manchmal hat man einfach eine Blockade im Kopf, die man vielleicht besser anerkennen sollte, bevor sie sich ausweitet. Deswegen habe ich das Experiment nach kurzer Zeit abgebrochen, einen verbitterten Tweet bei Twitter abgesetzt, und mich dem erweiterten Prokrastinieren hingegeben.

Aber keine Sorge und keine falschen Hoffnungen: Ich komme wieder, „goldener Tod“, und dann bist du dran!

Famous Last Words

Soviel soll es für diese Woche gewesen sein, meine lieben Interessierten an meinem kleinen Blog! Ich weiß, dass ich jetzt nicht jede einzelne Kategorie dieses Reports ausgefüllt habe. Aber auch da habe ich mir vorgenommen, dass ich flexibler werde. Und wenn es nun einmal nichts Besonderes zu Multimedia oder Blog zu sagen gibt, dann gibt es das nicht. Dafür werde ich mir herausnehmen, zukünftig auch kurzzeitig andere Zwischenüberschriften mit hereinzunehmen, wenn ich dazu etwas mehr oder weniger kreatives zu sagen habe.

Es fühlt sich manchmal gar nicht schlecht an, Hausherr zu sein! 😉

Habt noch einen schönen Sonntag!

Euer Michael

Die guten Vorsätze für 2017

Kennt ihr das nicht auch? In der Silvesternacht sind wir alle immer mit dabei, wenn es darum geht, die guten Vorsätze für das folgende Jahr zum Besten zu geben. Die Klassiker sind dabei die üblichen Verdächtigen aus den Bereichen Gesundheit, Sport und Finanzen.

Und ihr kennt doch sicherlich auch das Erwachen am zweiten Januar, wenn ihr feststellt, dass es irgendwie dann doch schöner war, nicht direkt das nächste Fitnessstudio aufzusuchen, oder dass die Reste vom Käsefondue unbedingt gegessen werden mussten und, na klar, den PC, den man sich bestellt hat, bekommt man auch irgendwie im eigenen Budget unter.

Ich weiß schon, warum ich mir meine guten Vorsätze erst heute hier aufschreibe. Außerdem mache ich es mir natürlich leichter, weil ich nichts über die Gesundheit (es wäre toll, wenn ich so 20 Kilo abnehmen würde …), Sport (wenn das Fitnessstudio nicht so weit weg wäre, würde ich auch viel öfter/überhaupt noch hingehen) und Finanzen (das Netzwerk musste unbedingt jetzt mit Technik im Gesamtwert von ca. 500 Euro auf Vordermann gebracht werden) schreibe.

Nein, ich bleibe hart bei den Fakten, die euch auf dieser Webseite interessieren dürften. Und auch bei denen war es gut, dass ich sie nicht direkt am ersten Januar geschrieben habe, denn dann hätte ich heute bereits jammern müssen.

Ihr erinnert euch ja noch gut an meine „Pause“, die ich immerhin viermal unterbrochen habe. Heute nun erwischte ich mich bereits bei dem Gedanken: »Du musst unbedingt bloggen.«

Nein, muss ich gar nicht! Gut, ich meine, ich tue es jetzt ja doch, irgendwie, aber nicht aus dem Gefühl heraus, es zu müssen, sondern im Gegenteil, um dieses Gefühl ein wenig kleiner zu machen, in die Ecke zu stellen, und ihm die Eselskappe aufzusetzen.

Ein guter Vorsatz lautet für 2017 also: Ich darf auch mal nicht bloggen. Punkt! Es ist gar nicht nötig, Rechtfertigungen zu suchen oder Erklärungen. Ich darf auch mal nicht bloggen!

Nächstes Thema. Ich hatte euch von den vier Romanen erzählt, die mein Jahr 2016 bestimmt haben. Und dass keiner von denen sich in einem Stadium befindet, das man als „fertig“ bezeichnen kann.

