Der Sonntagsreport vom 08.10.2017 – Wo ist denn das Wochenende geblieben!?

Oh weh, schon ist es wieder Sonntag Spätnachmittag/Abend und ich habe keine Ahnung, wo eigentlich das Wochenende geblieben ist. Aber ich bin mir sicher, wenn ich mich hinsetzen und es mal alles aufschreiben würde, dann würde mir auch wieder einfallen, wo die Zeit geblieben ist. Aber wenn ich damit anfange, dann habe ich wieder eine Stunde mehr oder weniger in den Sand gesetzt, mit der ich vielleicht sinnvolleres anstellen könnte. Oder die mir einfach so zwischen den Fingern zerrinnt.

Eigentlich hatte ich für dieses Wochenende vorgehabt, die Arbeit an den mir vorliegenden Seiten aus dem Lektorat zu einem Abschluss zu bringen, damit ich sie wieder an den Verlag schicken kann. Bis gestern Abend sah es damit auch noch ganz gut aus, aber heute hat es nicht geklappt, die letzten noch fehlenden fünf Seiten zu bearbeiten. Ja, gut, ich habe noch Zeit, aber ich fühle mich auch irgendwie nicht danach.

Irgendwie fühle ich mich nach „Decke über den Kopf ziehen“. Aber ich habe noch ein bisschen was zu tun.

Was mir das Wochenende am meisten zerrissen hat, ist der PC meiner großen Tochter. Dem sollte nämlich eine SSD spendiert werden, damit das Einspielen von Updates oder das simple Hochfahren des Rechners nicht immer Ewigkeiten dauert. Und wenn man schon einmal dabei ist, dann installiert man natürlich auch das Betriebssystem neu – ist ja klar, ansonsten hat man ja direkt die ersten Langsammacher wieder mit im Boot.

Nach bald dreißig Jahren im Geschäft sollte ich eigentlich wissen, dass es niemals trivial ist, einen PC aufzurüsten. Auch wenn da schon eine Menge einfacher geworden ist im Vergleich zu früher. Heute kann man alles kreuz und quer an den Strom und an die SATA-Schnittstellen anschließen. Früher musste man genau aufpassen, welches Laufwerk das erste und welches das zweite sein sollte, weil sonst nichts mehr funktionierte.

Aber trotzdem hatte ich eine Menge „Spaß“ mit der Kiste. Die erste Überraschung war, dass ich nach dem Aufschrauben des Gehäuses nicht nur eine, sondern derer zwei Festplatten vorfand. Oh, stimmt ja, ich hatte nach Erwerb des Komplettsystems noch die Festplatte aus dem alten, abgerauchten Notebook mit eingebaut. Wie gut und vorausschauend, dass ich zu der SSD einen neuen Halterahmen bestellt hatte, in den zwei 2,5″-Laufwerke eingesetzt werden können. Wie schlecht und absolut hirnverbrannt, dass der Kasten, in dem die Festplatten verbaut werden sollen, keinerlei vernünftige Zugänge für ausreichend Strom- und Datenkabel bot. Eine große Herausforderung für Freunde des Zauberwürfels: Das alles hinzubiegen und nicht den PC vor Frust vom Tisch zu fegen!

Aber gut, irgendwann war dann alles verkabelt und ich konnte ans Betriebssystem gehen. Oh, well …

Der erste Blick geht natürlich ins BIOS. Wo die SSD nicht angezeigt wird. Sehr gut! Also Windows durchbooten und mal nachschauen, was da los sein könnte. Oh, die SSD ist nicht formatiert. Wieso auch!? Also schnell nachholen. Dann wieder ins BIOS: Ja, sie wird angezeigt! Aber ich kann sie nicht als Bootplatte einstellen. Okay, das geht vielleicht im Lauf der Installation. Also vom USB-Stick gebootet, wo das Setup drauf war und ja, da ist sie!

Aber was soll die Fehlermeldung, dass ich Windows hier nicht installieren kann? Im Setup noch einmal neu formatiert und es ändert sich … nichts.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon eine leicht pochende Halsschlagader, wie ich zugeben muss. Das Studium diverser Googletreffer brachte mich dann irgendwann darauf, dass die Neuinstallation von Windows zickt, wenn das Setup auf irgendeiner der angeschlossenen Festplatten einen schon vorhandenen Bootloader findet. Und von der Sorte hatte ich ja schon zwei verbaut.

Also alles wieder aufgeschraubt und mit Fingerspitzengefühl die Datenkabel aus den Festplatten gezogen. Dann wieder ins Setup und Juchhu! ich kann Windows installieren!

Und dass die Neuinstallation des Betriebssystems und aller benötigten Programme (bei meiner Tochter zumeist nur Spiele und das geht dank Steam ja recht einfach) auch eine Menge Zeit frisst, das dürfte klar sein. Ich hatte zwischendurch mit einer Software zur Fernwartung experimentiert, aber da riss die Verbindung dauernd ab, weil der WLAN-Stick am Rechner des Kindes Mucken macht.

