#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Geänderter Modus Operandi

Achtung, wankelmütiger Autor voraus!

Seit einer Woche schreibe ich jetzt mal mehr, mal weniger regelmäßig einen neuen Beitrag zum Autorenwahnsinn 2017 (Sommeredition). Und es ist genau das eingetreten, was ich beinahe schon befürchtet hatte: Ich fühle mich von dem Format auf meinem eigenen Blog ein klein wenig eingeengt.

Gefühlt gäbe es irgendwie an vielen Tagen etwas ganz anderes, etwas „eigenes“ zu berichten und sei es nur, wie die momentane Arbeit so vorangeht. Ich merke ganz einfach, dass diese Challenge zwar auch über einen Blog bestritten werden kann, vorrangig aber für ein in wesentlichen Zügen ganz anderes Medium, nämlich Instagram, konzipiert wurde.

Das, was andere mit einem Bild und wenigen Worten ausdrücken, neigt bei mir dazu, zu einem halben Roman zu tendieren. Das ist nicht die „Schuld“ der Urheber der Challenge, sondern das ist mein ganz eigenes Problem.

Aber wenn ich ein Problem habe, dann hat auch der Blog ein Problem. Nämlich das, dass hier ganz viel und ganz oft etwas zur Challenge geschrieben wird, eigene Inhalte aber auf der Strecke bleiben.

Dazu kommt noch, dass ich, bei nochmaliger Durchsicht, festgestellt habe, dass viele der Punkte aus dem Autorenwahnsinn für mich gar keinen Sinn machen, weil ich entweder Verrenkungen anstellen müsste, um dazu etwas schreiben zu können, oder weil mir gleich mal gar nichts dazu einfällt.

Noch einmal: Keine Verantwortung bei den Schreibwahnsinnigen, nur bei mir. Die Gedanken, die ich mir jetzt gemacht habe, hätte ich mir vielleicht mal vorher machen sollen.

Deswegen werde ich jetzt den Modus Operandi ein wenig anpassen: Ich schaue mir genau an, welche Punkte aus der Challenge für mich Sinn ergeben und welche nicht. Und um die – und nur um die! – werde ich mich dann noch kümmern. Die anderen fallen einfach ersatzlos weg, auch wenn das einem Komplettisten wie mir immer irgendwo körperliche Schmerzen verursacht.

Außerdem werde ich diese Punkte einstreuen, wann ich es für richtig halte. Das heißt, dass dieses „Tag 1“, „Tag 2“,  usw. für mich ab sofort nicht mehr stattfindet. Wenn der Beitrag, der eigentlich mal für den 08.08. gedacht war, erst Mitte September kommt, dann ist das halt so. Dann würde ich ja auch nicht mehr schreiben, dass jetzt „Tag 8“ bearbeitet wird. Ich denke, das ist auch im Sinne der Ersteller der Challenge so okay. Zumal ich ja den Hashtag weiterhin benutzen werde.

Es tut mir leid, wenn jemand händeringend immer auf den neuesten Teil gemäß der Gesamtübersicht gewartet haben sollte. Gerne nehme ich auch Hinweise entgegen, welche Frage ich denn unbedingt beantworten soll. Aber wenn eine Sache mich zu sehr unter Druck setzt, dann ist sie im Sinne dieses Blogs leider zu unterlassen.

Ich schwöre, beim nächsten Mal werde ich es mir genauer überlegen, ob und wie ich wieder an einer so langen Challenge teilnehmen werde. Und ich schwöre, ich werde niemandem böse sein, wenn er oder sie mich daran erinnert 😉 .

Abschließend für den Moment bedanke ich mich auf jeden Fall noch einmal beim Team vom Schreibwahnsinn, dass sie sich die Mühe mit dieser tollen Challenge gemacht haben! Dass es in diesem Sommer, der sowieso schon an so vielen Baustellen für mich ausgefochten wird, nicht hat sollen sein, ist nicht euch anzulasten.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Die Tage 05 und 19

Heute lassen wir das erste Mal einen Tag beim Autorenwahnsinn aus, denn die Frage des 18. Tages hätte sich darum gedreht, was für ein Notizbuch ich im Moment verwende. Die Antwort darauf – gar keins – wäre jetzt nicht besonders interessant gewesen.

