„Der Morgen danach“: Ein kleiner Einblick in die Lektoratsarbeit

So, jetzt aber. Ich hatte es euch gestern angekündigt und dann schreibe ich jetzt auch etwas dazu, wie die Lektoratsarbeit sich bei mir und meinem Roman „Der Morgen danach“ bis auf Weiteres gestalten wird.

Zuerst noch einmal die grundlegenden Fakten: Ich habe das große Glück, dass der Roman in einem Verlag erscheinen wird, dessen Kreativzentrale gerade einmal runde 80 Kilometer von meinem Zuhause entfernt liegt. Das bedeutet, dass ich mich in den Wagen setzen und in ungefähr anderthalb Stunden (Das Stichwort lautet „Autobahn A3“) dort sein kann.

Deswegen hatten wir ja auch am Montag ein persönliches Meeting, meine Lektorin und ich. Ich hatte meine aktuelle Version des Manuskripts mitgebracht, sie die ihrige. Zuerst befassten wir uns mit dem, was ich so angestellt hatte. Ich hatte euch ja erzählt, dass ich mich an einer Art Selbstlektorat versucht habe, bei dem es in der Hauptsache darum ging, Fragen zu formulieren, die ich an den Text, an mich, aber auch an das Lektorat hatte.

Das, was die Lektorin gemacht hat, ging natürlich schon wesentlich mehr ins Eingemachte. Sie hatte die ersten zehn Manuskriptseiten einem Volllektorat unterzogen, das auf den ersten Blick sehr beeindruckend aussah, so viel, wie da mit Bleistift auf die Seiten geschrieben war.

Ja, die Arbeitsweise ist in der Tat analog, was dem einen oder anderen vielleicht ein wenig rückständig anmuten mag, aber auch in Zeiten von Kommentar- und Verfolgungsfunktionen seinen Zweck erfüllt, wie ich festgestellt habe. Doch dazu gleich noch mehr.

Wir gingen die zehn Seiten systematisch durch und sie (Einschub: Ich weiß immer nicht, was ich schreiben soll. Der Name im Impressum lautet Frau Graf, ich nenne sie Jeannette und sie ist die Lektorin. Aber das wird auf Dauer eintönig, oder?) erläuterte mir anhand der Notizen, was sie damit meinte, worauf sie mich hinweisen wolle und was ihre Ideen dazu sind.

Da kamen einige sehr interessante Einblicke in die Lektoratsarbeit bei zustande! Ich hatte ja im vergangenen Jahr das große Glück, für „Der Beobachter und der Turm“ eine Testleserin zu haben, die mich mit beinahe schon lektoratswürdigem Feedback bedacht hat. Aber sich direkt und so im klein-klein mit dem eigenen Text und der Sicht, die jemand anderes darauf hat, auseinanderzusetzen, das war eine neue Erfahrung.

Was für mich am eindrucksvollsten war und für einen echten Aha-Moment gesorgt hat war die Tatsache, wie viele Bilder ich zwar in meinem Kopf habe, die aber beim Leser vollkommen anders ankommen, als gedacht. Ich habe euch ja am Montag die Zeichnungen mit dem Mann in der Röhre gezeigt. Die Überlegungen, die Jeannette dort angestellt hat, waren für mich, den Autor, überflüssig, weil ich ja genau wusste, wie das Ganze nun aussieht.

Aber durch diesen Input von ihr wurde mir erst klar, dass auch mein eigenes Bild längst nicht so ausgefeilt war, wie ich geglaubt hatte. Beim Überarbeiten der Passage bin ich zum Beispiel auf einen kleinen Widerspruch gestoßen, der für sich genommen keinen großen Ärger bedeutet, aber den Leser wieder auf eine falsche Richtung gestoßen hätte.

Dieses klein-klein ist wirklich spannend.

Schade ist nur, dass es nicht möglich sein wird, das jetzt immer und für den kompletten Text so zu machen. Denn auch wenn Refrath praktisch bei mir um die Ecke liegt, kann ich nicht während des Lektorats andauernd Urlaub nehmen. Deswegen sind meine Lektorin und ich so verblieben, dass sie mir in kleinen Päckchen weitere Seiten per Post zuschicken wird, die ich dann bearbeite und ihr in Dateiform zurückschicke.

Deswegen war es ihr so wichtig, dass ich verstehe, wie sie „tickt“, wie sie sich ausdrückt. Was mir an der Stelle außerdem zugute kommt ist, dass ich durch meinen Brotjob durchaus an redaktionelles Arbeiten und auch das Überarbeiten anhand von Anmerkungen gewöhnt bin. Ein entscheidender Unterschied ist, dass mir das Überarbeiten in diesem Fall sogar Spaß macht 😉 .

So ganz nebenbei haben wir beide dann noch ein Problem gelöst, an dem ich praktisch geknabbert habe, seitdem ich die entsprechende Szene schrieb. So wird die gesamte Sache wesentlich plausibler und damit stimmiger.