Und, ach ja, erwähnte ich, dass mein Rechner im Keller steht und der PC meiner Tochter in der zweiten Etage (lauf, kletter).

Okay, ich merke gerade, dass ich mich da wohl ein wenig in Rage geschrieben habe 😉 . Soll nicht wieder vorkommen, zumal jetzt „nur noch“ Restarbeiten zu erledigen sind. Aber wenn man noch ins Kalkül zieht, dass wir das halbe Wochenende zusätzlich (!) noch auf Achse waren, um vielleicht irgendwo mal drei neue Stühle für unser Esszimmer zu finden, wird noch deutlicher, wo die Zeit eigentlich geblieben ist.

Jedenfalls ist es jetzt schon wieder fast eine halbe Stunde her, dass ich mit diesem Beitrag angefangen habe, aber das rechne ich jetzt mal nicht. Auch nicht, dass ich eigentlich noch eine Mail beantworten wollte und dass hier auf dem Blog Kommentare darauf warten, dass ich sie beantworte. Und mein Mailpostfach quillt auch schon wieder über und

UAAAAAAAAAH!!!!!

Wisst ihr, was mich als einziges ein bisschen aufrichtet? In drei Wochen habe ich zwei Wochen Urlaub und auch wenn sich da genügend Zeit finden wird – und auch soll – sinnvollere Dinge zu machen, als an irgendwelchen Computern zu sitzen, werde ich mich doch mit dem einen oder anderen wieder auf den laufenden Stand bringen können.

Oh – und meine Medikamente für die nächsten zwei Wochen muss ich mir auch noch zurecht sortieren!

Ihr merkt schon, dieser Beitrag hier wird nichts mehr und vor allem nicht mehr strukturiert oder etwas anderes als eine Folge von „ich müsste, ich musste und ich hätte zu“.

Und im Hintergrund singt Nena gerade: „Ich bleib‘ heut‘ zu Hause, ich bleibe im Bett“. Der Zufall will es so und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Wir sehen uns morgen in alter Frische, wenn ich ich bis dahin nicht hyperventilierend abgehoben habe und durch die Decke gegangen bin 😉 .

Es wünscht euch einen guten und möglichst entspannten Start in die neue Woche

euer Michael

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Neues aus dem Lektorat (2) Abschied vom Dienst nach Vorschrift

Wie versprochen möchte ich versuchen, den Prozess des Lektorats für meinen Roman „Der Morgen danach“ möglichst dicht zu begleiten. Dabei kann es, das ist die Natur der Sache, dazu kommen, dass Dinge, die ich heute in Bezug auf die Angelegenheit fühle, morgen schon wieder ganz anders sind. Vieles ist Tagesform, da unterscheidet sich die Arbeit an einem Roman nicht von der Arbeit an ganz anderen Dingen.

Heute habe ich also damit begonnen, mir die Anmerkungen meiner Lektorin anzusehen und sie umzusetzen. Dabei bin ich auf eine Tatsache gestoßen, die mir zwar im Vorfeld bewusst war, von der ich aber nun feststellen muss, dass sie mich auf eine ganz andere Weise tangiert, als ich es dachte.

Ihr wisst ja, dass ich der „Man to go“ bin, wenn es bei mir auf der Arbeit darum geht, bestimmte Texte zu verfassen, zu überarbeiten oder zu korrigieren. Man kann halt nur eine gewisse Zeit lang Textarbeit verrichten und erzählen, dass man jetzt den nebenberuflichen Autor gibt, bis sich solche Abläufe von praktisch alleine etablieren.

Nun habe ich eine Vorgesetzte, die sehr akribisch (um das Mindeste zu sagen) an die verfassten Texte herangeht. Da kann es schon mal passieren, dass man auch noch eine zweite und dritte Fassung erstellen muss.

Die hierfür notwendigen Änderungen erreichen mich entweder in einem direkten Gespräch oder auch schon mal in Gestalt von Anmerkungen, die an den Rand des Schriftstücks geschrieben sind. Und dann ist es meine Aufgabe, diese Anmerkungen einzuarbeiten. In den allermeisten Fällen mache ich das auch stoisch, weil Chefs eben Chefs sind und damit das verbriefte Recht zur Endabnahme haben.

Und nun sehe ich mich Seiten aus dem Lektorat gegenüber, die dem, was ich auf der Arbeit habe, gar nicht mal so unähnlich sind. Es gibt Streichungen, es gibt Anmerkungen, es gibt Umstellungen und Ergänzungen.

Der erste Reflex, durch die Arbeit herausgebildet, lautet nun wie folgt: Einfach alles abarbeiten und 1:1 so übernehmen, wie die Lektorin es möchte. Sie ist der Boss, sie weiß am besten, was man für den Text machen muss, damit es ihm gut tut.