Der Gedanke hat mich, natürlich, nicht ganz losgelassen. Klar, „Der Morgen danach“ besitzt eine Priorität in diesem Jahr. Wenn ich an diese nicht professionell herangehen würde, dann wäre es nur zu verzeihlich, wenn man auch mit mir nicht professionell umgehen würde. Da ich das aber nicht möchte, lautet ein guter Vorsatz für 2017: Ich werde den Roman „Der Morgen danach“ im gemeinsamen Sinne von Verlag und mir fertig stellen.

Nächste Baustelle ist dann der Roman „Der Beobachter und der Turm“. Dieser Roman ist im Prinzip so weit fertig, dass ich ihn in ein (privat finanziertes) Lektorat geben kann. Für diesen Zweck habe ich gespart und mich von einigen lieb gewonnenen Sammlungsstücken getrennt. Nun ist die Situation aber eine ganz andere, als sie es im August war, als ich mich auf die Veröffentlichung vorbereitete.

Da „Der Morgen danach“ für mich Priorität besitzt und besonders zu Beginn auch einiges an Umschreibarbeit erfordert, kann ich mich schlicht und einfach nicht um ein weiteres Projekt mit der Intensität kümmern, das es verdient. Ja, ich habe „Der Beobachter und der Turm“ bei ‚be‘ eingereicht. Aber, ganz ehrlich, viele Chancen rechne ich mir nicht aus. Es ist mehr eine Einreichung, um mir das Gefühl zu geben, dass meine Arbeit, der betriebene finanzielle Aufwand und die Arbeit der lieben Testleser nicht umsonst gewesen ist.

Aber auch hier muss ich realistisch sein und mir erlauben, den „Beobachter“, der für mich immer noch ein Herzensprojekt ist, ins zweite Glied rücken zu lassen. Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Gedanken daran, wie das passieren wird. Aber er muss und wird ganz klar die zweite Geige spielen müssen.

Mein guter Vorsatz für 2017 lautet also: Ich erlaube es mir, „Der Beobachter und der Turm“ nicht mit Gewalt gleichzeitig zu „Der Morgen danach“ in den Markt prügeln zu wollen.

Dann steht da noch die Weiterarbeit an „Der goldene Tod“ aus. Ich habe diesen Roman zum NaNo begonnen und wusste im Prinzip vorher, dass es Schwerstarbeit werden würde, diese Aufgabe auch zu erfüllen. Ich war zeitlich einfach total eingespannt. Alleine der Verkauf meiner CD-Sammlung auf eBay hat jede Menge Zeit gefressen, die ich nicht in den NaNo stecken konnte.

Gut, dass es mich ausgerechnet in diesem Monat zum ersten Mal seit Jahren so richtig psychisch von den Socken hauen würde, das konnte ich natürlich nicht voraussehen. Aber ich spielte ein Spiel mit meinen eigenen Kräften. Und habe verloren.

Seit dem ersten Dezember habe ich nicht geschrieben. Ich konnte nicht mehr. Nun kam der erste Januar und ich hatte so ein Gefühl von: Neues Jahr, neues Glück, jetzt wird sofort weitergeschrieben. Und wir haben den zweiten Januar und ich bin mir zu 100% sicher, dass ich auch heute nicht an diesem Roman arbeiten werde.

Ich muss auf meine Kräfte aufpassen, mit ihnen haushalten. Ich bin zwar erst Anfang 40, aber, so bescheuert es auch klingt, an manchen Punkten merke ich, dass vieles echt nicht mehr so leicht von der Hand und von der Konstitution geht, wie es noch vor zehn Jahren der Fall war.

Das bedeutet, dass „Der goldene Tod“ sich im Zweifel genauso hinten anstellen muss, wie ich es gerade schon zu „Der Beobachter und der Turm“ gesagt habe. Ich hoffe zwar, dass ich mit ein wenig mehr Ruhe und Zeit wieder dorthin komme, dass ich das Schreiben als Entspannung sehe, aber das erzwinge ich jetzt nicht.