Und, ach ja, ich wollte euch ja noch sagen, warum ich es praktischer finde, dass sie auf Papier und ich in einer Datei arbeite. Zum einen, weil damit das fehleranfällige hin und her mit verschiedenen Dateien per Mail weg fällt. Und zum anderen, weil ich noch mehr Kommentare in solch einer Seite nicht gebrauchen könnte:

Und ja, das alles sind Änderungen an einem Text, den ich ursprünglich mal als – in meinen Augen – „fertig“ deklariert hatte.

Tja, so sieht es also aus mit dem Lektorat und der Arbeit am Text. Einige Änderungen sind Kleinigkeiten, die man im Vorbeigehen erledigt. Andere, wie die gerade genannte Problemlösung, müssen auch später im Text immer wieder einmal aufgegriffen werden. Mal schauen, wie gut mir das gelingt, da an alles zu denken.

Aber vielleicht ist das auch erst ein Thema für den folgenden Lektoratsdurchlauf.

Soweit für heute mein kleiner Einblick in die gerade stattfindenden Arbeiten. Es tut sich was. Toll, nicht wahr? 🙂

Der Sonntagsreport vom 28.05.2017 – Ozon liegt in der Luft

Hallo zusammen!

Na, sind das nicht herrliche Sommertage, die wir im Moment haben? Na gut, wem erzähle ich das. Mir ist es auch zu heiß. Außerdem sind ja die Ozonwerte, glaube ich, wieder besonders hoch. Oder ist das nur bei mir in meinem Keller so? Vielleicht liegt es ja daran, dass der Laserdrucker den halben Tag gelaufen ist. Ja, doch, das könnte der Grund sein.

Morgen habe ich den Nachholtermin für die erste Lektoratsbesprechung im Verlag und ich freue mich schon sehr darauf. Dafür musste ich natürlich jetzt ausdrucken, was ich mir an Kommentaren und dergleichen notiert habe. Mal davon abgesehen, dass das Manuskript nun einmal die Diskussionsgrundlage der ganzen Veranstaltung ist.

Ich kann nur noch einmal betonen, dass die Gefühle, die ich habe, sehr widersprüchlich sind. Das liegt, denke ich, daran, dass ein Teil von mir immer noch der Ansicht ist, dass dieser Roman es irgendwie gar nicht verdient hat, veröffentlicht zu werden. Ist natürlich vollkommener Käse und ich weiß das auch. Aber es ist dann einfach sehr, sehr seltsam, wenn man mit „fremden Menschen“ am Tisch sitzt und sich eben über diesen Roman unterhält.

Jedenfalls muss ich mich wohl langsam darum kümmern, meine Vorräte an Druckerpapier wieder ein wenig aufzufüllen, denn ich gehe davon aus, dass ich das Manuskript noch ein paar Mal werde ausdrucken müssen, bevor es dann irgendwann „fertig“ ist.

Drückt mir mal die Daumen, dass es entweder morgen nicht so heiß ist, oder dass zumindest die Autobahnen nicht verstopft sind. Da ich in Stoßrichtung Köln fahre, ist allerdings gerade dieser zweite Wunsch schon einer von der sehr frommen Sorte. Bis jetzt habe ich immer entweder auf der Hinfahrt oder auf der Rückfahrt im Stau gestanden. Bei allen beiden Verlagsbesuchen 😉 .

Was gibt es sonst noch berichtenswertes?

Da ich ja gestern vom Prokrastinieren schrieb, habe ich beschlossen, zumindest zwei Dinge noch in Angriff zu nehmen. Das ist zum einen „Darkride“ und zum anderen die Kurzgeschichte, in der es sich um die Zahl 30 dreht. Wie, die habt ihr schon wieder vergessen? Ja, das hatte ich auch fast, weil ich ja dachte, dass ich die Kriterien für die Ausschreibung nicht erfülle. Aber da die einem steten Wandel zu unterliegen scheinen, kann ich es ja doch vielleicht noch versuchen. Abgabetermin ist inzwischen der 31.05., aber da schreibe ich noch einmal gesondert einen Beitrag.

Und für „Darkride“ werde ich versuchen, mir noch ein oder zwei Meinungen einzuholen, die mir vielleicht dabei helfen, den Problemen mit der Erzählperspektive auf die Schliche zu kommen, die be mir ins Stammbuch geschrieben hat. Man selbst ist da ja doch manchmal betriebsblind. Ach ja, falls jemand unter meinen Lesern sich berufen fühlt, da lässt sich sicherlich was machen 🙂 .

So, und da jetzt gleich das Abendessen auf dem Tisch steht, soll es das an dieser Stelle auch schon wieder gewesen sein mit dem eher knapp gefassten Sonntagsreport. Ich lüfte jetzt den Keller noch einmal ordentlich durch, dann in irgendeiner Form meinen Kopf und morgen geht es frisch und fröhlich ins Lektorat. Ich werde euch berichten!

Habt einen guten Start in die Woche.

Euer Michael

»Schmerzlos«: Bringt’s was?