In der Tat habe ich auch so zu arbeiten angefangen, aber dann kamen im Laufe der ersten paar Seiten ganz seltsame Gefühle auf, die ich mir zuerst nicht erklären konnte. Es war eine Form von Unwohlsein, nicht direkt ein Unwille, aber auf jeden Fall unangenehm.

Die Antwort lag dabei auf der Hand. Ich arbeite hier nicht irgendein dienstliches Schreiben ab, an das ich null Herzblut investiere, sondern nicht mehr oder weniger den Text meines Romanerstlings. Das, was hinterher in diesem Manuskript steht, wird das sein, was in die Öffentlichkeit geht und was die Leser zu sehen bekommen werden, wenn sie ihn sich kaufen.

Plötzlich war jede Umstellung und Anmerkung mit einem Fragezeichen versehen. Jede Streichung fühlte sich wie eine Amputation an und jede Ergänzung wie das Wirken eines Chirurgen, der meinem Text ein zusätzliches Körperteil annähen will.

Was tat ich also?

Ich lehnte mich in meinem Sessel zurück und versuchte, ganz in Ruhe durchzuatmen und mich selber wieder einzunorden. Denn die Sicht, die ich dabei war, zu entwickeln, war nicht weniger als selbstzerstörerisch. Denn bei Licht betrachtet macht eine gute Lektorin nichts anderes, als noch einmal den Meißel anzusetzen und aus dem Rohdiamanten eines Manuskripts das Beste heraus zu holen.

Dabei werden keine Änderungen gemacht, nur um auf dieser Manuskriptseite möglichst viel angestrichen zu haben. Alles hat einen Sinn, alles hat einen Grund.

Und vor allem: Jeder dieser Punkte ist mehr oder weniger verhandelbar, steht zur Diskussion offen. Wenn meine Vorgesetzte auf der Arbeit will, dass ich einen dicken Smiley über einen Text male, dann soll sie ihren Smiley haben. Denn sie ist der Boss.

Wenn meine Lektorin eine Änderung möchte, dann prüfe ich sie und entscheide, ob ich sie auch gut finde, oder nicht.

Ich bin also im Ergebnis noch einmal die Seiten zurückgegangen, die ich schon abgearbeitet hatte und habe mir die einzelnen Änderungen noch einmal angesehen. Und mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen hat jede diese Änderungen den Text entweder nach vorne gebracht oder sie war zumindest so, dass ich aus der Überzeugung heraus sagen konnte, dass sie ihn weder verfälschte, noch verwässerte. Auch als Autor muss und sollte man nicht an jedem einzelnen Wort kleben.

Und so komme ich nun, hoffe ich, vom Dienst nach Vorschrift zum gemeinsamen Dienst an der Sache. Dienst ist Dienst und das hier ist etwas ganz anderes.

Muss ich auch erst lernen und verarbeiten.

…und um das zu kämpfen, was man liebt

Die letzten Tage ging es mir nicht besonders gut. Nein, das ist sogar noch geschönt. In den letzten Tagen gab es einige Momente, in denen es mir gar nicht gut ging. Das hat man, denke ich, auch gemerkt. Irgendwie war alles zu viel, zu wenig, zu laut, zu leise, zu anstrengend, zu fordernd, zu egal, zu uninteressant, zu unnötig, zu bla.

Das erste, was bei mir immer unter diesen Zuständen leidet, ist das Schreiben. Wenn ich mich nicht gut fühle, dann kann ich einfach nicht „einfach“ meine Gedanken in Kreativität umsetzen.

Es soll ja eine Legion von Schriftstellern geben, die besonders dann produktiv waren, wenn sie gerade eine Phase tiefen Weltschmerzes oder ausgewachsene Depressionen hatten. Menschen, die sich in diesen Zuständen suhlten und getrieben von ihren eigenen Dämonen die beste Prosa fabrizierten, zu der sie fähig waren.

Ich bin nicht so.

Wenn es mir auf diese bestimme Weise nicht gut geht, dann hat das Schreiben für mich nicht nur jeden Sinn verloren, dann scheint es auch niemals wieder einen Sinn zu bekommen. Wer interessiert sich schon dafür, ob ich irgendwelche mittelmäßigen Geschichten erzähle? Es interessiert ja mich selbst schon nicht, also, bitte.

Mit solchen Problemen habe ich immer mal wieder zu kämpfen gehabt. Teilweise hielten sie über Jahre hinweg an. Das waren die Jahre, in denen ich mir vielleicht ein, zwei Mal im Jahr eins meiner Manuskripte auf den Bildschirm geladen habe, ein wenig darin herum scrollte und schließlich seufzend feststellte, dass ich früher mal schreiben konnte, aber jetzt nicht mehr.

Im Laufe der Zeit habe ich mir Strategien dagegen erarbeitet. Oder habe es zumindest versucht. Ich habe gelernt, dass auch eine einzige Seite, im Zweifel sogar eine einzige Zeile, ein Faustpfand sein kann um mich und den kleinen Dämon in mir davon zu überzeugen, dass ich doch noch schreiben kann.

