Der Sonntagsreport vom 04.02.2018: Der Kampf aus dem kreaTief

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade festgestellt, dass der letzte Sonntagsreport schon eine ganze Weile her ist. Und das hat gute Gründe. Wie ich euch ja zwischendurch immer mal wieder berichtet habe, war es hier bei mir ganz schön chaotisch seit dem Jahreswechsel. Da lag dann zwischendurch das Haus in Schutt und Asche (gefühlt), mein Arbeitszimmer verkam zur Abstellkammer (real) und dennoch war das alles nicht einmal das Schlimmste.

Nein, das Schlimmste war, dass mich diverse Vorkommnisse an anderer Stelle im Internet so weit gebracht hatten, dass ich am liebsten den ganzen Wahnsinn dran gegeben, hier abgeschlossen und den Schlüssel weggeworfen hätte.

So, damit ist es heraus.

Ich weiß, dass ich in Bezug auf manche Dinge einfach zu dünnhäutig bin. Es passiert mir zu oft, dass ich mich von Entwicklungen oder Erscheinungen vereinnahmen lasse, die eigentlich nicht in diesem Ausmaß meine Angelegenheit wären. Das hat sicherlich psychosoziale Hintergründe, die zu erforschen vielleicht ganz „witzig“ wäre, aber ich verzichte dankend darauf. Mehr wäre mir daran gelegen, es einfach abzuschalten.

Ich kann und werde an dieser Stelle nicht in die Details gehen. Auch wenn das einen sehr interessanten Stoff für eine Geschichte abgeben würde. Es wäre alles geboten: Leidenschaft, Wut, Intrige, Hass, Hoffnung, Liebe und Verzweiflung. Aber es ist eine Geschichte, die ich nicht schreiben, sondern die ich hinter mir lassen will.

Ich musste nämlich bemerken, wie die Ereignisse und vor allem meine Reaktionen auf sie dafür gesorgt haben, dass ich mich innerlich immer weiter von meinem Bewusstsein, ein selbstbestimmter Autor – jawohl! – zu sein, entfernt habe. Das erste, was auf der Strecke blieb, war mein Blog. Man muss sich nur mal anschauen, wie viele, oder besser wenige, Beiträge ich im Januar geschrieben habe. Und wie immer lag das nicht daran, dass mir nichts einfiel. Es schien nur so sinnlos zu sein.

Das zweite, was gar nicht mehr richtig klappte, war das Schreiben an sich. Wie denn auch, wenn ich mich nicht einmal mehr selber als Autor wahrgenommen habe? Wie soll ich ein Garn spinnen, von dem vornherein feststeht, dass es niemanden interessieren wird – mich am wenigsten?

Vielleicht hätte das alles einen anderen Verlauf genommen, wenn nicht durch den Fluch, der bis jetzt auf 2018 zu liegen scheint, sowohl die Belastung hier im Haus mit der „virtuellen“ Belastung zusammengetroffen wäre. Aber so war es nun einmal nicht und es bringt nichts, sich mit anderen Szenarien zu beschäftigen.

Aber kann ich davon ausgehen, dass jetzt alles wieder gut wird? Ich weiß es nicht. Was ich sagen kann ist, dass hier im Haus so langsam wieder Grund zu erkennen ist – bis dann irgendwann mein Arbeitszimmer zur Renovierung ansteht. Und was ich sagen kann ist, dass sich Dinge, die zum Dasein als Schriftsteller gehören, seit dieser Woche wieder besser anfühlen.

Meine acht Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Lesung in Leipzig sind im Moment eifrig bei der Sache zu planen und zu überlegen. Und so sehr ich mich auch vor den paar Minuten auf der Bühne fürchte (allzu viele werden es nicht sein, weil wir ja so viele Lesende sind), so sehr steigt doch die Vorfreude – einfach weil es ein gutes Gefühl ist, sich mit solchen Themen zu beschäftigen.

Dabei habe ich auch bemerkt, dass ich, obwohl ich an der Stelle im Internet, die ich nicht näher benennen möchte, so große Probleme bekommen habe, durchaus mit denselben Leuten auch konstruktive, produktive und kreative Dinge planen und anschieben kann. Das ist eine neue Erfahrung für mich. Und eine, die mir Hoffnung macht.

Man kann also sagen, dass ich mich langsam wieder aus dem kreaTief heraus kämpfe und ich kann nur hoffen, dass es mir dann bald auch wieder gelingt, mich mit Textarbeit auseinander zu setzen – länger als zwei Tage am Stück.

Jetzt wäre mir sehr daran gelegen, wenn ihr mir alle die Daumen drückt, dass dieses anstrengende Jahr nicht schon in den Startlöchern steht, um den nächsten „genialen Schachzug“ auszuführen, um mich wieder zu demotivieren. Aber ich hoffe jetzt einfach mal das beste.

Ich weiß, dass ganz viel von mir selbst abhängt und dass ganz viel meinen eigenen Gedanken und Empfindungen entspringt. Niemand hat oder hatte es planmäßig darauf abgesehen, mir übel mitzuspielen. Ich hätte jederzeit selber die Reißleine ziehen und mich raushalten können.

Dass ich es nicht getan habe und nicht tun konnte, ist ganz allein mein Problem. Wenn man so will, dann auch ganz allein „meine Schuld“. Aber so ist es nun einmal. Alles nicht so einfach. Doch da Einsicht der erste Schritt zur Besserung ist …

Ich versuche, diese Einsicht nun in Taten umzumünzen und aus dieser Phase zu lernen. Damit es nur ein Straucheln auf meinem Weg war und kein endgültiges Stolpern. Und um meine Projekte endlich wieder in dem Maße fortzuführen, wie ich es mir wünsche.

Mal sehen, wie es wird.

Kommt gut in die neue Woche und passt auf, wo ihr hintretet! 😉

Euer Michael

Der Sonntagsreport vom 10.12.2017: Sich selber exponieren

Hallo ihr Lieben!

Na, habt ihr auch alle fleißig Schnee geschippt? Hier bei uns hat es tatsächlich noch einmal so geschneit, dass ich das zweite Mal an zwei aufeinander folgenden Tagen vor die Tür musste. Ich müsste jetzt ernsthaft nachdenken, wann das zuletzt der Fall gewesen ist.

Weil mich die ganze Schipperei aber rechtschaffen erschöpft hat, möchte ich gar nicht so viele Worte machen. Denn gefühlt mache ich die ja hin und wieder schon zur Genüge. Wobei das ja nichts Schlimmes ist, schließlich sind wir ja alle wegen genau dieser Worte hier: Ich, um sie zu schreiben und ihr, um sie zu lesen.

Aber kommen wir trotzdem zur Sache. Und zwar geht es mir heute darum, wie es ist, wenn man sich selber ein Stück weit exponiert. Ja, ich weiß, schon wieder Fremdwörter, aber ich denke, ihr kennt dieses Wort. Es heißt ja nichts anderes, als dass man sich ein Stück weit aus sich selbst herauswagt, sich zeigt und dabei in Kauf nimmt, auch gesehen zu werden. Jedenfalls ist das für mich eine gute Übersetzung.