Nach dem (leider nicht nur tages-)aktuellen Einschub gestern schreibe ich heute noch einmal etwas über die »Schmerzlos«-Anthologie. So langsam hat sich das Gefühl ein wenig gesetzt, die erste Aufregung ist verflogen – bis das Printexemplar bei mir eintrifft und ich drin blättern kann.

Ich möchte heute noch einmal einen Gedanken aufgreifen, den ich vor einigen Tagen schon verfolgt habe. Und zwar hat meine Autorenkollegin Eileen Blander in den Kommentaren zu diesem Beitrag zwei Fragen gestellt, die ich für nicht ganz unwichtig halte:

Was habe ich davon, in einer Anthologie zu erscheinen?

Hilft mir das in irgendeiner Art und Weise?

Es wäre für mich jetzt das Leichteste und Naheliegendste, einfach „Ja“ zu sagen und gut ist. Aber ich möchte das noch ein wenig differenzieren.

Natürlich bringt die Teilnahme an einer Anthologie nicht den großen Ruhm, den man mit einer Romanveröffentlichung erzielen kann. Gegebenenfalls erzielen kann, muss man wohl besser sagen. Denn auch hier ist es ja fraglich (leider), ob man wirklich eine große Leserschaft erreicht.

Aber eine Anthologie hat gegenüber einem Roman einen großen Vorteil: Man reicht in der Regel recht kurze Texte ein, die man zwar auch sauber erarbeiten sollte, die sich aber wesentlich schneller schreiben lassen. Mein in »Schmerzlos« veröffentlichter Beitrag entstand im Wesentlichen innerhalb eines Tages. Der Rest waren Kürzungen, um auf das Höchstmaß der Wörter zu kommen, und Überarbeitungsschritte. Wenn man sich erst einmal in ein Verfahren reingefuchst hat, das einem gut liegt, kann man auf diese Weise sicherlich recht schnell eine Geschichte für die meisten Anthologieausschreibungen erstellen.

Eileen überlegte unter anderem, ob denn eine solche Veröffentlichung dabei hilft, den Namen eines Autors bekannt zu machen. Das ist sicherlich auch eine Frage dessen, in welcher Anthologie man veröffentlicht wird und wie groß das Renommee der Herausgeber ist. Grundsätzlich gilt aber hier aus meiner Sicht auch, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Eine Veröffentlichung einer Kurzgeschichte ist immer besser als keine Veröffentlichung einer Kurzgeschichte.

Wieder aus meiner Sicht betrachtet greift es hier auch, jedenfalls für Autoren in meiner Situation, was Veröffentlichungen angeht, zu kurz, auf eventuelle Preise oder Gewinne zu schielen. Man könnte den oben geschriebenen Satz jetzt abwandeln und sagen, dass jede bezahlte Veröffentlichung besser ist als eine, für die man nicht bezahlt wird. Sicher, kein Widerspruch. Aber ich, ganz am Anfang dessen, was mal meine schriftstellerische „Karriere“ werden soll, rechne da noch anders.

Ich rechne nicht in Euro und Cent, ich rechne in Erfahrungen! Es war für mich eine unglaubliche Bestätigung, in diese Anthologie aufgenommen zu werden. Es hat mich auch für Versuche entschädigt, bei denen es davor (und danach) nicht geklappt hat. Denn es hat mir das Gefühl gegeben, dass das, was ich da geschrieben habe, jemandem gefallen hat. Und zwar so gut gefallen, dass er es etwas anderem vorgezogen hat. In der Auswahl für die Anthologie nämlich.

Es ist eine kleinere Ausgabe des Gefühls, wenn auf einmal das Manuskript des Romans, das man an einen Verlag geschickt hat, Interesse weckt. Denn auch da weiß man, dass es dafür sicherlich auch ein paar Manuskripte gegeben hat, die keinen Gefallen fanden.

Für »Schmerzlos« musste ich zum ersten Mal einen „Autorenbogen“ ausfüllen, der dann auf der Webseite der Ausrichter veröffentlicht wurde. Wieder eine neue Erfahrung, die ich nun schon gemacht habe und von der ich sicherlich noch einmal profitieren kann.

Und dann ist da noch der große, übergeordnete Punkt im Hintergrund: Jede geschriebene, jede abgeschlossene Geschichte bringt mich in meiner sprachlichen Entwicklung weiter. Nicht nur jeder Roman, sondern auch jede gut aufgebaute Kurzgeschichte. Weil ich Übung habe und auch dort, ich wiederhole mich, Erfahrungen sammle. Vielleicht mal einen anderen Stil ausprobiere. Oder eine andere Perspektive einnehme. Ein anderes Genre für mich teste.

Das soll nun nicht bedeuten, dass ab sofort alle Autoren „nur noch“ Kurzgeschichten schreiben sollten. Wer mit dem Format nicht glücklich ist – und ich selbst war es jahrelang nicht – der muss sich das nicht zwingend antun. Aber wer ohnehin Spaß an Short Stories hat, dem kann ich eigentlich nur ans Herz legen, es auch bei Anthologien zu versuchen.