Doch auch das klappt nicht, wenn ich mich so gar nicht gut fühle. Und das Schlimmste ist, dass es mir vollauf bewusst ist, was ich eigentlich zu tun hätte – und es eben nicht auf die Reihe bringe. Kenne ich, gehört zum Krankheitsbild.

Ja, es ist ein Dilemma, denn einerseits weiß ich, dass mir das Schreiben unendlich gut tut und andererseits ist es das, zu dem ich mich am wenigsten in der Lage sehe. Es ist einfach schwer, den ersten Schritt zu tun.

Und im Kopf werden aus Tagen wieder Wochen und aus Wochen wieder Monate und aus Monaten werden Jahre. Dabei sind in der Realität wirklich gerade ein paar Tage vergangen.

Heute, auf der Arbeit, als ich gerade in irgendeiner anderen, erschütternd unkreativen Arbeit steckte, bekam ich auf einmal ein Signal von irgendwo her. Vielleicht aus meinem Herzen, vielleicht aus dem, was man die Seele nennt. Ich weiß es nicht. Dieses Signal sagte: Heute – versuch‘ es!

Also habe ich mich mit klopfendem Herzen zum Beginn der Mittagspause an meinen Text „Die Behüter des Wahren“ gesetzt. Ich wusste nicht, ob ich es schaffen würde, den Anschluss zu finden. Meine letzten Zeilen an dieser Geschichte lagen über drei Wochen zurück.

Dann fing ich an zu schreiben. Und hörte erst nach über 2.500 Worten wieder damit auf.

Ich habe zu viel erlebt, um daraus zu schließen, dass jetzt alles wieder gut ist oder wird. So naiv bin ich nicht mehr. Aber ich habe (wieder) festgestellt, dass ich es kann! Und auch wenn es da diese Stimme in mir gibt, die mir das Gegenteil einreden will, es ist für mich möglich, zu schreiben.

Denn Schreiben ist das, was mir gut tut. Auch dann, wenn es wirklich niemanden außer mir interessieren sollte, was dabei heraus kommt. Schreiben ist auch gut für die Seele!

Und darum ist es gut, für das zu kämpfen, was man liebt.

Manche Szenen fallen beim Schreiben einfach schwer

Manche Stellen fallen beim Schreiben einfach schwer. Entsprechend lange versucht man, ihnen aus dem Weg zu gehen, sie immer wieder zu umschiffen oder die Szene hinaus zu zögern. Aber da muss man irgendwann durch, wenn man die Geschichte nicht verlieren oder, noch schlimmer, ihre Wahrhaftigkeit komplett vernichten will.

Nichts ist schlimmer, als wenn man als Autor versucht, sich davor zu drücken, die Konsequenzen aus dem, was man sich aufgehalst hat, zu tragen. Wir treffen Entscheidungen, die für die Personen, die wir beschreiben, mehr oder weniger gute, schlechte oder katastrophale Auswirkungen haben. In unseren Geschichten sind wir zwar wie Götter, aber auch unserer Macht sind Grenzen gesetzt. Durch die Regeln der Glaubwürdigkeit.

Stephen King hat einmal erzählt, wie er beim Schreiben seines Romans „Cujo“ von dieser Tatsache überrollt wurde. In diesem Roman ist ein kleiner Junge über viele, viele Stunden in einem Auto eingeschlossen, weil ein tollwütiger Bernhardiner jeden Ausbruchsversuch der Mutter abwehrt. Am Ende ist das Kind vollkommen dehydriert und, so leid es mir tut, es stirbt in der Geschichte.

King berichtete nun davon, dass das eigentlich gar nicht so geplant war. Eigentlich sollte der Junge leben. Aber dann kam er an die Stelle, an der seine Mutter versucht, ihn zu reanimieren. Und auf einmal stellte er fest, dass gute zehn Minuten vergangen waren und sie immer noch dabei war, ihn zu beatmen – oder was auch immer sie genau tat.

Und so sei der arme kleine Junge ihm einfach weggestorben.

Ich finde diese Geschichte wichtig und interessant, weil sie zeigt, dass es manchmal einfach passiert. Und wenn es passiert, dann sollte man sich nicht dagegen wehren, sondern es akzeptieren.

Bei mir liegt die Sache noch ein wenig anders, denn ich gestehe, ich habe aus Vorsatz gehandelt. In meiner Geschichte, die ich eigentlich nur am Wochenende schreibe, habe ich heute eine Szene gehabt, die sich anfühlte, als ob ich sie nicht zu einem Abschluss bringen wollte. Dabei war klar, was zu passieren hatte. Und es war klar, dass es schnell passieren musste. Weil ansonsten die Glaubhaftigkeit der Geschichte dahin gewesen wäre.

Also habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und es dann hinter mich gebracht: Ich habe gerade einen dreijährigen Jungen faktisch zu einem Waisenkind gemacht und ihn in der Wildnis ausgesetzt. Ich bin nicht stolz darauf und es hat mir keinen Spaß gemacht, auch wenn die Szene am Ende, so glaube ich, richtig gut geworden ist. Es musste sein und deshalb ist es passiert.