Ich habe mich diese Woche gleich einige Male exponiert. Auch auf diesem Blog, wenn ihr zum Beispiel an das Jahresendzeitcoachingstöckchen (puh, was ein Wort) von Jule denkt, das ich aufgefangen habe.

Aber auch mit ganz banalen Dingen kann man, kann ich mich exponieren.

Mir ist zum Beispiel vorhin, als ich den Schnee geschippt habe, durch den Kopf gegangen, was für einen weiten Weg ich gegangen bin, dass ich das jetzt einfach so tun kann.

Das muss ich erklären, denke ich. Dazu müsst ihr nämlich wissen, dass ich früher, noch gar nicht so lange her, immer Angst davor hatte, dass irgendjemand am Fenster seiner Wohnung oder seines Hauses steht und mich dabei beobachtet, wie ich den Rasen mähe, Unkraut zupfe, oder eben den Schnee schippe.

Und wieso hatte ich Angst davor? Weil ich dachte, dass derjenige sich darüber lustig machen würde, dass ich das, was ich da gerade tue, vollkommen falsch mache. Dabei war mir auf einer Verstandesebene durchaus bewusst, dass es eigentlich keinen richtigen oder falschen Weg gibt, den Rasen zu mähen – solange das verdammte Gras hinterher kurz ist. Okay, sich hin zu knien und es zu essen, wie die Figur aus der Kurzgeschichte von Stephen King, das wäre wohl zumindest grenzwertig gewesen.

Aber man wächst ja an seinen Aufgaben und so musste ich irgendwann einsehen, dass es nun einmal nur so viele Personen gibt, die diese Aufgaben erledigen können und dass ich mich nicht immer davor drücken kann. Und irgendwann gewöhnt man sich an alles.

So, wie ich mich ja auch daran gewöhnt habe, oder gerade dabei bin, mich zu gewöhnen, auf diesem Blog ein Stück weit die Hosen runter zu lassen (kein Bildmaterial anliegend). Auch da habe ich gelernt, dass es euch, meine Leser, interessiert, was mich als Mensch beschäftigt. Und dass es okay ist, wenn ich hin und wieder zu verstehen gebe, dass mich Dinge beschäftigen, die das Äquivalent des Rasens oder des Schnees sind: Ich muss mähen und schippen und es könnte sein, dass jemand am Fenster steht und meint, dass ich es falsch mache. Aber das muss ich dann einfach akzeptieren und darf mich nicht davon beirren lassen.

Denn darum geht es auch bei meiner Arbeit, meinem Schreiben. Ich gebe Teile von mir in fremde Hände und setze mich der Beurteilung aus. Ein Teil von mir, der es lange gewohnt war, unsicher zu sein, exponiert sich damit bis auf das Äußerste. Aber das ist ein Muss und es ist okay, manchmal Angst davor zu haben. Es ist auch okay, sich hin und wieder umzublicken, ob sich nicht doch irgendwo eine Gardine verräterisch bewegt.

Aber es ist absolut nicht okay, deswegen alles verwildern zu lassen.

Ich muss mich exponieren, muss den Weg gehen, muss mich zeigen. Nur, wenn ich das tue, habe ich auch die Chance, wahrgenommen zu werden. Von Menschen, die mir nichts böses wollen, die nicht über mich lachen wollen und die nicht mit dem Finger auf mich zeigen. Und irgendwann, vielleicht in einer Woche, vielleicht in einem Monat, vielleicht aber auch schon morgen wird der misstrauische Teil in mir begreifen, dass diese Menschen doch irgendwie in der Überzahl sind.

Soweit das Wort zum Sonntag. Danke euch fürs Zuhören und, wer weiß, vielleicht geht ja der eine oder die andere von euch morgen mit einem besseren Gefühl daran, den über Nacht neu gefallenen Schnee (er hüte sich!) vom Gehsteig zu schippen. Das wünsche ich euch.

Kommt schlitterfrei in die neue Woche!

Euer Michael

Der Sonntagsreport vom 19.11.2017: Kein zurück

Gestern Abend war ich mal wieder auf einem Konzert. Und zwar gab sich der Sänger Peter Heppner in Krefeld anlässlich seines dreißigjährigen Bühnenjubiläums die Ehre.

Würdet ihr mir vorneweg bitte bestätigen, dass irgendwer von euch (noch) weiß, wer Peter Heppner ist? Denn als ich meiner Kollegin (26), mit der ich mir das Büro teilte, den Namen nannte, wurde ich nur fragend angeschaut.

Ich helfe mal auf die Sprünge: Ab 1987 spielte Heppner sich zusammen mit seinem Partner Markus Reinhardt unter dem Bandnamen Wolfsheim zunächst in die Herzen der Synthie-Pop-Freunde. Frühe Szenehits wie „The Sparrows And The Nightingales“ fanden auch Zugang zu weiteren Hörerkreisen. Der Durchbruch für Heppner kam allerdings erst mit einer der zahlreichen Kollaborationen, die er mit anderen Künstlern eingegangen ist.

1998 erschien „Die Flut“, das Gemeinschaftswerk von Peter Heppner und Joachim Witt, das sensationell bis (fast) an die Spitze der deutschen Single-Charts geschossen ist. Hiervon profitierte auch Heppners Hauptband erheblich, bis hin zum Lied „Kein zurück“, das 2003 für insgesamt zehn Wochen in den deutschen Top Ten war und schließlich mit Gold ausgezeichnet wurde.

Kurz darauf trennten Wolfsheim sich und Heppner machte, mit leider geringerem kommerziellen Erfolg, solo weiter. Sein prägnantes Organ wird und wurde jedoch auch weiterhin von anderen Künstlern gerne als Ergänzung zu eigenen Songs verwendet. Bis heute hat Heppner unter anderem mit Künstlern wie Nena, Camouflage oder auch Schiller gearbeitet.

So, wer sich jetzt noch nicht erinnert, ist wahrscheinlich wirklich nicht dabei gewesen. Aber gut, eigentlich soll es auch nur am Rande um die Musik gehen, auch wenn der Beitrag bis jetzt einen anderen Eindruck gemacht haben sollte. Tatsächlich geht es nämlich um eine Botschaft, die in einigen von Heppners Songs zum Ausdruck kommt – was mir allerdings erst gestern wieder so richtig bewusst wurde.

Dein Leben dreht sich nur im Kreis
So voll von weggeworfener Zeit
Deine Träume schiebst du endlos vor dir her
Du willst noch leben irgendwann
Doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her.

Eigentlich sind diese Worte eine große Hülse aus Gedanken, die man in anderen Konstellationen schon oft gehört hat. Konzepte der Achtsamkeit, der bewussten Wahrnehmung, sie alle bauen auf den dahinter liegenden Gedanken auf. Wenn man so will, gehen sogar alte Bauernregeln wie „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ in die gleiche Richtung.

Was mich an dieser Passage, ebenso wie am ganzen Konzert, jedoch mehr gepackt hat, als ich es voraussah, war das Gefühl, irgendwie an einem ähnlichen Punkt in meinem Leben zu stehen.