Ein einziger Grund fällt mir ein, es vielleicht besser bleiben zu lassen: Wenn ihr gerade schon an drei Romanen gleichzeitig arbeitet, die ihr alle gerne veröffentlichen wollt und außerdem sowieso schon nicht wisst, wo ihr die Zeit hernehmen sollt, dann überlegt es euch gut. Denn, wie gesagt, auch so eine Anthologieteilnahme ist mit Arbeit verbunden, wenn man es gut machen will.

Ich hoffe, meine Sicht auf die zwei Fragen für euch verständlich dargestellt zu haben. Ansonsten lasst uns gerne über die Kommentare ins Gespräch kommen!

»Schmerzlos« – Ein paar Details

So, nachdem ich euch gestern die Neuigkeit ja nur ganz kurz vor den Latz geknallt habe, möchte ich heute noch mal ein paar genauere Details zu »Schmerzlos« schreiben. Hierbei handelt es sich, wie ihr euch sicher noch erinnern werdet, um eine Anthologie, die aus dem Literaturwettbewerb der Seite cluewriting.de hervorgegangen ist. Ich hatte hier sowohl über die Entstehung der Geschichte, als auch über meine Freude berichtet, als ich feststellen durfte, dass sie es in die Anthologie geschafft hat. Und das sogar als eine der fünf Besten!

In einer E-Mail hatten die beiden Clue-Writerinnen schon angekündigt, dass der 21.05. als Termin für die Veröffentlichung der Anthologie angepeilt war. Aber ich gebe zu, dass ich bis gestern Abend eigentlich nicht mehr daran geglaubt hatte.

Aber ich wollte euch ja mit ein paar Details versorgen und sollte das dann wohl auch einfach mal tun, findet ihr nicht?

Also, der vollständige Name der Anthologie lautet »Schmerzlos – Literatur in kleinen Happen«, wie es auch auf diesem wunderschönen Coverbild zu erkennen ist:

Enthalten sind, je nach Ausgabe, 20 oder 45 Geschichten. Der Unterschied liegt am Format. Während die gedruckte Ausgabe „nur“ die 20 besten Geschichten enthält, haben die Cluwriterinnen Rahel und Sarah für die eBook-Version weitere 25 Geschichten ausgewählt.

Ebenfalls enthalten ist ein Link zu einer Website, auf welcher die fünf Gewinnergeschichten als Podcast von erfahrenen Hörbuchsprechern eingesprochen wurden. Meine ist auch dabei 🙂 .

Falls ihr noch nicht genug von meiner Selbstdarstellung auf diesem Blog habt, gibt es noch mehr davon auf meiner Autorenseite.

Beide Ausgaben sind in Kürze ganz regulär über den Buchhandel zu bekommen, da mit dem Verlag 3.0 ein Partner gefunden wurde, der sich hier um die Abwicklung kümmert. Der Preis für das eBook liegt bei 9.99 EUR, das gedruckte Buch kostet 15.00 EUR.

Soviel zu den harten Fakten. Wie ich gestern schon sagte, bin ich an den Einnahmen aus diesem Buch nicht beteiligt. Aber das hindert mich natürlich nicht daran, trotzdem eine Empfehlung für diese Anthologie auszusprechen, die von allen Beteiligten mit viel, viel Herzblut erstellt wurde.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ausdrücklich bei Rahel und Sarah bedanken, die wirklich einen tollen und, um ein Lieblingswort der beiden zu bemühen, megalotastischen Job gemacht haben. Ich kann nur erahnen, wie viele Stunden Arbeit in diesem Projekt stecken und kann es daher verstehen, dass sie weiteren Wettbewerben dieses Ausmaßes erst einmal eine Absage erteilt haben. Umso schöner finde ich es, dass ich dieses Mal dabei sein durfte.

Meinem Nachnamen habe ich es außerdem zu verdanken, dass ich den bunten Reigen der ausgewählten Geschichten (nach dem obligatorischen Vorwort) eröffnen darf. Das bedeutet, dass meine Geschichte „Aus Eiseskälte aufgewacht“ das Erste ist, was Leser von dieser Anthologie lesen.

Ich kann nur hoffen, dass nicht zu viele von ihnen danach kopfschüttelnd das Buch zuklappen und sich fragen, ob sie wohl ihr Geld noch zurückbekommen können. Da kann ich dann nur sagen: Wenn meine Geschichte euch nicht gefällt, sind noch viele andere drin, die euch vielleicht besser gefallen. Ich werde jetzt aber auch erst einmal in Ruhe alles durchlesen.

Tja, das ist sie nun, meine erste „richtige“ Veröffentlichung. Fühlt sich seltsam an, das kann ich euch sagen. Und weckt absolut die Vorfreude auf das, was da noch kommen soll.

Kommen wird!

 

Breaking News: »Schmerzlos« ist erschienen!

Eine schnelle Meldung noch zu später Abendstunde.

Die Anthologie »Schmerzlos«, die aus dem Literaturwettbewerb der Seite cluewriting.de hervorgegangen ist, ist heute veröffentlicht worden. Damit wurde der Termin, der unter der Hand vorab als voraussichtliches Releasedatum benannt wurde, eingehalten.