Ohne blasphemisch sein zu wollen, in solchen Momenten verstehe ich, wieso Gott sich im großen und ganzen aus seiner Schöpfung heraushält. Jeden Tag möchte ich mich mit solchen Dingen auch nicht auseinandersetzen müssen.

Facebook, das ungeliebte Wesen

Wenn du Autor bist, dann musst du für deine Leser präsent sein – haben sie gesagt.
Wenn du Autor bist, dann musst du Social Media machen – haben sie gesagt.
Wenn du Social Media machst, schließt das Facebook ein – haben sie gesagt.

Und ja, ich bin ja für (fast) jeden Kram zu haben, wenn es denn der Sache dienlich ist und wenn es nicht absolut gegen meine Prinzipien, meine Überzeugungen oder die Legalität geht. Ist ja auch keine große Sache, so eine Facebookpräsenz, nicht wahr? Schließlich ist Facebook, wenn auch immer wieder auf den absteigenden Ast geredet, immer noch das zentrale Netzwerk wenn es darum geht, nun ja, zu netzwerken.

Aber irgendwie bin ich wohl zu dumm dafür. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass ich einfach nicht in meinen Schädel bekomme, wie das jetzt mit den verschiedenen Profilen funktioniert.

Ich habe zwei Profile auf Facebook, weil die, die von da oben, auch gesagt haben, dass man seine Persona als Autor und seine Persona als Mensch voneinander trennen sollte. Auch das ist auf dem Papier eine richtig gute Idee. Denn die Personenkreise, die man mit den verschiedenen Themen anspricht, sind ja nicht dieselben. Und selbst, wenn es dieselben wären, möchte man ja manchmal gar nicht, dass sie übereinstimmen.

Nun bin ich ja im Wartestand für eine Thrillerveröffentlichung und habe überhaupt kein Problem damit, dies unter meinem Namen zu machen. Aber ich kenne auch Autoren, die in anderen Genres unter Pseudonym arbeiten und spätestens da ist es angebracht, wenn man zwei Accounts hat, die fein säuberlich getrennt sind. Der eine, private, gehört dann Erna Koslowski, Hausfrau und Mutter zweier niedlicher Kinder, der andere gehört Sigmund Drachentöter, in dessen Dark Fantasy-Romanen Blut und diverse andere Körpersäfte nur so sprudeln.

Aber da könnt ihr mal sehen: Sogar Erna bekommt problemlos hin, was für mich in weiten Teilen ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. Und bis jetzt habe ich mich auch als hinreichend lernresistent bewiesen, um erfolgreich weiter ein Facebook-Newbie zu bleiben.

Es ist ja nicht nur die Sache mit den Accounts. Es ist auch das verlinken, markieren, und wie das alles heißt. Auf Twitter habe ich das inzwischen recht gut raus. Aber Facebook …

Nun gut, angeregt durch eine Markierung, die mir auf diesem Portal widerfahren ist, habe ich beschlossen, noch mal mein Glück zu versuchen. Wundert euch also nicht, wenn in den nächsten Tagen zumindest hin und wieder ein Post dort erscheint. Meine Blogtexte werden ja eh an den Autorenaccount „durchgeschossen“. Und die stehen auch nach wie vor im Vordergrund, ist ja klar.

Wer also Lust hat, mir dabei zuzusehen, wie ich auf Facebook vor mich hin dilletiere, der darf gerne meinem privaten Account ebenso folgen wie meinem Autorenaccount. Und irgendwann lerne ich das noch, wie ich sie am besten auseinander halte.

Steht aber in meiner Prioritätenliste nicht ganz oben. Merkt man, nicht wahr?

Der Sonntagsreport vom 16.07.2017 – Siehst du mich im Licht?

Hm, so langsam kristallisiert sich heraus, dass der Sonntagsreport, der ja ganz ursprünglich mal als simples Abhaken von Kategorien begonnen hat, zu einer Art privater Nabelschau wird. Aber keine Sorge: Ich halte mit Nabelbildern gerne und aus Überzeugung hinter dem Berg. Ihr könnt also auch in Zukunft ohne die Gefahr, Augenkrebs zu bekommen, diesen Blog besuchen.

Nein, lassen wir die Albernheit und gehen wir dahin, wo es weh tut. Und mir tut es wieder mal da weh, wo ich auf Verhaltensweisen stoße, die mir nicht gut tun. Dabei kann es sich um das Verhalten von Fremden halten, aber auch um das Verhalten, das ich selber an den Tag lege.

Ich versuche einmal, das möglichst präzise zu skizzieren, ohne irgendjemanden persönlich anzusprechen. Denn es geht mir gar nicht darum, persönlich zu werden. Was ich, im Übrigen, auch via Blog ziemlich daneben fände.