Ich habe diesen Traum, den Traum vom eigenen Buch. Das wisst ihr alle, so steht es im Titel. Und ich habe mich gefragt, ob ich nicht in gewisser Weise auch diesen Traum immer mehr vor mir her schiebe. Klar, auch diese Frage an mich selbst ist jetzt alles andere als neu oder originell. Ändert aber nichts daran, dass sie legitim ist und gerade dann, wenn sie sich immer wieder aufdrängt, nach Beachtung giert.

Ohne dem Ganzen eine Lächerlichkeit geben zu wollen, die ihm nicht angemessen ist, habe ich mich schon mal gefragt, ob es sich vielleicht um eine Art der Midlifecrisis handelt, die ich mir eingefangen habe. Ich bin Anfang Vierzig, mit einiger Wahrscheinlichkeit bin ich halt irgendwo um die Halbzeit meines Lebens. Andere Männer (und manche Frauen) kaufen sich in dem Alter einen dicken SUV, weil es zum Sportwagen rein geldtechnisch nicht reich. Manche suchen sich irgendeine Liebschaft, um sich wieder jung zu fühlen.

Das liegt mir beides fern, denn das, was ich eigentlich machen will, tue ich ja schon ganz, ganz lange Zeit: ich schreibe. Denn auch das wurde mir bewusst, als ich gestern Abend lange Zeit auf diesen Bühnen-Backdrop schaute. 1987 war auch das Jahr, in dem ich mich zum ersten Mal an meinen Computer gesetzt habe und die Absicht hatte, dass am anderen Ende eines Prozesses ein Roman dabei herauskommt. Peter Heppner steht dieses Jahr 30 Jahre auf der Bühne und ich sitze 30 Jahre an der Schreibmaschine.

Es geht mir nicht um den Vergleich, was ein anderer Mensch bereits erreicht hat und was ich nicht erreichte. Denn dann dürfte ich mich in Anbetracht so vieler engagierter und ambitionierter Autoren, die ihre Erstlinge teils schon vor ihrem zwanzigsten Geburtstag veröffentlichten, gar nicht mehr ins Internet wagen. Es geht höchstens um ein Thema wie stringente Vorgehensweise.

Aber auch an dem habe ich mich an dieser Stelle bereits oft genug abgearbeitet, denke ich. Es wird schwer, dem noch neue Aspekte abzugewinnen. Und langweilen möchte ich euch, liebe Freunde, ja auch nicht.

Jedenfalls stand ich gestern in dieser Konzerthalle, vom strömenden Regen draußen (trotz Schirm) stellenweise bis auf die Haut nass, und erlebte einen seltsamen Gefühlsmix aus Nostalgie, Ergriffenheit, Melancholie und Hoffnung. Denn es ist ja nicht so, dass es keine Möglichkeiten zur Veränderung gäbe. Die gibt es immer. Ich muss „nur“ meinen Hintern hoch bekommen und dann sind alle Dinge möglich, die ich brauche, um meinen Traum zu verwirklichen. Ganz einfach. Es liegt alleine an mir.

Für dieses Gefühl hatte Heppner übrigens auch ein passendes Lied im Gepäck:

Alleinesein, Alleinesein
Heute bin ich einfach mein
in vertrauter Einsamkeit
Alleinesein, Alleinesein
Heute bin ich mir genug
und das tut auch mal ganz gut

Also, was bleibt übrig, abgesehen von einem tollen Konzertabend, der einer Zeitreise glich, einem neuen T-Shirt im Schrank und, wenn ich Pech habe, dem nächsten Schnupfen wegen Kühle und Nässe beim Warten vor der Halle?

Ich denke, dass das Konzert ein weiterer Baustein sein kann auf meinem Weg, mich aus der Tiefe meines „ich kriege nichts gebacken, ich kann nicht schreiben, ich kann mich nicht bewerben, ich kann mimimimimi“ raus zu arbeiten. Inzwischen bin ich nicht mehr so vermessen zu glauben, dass irgendwas in irgendeiner Form eine alleinige Initialzündung sein kann. Wenn es nicht einmal das Gefühl von „du hast nur noch soundso viele gute Jahre vor dir“ kann, was denn dann 😉 ?

Nein, inzwischen glaube ich, dass man den Dingen seinen Lauf lassen muss. Dass man sich die Steine suchen muss. Als ob man aus einem riesigen Haufen von Puzzleteilen die sucht, aus denen sich ein Bild ergibt. Es bringt nichts, den Haufen immer wieder wild in die Luft zu werfen und zu hoffen, dass man deswegen auch nur einen einzigen Schritt schneller zu seinem Ziel kommt. Es braucht Ausdauer, es braucht Geduld, es braucht Ruhe und den Mut zur Langsamkeit.

Ich brauche den Mut zur Langsamkeit!

Oder, um es mit Heppner zu sagen:

Immer vorwärts, Schritt um Schritt
es gibt kein Weg zurück

Also, gehen wir vorwärts. Und ich würde mich freuen, wenn ihr mich weiter auf meinem Weg begleitet!

Alles Liebe

Michael

Der Sonntagsreport vom 08.10.2017 – Wo ist denn das Wochenende geblieben!?

Oh weh, schon ist es wieder Sonntag Spätnachmittag/Abend und ich habe keine Ahnung, wo eigentlich das Wochenende geblieben ist. Aber ich bin mir sicher, wenn ich mich hinsetzen und es mal alles aufschreiben würde, dann würde mir auch wieder einfallen, wo die Zeit geblieben ist. Aber wenn ich damit anfange, dann habe ich wieder eine Stunde mehr oder weniger in den Sand gesetzt, mit der ich vielleicht sinnvolleres anstellen könnte. Oder die mir einfach so zwischen den Fingern zerrinnt.

Eigentlich hatte ich für dieses Wochenende vorgehabt, die Arbeit an den mir vorliegenden Seiten aus dem Lektorat zu einem Abschluss zu bringen, damit ich sie wieder an den Verlag schicken kann. Bis gestern Abend sah es damit auch noch ganz gut aus, aber heute hat es nicht geklappt, die letzten noch fehlenden fünf Seiten zu bearbeiten. Ja, gut, ich habe noch Zeit, aber ich fühle mich auch irgendwie nicht danach.

Irgendwie fühle ich mich nach „Decke über den Kopf ziehen“. Aber ich habe noch ein bisschen was zu tun.

Was mir das Wochenende am meisten zerrissen hat, ist der PC meiner großen Tochter. Dem sollte nämlich eine SSD spendiert werden, damit das Einspielen von Updates oder das simple Hochfahren des Rechners nicht immer Ewigkeiten dauert. Und wenn man schon einmal dabei ist, dann installiert man natürlich auch das Betriebssystem neu – ist ja klar, ansonsten hat man ja direkt die ersten Langsammacher wieder mit im Boot.

Nach bald dreißig Jahren im Geschäft sollte ich eigentlich wissen, dass es niemals trivial ist, einen PC aufzurüsten. Auch wenn da schon eine Menge einfacher geworden ist im Vergleich zu früher. Heute kann man alles kreuz und quer an den Strom und an die SATA-Schnittstellen anschließen. Früher musste man genau aufpassen, welches Laufwerk das erste und welches das zweite sein sollte, weil sonst nichts mehr funktionierte.