Deswegen machen wir nahtlos mit dem fünften und dem neunzehnten Tag weiter, was meint ihr? Gut!

Tag 05: Wenn du mit deinen Protagonisten in den Urlaub fahren könntest … Welcher von ihnen würde dich begleiten? Wohin geht es?

Das ist eine wirklich schwere Frage, weil einem auf die eine oder andere Art natürlich jeder einzelne Protagonist ans Herz wächst. Auch wenn sich der eine oder die andere von ihnen schon einmal ein wenig zickig gezeigt hat in der Vergangenheit. Aber das ist ja bis zu einem gewissen Grad nun auch wieder meine Schuld, aus der ich nicht wirklich herauskomme. Was erschaffe ich auch so freigeistige Charaktere? Andererseits: Wer will schon von Personen lesen, die immer nur das tun, was man ihnen sagt …

Die nächste Frage, die sich sofort anschließt, ist die, ob es sich bei diesem Urlaub nun um einen reinen Erholungsurlaub handeln soll, oder ob es im Urlaub auch ein wenig „Action“ geben darf. Denn dann würde ich mich jeweils für andere Protagonisten entscheiden.

Meine Wahl für einen reinen Urlaub am Strand und in der Sonne wäre Sascha Wolf, der Protagonist aus „Das Haus am See“. Der Grund dafür wäre, dass wir uns in Bezug auf unsere jeweiligen Macken und Problemchen recht ähnlich sind (ach, nee …). Damit wäre wahrscheinlich für hinreichende Harmonie am Pool gesorgt. Trotzdem hätten wir uns genug zu erzählen, dass uns nicht allzu langweilig werden sollte.

Wenn es ein wenig handfester im Urlaub sein darf, dann habe ich die Qual der Wahl zwischen Jakob Dillken, dem Protagonisten aus „Darkride“ und Hinnerk Klagen, dem Protagonisten aus „Die Welt der stillen Schiffe“. Ich glaube, ich würde mich für Hinnerk entscheiden. Denn der lebt an einem Ort, an dem es sich sicher lohnen würde, mal Urlaub zu machen.

Mehr kann ich euch, aufgrund massiver Spoilergefahr, dazu aber leider nicht erzählen 😉 .

Tag 19: Hot, hot, hot! Heute wollen wir ein heißes, sinnliches Zitat von dir lesen.

Wenn es um ein sinnliches Zitat aus einem meiner Romane gehen soll, geht der Blick zwangsläufig als erstes in Richtung „Der Beobachter und der Turm“. Allerdings muss ich gestehen, dass mir spontan jetzt gar keines einfällt, das in die passende Kategorie fällt und nicht einen weiteren Zusammenhang benötigt.

Schnell mal nachschauen …

Okay, ich glaube, ich habe eine Stelle. Ist zwar auch mehr als nur ein kurzes Zitat, aber wir haben ja hinreichend Platz hier, nicht wahr?

Sie ging rückwärts voraus, immer mit dem Gesicht auf ihn gerichtet. Dabei leckte sie sich die Lippen und warf ihm Blicke zu, die alles versprachen. Richard wurde abwechselnd heiß und kalt. Sein Verlangen steigerte sich ins Übergroße und eben als er vorpreschen und sie einfach packen wollte, erreichte sie die Schlafzimmertür und stieß sie auf, wozu sie sich leicht zur Seite drehte.
Richard konnte den Schwung, denn er war tatsächlich losgelaufen, nicht mehr abbremsen rauschte durch die Tür und fiel der Länge nach aufs Ehebett.
Veronika lachte leise und schloss die Tür. Sie fuhr sich durch die Haare, was Richard jedoch nur hörte und nicht sah, denn er war platt wie eine Flunder liegen geblieben. Und noch etwas hörte er sehr deutlich: Wie sie den Kimono von ihren Schultern gleiten ließ.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Die Tage 03, 04 und 17

Auch heute geht es hier ein wenig wahnsinnig zu. Ein wenig nur, weil ich heute irgendwie einen verdammt schlechten Tag mit meinem Kopf erwischt habe. Heftige Kopfschmerzen haben mich bis gegen Mittag ans Bett gefesselt – was immerhin dadurch versüßt wurde, dass ich aufgewacht bin und eine komplette Kurzgeschichte im Kopf hatte, die ich jetzt „nur noch“ aufschreiben muss.