Ich bin in dieser Anthologie mit der Geschichte „Aus Eiseskälte aufgewacht“ vertreten. Sie ist sowohl in der eBook- als auch in der Printversion enthalten und wird darüber hinaus in etwa einer Woche auch als Podcast zur Verfügung stehen.

Damit ist diese Geschichte meine erste, die man so richtig in einem gedruckten Buch für richtig echtes Geld erwerben kann. Auch wenn ich nicht an den Einkünften beteiligt bin, ist das ein gutes Gefühl!

Soviel für heute dazu. Mehr Informationen und Gefühlsausbrüche folgen morgen.

Gute Nacht!

Der Sonntagsreport vom 21.05.2017 – Über die Zeit

Hallo ihr Lieben!

Der Mai schreitet weiter voran und es ist kaum zu glauben, aber wahr, damit haben wir bald schon fünf Zwölftel des Jahres wieder hinter uns gebracht. Ja, ich weiß, für diese Erkenntnis hättet ihr mich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber ich finde es dennoch einfach erstaunlich, wie schnell die Zeit doch immer wieder vergeht. Gerade auch, wenn ich mich so umschaue und versuche zu realisieren, was sich in Bezug auf meine Schreiberei so getan hat und tut.

Es ist jetzt beinahe wieder eine Woche her, dass die Absage für „Darkride“ in meinem Postfach landete. Und in dieser Woche habe ich genau gar nichts gemacht, um mich diesem „Problem“ auf andere Weise zu widmen. Eine Woche ist nicht viel Zeit, könnte man sagen und doch ist es irgendwie sehr viel Zeit – eben, weil sie so schnell vergeht.

Anfang des Monats, übrigens auch schon wieder vor drei Wochen, habe ich geschrieben, dass es mir im Moment leicht fällt, Dinge zu erledigen. Na ja, bei manchen Sachen ist das nach wie vor so, andere gestalten sich mal wieder schwieriger. E-Mails beantworten, zum Beispiel.

Aber auch, die Dinge in die Hand zu nehmen und mich auf den Hosenboden zu setzen, um vielleicht meine beiden Projekte „Darkride“ und „Der Beobachter und der Turm“ in die Welt zu bringen.

Ich habe diese Woche eine E-Mail von meinem Vater bekommen (schöne Grüße!) in welcher dieser mich auf meinen Blogartikel von Dienstag ansprach. Das war der, in dem ich von der Philosophie des Scheiterns sprach. Er war darin über meine Gedanken zu den unterschiedlichen Projekten gestolpert und blickte nicht mehr so richtig durch.

Das hat in mir zwei Fragen ausgelöst. Erstens: Blicken eigentlich alle meine Leser noch durch? Und zweitens: Blicke ich selber noch richtig durch?

Auch hier spielt der Faktor Zeit eine Rolle. Dass ich angefangen habe, mich mit dem Projekt „Darkride“ wieder umfangreicher zu beschäftigen, ist dieser Tage auch schon wieder zwei Monate her – ebenso wie die Leipziger Buchmesse, man stelle sich vor.

Und wann ich das letzte Mal richtig an „Der Beobachter und der Turm“ gearbeitet habe, da müsste ich inzwischen schon auf den Zeitstempel der entsprechenden Dateien schauen, um das nachvollziehen zu können.

Die Zeit rast also nur so dahin und ehe man es sich versieht, wird auch der Juni und damit ein halbes Jahr herum sein. Was kann, was soll bis dahin passieren?

Im Beruf ist es wichtig, sich Deadlines zu setzen. Ich frage mich allmählich, ob es sinnig wäre, genau das auch für meine Schreibprojekte zu tun. Nun ja, wenigstens in Bezug auf „Der Morgen danach“ wird es genau dazu ja bald kommen – wobei da die Erkrankung meiner Lektorin (gute Besserung!) ja auch zeigt, dass es anders kommen kann, als man denkt.

Es widerstrebt mir eigentlich, einen genauen Terminkalender zu führen. Vor allem, weil ich ja bei den meisten Dingen total eigenverantwortlich bin. Aber tut das gut? Ist eine Mischform vielleicht angebrachter und erstrebenswert?

Ich glaube, ich schreibe ziemlich wirr, aber das sind eben Gedanken, die mir in Bezug auf das Zeitmanagement so kommen. Oder auch in Bezug auf die Zeit an sich. Wir nehmen uns für so viele Dinge Zeit, aber selten dafür, einfach mal über die Zeit nachzudenken.

Ja, doch, eindeutig ein wirrer Blogbeitrag, den ich hier produziere. Aber das ist ja nicht das erste Mal, nicht wahr? 😉

Wie handhabt ihr das, wenn ihr mehrere Dinge „gleichzeitig“ auf der Pfanne habt? Arbeitet ihr die nach Lust und Laune ab? Nach einem festen Stundenplan? Organisiert ihr euch selbst oder seid ihr Chaoten? Ich wäre euch wirklich für eure Gedanken und Anregungen dankbar.

