Mein Traum vom eigenen Buch: Ein Rundgang durch die Vergangenheit

Vergangenheit. Eine Zeit, mit der wir uns permanent auseinander zu setzen haben, sei es im Guten, sei es im Bösen. Die Gegenwart hat es an sich, dass sie sich quasi im Sekundentakt in Vergangenheit verwandelt und damit Dinge aus unserer Reichweite nimmt, sie unserer Kontrolle und unserem Einfluss entzieht. Ein falsches Wort gesagt, einen falschen Handgriff getan – und die Katastrophe kann da sein.

Wie gut haben es dann doch wir Autoren, die – in sehr vielen Fällen jedenfalls – in unseren Geschichten die Vergangenheit beschreiben, sie aber auch umschreiben. Und wenn uns etwas an ihr nicht mehr passt, dann können wir sie auch einfach mit einem Federstrich oder dem Druck auf die Delete-Taste ausradieren.

Das Schreiben eines Blogs ist in dieser Hinsicht noch eine Besonderheit. Ich schreibe einen Eintrag und veröffentliche diesen – und damit ist er in die Welt gesetzt. Da ich in meinen Blogeinstellungen eingestellt habe, dass ich sofort den vollständigen Text als E-Mail an meine Follower sende, könnte ich nicht einmal mehr, wenn ich es wollte, seine Verbreitung verhindern.

Aber auch der Blog selbst hat seine Vergangenheit. Bald zweieinhalb Jahre gibt es ihn nun und ich kann, wenn ich mich mit ihm und seiner Vergangenheit beschäftige, die Entwicklung sehen, die er und ich genommen haben.

Gerade in den letzten Tagen habe ich einmal einen solchen Rundgang durch das Archiv unternommen. Der Hintergrund hierzu ist, dass demnächst die Website der BartBroAuthors, des Autorenvereins, dem ich angehöre, relauncht wird und die Mitglieder dazu eingeladen sind, sich für den angeschlossenen Blog mit Beiträgen zu beteiligen. Ich habe angeboten, einige meine älteren Beiträge noch einmal zu überarbeiten und für die Nutzung frei zu geben.

Dafür habe ich mir eine Vielzahl der über 780 Beiträge, die bis jetzt hier veröffentlicht wurden, im Schnelldurchlauf noch einmal angesehen. Und ich fand es bemerkenswert – und auch ein wenig unheimlich, wie sehr an manchen Stellen die Veränderungen greifbar sind.

Ich stieß auf Texte, in denen ich mit meiner Arbeit hadere. Ich sah Momentaufnahmen, in denen ich nicht wusste, wie es denn jetzt weitergehen soll. Allzu oft bin ich mal nach links gegangen, dann nach rechts getaumelt und schien, aus heutiger Sicht betrachtet, den passenden Weg verloren zu haben.

Ich weiß jetzt wieder: Auch wenn ich heute manchmal glaube, ziellos unterwegs zu sein, im Vergleich zu früher ist es geradezu ein Musterbeispiel an Stringenz.

Aber ich habe auch Augenblicke noch einmal erlebt, die einfach schön waren! Da war natürlich die Fertigstellung der Romane, die in dieser Zeit entstanden sind. „Der Redner“, „Der Beobachter und der Turm“ und „Die Welt der stillen Schiffe“ sind auch Kinder dieses Blogs und ja, auch des Austauschs, der über diesen Blog zu Lesern und Autoren zustande gekommen ist.

Ich habe noch einmal die Momente passiert, an denen ich beschlossen habe, aus der Anonymität heraus zu gehen und mich mit allem, was dazu gehört, als Autor zu präsentieren. An einige der Artikel konnte ich mich noch erinnern, als seien sie gestern erst geschrieben worden. Andere waren dafür so gut wie vergessen und es war spannend, sie noch einmal zu lesen.

Und ich habe wieder einmal gelernt, dass wir zwar nicht in der Vergangenheit leben sollten, aber dass wir ohne unsere Vergangenheit nicht das wären, was wir heute sind. Kein Mensch, kein Autor, niemand.