Mein Vorsatz für 2017 lautet also: Ich möchte an „Der goldene Tod“ weiterschreiben, werde es aber nicht übers Knie brechen.

Und daran schließt sich direkt an – und ich bitte darum, mich im Zweifel daran zu erinnern! – dass ich in diesem Jahr nicht am NaNoWriMo teilnehmen werde, außer ich sehe mich körperlich, geistig und seelisch dazu in der Lage. Und zwar rückhaltlos!

Dann ist da noch ein Punkt, der eigentlich eher auf eine To-Do-Liste gehören würde, sich aber auch in dieser Aufstellung gut macht. Ich möchte für 2017 endlich meine eigene Homepage an den Start bringen. So eine richtige Autorenhomepage mit eigener Domain, wie ich es schon seit Herbst 2015 (!) vor mir herschiebe. Mein guter Vorsatz lautet also, meine Domain http://www.behr-michael.de in diesem Jahr endlich an den Start zu bringen.

Jetzt sitze ich seit ungefähr fünf Minuten hier und denke, dass ich noch ganz viel in die Liste aufnehmen muss. Ich will mehr netzwerken, ich will mich einbringen, ich will Kurzgeschichten schreiben, will an Ausschreibungen teilnehmen, möchte die Buchmessen in Leipzig und wahrscheinlich auch Frankfurt „rocken“ und, und, und. Und dann sind da ja noch ungefähr fünf Romane, die ich überarbeiten könnte, weil sie es verdient haben. Kann man ja einreichen, irgendwo. Einfach auf die Ochsentour schicken, weil man ja keinen Druck hat, so mit einem Vertrag, der einem zumindest schon mal das Erscheinen eines Buches zusichert. Was haben wir noch? Oh, ich habe überlegt, mir eine Webcam anzuschaffen, dann könnte ich auch vloggen, oder wie sich das nennt. Weil man heute ja multimedial vertreten sein muss. Was ich auf jeden Fall machen will ist, ganz viele Bücher für meine Rubrik „Das Schreiben der anderen“ lesen. Und wenn dann „Der Morgen danach“ sich auf die Veröffentlichung zubewegt, dann will/muss/kann/soll/darf ich dafür natürlich auch Werbung machen! Das geht schon mit dem richtigen Autorenbild los, um das ich mich kümmern muss, weil ich seit fast einem Jahr einen Gutschein für ein Businessfoto habe, der bald abläuft.

Leute, ist es verwunderlich, dass man, wenn man einmal beginnt, in einen solchen Gedankenkreislauf einzutreten, Schnappatmung bekommt? Ich denke nicht.

Und deswegen kommt jetzt, sozusagen, der wichtigste Vorsatz von allen. Der, der alle anderen überstrahlt und überlagert.

Ich will mir erlauben, nicht perfekt zu sein! Nicht all das, was ich geschrieben habe, jetzt, sofort und nach einem festgelegten Plan zu erledigen. Mag sein, dass für manche Menschen solche Pläne funktionieren. Ich bekomme Schnappatmung davon.

Also, noch einmal: Ich erlaube mir, nicht perfekt zu sein!

Damit liest sich meine Liste der guten Vorsätze wie folgt:

  • Ich darf auch mal nicht bloggen
  • Ich werde den Roman „Der Morgen danach“ im Sinne von Verlag und mir fertig stellen
  • Ich erlaube es mir, „Der Beobachter und der Turm“ nicht mit Gewalt gleichzeitig zu „Der Morgen danach“ in den Markt prügeln zu wollen
  • Ich möchte an „Der goldene Tod“ weiterschreiben, werde es aber nicht übers Knie brechen
  • Ich werde nur dann am NaNoWriMo teilnehmen, wenn ich mich körperlich, geistig und seelisch dazu in der Lage fühle. Rückhaltlos!
  • Ich werde meine Homepage in diesem Jahr an den Start bringen
  • Ich erlaube mir, nicht perfekt zu sein!