Damit ich vielleicht von dem dummen Gefühl herunterkomme, Teile meiner Zeit auch einfach so zu verschwenden.

Hach, ich „liebe“ es, wenn ein Beitrag ganz anders wird, als er gedacht war …

Euch trotzdem einen guten Wochenstart!

Euer Michael

„Darkride“: Jetzt gilt es!

Heute Mittag um kurz nach halb zwei war es, dass ich mich dazu durchgerungen habe, den „Senden“-Knopf zu drücken. Am Ende war es die nun schon bekannte Mischung aus Unbehagen und Selbstsicherheit, aus Hoffen und Bangen und einer gewissen LMAA-Einstellung. Ich glaube, die muss man auch haben, wenn man sich mit einem Manuskript irgendwo bewirbt. Nicht, weil es einem wirklich egal wäre, was nun passiert, sondern, um sich nicht in den folgenden Tagen immer wieder selber verrückt zu machen.

Aber die Messe ist nun gelesen, das Exposé mehrfach gecheckt, die Leseprobe auf Herz und Nieren geprüft und die Autorenvita um die kommende Veröffentlichung von „Der Morgen danach“ ergänzt (ein gutes Gefühl, by the way).

Da fällt es auch überhaupt nicht ins Gewicht, dass ich sofort eine Mail vom Autoresponder des angeschriebenen Lektors bekam, dass dieser sich zur Zeit im Urlaub befindet. Im Gegenteil, das bedeutet, dass ich mich entspannt zurücklehnen kann. Irgendwann wird er meine Mail lesen und dann wird sich entscheiden, ob es mit „Darkride“ etwas wird oder nicht.

An dieser Stelle etwas wird oder nicht.

Denn ich habe für mich eigentlich schon den Entschluss gefasst, dass ich es auf jeden Fall mit diesem Roman weiter versuchen werde. Ich glaube an die Geschichte, Krimis gehen eigentlich immer und für meinen Schreibstil habe ich nun auch schon viele nette Worte gehört. Bange machen gilt also nicht.

Und doch hätte ich mich, eigentlich, gerne noch einmal mit Jemandem über meinen Roman unterhalten. Mit irgendeinem Mitautor, einer Mitautorin, die sich mal mein Exposé anschaut und mir sagt, ob das so Sinn macht, oder nicht.

Ich weiß, dafür kann man sich Profis kaufen. Aber ehrlich gesagt würde ich hierfür keinen Profi haben wollen, sondern jemanden, der sich das Exposé anschaut, weil es ihn oder sie interessiert, weil er oder sie gespannt darauf ist.

Das Seltsame und Widersprüchliche ist, dass ich so jemanden wahrscheinlich sogar gefunden hätte, wenn ich den Mut oder den Entschluss hätte finden können, zu fragen. Aber, ich schrieb es bereits gestern, bei einem Krimi habe ich da Schwierigkeiten.

Es ging mir ja nicht darum, mein gesamtes Manuskript aus der Hand zu geben. Da weiß ich, dass noch viel Arbeit vor mir liegt, bis ich das wagen sollte. Bis jetzt habe ich ja nur die ersten Seiten für die Leseprobe überarbeitet.

Und hier haben wir das für mich nicht auflösbare Paradoxon: Ich würde mir jemanden wünschen, der auf den Roman gespannt ist – nur um ihm dann alle Spannung zu nehmen, indem ich ihm in einem Kurzabriss, den so ein Exposé nun einmal darstellt, das Ende der Geschichte verrate.

Nennt mich einen Gut-Autor, aber das wollte ich irgendwie niemandem zumuten.

Ob ich mir auch Sorgen gemacht habe, dass der imaginäre Kollege, die imaginäre Kollegin mir sagen würde, dass das alles Bullshit ist, was ich da geschrieben habe?

Ehrliche Antwort: Nein. Und falls ich doch genau das zu hören bekommen würde … nun, wie ich schon schrieb: Ich bin von dem Roman überzeugt.

Jetzt muss ich nur noch den Rest der Welt davon überzeugen!

Die Stunden danach

So, das wäre geschafft! Nein, das klingt jetzt nach etwas negativem, als hätte ich einen Besuch beim Zahnarzt hinter mir, oder beim Anwalt meines geringsten Misstrauens. Dabei hatte ich doch heute nur ein Gespräch bei meinem Verlag (es schreibt sich immer noch ein wenig seltsam).

Leider, leider, leider kann, darf und will ich euch nicht zu viel verraten, weil wir hart am Inhalt diskutiert haben. Es gibt einige Vorstellungen, wie man noch an der Aussage des Romans Verbesserungen vornehmen könnte und dazu wollte man meine Meinung hören. Denn, so die wiederholte Versicherung, ohne meine Zustimmung als Autor geht das alles nicht.

(Dass in dem phasenweise lustigen Gespräch angedeutet wurde, dass es auch Mittel und Wege gäbe, einen Autor gefügig zu machen, nehme ich jetzt mal nicht so bierernst. Oder!?)