Ich habe sie sogar schon geplottet, was für mich nun wirklich sehr ungewöhnlich ist. Leider wird die Geschichte wohl einen ein ganz klein wenig tragischen Anstrich bekommen, aber da kann ich nichts dran machen. Jede Geschichte fordert ihr Recht auch in Bezug auf das Setting und die Figuren.

Aber darum soll es hier ja eigentlich gar nicht gehen, sondern um weitere drei Tage des Autorenwahnsinns.

Tag 03: Wo verbringst du diesen Sommer?

Meinen Sommerurlaub habe ich ja leider schon hinter mir. Meine Familie und ich sind dieses Jahr zu Hause geblieben, weil … na ja, über Geld spricht man nicht 😉 .

Statt weg zu fahren haben wir uns in der näheren Umgebung einige Sehenswürdigkeiten angesehen, die von Auswärtigen immer gerne angesteuert werden, die man selbst aber irgendwie kaum besucht. Das ist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen. Im Urlaub woanders fährt man auch schon mal eine Stunde, um sich z.B. ein Museum anzusehen. Hier meistens nicht. Und dabei ist von Duisburg aus so viel Sehenswertes im näheren Umkreis.

Wir haben also eine gesunde Mischung aus Unternehmung und Ruhezeit gesucht und ich denke auch gefunden. Hier im Blog war ja zum Beispiel von unserem Ausflug ins Bobbejaanland zu lesen. Und mindestens ein weiterer Beitrag, der mit einem Urlaubserlebnis zu tun hat, ist noch geplant.

Aber nächstes Jahr möchte ich trotzdem gerne mal wieder ein paar neue Eindrücke woanders sammeln.

Tag 04: Es ist Sommer! Und wir wünschen uns ein sommerliches Zitat aus deinem Manuskript!

Nun, ein im Wortsinne „sommerliches“ Zitat habe ich nicht im Angebot. Aber zwei meiner Romane, von denen hier in letzter Zeit häufiger zu lesen war, spielen im Hochsommer. Das ist zum einen „Darkride“, zum anderen aber auch der zur Veröffentlichung anstehende „Der Morgen danach“. Aus diesem gibt es hier einen kleinen Auszug:

Die Hitze stand in den Straßen Freiburgs und mich lachte das Angebot einer Eisdiele an, an der ich vorbei kam. Also kaufte ich mir drei Kugeln im Hörnchen und setzte mich auf eine der Bänke, die hier überall herum standen.
Für diesen einen Augenblick gab ich mich der Illusion hin, ich wäre ein Passant wie alle anderen, die einkauften, bummelten oder wie ich in der Sonne saßen. Aber ganz konnte ich nicht ausblenden, wie auch hier auf meine Erscheinung reagiert wurde.

Na, immerhin gibt es für meinen Protagonisten ein Eis 😉 .

Tag 17: Wo schreibst du am liebsten, wenn es draußen regnet?

Wie schon einige Male erwähnt habe ich ein Kellerbüro. Das bedeutet, dass es für mich völlig unerheblich ist, ob es regnet, ob die Sonne scheint, ob es schneit, ob es stürmt. Und genau deswegen schreibe ich hier am allerliebsten: Es bedeutet Kontinuität und Sicherheit, Gleichklang und auch -form.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Die Tage 02, 15 und 16

Weiter geht es mit dem Autorenwahnsinn und ja, es wird ein wenig unübersichtlich. Aber nachdem es gestern keine Beantwortung der Frage des 15. Tags gab, habe ich beschlossen, heute drei Tage in einem Beitrag abzufrühstücken. Ob ich das weiterhin zwischendurch so handhaben werde, kann ich jetzt noch nicht sagen. Es wird in der Hauptsache davon abhängen, wie viel Platz ich für meine „anderen“ Beiträge so benötige.