Wenn ich mit jemandem interagiere, sei es persönlich, sei es im Internet per Mail oder sei es im Internet auf irgendwelchen Websites, so bin ich, vielleicht auch aufgrund meiner Vorgeschichte und der damit verbundenen Belastungen (siehe den Sonntagsreport von letzter Woche) manchmal leicht angreifbar. Das ist ein Resultat daraus, dass ich in den meisten Fällen eigentlich jemand bin, der erst einmal nicht nur an das Gute im Menschen glaubt, sondern der auch gerne bereit ist, im Guten mit den Menschen umzugehen.

Das macht aus mir einen Kandidaten, dem man leicht weh tun kann. Es mag nicht jedes Mal gewollt sein, aber es gibt die Gelegenheiten, zu denen es eindeutig ins Kalkül gezogen wird. Die Gelegenheiten, zu denen auch so etwas wie eine bewusste Selbsterhöhung zu meinen Lasten angestrebt ist.

Ich denke, dass jeder von uns solche Konstellationen kennt. Gerade im Beruf passiert so etwas gerne. Der Klassiker ist der Kollege, der vorne herum ganz lieb und nett tut und einen hinten herum beim Chef in die Pfanne haut. Und jeder von uns hat eine gewisse Toleranzgrenze, wenn ich das einmal so nennen darf. Man kann uns ungestraft in den Arsch treten, einmal, zweimal, dreimal. Bis es irgendwann genug ist und wir schauen müssen, wie wir aus dieser Situation wieder herauskommen.

Meine Methode ist meistenteils, dass ich mich zurückziehe. Ich stelle die Interaktion ein, verkrieche mich in mir selbst und in meinem vertrauten Umfeld. Verlasse sozusagen meine Komfortzone nicht. Und irgendwann stelle ich dann fest, dass ich mir ein eigenes kleines, aber ungemein effektives und beinahe ausbruchsicheres Gefängnis geschaffen habe.

Nicht immer kommt man ohne Weiteres aus einer solchen Situation wieder heraus. Gerade dann, wenn man über Jahre und vielleicht Jahrzehnte genau diesen Weg gewählt hat. Wenn man sich verkriecht und dabei vielleicht noch einen Schlag abbekommt und noch einen Schlag. Manchmal sogar Schläge, die man sich nur einbildet.

Denn für denjenigen, der das ganze Dilemma ausgelöst hat, ist man meistens schon gar kein Thema mehr. Weil man entweder nichts mehr zu geben hat (da man ja in seinem Gefängnis sitzt), oder weil man nie Wichtigkeit besessen hat.

Leider gibt es solche Vorkommnisse auch im Autorenbereich. Immer mal wieder sind einige Personen in den verschiedenen sozialen Medien, öffentlich wie nicht-öffentlich, unterwegs, die mich dazu bringen und gebracht haben, mich in mein Gefängnis zurückzuziehen. Und es fühlte sich für mich richtig an, denn so bin ich es ja gewohnt gewesen. Zwar gab es da ein leichtes Ziehen, einen Druckschmerz, aber nichts, was sich nicht mit der Lethargie der Unabwendbarkeit hätte erdrücken lassen.

Bis ich irgendwann zwischen gestern und heute sagte: Nein, nicht mehr!

Ich will mich nicht mehr zurückdrängen lassen. Schon gar nicht von Menschen, die dies tun, ohne wirklich mitzubekommen, was sie da eigentlich tun. Schon gar nicht von Menschen, die einfach weiter ihren Weg gehen, weil es eigentlich scheiß egal ist, was ich mache.

Und ich bin zu der (nicht unbedingt bahnbrechenden) Erkenntnis gekommen, dass ich derjenige bin, der für sich selber die Verantwortung trägt. Dass ich derjenige bin, der sich kaserniert. Dass ich derjenige bin, der sich klein macht. Und dass ich derjenige bin, der die Konsequenzen aus dem allem tragen muss.

Was bedeutet das jetzt? Das bedeutet als Sofortmaßnahme, dass ich aus meinem Gefängnis herauskomme und mal wieder ungesiebte Luft atme. Mich ins Sonnenlicht stelle. Vielleicht wird das dem einen oder der anderen nicht so richtig passen, wir werden sehen. Und das, wo ich, glaube ich, eigentlich ein recht umgängliches Kerlchen bin 😉 .

Ich habe nur dieses eine Leben – online wie offline. Nur soundso viele Möglichkeiten. Und ich bin derjenige, der dafür die Verantwortung zu tragen hat. So ist der Plan und die feste Absicht.

Zur Überschrift über den heutigen Beitrag bin ich gekommen, weil mir seit heute Nacht ein ziemlich alter Song im Kopf herum spukt. Der ist jetzt auch schon wieder 20 Jahre alt, aber hat an seiner Eindringlichkeit, seiner Wut und seiner Aussage nichts verloren. Und auch wenn der Text ein ganz klein wenig (viel) zu viel Pathos für die aktuelle Situation mit sich bringt, so ist er doch das, was mir einen Ohrwurm verpasst hat.