So ganz genau in die Details haben wir jetzt noch nicht geschaut. Es ging halt darum, dass ich mich mit den Anmerkungen anfreunden kann.

Die beiden Lektorinnen gehen jetzt noch einmal in medias res und dann setzen wir uns im Mai zusammen und sprechen die ersten konkreten Änderungen durch. Bis dahin kann ich auch schon mal an den Dialogen feilen und mir Stellen im Skript markieren, die ich auf keinen Fall geändert haben möchte. Mir obliegt das letzte Wort, wurde jedenfalls so betont.

Und dann gibt es auch schon einen sehr vorsichtigen Zeitplan bis zur Veröffentlichung des Romans. Aber der ist so vorsichtig, dass ich auch hier ungern einen genauen Termin nennen würde. Der ja sowieso nur grob einen Monat benennen könnte. Viel hängt ja auch davon ab, wie schnell ich die Änderungen, die sich im Lektorat ergeben werden, umsetzen kann.

Außerdem stehen noch zwei Entscheidungen an, die sehr weitreichend sind und die wir heute nur einmal als notwendig auf die Agenda geschrieben haben, auch wenn sie noch weiter weg sind. Das eine ist, dass für den Roman ein Cover gefunden werden muss. Hier darf ich mich gerne künstlerisch austoben, wenn mir irgendwas vorschweben sollte. Die Worte lauteten so ähnlich wie »immer her damit!«

In der Tat habe ich schon eine vage Idee, wie das Cover aussehen könnte. Aber die muss noch reifen.

Wesentlich schwerer wird es werden, einen Veröffentlichungstitel zu finden. Denn beim Arbeitstitel „Der Morgen danach“ kann und wird es nicht bleiben. Den gibt es nämlich schon bei einem anderen Roman. Tja, schade, aber bei einem so generischen Titel nicht anders zu erwarten. Auch hier kann ich mir Gedanken machen und mich inspirieren lassen. In der gemeinsamen Hoffnung, dass dabei vielleicht schon etwas Nutzbares herauskommt.

Also, lange Worte, gar kein Sinn: Ich bin mit einem sehr guten Gefühl aus Refrath nach Hause gefahren. Alleine schon, weil mir ganz oft gesagt wurde, wie gut das Manuskript, die Idee und die Entwicklung sind. Wer hört so etwas nicht gerne? Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit meinem Verlag und den tollen Menschen dort!

„Aus Eiseskälte aufgewacht“ und durch ein heißes Feuer gegangen

Wie ist eigentlich der aktuelle Stand in Bezug auf die Anthologie der Clue Writer, die unter dem schönen Namen „Schmerzlos“ erscheinen wird?

Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich ja beim Literaturwettbewerb von cluewriting.de mitgemacht und mich dort mit meiner Geschichte „Aus Eiseskälte aufgewacht“ unter den fünf besten Einsendungen platziert. Ich bin damals, als die Sache verkündet wurde, ja selber sehr überrascht gewesen.

Seitdem ist wieder eine Zeit ins Land gegangen. Aber eine Zeit, in der im Hintergrund eifrig gehämmert, gebohrt und geschraubt wurde. Meine Hochachtung vor Rahel und Sarah, die das ganze Projekt auf ihren Schultern tragen und vorantreiben.

Da ich unter den ersten Fünf war, steht meine Geschichte ja auch zur Vertonung durch einen der Clue Caster an. Das sind die Sprecher, die regelmäßige Podcasts für die Website einsprechen. Hier durfte ich einen Wunsch äußern, wen ich gerne als Sprecher für „meine“ Geschichte hätte. Und so freue ich mich, dass Clemens Weichard sich bereit erklärt hat, meiner Story Leben einzuhauchen. Als größer Fan von Hörspielen und Hörbüchern ist das für mich natürlich etwas ganz Besonderes.

Auch für die Veröffentlichung des Gesamtpakets gibt es schon einen vorläufigen Termin, der gegen Ende Mai liegt – das genaue Datum behandle ich mal lieber noch als Geheimsache, weil es ja eben ein geplantes Datum ist und man weiß ja, dass da noch was dazwischenkommen könnte.

Wie komme ich nun auf die Überschrift über diesem Beitrag, dass „Aus Eiseskälte aufgewacht“ durch ein heißes Feuer gegangen ist? Ganz einfach: Gestern wurde auf cluewriting.de ein Beitrag veröffentlicht, in dem genauer darauf eingegangen wird, welchen Entscheidungsprozess alle Einsendungen durchlaufen mussten, die zum Wettbewerb eingereicht wurden. Und da kann einem im Nachhinein nur schwummrig werden.

Nicht weniger als satte 5 Revisionen musste jeder Text überstehen, um am Ende auf dem Treppchen der aufgenommenen Geschichten zu stehen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, welche Anstrengung dahinter gestanden hat, das alles zu organisieren, zu administrieren und am Ende auch durchzuziehen.