Aber trotzdem hatte ich eine Menge „Spaß“ mit der Kiste. Die erste Überraschung war, dass ich nach dem Aufschrauben des Gehäuses nicht nur eine, sondern derer zwei Festplatten vorfand. Oh, stimmt ja, ich hatte nach Erwerb des Komplettsystems noch die Festplatte aus dem alten, abgerauchten Notebook mit eingebaut. Wie gut und vorausschauend, dass ich zu der SSD einen neuen Halterahmen bestellt hatte, in den zwei 2,5″-Laufwerke eingesetzt werden können. Wie schlecht und absolut hirnverbrannt, dass der Kasten, in dem die Festplatten verbaut werden sollen, keinerlei vernünftige Zugänge für ausreichend Strom- und Datenkabel bot. Eine große Herausforderung für Freunde des Zauberwürfels: Das alles hinzubiegen und nicht den PC vor Frust vom Tisch zu fegen!

Aber gut, irgendwann war dann alles verkabelt und ich konnte ans Betriebssystem gehen. Oh, well …

Der erste Blick geht natürlich ins BIOS. Wo die SSD nicht angezeigt wird. Sehr gut! Also Windows durchbooten und mal nachschauen, was da los sein könnte. Oh, die SSD ist nicht formatiert. Wieso auch!? Also schnell nachholen. Dann wieder ins BIOS: Ja, sie wird angezeigt! Aber ich kann sie nicht als Bootplatte einstellen. Okay, das geht vielleicht im Lauf der Installation. Also vom USB-Stick gebootet, wo das Setup drauf war und ja, da ist sie!

Aber was soll die Fehlermeldung, dass ich Windows hier nicht installieren kann? Im Setup noch einmal neu formatiert und es ändert sich … nichts.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon eine leicht pochende Halsschlagader, wie ich zugeben muss. Das Studium diverser Googletreffer brachte mich dann irgendwann darauf, dass die Neuinstallation von Windows zickt, wenn das Setup auf irgendeiner der angeschlossenen Festplatten einen schon vorhandenen Bootloader findet. Und von der Sorte hatte ich ja schon zwei verbaut.

Also alles wieder aufgeschraubt und mit Fingerspitzengefühl die Datenkabel aus den Festplatten gezogen. Dann wieder ins Setup und Juchhu! ich kann Windows installieren!

Und dass die Neuinstallation des Betriebssystems und aller benötigten Programme (bei meiner Tochter zumeist nur Spiele und das geht dank Steam ja recht einfach) auch eine Menge Zeit frisst, das dürfte klar sein. Ich hatte zwischendurch mit einer Software zur Fernwartung experimentiert, aber da riss die Verbindung dauernd ab, weil der WLAN-Stick am Rechner des Kindes Mucken macht.

Und, ach ja, erwähnte ich, dass mein Rechner im Keller steht und der PC meiner Tochter in der zweiten Etage (lauf, kletter).

Okay, ich merke gerade, dass ich mich da wohl ein wenig in Rage geschrieben habe 😉 . Soll nicht wieder vorkommen, zumal jetzt „nur noch“ Restarbeiten zu erledigen sind. Aber wenn man noch ins Kalkül zieht, dass wir das halbe Wochenende zusätzlich (!) noch auf Achse waren, um vielleicht irgendwo mal drei neue Stühle für unser Esszimmer zu finden, wird noch deutlicher, wo die Zeit eigentlich geblieben ist.

Jedenfalls ist es jetzt schon wieder fast eine halbe Stunde her, dass ich mit diesem Beitrag angefangen habe, aber das rechne ich jetzt mal nicht. Auch nicht, dass ich eigentlich noch eine Mail beantworten wollte und dass hier auf dem Blog Kommentare darauf warten, dass ich sie beantworte. Und mein Mailpostfach quillt auch schon wieder über und

UAAAAAAAAAH!!!!!

Wisst ihr, was mich als einziges ein bisschen aufrichtet? In drei Wochen habe ich zwei Wochen Urlaub und auch wenn sich da genügend Zeit finden wird – und auch soll – sinnvollere Dinge zu machen, als an irgendwelchen Computern zu sitzen, werde ich mich doch mit dem einen oder anderen wieder auf den laufenden Stand bringen können.

Oh – und meine Medikamente für die nächsten zwei Wochen muss ich mir auch noch zurecht sortieren!

Ihr merkt schon, dieser Beitrag hier wird nichts mehr und vor allem nicht mehr strukturiert oder etwas anderes als eine Folge von „ich müsste, ich musste und ich hätte zu“.

Und im Hintergrund singt Nena gerade: „Ich bleib‘ heut‘ zu Hause, ich bleibe im Bett“. Der Zufall will es so und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Wir sehen uns morgen in alter Frische, wenn ich ich bis dahin nicht hyperventilierend abgehoben habe und durch die Decke gegangen bin 😉 .

Es wünscht euch einen guten und möglichst entspannten Start in die neue Woche

euer Michael

…und um das zu kämpfen, was man liebt

Die letzten Tage ging es mir nicht besonders gut. Nein, das ist sogar noch geschönt. In den letzten Tagen gab es einige Momente, in denen es mir gar nicht gut ging. Das hat man, denke ich, auch gemerkt. Irgendwie war alles zu viel, zu wenig, zu laut, zu leise, zu anstrengend, zu fordernd, zu egal, zu uninteressant, zu unnötig, zu bla.

Das erste, was bei mir immer unter diesen Zuständen leidet, ist das Schreiben. Wenn ich mich nicht gut fühle, dann kann ich einfach nicht „einfach“ meine Gedanken in Kreativität umsetzen.

Es soll ja eine Legion von Schriftstellern geben, die besonders dann produktiv waren, wenn sie gerade eine Phase tiefen Weltschmerzes oder ausgewachsene Depressionen hatten. Menschen, die sich in diesen Zuständen suhlten und getrieben von ihren eigenen Dämonen die beste Prosa fabrizierten, zu der sie fähig waren.

Ich bin nicht so.

Wenn es mir auf diese bestimme Weise nicht gut geht, dann hat das Schreiben für mich nicht nur jeden Sinn verloren, dann scheint es auch niemals wieder einen Sinn zu bekommen. Wer interessiert sich schon dafür, ob ich irgendwelche mittelmäßigen Geschichten erzähle? Es interessiert ja mich selbst schon nicht, also, bitte.

Mit solchen Problemen habe ich immer mal wieder zu kämpfen gehabt. Teilweise hielten sie über Jahre hinweg an. Das waren die Jahre, in denen ich mir vielleicht ein, zwei Mal im Jahr eins meiner Manuskripte auf den Bildschirm geladen habe, ein wenig darin herum scrollte und schließlich seufzend feststellte, dass ich früher mal schreiben konnte, aber jetzt nicht mehr.

Im Laufe der Zeit habe ich mir Strategien dagegen erarbeitet. Oder habe es zumindest versucht. Ich habe gelernt, dass auch eine einzige Seite, im Zweifel sogar eine einzige Zeile, ein Faustpfand sein kann um mich und den kleinen Dämon in mir davon zu überzeugen, dass ich doch noch schreiben kann.