Aber da wir uns heute entsprechend viel vorgenommen haben, gehen wir mal gleich in die Vollen:

Tag 02: Dein Schreibziel für den August?

So ein wenig geht die Antwort auf diese Frage ja schon aus der zu Tag 01 hervor. Mein Ziel ist es, in diesem Monat „Die Behüter des Wahren“ ein gutes Stück weiter zu bringen. Gestern habe ich dafür einen wichtigen Schritt getätigt, indem ich meine Protagonisten auch im Sinne der Story einen wichtigen Schritt habe machen lassen.

Manchmal gibt es so Phasen, in denen man sich festgeschrieben zu haben glaubt, weil irgendwie nichts Neues passiert und alles immer um dasselbe zu kreisen scheint. Und dann muss man beherzt zur Heckenschere greifen und das ganze Geäst einmal in der Mitte durchtrennen. Danach wird vielleicht der eine oder andere Ast ein wenig vor sich hin bluten, aber man kommt auch wieder an den Kern des Ganzen heran.

So ist es mir gestern mit der Geschichte ergangen und ich hoffe, dass ich jetzt gut daran weiterarbeiten kann. Ein konkretes Schreibziel kann ich daraus allerdings nicht ableiten, sofern es sich in Worten oder Zahlen ausdrücken lässt. Vielleicht wird mir im Laufe der Arbeit klarer, was ich eigentlich mit der Geschichte machen möchte, wenn sie fertig ist.

Eine kleine Stimme sagt, den kleinen Finger vorsichtig hebend, dass man ja mal über eine Veröffentlichung …

Aber im Moment wird sie noch von vielen lauteren Stimmen mundtot gemacht. Ich setze mich da auch nicht unter Druck. Da ist noch selten was Gutes draus entstanden.

Tag 15: Welche Snacks dürfen diesen Sommer auf keinen Fall beim Schreiben fehlen?

Eigentlich wäre es mir lieber, wenn ich sagen könnte, dass in diesem Sommer keine Snacks beim Schreiben dabei gewesen wären. Aber ich habe in meinem Sommerurlaub viel zu sehr und viel zu viel gesündigt. Dabei bin ich ein ziemlich offener Mensch, was die Art der Snacks angeht. Bis auf Eis (das ich sehr gerne esse, was aber beim Schreiben unpraktisch ist) darf es so ziemlich alles sein. Wobei Stückware in Form von z.B. Haribo-Lakritz oder -Weingummi natürlich rein von der Konsistenz einen deutlichen Vorteil gegenüber Chips oder Schokolade haben.

Auf Weingummi und Lakritz kann man/ich nämlich eine ganze Weile herumkauen und problemlos den nächsten Satz herunter schreiben. Schokolade hat ebenso wie Chips den Nachteil, dass sie die Tastatur versaut (Chipskrümel zwischen den Tasten, brrrrr) und noch dazu, dass sie so schnell weg ist. Einzelne Stücke lohnen sich ja kaum, um darauf zu kauen. Und wenn man deswegen einen ganzen Riegel in den Mund steckt, ist die Tafel innerhalb von drei Minuten aufgegessen.

Ihr seht schon, besser wären ich, mein Bauchumfang und vielleicht sogar das Schreiben ohne Snacks in diesem Sommer dran gewesen.

Tag 16: Wer sind deine Schreibbuddys? Zeig uns deine Partner in Crime!

Diese Frage gibt mir die Gelegenheit, jetzt doch endlich mal die Webseite der BartBroAuthors hier zu verlinken. Ihr wisst schon, das ist der Autorenverein, in dem ich Mitglied bin. Die zugehörige Website wurde kürzlich einem Redesign und Relaunch unterzogen und ist hier erreichbar. Dort findet ihr eine ganze Menge netter Menschen, die man durchaus als Schreibbuddys bezeichnen könnte.

Aber richtige Schreibbuddys in dem Sinne, dass es einen konkreten fortlaufenden und gegenseitigen Austausch über die geschriebenen Texte gibt, habe ich nicht. Manchmal bedaure ich das, manchmal bin ich froh darum, weil ich nicht weiß, ob und wie ich in so einer Gruppe zurecht käme.