Ich wünsche euch einen guten Start in die kommende Woche – und dass ihr möglichst nur mit Menschen zu tun habt, die nett zu euch und euch wohlgesonnen sind!

Der Sonntagsreport vom 09.07.2017 – Ein paar Worte über Medikamente

Hallo zusammen!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag Nachmittag. Auch heute möchte ich euch wieder ein paar Worte über die letzte Woche berichten und weil der Sonntagsreport ja immer mal ein wenig persönlicher angehaucht sind, ist er der richtige Rahmen, denke ich, um ein paar Worte über Medikamente zu verlieren.

Wie ihr ja wisst, gehöre ich leider zu denen, die sich irgendwann in ihrem Leben den einen oder anderen psychischen Knacks eingehandelt haben. Aber das ist für mein Dasein als Autor ja eher von positiver Wirkung. Viele berühmte Autoren hatten so ihre Probleme, was reicht von „ist exzentrisch“ bis zu „hat nicht mehr alle Latten am Zaun“.

Nun bin ich weder berühmt, noch habe ich vor, mich irgendwo in dieser Spannbreite zu verorten. Es ist auch nicht wichtig, dass ich das tue. Soll es doch irgendwann die Nachwelt machen, wenn im Deutschunterricht über meine Werke gesprochen wird.

Äh … wo waren wir stehen geblieben!?

Ach ja, ich wollte davon sprechen, dass Medikamente sowohl Nutzen als auch Sorgen bringen können.

Meine psychischen Probleme haben ab einem gewissen Zeitpunkt eine intensive Behandlung sowohl auf psychotherapeutischer als auch auf medikamentöser Ebene notwendig gemacht. Und, ich stehe dazu, ich verdanke den Medis auch durchaus einiges.

Medikamente in diesem Anwendungsgebiet stehen ja immer so ein wenig im Verdacht, aus dem Hirn desjenigen, der sie einnimmt, einen Schweizer Käse zu machen. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Mir haben sie, ganz im Gegenteil, sehr bei dem geholfen, worum es hier geht. Nämlich beim Schreiben.

Ich weiß nicht, inwiefern ihr euch einen Zustand der Blockade vorstellen könnt, bei dem es beinahe so ist, als ob das eigene Gehirn nicht mehr in der Lage ist, seine Arbeiten zu verrichten, die über die Wahrung der absoluten Grundfunktionen des menschlichen Daseins hinausgehen. Wahrscheinlich könnt ihr das nicht, denn es ist selbst als Betroffener schwer, es zu beschreiben. Man watet durch einen Sumpf aus Emotionen, Gedanken und auch Ängsten und findet irgendwie keinen passenden Weg hinaus.

Absolut tödlich für jede Form der Kreativität!

Als bei mir die Probleme ausbrachen, steckte ich schon seit Jahren in der Arbeit an „Darkride“ fest. Es ging nicht vorwärts, es ging nicht rückwärts. Es ging gar nicht. Und mein guter alter Bekannter, der Zweifel, war mal wieder zu Besuch. Bei allen meinen Romanen vor dem Jahr 2011 war ich mir nämlich so gut wie sicher, dass es sich bei ihm um den letzten überhaupt handeln würde. Ich hatte immer diesen Satz im Hinterkopf: Das war´s, mehr hast du nicht mehr zu erzählen.

2011 änderte sich das, weil ich endlich eine gute Kombination aus Arbeit an meinen Problemen und eben auch den richtigen Medikamenten bekam. Ich war, was speziell die angeht, ein kleines Glückskind. Ich blieb von allen negativen Begleiterscheinungen verschont, die das Einschleichen eines Antidepressivums oft mit sich bringt. Dafür merkte ich, wie ich langsam aber sicher wieder bewegungsfähig wurde.

Später in 2011 folgte dann mein Schreibmarathon, der in einer schnellen Folge bis 2013 die Romane „Der Morgen danach“, „Der Rezensent“, „Das Haus am See“, „Der Ruf des Hafens“ und „Darkride“ entstehen ließ.

Nachdem ich noch einmal eine kurze Schreibpause eingelegt hatte, begann 2015 die Ära „Mein Traum vom eigenen Buch“. Den Rest könnt ihr hier nachlesen.

Aber wieso komme ich dann jetzt wieder auf Medikamente zu sprechen? Nun, vor einigen Wochen merkte ich, dass ich Probleme hatte, mich auf Dinge wie meine Arbeit (privat wie dienstlich) zu konzentrieren, mich zu motivieren, mich zu fokussieren. Viel Zeit verplemperte ich damit, einfach im Internet zu surfen.

Und irgendwann wurde die Sache für mich nahezu unerträglich, auch wenn ich es meistens noch schaffte, sie irgendwie zu kaschieren.