Doch auch das klappt nicht, wenn ich mich so gar nicht gut fühle. Und das Schlimmste ist, dass es mir vollauf bewusst ist, was ich eigentlich zu tun hätte – und es eben nicht auf die Reihe bringe. Kenne ich, gehört zum Krankheitsbild.

Ja, es ist ein Dilemma, denn einerseits weiß ich, dass mir das Schreiben unendlich gut tut und andererseits ist es das, zu dem ich mich am wenigsten in der Lage sehe. Es ist einfach schwer, den ersten Schritt zu tun.

Und im Kopf werden aus Tagen wieder Wochen und aus Wochen wieder Monate und aus Monaten werden Jahre. Dabei sind in der Realität wirklich gerade ein paar Tage vergangen.

Heute, auf der Arbeit, als ich gerade in irgendeiner anderen, erschütternd unkreativen Arbeit steckte, bekam ich auf einmal ein Signal von irgendwo her. Vielleicht aus meinem Herzen, vielleicht aus dem, was man die Seele nennt. Ich weiß es nicht. Dieses Signal sagte: Heute – versuch‘ es!

Also habe ich mich mit klopfendem Herzen zum Beginn der Mittagspause an meinen Text „Die Behüter des Wahren“ gesetzt. Ich wusste nicht, ob ich es schaffen würde, den Anschluss zu finden. Meine letzten Zeilen an dieser Geschichte lagen über drei Wochen zurück.

Dann fing ich an zu schreiben. Und hörte erst nach über 2.500 Worten wieder damit auf.

Ich habe zu viel erlebt, um daraus zu schließen, dass jetzt alles wieder gut ist oder wird. So naiv bin ich nicht mehr. Aber ich habe (wieder) festgestellt, dass ich es kann! Und auch wenn es da diese Stimme in mir gibt, die mir das Gegenteil einreden will, es ist für mich möglich, zu schreiben.

Denn Schreiben ist das, was mir gut tut. Auch dann, wenn es wirklich niemanden außer mir interessieren sollte, was dabei heraus kommt. Schreiben ist auch gut für die Seele!

Und darum ist es gut, für das zu kämpfen, was man liebt.

Manche Szenen fallen beim Schreiben einfach schwer

Manche Stellen fallen beim Schreiben einfach schwer. Entsprechend lange versucht man, ihnen aus dem Weg zu gehen, sie immer wieder zu umschiffen oder die Szene hinaus zu zögern. Aber da muss man irgendwann durch, wenn man die Geschichte nicht verlieren oder, noch schlimmer, ihre Wahrhaftigkeit komplett vernichten will.

Nichts ist schlimmer, als wenn man als Autor versucht, sich davor zu drücken, die Konsequenzen aus dem, was man sich aufgehalst hat, zu tragen. Wir treffen Entscheidungen, die für die Personen, die wir beschreiben, mehr oder weniger gute, schlechte oder katastrophale Auswirkungen haben. In unseren Geschichten sind wir zwar wie Götter, aber auch unserer Macht sind Grenzen gesetzt. Durch die Regeln der Glaubwürdigkeit.

Stephen King hat einmal erzählt, wie er beim Schreiben seines Romans „Cujo“ von dieser Tatsache überrollt wurde. In diesem Roman ist ein kleiner Junge über viele, viele Stunden in einem Auto eingeschlossen, weil ein tollwütiger Bernhardiner jeden Ausbruchsversuch der Mutter abwehrt. Am Ende ist das Kind vollkommen dehydriert und, so leid es mir tut, es stirbt in der Geschichte.

King berichtete nun davon, dass das eigentlich gar nicht so geplant war. Eigentlich sollte der Junge leben. Aber dann kam er an die Stelle, an der seine Mutter versucht, ihn zu reanimieren. Und auf einmal stellte er fest, dass gute zehn Minuten vergangen waren und sie immer noch dabei war, ihn zu beatmen – oder was auch immer sie genau tat.

Und so sei der arme kleine Junge ihm einfach weggestorben.

Ich finde diese Geschichte wichtig und interessant, weil sie zeigt, dass es manchmal einfach passiert. Und wenn es passiert, dann sollte man sich nicht dagegen wehren, sondern es akzeptieren.

Bei mir liegt die Sache noch ein wenig anders, denn ich gestehe, ich habe aus Vorsatz gehandelt. In meiner Geschichte, die ich eigentlich nur am Wochenende schreibe, habe ich heute eine Szene gehabt, die sich anfühlte, als ob ich sie nicht zu einem Abschluss bringen wollte. Dabei war klar, was zu passieren hatte. Und es war klar, dass es schnell passieren musste. Weil ansonsten die Glaubhaftigkeit der Geschichte dahin gewesen wäre.

Also habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und es dann hinter mich gebracht: Ich habe gerade einen dreijährigen Jungen faktisch zu einem Waisenkind gemacht und ihn in der Wildnis ausgesetzt. Ich bin nicht stolz darauf und es hat mir keinen Spaß gemacht, auch wenn die Szene am Ende, so glaube ich, richtig gut geworden ist. Es musste sein und deshalb ist es passiert.

Ohne blasphemisch sein zu wollen, in solchen Momenten verstehe ich, wieso Gott sich im großen und ganzen aus seiner Schöpfung heraushält. Jeden Tag möchte ich mich mit solchen Dingen auch nicht auseinandersetzen müssen.

Facebook, das ungeliebte Wesen

Wenn du Autor bist, dann musst du für deine Leser präsent sein – haben sie gesagt.
Wenn du Autor bist, dann musst du Social Media machen – haben sie gesagt.
Wenn du Social Media machst, schließt das Facebook ein – haben sie gesagt.

Und ja, ich bin ja für (fast) jeden Kram zu haben, wenn es denn der Sache dienlich ist und wenn es nicht absolut gegen meine Prinzipien, meine Überzeugungen oder die Legalität geht. Ist ja auch keine große Sache, so eine Facebookpräsenz, nicht wahr? Schließlich ist Facebook, wenn auch immer wieder auf den absteigenden Ast geredet, immer noch das zentrale Netzwerk wenn es darum geht, nun ja, zu netzwerken.

Aber irgendwie bin ich wohl zu dumm dafür. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass ich einfach nicht in meinen Schädel bekomme, wie das jetzt mit den verschiedenen Profilen funktioniert.

Ich habe zwei Profile auf Facebook, weil die, die von da oben, auch gesagt haben, dass man seine Persona als Autor und seine Persona als Mensch voneinander trennen sollte. Auch das ist auf dem Papier eine richtig gute Idee. Denn die Personenkreise, die man mit den verschiedenen Themen anspricht, sind ja nicht dieselben. Und selbst, wenn es dieselben wären, möchte man ja manchmal gar nicht, dass sie übereinstimmen.

Nun bin ich ja im Wartestand für eine Thrillerveröffentlichung und habe überhaupt kein Problem damit, dies unter meinem Namen zu machen. Aber ich kenne auch Autoren, die in anderen Genres unter Pseudonym arbeiten und spätestens da ist es angebracht, wenn man zwei Accounts hat, die fein säuberlich getrennt sind. Der eine, private, gehört dann Erna Koslowski, Hausfrau und Mutter zweier niedlicher Kinder, der andere gehört Sigmund Drachentöter, in dessen Dark Fantasy-Romanen Blut und diverse andere Körpersäfte nur so sprudeln.