Ich habe eine Reihe von Texten ausgesucht, die ich mir nun noch einmal vornehmen werde. Dabei geht es vor allem auch darum, sie ein Stück weit zu „neutralisieren“. Denn ich habe gesehen, dass ich quasi von Beginn an versucht habe, diesen Tonfall zu finden, der die persönliche Ansprache meiner Leser möglich macht. Es war mir wichtig, euch als Personen wahrzunehmen und euch als Person gegenüber zu treten. Nicht umsonst habe ich euch gleich zu Beginn auf die Veranda meines Hauses eingeladen.

Individualität ist für einen Gemeinschaftsblog von vielen Autorinnen und Autoren zwar auch wichtig, aber ich zumindest finde, dass erkennbar sein muss, dass da ein Jemand im Namen von Vielen schreibt. Außerdem sichert es auch die Individualität des eigenen Blogs, dieses Blogs hier. Denn der soll das bleiben, was er ist: Mein Sprachrohr, meine ganz eigene Sicht auf die Dinge und mein Reisebegleiter.

Der erste Schritt ist getan und viele weitere sollen noch folgen. Aus der Vergangenheit, in die Zukunft hinein. Immer weiter.

Danke, dass ihr den Weg mit mir geht!

Leipziger Allerlei 2017 (5) Moloch Messe

Kommen wir zurück zu meiner kleinen Messeretrospektive. Nachdem ich euch schon einiges davon berichtet habe, wie es mir so ergangen ist, möchte ich auch noch ein paar Worte zum allgemeinen Moloch Messe verlieren – auch wenn das gefühlt schon jeder gemacht hat.

Wie ihr wisst, war das meine allererste Buchmesse und ich wusste im Vorfeld nicht so richtig, was mich erwarten würde. Klar, die Berichte aus Funk, Film und Fernsehen kannte ich, ebenso wie die Impressionen aus den Blogbeiträgen der vergangenen Jahre. Aber dann das erste Mal selber auf das Messegelände zu gehen, das war schon ein ganz besonderer Moment.

Ich hatte, ganz ehrlich, nicht damit gerechnet, wie verdammt groß dieses Gelände alles in allem sein würde. Ein paar Tage vor der Buchmesse war ich ja in den Dortmunder Westfalenhallen unterwegs und so leid es mir ja tut, das als Ruhrpottler sagen zu müssen: Mit Leipzig könnt ihr leider nicht mithalten.

Alleine schon die Glashalle, die man durch den Messehaupteingang betritt, ist ein echtes Schauspiel. Und als ich dann zum ersten Mal auf der berühmten Treppe mit dem Messelogo stand, hätte ich mir ein Tränchen der Ehrfurcht verdrücken können.

Aber dafür war einfach viel zu viel dem Auge und den Ohren geboten. Die Messe summt wie ein Bienenstock zur besten Blütezeit. Überall waren Menschen, mal mehr, mal weniger wichtig.

Die Glashalle gehörte den großen Medien. Hier finden sich die mobilen Studios der Fernsehstationen, in denen permanent irgendwelcher Content mit bekannten Namen aus der Literaturszene produziert wurde, von dem ich zumindest mich frage, in welchen bisher nicht bekannten Inseln der Kultur sie alle versendet worden sein sollen.

Die einzelnen Hallen waren dann grob thematisch geordnet, wobei sich vereinzelte Schwerpunkte eigentlich immer identifizieren lassen.

Die Halle 5 gehörte ganz klar den Selfpublishern und den assoziierten Dienstleistern. Hier fand man sie alle, sei es Books On Demand, sei es Amazon, seien es einzelne Verbände und Vereine (wie auch gewisse BartBroAuthors *g) bis hin zu Verlagen wie etwa Uschtrin, die sich sehr um die Selbstverlegerszene verdient gemacht haben.

Den meisten dieser Stände war gemein, dass sie relativ klein waren – jedenfalls wenn man sie mit den Monsterständen der wirklich „großen“ Verlage verglich.

Aber war ich sehr positiv zur Kenntnis genommen habe war, dass auch den Kleinen viel Aufmerksamkeit seitens des Publikums zuteil wurde. Es war auch bei den eher kleinen Namen des Verlagsgeschäftes eigentlich immer gut was los, wenn ich vorbeikam.