Ich bedanke mich bei denen, die bis hierhin mit dem Lesen durchgehalten haben. Es war ein langer Text. Aber auch das erlaube ich mir einfach mal: So zu schreiben, wie ich nun einmal bin.

Der Jahresreport 2016

Guten Tag, ihr Lieben!

Ich hoffe, jeder von euch ist auf die Weise in das neue Jahr gekommen, die ihm und ihr am angenehmsten gewesen ist. Bei mir war es ein sehr ruhiger Übergang, von einer gewissen Melancholie mitgeprägt, die mich häufig zum Ende eines Jahres überkommt. Aus diesem Grund habe ich mich gestern auch nicht an dem Reigen der Jahresrückblicke beteiligt, der aus dem Reader in mein Postfach geschwemmt wurde. Und da heute, passender Weise, Sonntag ist, dachte ich mir, dass ich den Sonntagsreport, der für die letzte Woche sowieso sehr spärlich ausgefallen wäre, zum Jahresreport ummünze.

Das letzte Jahr steht natürlich im Schatten von vier Romanen, an denen ich gearbeitet habe, noch arbeite und vor allem noch arbeiten werde.

Zu Jahresbeginn steckte ich noch mitten im Schreibprozess von „Die Welt der stillen Schiffe“, das ich im NaNoWriMo 2015 begonnen hatte und dann am 22.05.2016 beendete.

Direkt anschließend begann meine großangelegte Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“, dem Roman, den ich mitten im NaNo 2015 beendet hatte. Für diesen Roman arbeitete ich über den Sommer hinweg zum ersten Mal mit Testlesern zusammen, was für mich eine ganz neue Erfahrung gewesen ist. Eine durchweg positive Erfahrung, wie ich noch einmal festhalten möchte.

Und dann, aber das ist ja noch ganz frisch, drängte sich, auch ungefähr ab August, mit einem Mal ein „uralter“ Roman von mir wieder in den Vordergrund: „Der Morgen danach“, der zu 99,9% mein Debüt bei einem Verlag werden wird.

Nebenbei habe ich noch damit angefangen, weil gerade mal wieder NaNo war, den Roman „Der goldene Tod“ zu schreiben, der eigentlich ja nur eine Kurzgeschichte werden sollte, aber dann soweit ausuferte, dass ich gar keine andere Chance hatte, als ihm den Raum zuzugestehen, den er sowieso in Anspruch nahm.

Vier Romane, von denen keiner von sich in Anspruch nehmen kann, „fertig“ zu sein. Beinahe hätte ich mir zwischendurch die Frage gestellt, ob es so etwas wie einen fertigen Roman eigentlich geben kann. Wahrscheinlich ist dies erst der Fall, wenn man ihn irgendwo tatsächlich veröffentlicht hat. Aber in Zeiten von eBooks, von schnell nachgeschobenen Zweitauflagen, ist auch das wohl nicht mehr als ein Zwischenschritt.

Das Jahr 2016 war auch für den Blog ein überaus erfolgreiches. Ich schaue jetzt nicht nach, wie viele Beiträge ich geschrieben habe. Das Statistik-Gen ist mir irgendwann auf dem Weg abhanden gekommen. Aber die Zugriffszahlen haben sich sehr positiv entwickelt und vor allem habe ich Leser, die außerordentlich sensibel darauf reagieren, wann sie „da sein“ müssen und oder sollten.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch sehr lebhaft an den 14.12. Das war der Tag, an dem ich in Bergisch-Gladbach war und das Treffen mit Frau Graf vom Scylla-Verlag hatte. Im Vorfeld hatte ich nur die eine oder andere Andeutung fallen lassen. Aber wie durch einen siebten Sinn angelockt hatte ich an diesem Tag einen enormen Rekordzugriff auf meinem Blog. Als ob irgendwo im Hintergrund jemand gestreut hätte, dass ich gerade an diesem Tag den Zuspruch und die Aufmerksamkeit brauchen würde.