Aber da könnt ihr mal sehen: Sogar Erna bekommt problemlos hin, was für mich in weiten Teilen ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. Und bis jetzt habe ich mich auch als hinreichend lernresistent bewiesen, um erfolgreich weiter ein Facebook-Newbie zu bleiben.

Es ist ja nicht nur die Sache mit den Accounts. Es ist auch das verlinken, markieren, und wie das alles heißt. Auf Twitter habe ich das inzwischen recht gut raus. Aber Facebook …

Nun gut, angeregt durch eine Markierung, die mir auf diesem Portal widerfahren ist, habe ich beschlossen, noch mal mein Glück zu versuchen. Wundert euch also nicht, wenn in den nächsten Tagen zumindest hin und wieder ein Post dort erscheint. Meine Blogtexte werden ja eh an den Autorenaccount „durchgeschossen“. Und die stehen auch nach wie vor im Vordergrund, ist ja klar.

Wer also Lust hat, mir dabei zuzusehen, wie ich auf Facebook vor mich hin dilletiere, der darf gerne meinem privaten Account ebenso folgen wie meinem Autorenaccount. Und irgendwann lerne ich das noch, wie ich sie am besten auseinander halte.

Steht aber in meiner Prioritätenliste nicht ganz oben. Merkt man, nicht wahr?

Der Sonntagsreport vom 16.07.2017 – Siehst du mich im Licht?

Hm, so langsam kristallisiert sich heraus, dass der Sonntagsreport, der ja ganz ursprünglich mal als simples Abhaken von Kategorien begonnen hat, zu einer Art privater Nabelschau wird. Aber keine Sorge: Ich halte mit Nabelbildern gerne und aus Überzeugung hinter dem Berg. Ihr könnt also auch in Zukunft ohne die Gefahr, Augenkrebs zu bekommen, diesen Blog besuchen.

Nein, lassen wir die Albernheit und gehen wir dahin, wo es weh tut. Und mir tut es wieder mal da weh, wo ich auf Verhaltensweisen stoße, die mir nicht gut tun. Dabei kann es sich um das Verhalten von Fremden halten, aber auch um das Verhalten, das ich selber an den Tag lege.

Ich versuche einmal, das möglichst präzise zu skizzieren, ohne irgendjemanden persönlich anzusprechen. Denn es geht mir gar nicht darum, persönlich zu werden. Was ich, im Übrigen, auch via Blog ziemlich daneben fände.

Wenn ich mit jemandem interagiere, sei es persönlich, sei es im Internet per Mail oder sei es im Internet auf irgendwelchen Websites, so bin ich, vielleicht auch aufgrund meiner Vorgeschichte und der damit verbundenen Belastungen (siehe den Sonntagsreport von letzter Woche) manchmal leicht angreifbar. Das ist ein Resultat daraus, dass ich in den meisten Fällen eigentlich jemand bin, der erst einmal nicht nur an das Gute im Menschen glaubt, sondern der auch gerne bereit ist, im Guten mit den Menschen umzugehen.

Das macht aus mir einen Kandidaten, dem man leicht weh tun kann. Es mag nicht jedes Mal gewollt sein, aber es gibt die Gelegenheiten, zu denen es eindeutig ins Kalkül gezogen wird. Die Gelegenheiten, zu denen auch so etwas wie eine bewusste Selbsterhöhung zu meinen Lasten angestrebt ist.

Ich denke, dass jeder von uns solche Konstellationen kennt. Gerade im Beruf passiert so etwas gerne. Der Klassiker ist der Kollege, der vorne herum ganz lieb und nett tut und einen hinten herum beim Chef in die Pfanne haut. Und jeder von uns hat eine gewisse Toleranzgrenze, wenn ich das einmal so nennen darf. Man kann uns ungestraft in den Arsch treten, einmal, zweimal, dreimal. Bis es irgendwann genug ist und wir schauen müssen, wie wir aus dieser Situation wieder herauskommen.

Meine Methode ist meistenteils, dass ich mich zurückziehe. Ich stelle die Interaktion ein, verkrieche mich in mir selbst und in meinem vertrauten Umfeld. Verlasse sozusagen meine Komfortzone nicht. Und irgendwann stelle ich dann fest, dass ich mir ein eigenes kleines, aber ungemein effektives und beinahe ausbruchsicheres Gefängnis geschaffen habe.

Nicht immer kommt man ohne Weiteres aus einer solchen Situation wieder heraus. Gerade dann, wenn man über Jahre und vielleicht Jahrzehnte genau diesen Weg gewählt hat. Wenn man sich verkriecht und dabei vielleicht noch einen Schlag abbekommt und noch einen Schlag. Manchmal sogar Schläge, die man sich nur einbildet.

Denn für denjenigen, der das ganze Dilemma ausgelöst hat, ist man meistens schon gar kein Thema mehr. Weil man entweder nichts mehr zu geben hat (da man ja in seinem Gefängnis sitzt), oder weil man nie Wichtigkeit besessen hat.

Leider gibt es solche Vorkommnisse auch im Autorenbereich. Immer mal wieder sind einige Personen in den verschiedenen sozialen Medien, öffentlich wie nicht-öffentlich, unterwegs, die mich dazu bringen und gebracht haben, mich in mein Gefängnis zurückzuziehen. Und es fühlte sich für mich richtig an, denn so bin ich es ja gewohnt gewesen. Zwar gab es da ein leichtes Ziehen, einen Druckschmerz, aber nichts, was sich nicht mit der Lethargie der Unabwendbarkeit hätte erdrücken lassen.

Bis ich irgendwann zwischen gestern und heute sagte: Nein, nicht mehr!

Ich will mich nicht mehr zurückdrängen lassen. Schon gar nicht von Menschen, die dies tun, ohne wirklich mitzubekommen, was sie da eigentlich tun. Schon gar nicht von Menschen, die einfach weiter ihren Weg gehen, weil es eigentlich scheiß egal ist, was ich mache.

Und ich bin zu der (nicht unbedingt bahnbrechenden) Erkenntnis gekommen, dass ich derjenige bin, der für sich selber die Verantwortung trägt. Dass ich derjenige bin, der sich kaserniert. Dass ich derjenige bin, der sich klein macht. Und dass ich derjenige bin, der die Konsequenzen aus dem allem tragen muss.

Was bedeutet das jetzt? Das bedeutet als Sofortmaßnahme, dass ich aus meinem Gefängnis herauskomme und mal wieder ungesiebte Luft atme. Mich ins Sonnenlicht stelle. Vielleicht wird das dem einen oder der anderen nicht so richtig passen, wir werden sehen. Und das, wo ich, glaube ich, eigentlich ein recht umgängliches Kerlchen bin 😉 .

Ich habe nur dieses eine Leben – online wie offline. Nur soundso viele Möglichkeiten. Und ich bin derjenige, der dafür die Verantwortung zu tragen hat. So ist der Plan und die feste Absicht.