Also bin ich zu meinem Psycho-Doc gegangen und habe ihm gesagt, dass mir diese Antriebsschwäche massiv auf die Nerven fällt. Und er öffnete seine Schreibtischschublade und sagte: »Es gibt da etwas Neues.«

Und so kam es dazu, dass ich seit jetzt ca. 5-6 Wochen auf ein neues Medikament gewechselt bin, das bei weniger Nebenwirkungen als das alte den Antrieb deutlich steigern soll.

Und, was soll ich sagen, es tut seine Wirkung! Ich habe mit einer Motivation, die ich so schon gar nicht mehr von mir kannte, die eine oder andere Aufgabe angenommen und angefangen, sie umzusetzen.

Es sind auch Kleinigkeiten, die mich zu dem Schluss bringen, dass ich da eine (momentan zumindest) richtige Pille für mich gefunden habe. Zum Beispiel habe ich im Moment kein Problem damit, wirklich jeden Tag etwas an meinem momentanen Projekt zu schreiben, also an „Die Behüter der Wahrheit“. Und wenn im Gegenzug mal, so wie gestern, kein Blogbeitrag „nebenbei“ entsteht, dann ist das für mich kein Weltuntergang, sondern völlig unproblematisch. Man muss sich seine Zeit eben einteilen. Und wenn ich dazu auch noch angefangen habe, endlich mal wieder ein Computerspiel ernsthaft zu spielen (und wir alle wissen noch, wann ich mir meinen neuen PC angeschafft habe!), dann sind das alles so Zeichen von Aktivität bzw. Beweglichkeit, die einfach toll sind.

Leider gibt es neben der ganzen Jubelarie aber auch einen deutlichen Nachteil. Das Medikament, das ich jetzt abgesetzt habe, ist nämlich ein ziemliches Arschloch (sorry), wenn es darum geht, es dem Körper zu entziehen. Es sagt nämlich: Ich mache dir das Leben zur Hölle, wenn du mich nicht weiter nimmst.

Der Arzt nennt das in seiner Sprache „Absetzungserscheinungen“. Umgangssprachlich würde man wohl besser „Entzugserscheinungen“ dazu sagen. Ich habe mit Dingen wie Schwindelattacken, Kopfschmerzen, Übelkeit und Blitzen vor den Augen (die sind besonders schön) zu tun. Alles ungefährlich, meint mein Doc. Und, dass sie in etwas fünf oder sechs Wochen vorbei sein werden.

Also von jetzt an gerechnet.

Warum erzähle ich euch das alles an dieser Stelle? Einfach nur, weil ich im Moment also, trotz allem, mal wieder etwas wackelig auf meinem Stuhl sitze. Einerseits habe ich den Antrieb, Dinge zu tun, andererseits gibt es die körperlichen Probleme, die mich teilweise ausbremsen. Aber es geht in die richtige Richtung.

Eigentlich wollte ich nur sagen: Wundert euch nicht, wenn zwischendurch hier vielleicht mal wieder ein oder auch zwei Tage Stille einkehren. Die sind dann einfach der Tatsache geschuldet, dass ich dabei bin, mich zu bessern. Also nicht mich zur Person, sondern meinen allgemeinen Zustand. Und dafür muss es mir einfach auch mal zwischendurch schlecht gehen.

Aber solange meine Kurzgeschichte wächst und gedeiht, solange ich den Kontakt mit euch über den Blog regelmäßig aufrecht erhalte und solange ich jeden Tag merke, wie die positiven Effekte ihre Wirkung haben und behalten, kann, will und werde ich das durchstehen.

Und dann schauen wir mal, wohin der neue Elan und die neuen Möglichkeiten mich führen. Ich habe so eine Ahnung, als ob ihr es mitbekommen könntet 😉 .


Ein wichtiges PS: Das soll nicht bedeuten, dass man Medikamente benutzen sollte, um seine Probleme in Sachen Kreativität zu beheben. Und nein, es soll auch nicht bedeuten, dass Medikamente immer und für jeden eine gute Sache sind. Medikamente sind nichts, womit man einfach mal experimentieren kann und ich bin jemand, der immer sehr eindrücklich davor warnt, einfach mal „was zu nehmen“ oder unkontrolliert „abzusetzen“.

Aber ich habe immer schon gesagt, dass Medikamente helfen (!) können, die Arbeit an den eigentlichen Baustellen anzugehen. In meinem Fall eben, die Antriebsschwäche zu beseitigen. Es geht und ging nicht darum, eine Form des Dopings durchzuführen, sondern meine blockierten Ressourcen wieder zugänglich zu machen.

Das ist ein gewaltiger Unterschied und wenn ihr glaubt, auch Probleme in dem Bereich zu haben, geht zu eurem Arzt und redet darüber. Er wird wissen, ob und was getan werden kann.

Und ganz grundsätzlich: Ich freue mich auf den Tag, an dem ich die Medikamente nicht mehr brauche. Denn das bedeutet, dass ich nicht nur leistungsfähig, sondern vor allem auch gesund bin.

Verständlich, oder?