Ja, man sollte alles mal ausprobiert haben, das ist korrekt, aber man muss sich ja nicht immer noch wieder neue „Baustellen“ aufmachen. Ist ja nicht so, als ob sich da keine mehr finden ließen 😉 .

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Kickoff und die Tage 1 und 14

Es herrscht wieder Autorenwahnsinn in den sozialen Netzwerken und den Blogs. Das Team vom Schreibwahnsinn hat es sich nicht nehmen lassen, nach der ersten Auflage des munteren Fragespielchens zu Jahresbeginn nun eine Sommeredition aufzulegen. Den Schreiberinnen und Schreibern soll sie dabei helfen, das Sommerloch ein wenig zu stopfen und den Leserinnen und Lesern, die jeweiligen Büchermenschen noch ein wenig besser kennen zu lernen.

Wie schon beim letzten Mal habe ich den Start in die Aktion bestmöglich verschlafen und hänge mich jetzt erst nachträglich hinten an. Das bedeutet zwangsläufig, dass es auch wieder zu Beiträgen kommt, in denen mehr als eine Frage Beantwortung findet. Ich werde mir aber, anders noch als im Januar, auch die Freiheit erlauben, die eine oder andere Frage einfach auszulassen, wenn sie mich nicht betrifft oder wenn mir zu ihr nichts einfällt. Aber ich denke, das ist schon ganz okay so.

Des Weiteren geht ein „eigener“ Beitrag, der mir unter den Fingernägeln brennt, immer vor. Auch wenn ich das beim letzten Mal nicht ganz durchgehalten habe, was zu massiven Doppelpostings am Tag führte. Aber das wird dann ein wenig zu viel des Guten, fürchte ich.

Nun dann, ohne weitere Vorrede starten wir mal mit „meinem“ Autorenwahnsinn des Sommers 2017:

Tag 01: Woran schreibst du diesen Sommer?

Nächste Frage, bitte. Nein, ernsthaft, ihr habt das Drama ja schon mitbekommen. Ich schreibe im Endeffekt viel zu wenig, aber ich gelobe Besserung. Meine Kurzgeschichte „Die Behüter des Wahren“ ist immer noch ein Thema und zwar eines, dem ich mich nun auch wieder widmen möchte.

Und dann habe ich, für mich selbst auch vollkommen überraschend, gestern noch einmal eine neue Idee für eine Szene in „Der Morgen danach“ bekommen, die jetzt nicht grundlegend neu ist, aber ein wenig Veränderung erfahren wird. Ich erhoffe mir davon, dass der Charakter meines Protagonisten und sein Antrieb noch einmal ein wenig geschärft werden – bevor es dann langsam in Richtung des Showdown geht.

Da muss ich aber natürlich auch wieder in den Clinch mit meiner Lektorin gehen, ob ihr das so überhaupt gefällt. Schauen wir mal!

Ansonsten trage ich mich mit dem Gedanken, vielleicht auch noch einmal eine neue Verlagsbewerbung für „Der Beobachter und der Turm“ zu schreiben. Die Verlagshomepage ist in meinem Browser jedenfalls seit Wochen in einem eigenen Tab geöffnet und wird brav bei jedem Start mitgeladen 😉 .

Tag 14: #Monday Motivation – Was motiviert dich?

Montags motiviert mich vor allem die Tatsache, dass bald schon wieder Wochenende ist.

Spaß auch hier beiseite. Die größte Motivationsquelle, die ich habe, ist und bleibt mein Blog. Da habe ich das Hohelied ja schon ein paar Mal gesungen. Man mag es als eine spinnerte Idee abtun, ihn so exzessiv mit Inhalten zu fluten, wie ich das tue, aber für mich ist es jeden Tag aufs Neue eine Erinnerung daran, was ich eigentlich tue und was ich eigentlich tun will. Er erinnert mich jeden Tag ans Schreiben, an meine Projekte, an meinen Traum.

Und dann sind da natürlich die motivierenden Erfolge auf dem Weg. Davon habe ich ja gerade am Samstag erst geschrieben. Der Kontakt zu Gleichgesinnten. Die Luftschlösser, die man sich so aufbaut.