Zur Überschrift über den heutigen Beitrag bin ich gekommen, weil mir seit heute Nacht ein ziemlich alter Song im Kopf herum spukt. Der ist jetzt auch schon wieder 20 Jahre alt, aber hat an seiner Eindringlichkeit, seiner Wut und seiner Aussage nichts verloren. Und auch wenn der Text ein ganz klein wenig (viel) zu viel Pathos für die aktuelle Situation mit sich bringt, so ist er doch das, was mir einen Ohrwurm verpasst hat.

Ich wünsche euch einen guten Start in die kommende Woche – und dass ihr möglichst nur mit Menschen zu tun habt, die nett zu euch und euch wohlgesonnen sind!

Der Sonntagsreport vom 09.07.2017 – Ein paar Worte über Medikamente

Hallo zusammen!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag Nachmittag. Auch heute möchte ich euch wieder ein paar Worte über die letzte Woche berichten und weil der Sonntagsreport ja immer mal ein wenig persönlicher angehaucht sind, ist er der richtige Rahmen, denke ich, um ein paar Worte über Medikamente zu verlieren.

Wie ihr ja wisst, gehöre ich leider zu denen, die sich irgendwann in ihrem Leben den einen oder anderen psychischen Knacks eingehandelt haben. Aber das ist für mein Dasein als Autor ja eher von positiver Wirkung. Viele berühmte Autoren hatten so ihre Probleme, was reicht von „ist exzentrisch“ bis zu „hat nicht mehr alle Latten am Zaun“.

Nun bin ich weder berühmt, noch habe ich vor, mich irgendwo in dieser Spannbreite zu verorten. Es ist auch nicht wichtig, dass ich das tue. Soll es doch irgendwann die Nachwelt machen, wenn im Deutschunterricht über meine Werke gesprochen wird.

Äh … wo waren wir stehen geblieben!?

Ach ja, ich wollte davon sprechen, dass Medikamente sowohl Nutzen als auch Sorgen bringen können.

Meine psychischen Probleme haben ab einem gewissen Zeitpunkt eine intensive Behandlung sowohl auf psychotherapeutischer als auch auf medikamentöser Ebene notwendig gemacht. Und, ich stehe dazu, ich verdanke den Medis auch durchaus einiges.

Medikamente in diesem Anwendungsgebiet stehen ja immer so ein wenig im Verdacht, aus dem Hirn desjenigen, der sie einnimmt, einen Schweizer Käse zu machen. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Mir haben sie, ganz im Gegenteil, sehr bei dem geholfen, worum es hier geht. Nämlich beim Schreiben.

Ich weiß nicht, inwiefern ihr euch einen Zustand der Blockade vorstellen könnt, bei dem es beinahe so ist, als ob das eigene Gehirn nicht mehr in der Lage ist, seine Arbeiten zu verrichten, die über die Wahrung der absoluten Grundfunktionen des menschlichen Daseins hinausgehen. Wahrscheinlich könnt ihr das nicht, denn es ist selbst als Betroffener schwer, es zu beschreiben. Man watet durch einen Sumpf aus Emotionen, Gedanken und auch Ängsten und findet irgendwie keinen passenden Weg hinaus.

Absolut tödlich für jede Form der Kreativität!

Als bei mir die Probleme ausbrachen, steckte ich schon seit Jahren in der Arbeit an „Darkride“ fest. Es ging nicht vorwärts, es ging nicht rückwärts. Es ging gar nicht. Und mein guter alter Bekannter, der Zweifel, war mal wieder zu Besuch. Bei allen meinen Romanen vor dem Jahr 2011 war ich mir nämlich so gut wie sicher, dass es sich bei ihm um den letzten überhaupt handeln würde. Ich hatte immer diesen Satz im Hinterkopf: Das war´s, mehr hast du nicht mehr zu erzählen.

2011 änderte sich das, weil ich endlich eine gute Kombination aus Arbeit an meinen Problemen und eben auch den richtigen Medikamenten bekam. Ich war, was speziell die angeht, ein kleines Glückskind. Ich blieb von allen negativen Begleiterscheinungen verschont, die das Einschleichen eines Antidepressivums oft mit sich bringt. Dafür merkte ich, wie ich langsam aber sicher wieder bewegungsfähig wurde.

Später in 2011 folgte dann mein Schreibmarathon, der in einer schnellen Folge bis 2013 die Romane „Der Morgen danach“, „Der Rezensent“, „Das Haus am See“, „Der Ruf des Hafens“ und „Darkride“ entstehen ließ.

Nachdem ich noch einmal eine kurze Schreibpause eingelegt hatte, begann 2015 die Ära „Mein Traum vom eigenen Buch“. Den Rest könnt ihr hier nachlesen.

Aber wieso komme ich dann jetzt wieder auf Medikamente zu sprechen? Nun, vor einigen Wochen merkte ich, dass ich Probleme hatte, mich auf Dinge wie meine Arbeit (privat wie dienstlich) zu konzentrieren, mich zu motivieren, mich zu fokussieren. Viel Zeit verplemperte ich damit, einfach im Internet zu surfen.

Und irgendwann wurde die Sache für mich nahezu unerträglich, auch wenn ich es meistens noch schaffte, sie irgendwie zu kaschieren.

Also bin ich zu meinem Psycho-Doc gegangen und habe ihm gesagt, dass mir diese Antriebsschwäche massiv auf die Nerven fällt. Und er öffnete seine Schreibtischschublade und sagte: »Es gibt da etwas Neues.«

Und so kam es dazu, dass ich seit jetzt ca. 5-6 Wochen auf ein neues Medikament gewechselt bin, das bei weniger Nebenwirkungen als das alte den Antrieb deutlich steigern soll.

Und, was soll ich sagen, es tut seine Wirkung! Ich habe mit einer Motivation, die ich so schon gar nicht mehr von mir kannte, die eine oder andere Aufgabe angenommen und angefangen, sie umzusetzen.

Es sind auch Kleinigkeiten, die mich zu dem Schluss bringen, dass ich da eine (momentan zumindest) richtige Pille für mich gefunden habe. Zum Beispiel habe ich im Moment kein Problem damit, wirklich jeden Tag etwas an meinem momentanen Projekt zu schreiben, also an „Die Behüter der Wahrheit“. Und wenn im Gegenzug mal, so wie gestern, kein Blogbeitrag „nebenbei“ entsteht, dann ist das für mich kein Weltuntergang, sondern völlig unproblematisch. Man muss sich seine Zeit eben einteilen. Und wenn ich dazu auch noch angefangen habe, endlich mal wieder ein Computerspiel ernsthaft zu spielen (und wir alle wissen noch, wann ich mir meinen neuen PC angeschafft habe!), dann sind das alles so Zeichen von Aktivität bzw. Beweglichkeit, die einfach toll sind.

Leider gibt es neben der ganzen Jubelarie aber auch einen deutlichen Nachteil. Das Medikament, das ich jetzt abgesetzt habe, ist nämlich ein ziemliches Arschloch (sorry), wenn es darum geht, es dem Körper zu entziehen. Es sagt nämlich: Ich mache dir das Leben zur Hölle, wenn du mich nicht weiter nimmst.