Zu einem Politikum haben sich im Nachhinein ja noch die Männer und Frauen (und Jungen und Mädchen) entwickelt, die ihre Keimzelle in der Halle 1 gehabt haben. Dort fand nämlich auch dieses Jahr wieder die Manga Comic Convention statt, die traditionell viele Cosplayer angezogen hat, die dann mit ihren teils sehr fantasievollen und aufwändigen Verkleidungen durch die Messehallen flanierten.

Ich möchte mich in die Debatte gar nicht groß einklinken. Es geht darum, ob man über ernste literarische und politische Themen diskutieren kann, wenn im Hintergrund leichtbekleidete junge Frauen herumlaufen. Die Leipziger Buchmesse hat zu dem Thema inzwischen eindeutig Stellung bezogen und ich belasse es mal dabei, euch einen entsprechenden Artikel beim mdr zu verlinken.

Wieso ich nun auf die Formulierung komme, dass die Messe ein Moloch ist? Ganz einfach: Es ist sowas von leicht, sich zwischen all den Ständen zu verlieren, die Zeit und den Raum zu vergessen, dass man gar nicht erst einen bestimmten Stand haben muss, zu dem es einen immer wieder zieht (wie bei mir vereinsbedingt geschehen), um irgendwann nicht mehr zu wissen, wo hinten und wo vorne ist.

Ich habe eine große Hochachtung vor allen Menschen, die es geschafft haben, sich im Vorfeld ein Programm für ihren Besuch auszusuchen und das dann auch durchzuziehen. Ich selber hatte um die 90 Stände auf dem Zettel, die ich mir gerne angesehen hätte und ich denke nicht, dass ich alle davon auch wirklich gesehen habe.

Dafür habe ich bei einem sonntäglichen Spaziergang mit zwei befreundeten Mitstreitern andere Ecken der Messe gesehen, die ich mir alleine wohl nicht angeschaut hätte.

Generell kann man nicht alles haben. Dafür findet einfach zu viel statt! Hier wird gelesen, dort diskutiert, da drüben wieder signiert und überall mehr oder weniger ausstaffiert. Es ist viel zu viel, der Geist kann das kaum aufnehmen und koordinieren schon mal gar nicht mehr.

Ganz ehrlich: Wenn das die kleine und familiäre Buchmesse gegenüber der großen Schwester in Frankfurt ist, dann weiß ich nicht, ob ich es mir antun soll, wirklich dorthin zu fahren.

Aber so ein Moloch zeichnet sich ja auch durch seine Anziehungskraft aus. Und diese wurde wirklich an allen drei Tagen, die ich dort war, voll entwickelt. Es ging gar nicht anders, ich musste zur Messe. Und es wurde mit jedem Tag selbstverständlicher, auf der Messe zu sein. Auch das ein Grund, der bei vielen wahrscheinlich zu diesem bereits beschriebenen Messeblues führt. Es bricht auf einmal ein Stück weg, das sich in rasender Geschwindigkeit als „Normalität“ in den Kopf gebohrt hat.

Die Messe wurde, nach den jetzt veröffentlichten Zahlen, von 208.000 Menschen besucht. Das ist eine ganze Menge und ein Zeichen dafür, dass der Moloch auch auf Menschen seine Auswirkungen hat, die sich nicht den ganzen Tag über mehr oder weniger mit dem geschriebenen Wort beschäftigen. Autoren sind zwar unter sich und ihresgleichen, schwimmen aber nicht im eigenen Saft.

Das ist gut so und zeigt uns, zeigt mir, wofür wir eigentlich schreiben. Und, wer weiß, vielleicht bin ich irgendwann auch einmal in einer Funktion als Aussteller auf der Messe. Oder auf einer anderen. Einige Beispiele zeigen, wie schnell so etwas gehen kann.

Egal, wohin mich mein erster Schritt auf das Leipziger Messegelände am Ende auch lenken wird, es gibt keinen Weg mehr zurück hinter diese Erfahrung.

Leipziger Allerlei (4) Das Ende ist der Anfang

Gemäß verschiedener philosophischer Ansätze gibt es so etwas wie ein Ende ja gar nicht. Es wird darauf verwiesen, dass jedem Ende ein neuer Anfang inne wohnt, dass aus dem Ende ein Neubeginn erwächst. Wenn es so ist, dann wäre es doch eigentlich unnötig, dem Ende der Leipziger Buchmesse nachzutrauern.