Und ja, ich gebe es zu, ein ganz klein wenig werde auch ich durch etwas wie Neid motiviert. Zwar positiver Neid, aber es bleibt Neid. Wenn ich sehe, wie weit andere Autorinnen und Autoren es bereits gebracht haben, dann denke ich mir, dass ich das auch will. Regelmäßige Veröffentlichungen und das ganze Programm. Und sei es nur, dass ich neidisch auf die Traute bin, das alles auch im Zweifel auf eigene Faust im Selfpublishing durchzuziehen.

Hey, nicht falsch verstehen, ich gönne jedem von euch jeden erdenklichen Erfolg! Aber eigener Erfolg und eigene Motivation ist nicht zuletzt auch immer ein Resultat aus diesem „will ich auch“-Gefühl. Denkt ihr nicht auch?

Ich bitte also darum, dass mir das niemand übel nimmt 🙂 .

Mein Traum vom eigenen Buch: Ein Rundgang durch die Vergangenheit

Vergangenheit. Eine Zeit, mit der wir uns permanent auseinander zu setzen haben, sei es im Guten, sei es im Bösen. Die Gegenwart hat es an sich, dass sie sich quasi im Sekundentakt in Vergangenheit verwandelt und damit Dinge aus unserer Reichweite nimmt, sie unserer Kontrolle und unserem Einfluss entzieht. Ein falsches Wort gesagt, einen falschen Handgriff getan – und die Katastrophe kann da sein.

Wie gut haben es dann doch wir Autoren, die – in sehr vielen Fällen jedenfalls – in unseren Geschichten die Vergangenheit beschreiben, sie aber auch umschreiben. Und wenn uns etwas an ihr nicht mehr passt, dann können wir sie auch einfach mit einem Federstrich oder dem Druck auf die Delete-Taste ausradieren.

Das Schreiben eines Blogs ist in dieser Hinsicht noch eine Besonderheit. Ich schreibe einen Eintrag und veröffentliche diesen – und damit ist er in die Welt gesetzt. Da ich in meinen Blogeinstellungen eingestellt habe, dass ich sofort den vollständigen Text als E-Mail an meine Follower sende, könnte ich nicht einmal mehr, wenn ich es wollte, seine Verbreitung verhindern.

Aber auch der Blog selbst hat seine Vergangenheit. Bald zweieinhalb Jahre gibt es ihn nun und ich kann, wenn ich mich mit ihm und seiner Vergangenheit beschäftige, die Entwicklung sehen, die er und ich genommen haben.

Gerade in den letzten Tagen habe ich einmal einen solchen Rundgang durch das Archiv unternommen. Der Hintergrund hierzu ist, dass demnächst die Website der BartBroAuthors, des Autorenvereins, dem ich angehöre, relauncht wird und die Mitglieder dazu eingeladen sind, sich für den angeschlossenen Blog mit Beiträgen zu beteiligen. Ich habe angeboten, einige meine älteren Beiträge noch einmal zu überarbeiten und für die Nutzung frei zu geben.

Dafür habe ich mir eine Vielzahl der über 780 Beiträge, die bis jetzt hier veröffentlicht wurden, im Schnelldurchlauf noch einmal angesehen. Und ich fand es bemerkenswert – und auch ein wenig unheimlich, wie sehr an manchen Stellen die Veränderungen greifbar sind.

Ich stieß auf Texte, in denen ich mit meiner Arbeit hadere. Ich sah Momentaufnahmen, in denen ich nicht wusste, wie es denn jetzt weitergehen soll. Allzu oft bin ich mal nach links gegangen, dann nach rechts getaumelt und schien, aus heutiger Sicht betrachtet, den passenden Weg verloren zu haben.

Ich weiß jetzt wieder: Auch wenn ich heute manchmal glaube, ziellos unterwegs zu sein, im Vergleich zu früher ist es geradezu ein Musterbeispiel an Stringenz.

Aber ich habe auch Augenblicke noch einmal erlebt, die einfach schön waren! Da war natürlich die Fertigstellung der Romane, die in dieser Zeit entstanden sind. „Der Redner“, „Der Beobachter und der Turm“ und „Die Welt der stillen Schiffe“ sind auch Kinder dieses Blogs und ja, auch des Austauschs, der über diesen Blog zu Lesern und Autoren zustande gekommen ist.