Als ich Abends sah, wie die Zugriffe stiegen und stiegen, wurde mir richtig warm ums Herz. Das könnt ihr mir glauben! Und für den Fall, dass ich es damals noch nicht gesagt habe, möchte ich mich jetzt und hier noch einmal dafür bedanken, dass ihr an meinem Autorenleben so regen Anteil genommen habt.

2016 war in einer weiteren Hinsicht ein sehr bemerkenswertes Jahr. Ich habe angefangen, mich noch weiter aus meiner einstmals selbstgewählten Isolation herauszubewegen. Als ich im Frühjahr 2015 den Blog startete, wussten zwei Handvoll Menschen, dass ich schreibe. Heute sehe ich, dass mir, über WordPress, Twitter und Facebook, an die 750 Menschen folgen.

Ich habe im letzten Jahr beschlossen, dass ich dieses Jahr die Leipziger Buchmesse besuchen werde. Dort werde ich mich, so hoffe ich, mit einigen Menschen persönlich austauschen können, die ich bislang nur virtuell kenne. Und auch das werden immer mehr und immer persönlichere Bekanntschaften.

Im November bin ich Mitglied bei den BartBroAuthors geworden, worüber ich bis jetzt, fällt mir gerade so ein, noch gar nichts im Blog geschrieben habe. Das muss ich in den nächsten Tagen noch nachholen.

Kurz: Die Isolation existiert in dieser Form nicht mehr. 2016 sah mein Coming Out als Autor. In dem Moment, in dem ich mich zuerst von „Mic“ in „Michael“ und kurz darauf in meinem vollen Vor- und Zunamen umbenannte, war die Isolation Geschichte.

Ich glaube, dass dies der wesentliche Erfolg des vergangenen Jahres ist. Noch kurz vor knapp habe ich „Der Beobachter und der Turm“ bei be, dem digitalen Imprint des Bastei-Verlags, als Bewerbung eingereicht. Hierzu schrieb Margaux Navara, geschätzte Kommentatorin und unschätzbare Testleserin, dass mit dem Erfolg auch der Mut käme.

Ich habe über diesen Satz noch weiter nachgedacht. Und ich glaube, dass sie Recht damit hat. Erfolg ist nicht immer etwas, das sich in Zahlen ausdrücken lässt. Nicht in Buchveröffentlichungen, nicht in Buchverkäufen, nicht in geschlossenen Verträgen und nicht in verdientem Geld. Denn wenn ich alles das zur Messgröße werden ließe, dann hätte ich auch in der Bilanz des Jahres 2016 immer (noch) nichts vorzuweisen gehabt.

Erfolg ist, wenn man mit dem, was man tut, in Einklang mit sich selbst ist. Wenn man sich mutig und selbstbewusst dahinter stellt, was man tut und wie man es tut. Erfolg ist es, sich zu trauen. Erfolg ist, sich neue Räume zu erkämpfen. Erfolg ist, wenn man seine Komfortzone erweitert, ausbaut und in Besitz nimmt.

Erfolg ist, wenn man tut, was man liebt, und sich nicht dafür versteckt.

Und in dieser Hinsicht war 2016 bis jetzt mein erfolgreichstes Jahr als Schriftsteller!

Ich wünsche denen unter euch, die auch Dinge haben, in denen sie erfolgreicher sein wollen, dass sie diese Ziele im neuen Jahr 2017 erreichen können. Ich denke, dass es ein spannendes Jahr sein wird. Für mich auf jeden Fall, wie ich in einem eigenen Beitrag in den nächsten Tagen noch einmal kurz darstellen werde.

Ohne euch, ohne euren Zuspruch, wäre das alles für mich nicht möglich gewesen. Dafür bedanke ich mich. Noch einmal und immer wieder.

Ich freue mich darauf, auch 2017 mit euch im Kontakt zu bleiben. Bis ganz bald!

Euer Michael