Der Arzt nennt das in seiner Sprache „Absetzungserscheinungen“. Umgangssprachlich würde man wohl besser „Entzugserscheinungen“ dazu sagen. Ich habe mit Dingen wie Schwindelattacken, Kopfschmerzen, Übelkeit und Blitzen vor den Augen (die sind besonders schön) zu tun. Alles ungefährlich, meint mein Doc. Und, dass sie in etwas fünf oder sechs Wochen vorbei sein werden.

Also von jetzt an gerechnet.

Warum erzähle ich euch das alles an dieser Stelle? Einfach nur, weil ich im Moment also, trotz allem, mal wieder etwas wackelig auf meinem Stuhl sitze. Einerseits habe ich den Antrieb, Dinge zu tun, andererseits gibt es die körperlichen Probleme, die mich teilweise ausbremsen. Aber es geht in die richtige Richtung.

Eigentlich wollte ich nur sagen: Wundert euch nicht, wenn zwischendurch hier vielleicht mal wieder ein oder auch zwei Tage Stille einkehren. Die sind dann einfach der Tatsache geschuldet, dass ich dabei bin, mich zu bessern. Also nicht mich zur Person, sondern meinen allgemeinen Zustand. Und dafür muss es mir einfach auch mal zwischendurch schlecht gehen.

Aber solange meine Kurzgeschichte wächst und gedeiht, solange ich den Kontakt mit euch über den Blog regelmäßig aufrecht erhalte und solange ich jeden Tag merke, wie die positiven Effekte ihre Wirkung haben und behalten, kann, will und werde ich das durchstehen.

Und dann schauen wir mal, wohin der neue Elan und die neuen Möglichkeiten mich führen. Ich habe so eine Ahnung, als ob ihr es mitbekommen könntet 😉 .


Ein wichtiges PS: Das soll nicht bedeuten, dass man Medikamente benutzen sollte, um seine Probleme in Sachen Kreativität zu beheben. Und nein, es soll auch nicht bedeuten, dass Medikamente immer und für jeden eine gute Sache sind. Medikamente sind nichts, womit man einfach mal experimentieren kann und ich bin jemand, der immer sehr eindrücklich davor warnt, einfach mal „was zu nehmen“ oder unkontrolliert „abzusetzen“.

Aber ich habe immer schon gesagt, dass Medikamente helfen (!) können, die Arbeit an den eigentlichen Baustellen anzugehen. In meinem Fall eben, die Antriebsschwäche zu beseitigen. Es geht und ging nicht darum, eine Form des Dopings durchzuführen, sondern meine blockierten Ressourcen wieder zugänglich zu machen.

Das ist ein gewaltiger Unterschied und wenn ihr glaubt, auch Probleme in dem Bereich zu haben, geht zu eurem Arzt und redet darüber. Er wird wissen, ob und was getan werden kann.

Und ganz grundsätzlich: Ich freue mich auf den Tag, an dem ich die Medikamente nicht mehr brauche. Denn das bedeutet, dass ich nicht nur leistungsfähig, sondern vor allem auch gesund bin.

Verständlich, oder?

Projekte drängen mit Macht ans Licht

Manchmal habe ich diese Tage, an denen mir partout nichts einfallen will, worüber ich einen Blogeintrag schreiben könnte. Gut, nicht schlimm, dann mache ich halt etwas anderes. Und dann passiert es, so wie heute, dass mich auf einmal der Blitz trifft und durch Zufall ein Thema sich geradezu mit Macht aufdrängt.

Ja, mit Macht. Ich benutze dieses Wort bewusst hier, wie auch in der Überschrift. Lasst es mich erläutern.

Für meine Kurzgeschichte „Auf der 30“ sollte ich, nachdem ich die paar wenigen Änderungswünsche des Lektorats eingebaut hatte, eine kurze Vita von höchstens 500 Zeichen schreiben. Auch wenn ich anfänglich erst meine üblichen Probleme hatte, ging es hinterher ganz gut zustande. Ich glaube, an manche Dinge kann man sich echt gewöhnen.

Als ich feststellte, dass ich nach dem Üblichen (ich bin, schreibe seit, träume meinen Traum) sogar noch Platz übrig hatte. Platz, den ich nicht ungenutzt lassen wollte. So überlegte ich kurz und kam schließlich auf folgenden Satz:

Weitere Projekte sind bereits geplant und drängen mit Macht aus seiner mit Ideen und Entwürfen gut gefüllten Schublade.

Ich brauche euch ja nichts davon zu erzählen. Wer hier schon länger als, sagen wir, eine Woche mitliest, der wird zwangsläufig über meine fixen Ideen gestolpert sein, die sich „Darkride“ und „Der Beobachter und der Turm“ nennen. Deswegen hätte der Satz alleine vielleicht auch noch nichts weiter bewirkt, als dass ich recht zufrieden mit meiner Arbeit auf den Senden-Knopf drückte und damit die Kurzgeschichte zurück ans Lektorat gab.

Kurz darauf erhielt ich aber noch einen Kommentar meines lieben Kollegen und Stammlesers Simon Segur zu eben jener Kurzgeschichte, in dem er bemerkte: »Du hast ja einen richtigen Lauf.«

Tja – eine ziemlich dumme Kombination von Gedanken. Denn jetzt gibt es wirklich, mal wieder, dieses kleine Männchen in meinem Ohr, das mir einflüstert, ich müsse diesen Lauf ausnutzen, dessen Vorhandensein ich beim besten Willen nicht leugnen kann. Und ja, ich glaube daran, dass man eine Glückssträhne haben kann. Nennt es Schicksal, nennt es göttliches Wirken, nennt es auch einfach nur Zufall. Aber manchmal passiert so etwas einfach.

Und wenn ich nun die Zeit ungenutzt verstreichen lasse, endet dann mein Lauf, ohne dass ich etwas produktives aus ihm herausgeholt habe? Stünden jetzt meine Sterne gut, um vielleicht noch eines dieser ominösen „weiteren Projekte“ an den Start zu bringen?

Ja, ich weiß, diese Gedanken sind nicht gerade neu und originell an dieser Stelle. Das ist das Los, das ihr als Leser eines Blogs tragen müsst, in dem der Autor (herrlich doppeldeutig an dieser Stelle) über sein Leid klagt 😉 .

Ich habe ja diese beiden, dem Grunde nach, fertigen Bewerbungsunterlagen. Ich müsste mich „nur noch“ dazu überwinden, mich auch irgendwie mit ihnen zu bewerben. Es existieren für mich sogar feste Arbeitsabläufe, die ich gerne umsetzen würde. Aber ich tue es nicht.

Denn bei aller Angst, einen Lauf verpassen zu können, ist meine Angst, mich zu überlasten und am Ende gar nichts auf die Kette zu bringen, nicht weniger groß. Ich habe jetzt eine Geschichte in einer Anthologie veröffentlicht, eine weitere wird veröffentlicht werden. Und ich stecke im Lektorat von „Der Morgen danach“. Das alles neben meinem Beruf, neben meiner Familie, neben meinem sonstigen Leben.

Verlange ich zu viel von mir? Tue ich zu wenig dafür? Oder sollte ich die ganzen scheiß Gedanken einfach mal beiseite schieben und einfach versuchen, zu genießen, was da ist – alles zu seiner Zeit!?

Manchmal ist dieses ganze „Autor sein“ einfach wahnsinnig anstrengend.