Ich habe noch einmal die Momente passiert, an denen ich beschlossen habe, aus der Anonymität heraus zu gehen und mich mit allem, was dazu gehört, als Autor zu präsentieren. An einige der Artikel konnte ich mich noch erinnern, als seien sie gestern erst geschrieben worden. Andere waren dafür so gut wie vergessen und es war spannend, sie noch einmal zu lesen.

Und ich habe wieder einmal gelernt, dass wir zwar nicht in der Vergangenheit leben sollten, aber dass wir ohne unsere Vergangenheit nicht das wären, was wir heute sind. Kein Mensch, kein Autor, niemand.

Ich habe eine Reihe von Texten ausgesucht, die ich mir nun noch einmal vornehmen werde. Dabei geht es vor allem auch darum, sie ein Stück weit zu „neutralisieren“. Denn ich habe gesehen, dass ich quasi von Beginn an versucht habe, diesen Tonfall zu finden, der die persönliche Ansprache meiner Leser möglich macht. Es war mir wichtig, euch als Personen wahrzunehmen und euch als Person gegenüber zu treten. Nicht umsonst habe ich euch gleich zu Beginn auf die Veranda meines Hauses eingeladen.

Individualität ist für einen Gemeinschaftsblog von vielen Autorinnen und Autoren zwar auch wichtig, aber ich zumindest finde, dass erkennbar sein muss, dass da ein Jemand im Namen von Vielen schreibt. Außerdem sichert es auch die Individualität des eigenen Blogs, dieses Blogs hier. Denn der soll das bleiben, was er ist: Mein Sprachrohr, meine ganz eigene Sicht auf die Dinge und mein Reisebegleiter.

Der erste Schritt ist getan und viele weitere sollen noch folgen. Aus der Vergangenheit, in die Zukunft hinein. Immer weiter.

Danke, dass ihr den Weg mit mir geht!

„Der Morgen danach“: »Schön, dass es dir besser geht!«

Es war nun wieder ein paar Tage her, dass ich neues aus dem Lektorat zu meinem stark in Produktion befindlichen Roman „Der Morgen danach“ gehört hatte. In der letzten Mail hatte meine Lektorin angekündigt, dass sie noch einmal an einer schweren Stelle feilen wolle und ich hatte zurückgemeldet, dass sie sich ruhig Zeit lassen solle, weil es mir, ich erwähnte es verschiedentlich an dieser Stelle, nicht so besonders gut ging.

Jetzt hatte ich am Wochenende das Gefühl, ich müsse einfach noch einmal nachfragen, wie es denn ausschaut. Also habe ich eine kurze Mail geschrieben.

Was ich darauf zurück bekam, ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass in dem Verlag, bei dem ich gelandet bin, der Autor nicht nur als Textelieferant angesehen wird, sondern dass er auch ganzheitlich etwas zählt.

Ich will nicht die ganze Mail zitieren, so etwas tut man nicht, aber einen Satz daraus kann ich, denke ich, riskieren:

… schön, dass es Dir besser geht, denn ich werte Deine Nachfrage als Zeichen dafür, dass Du wieder neue Energien hast.

Daran gekoppelt war die Ankündigung, dass Jeannette sich jetzt wieder voll hinter das Lektorat klemmen wird.

Also, um das noch einmal zu betonen: Weil es mir nicht besonders gut ging, wurde mal eben der ganze Prozess ein wenig im Tempo gedrosselt, um abzuwarten, bis es bei mir wieder aufwärts geht. Ich finde das beachtlich, beachtenswert und einfach nur toll!

Sicher, hier mag wieder einer dieser Unterschiede zwischen einem kleinen Verlag und einem großen liegen, wo einfach viel mehr Abläufe an viel mehr Stellen ineinander greifen müssen. Aber es ist ein Unterschied und ich glaube, es ist einer, der mir sehr entgegen kommt. Einer, für den ich dankbar sein kann und auch dankbar bin.

Und jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie es weitergeht. 🙂