Und ich muss zugeben, dass es mich, neben der blanken Ehrfurcht, auch ein wenig stolz macht, dass ich mit meiner Geschichte dabei sein darf.

Erinnert ihr auch noch, wie ich vor einigen Wochen glaubte, meine Geschichte sei nichts wert und die Aufnahme in die Anthologie eher einem missglückten Zufall geschuldet? Nun, nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, wäre es geradezu eine Beleidigung für Rahel und Sarah und alle anderen, wenn ich an dieser Meinung festhielte.

Seit gestern erlaube ich mir, auf „Aus Eiseskälte aufgewacht“ stolz zu sein. Der eine oder die andere mag sich denken: Endlich!

„Darkride“: Der Anfang wäre gemacht

Anfang der Woche hatte ich noch darüber geschrieben, wie schwer ich mich getan habe, um meinen Hintern hoch zu bekommen und endlich mit dem anzufangen, was ich mir für diesen Urlaub im schriftstellerischen Sinn ganz fest vorgenommen hatte. Ich wollte und will die (mögliche) Veröffentlichung von „Darkride“ vorantreiben. Und dazu gehört, dass die nötigen Grundvoraussetzungen geschaffen sind.

Ich fasse diese noch einmal kurz zusammen:

  1. Ich brauche eine aussagefähige Leseprobe des Romans
  2. Ich benötige ein vollständiges und formell korrektes Exposé
  3. Dann kommt noch der „Kleinkram“ wie Anschreiben und Vita hinzu.

Wie ihr ja wisst, möchte ich „Darkride“ bei Bastei Entertainments eBook-Label be einreichen, die seinerzeit schon meinen Roman „Der Beobachter und der Turm“ zur Prüfung auf dem Tisch hatten. Dieser fand zwar anhand des Exposés kein Gefallen, aber meine Schreibe sagte dem Lektor zu, der meine Anfrage geprüft hatte und deswegen ermutigte er mich, mich wieder mit einem neuen Projekt an ihn zu wenden.

Es hat lange gedauert, bis ich mich durchgerungen habe, aber egal: Here we go!

Der Vorteil, der sich durch diesen vorangegangenen Kontakt ergibt, liegt auf der Hand: Erstens habe ich schon einen konkreten Ansprechpartner im Verlag, zweitens kenne ich schon genau die Charakteristika, welche die einzureichenden Unterlagen haben sollten, damit ich nicht sofort aussortiert werde.

Ich hoffe, dass mir das die Arbeit an den Punkten zwei und drei vereinfachen wird.

Den Anfang stellte aber, wie bei solchen Aufzählungen meistens, der erste Punkt dar. Und der war gar nicht so leicht. Dazu muss man wissen, dass mein Roman, selbstverständlich, mit einer Leiche beginnt. Diese taucht allerdings nicht schon auf den ersten paar Seiten auf, sondern ich baue erst die Stimmung des Freizeitparks auf, in dem die Handlung spielt. Dann kommt die Entdeckung der Leiche und dann wird meine Hauptfigur, Kriminaloberkommissar Jakob Dillken, in Gang gesetzt.

In meinem ersten Entwurf brauchte das alles runde 50 Seiten. Viel, viel zu lang – nicht nur für den fertigen Roman, sondern vor allem auch für die Leseprobe. Diese sollte nicht länger als 30 Normseiten sein. Es galt also, 20 Seiten in irgendeiner Form loszuwerden.

Und ich muss sagen, ich bin überrascht davon, wie gut es mir mittlerweile gelingt, meine Texte zu filetieren. Ich schneide ab, wo zu viel Füllstoff ist und trenne heraus, wo die Handlung sehnig wird. Man wächst wirklich an und mit seinen Erfahrungen, nehme ich an. Denn diejenigen von euch, die schon länger hier mitlesen, werden sich sicher erinnern, was für Probleme mir genau diese Disziplin anfänglich gemacht hat. Und jetzt, nach drei Tagen konzentrierter Arbeit (die ich natürlich nicht durchgearbeitet habe, bewahre!) habe ich die Leseprobe fertig. Es ist alles drin, was drin sein soll und sie ist auch nicht eine Seite zu lang.

Das macht Mut!

In den kommenden zwei Tagen werde ich sehr wahrscheinlich nicht viel zum Arbeiten kommen, wegen österlicher und geburtstaglicher Verpflichtungen. Aber im Laufe der kommenden Woche, die ich ja noch frei habe, sollte es mir gelingen, das Exposé auch noch in die Tastatur zu hauen.

Und dann geht mal wieder ein Entwurf von mir auf die Reise. Ich würde nicht sagen, dass ich mich daran gewöhnt habe. Wahrscheinlich gewöhnt man sich niemals daran. Aber es verursacht bei mir auch kein Gefühl des Erschreckens oder der Panik mehr.

Alles entwickelt sich weiter. Selbst der Autor.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wie es mit „Darkride“ und allem drumherum weitergeht! Falls wir uns nicht mehr lesen sollten, wünsche ich euch aber jetzt erst einmal ein paar schöne Ostertage!