Ein wenig trauere ich ihm dennoch nach, denn die Buchmesse war, alles in allem, eine für mich sehr schöne und in unspektakulärer Weise auch erfolgreiche Veranstaltung.

Ich habe es geschafft, den ganzen Apparat mit allem, was dazu gehört, zu meistern. Ihr erinnert euch vielleicht noch, wie ich im Vorfeld vor vielen Dingen Angst gehabt habe und dachte, sie nicht schaffen zu können.

Einiges davon ist mir auch vor Ort schwer gefallen, als ich sie zum ersten Mal in Angriff nehmen musste. Relativ kurz, nachdem ich das Messegelände zum ersten Mal betreten hatte (was ein sehr erhebendes Gefühl war, das nur am Rande), hatte ich mich auch schon zur Halle 5 vorgearbeitet. In Halle 5 waren zwei Stände direkt nebeneinander, die für mich so etwas wie eine emotionale Anlaufstation darstellten.

Das eine war der Stand von Margaux Navara, die ich nicht nur als Kommentatorin hier im Blog, sondern auch durch lieben Mailkontakt zu schätzen gelernt habe, und die sich auch in der Realität als ganz wunderbarer Mensch herausstellte.

Und daneben war der Stand von Kia Kahawa, der während der Messe so etwas wie den Meeting Point für alle anwesenden BartBroAuthors bildete. Hier habe ich eine ganze Menge Leute neu, besser oder richtig kennengelernt, mit denen ich vorher auch nur virtuell zu tun gehabt habe.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nicht auf Anhieb geschafft habe, mich diesen beiden Ständen zu nähern. Vorher musste ich erst noch eine Ehrenrunde drehen. Dann habe ich mir allerdings mental selbst in den Hintern getreten und bin die Sache offensiv angegangen.

Und was soll ich sagen: Ich hätte keine Angst haben müssen. Ich wurde nett aufgenommen. Man kam schnell ins Gespräch.

Dementsprechend spürte ich schon am ersten Tag, dass auch ich dafür anfällig sein würde, wovon ich bei vielen anderen schon gelesen hatte: Messeblues!

Jetzt sitze ich wieder im vergleichsweise schmucklosen Duisburg und denke an die Zeit in Leipzig zurück. Bin ich traurig, dass es vorbei ist? Ja und nein. Ich bin mehr darüber traurig, dass es bereits wieder anfängt, sich so lange her anzufühlen. Meine Füße und mein Rücken wissen noch, dass es nicht lange her ist, dass sie durch die Leipziger Messehallen gelatscht sind. Aber für meinen Kopf ist das schon wieder halb abgehakt.

Gut, dazu muss ich sagen, dass auch in Leipzig nicht alles Gold war, was glänzte und daher der eine oder andere Misston sich eingeschlichen hat. Aber das gehört hier nicht hin – so sehr ich normalerweise für einen offenen Umgang mit euch Lesern bin.

Wie wird es nun weitergehen? Auf jeden Fall werde ich mir die Leipziger Buchmesse fürs nächste Jahr wieder in meinen Kalender schreiben. Ich werde einiges ein wenig anders machen. Dazu möchte ich noch einen separaten Artikel schreiben (wie zu ein, zwei anderen Dingen auch). Ich werde vielleicht auch mutiger sein.

Die LBM ist Geschichte und überall werden Wunden geleckt, Erfolge gefeiert und Retrospektiven geschrieben. Und ich bin dieses Jahr mit dabei. Ein komisches Gefühl. Aber ein gutes Gefühl.

Manchmal ist das Ende auch der Anfang von etwas Neuem. Selbst mit einem leichten Anflug von Messeblues.

Ich grüße alle, die ich in Leipzig kennenlernen durfte!

Und freue mich auf alle, die ich noch kennenlernen werde.

Leipziger Allerlei (3) Pix and Vids and Me

Sorry, leider kann ich auch heute noch nicht mit vielen Worten glänzen. Um ehrlich zu sein, habe ich erst einmal eine ganze Menge des heutigen Tages verschlafen. Diese Messe hat doch mehr Kraft gefressen als ich gedacht hatte. Nun gut, auf diese Weise läuft hoffentlich ab morgen die ganze Chose wieder in normalen Parametern 😉 .

Auf der Leipziger Buchmesse sind eine Handvoll Bilder geschossen worden, auf denen auch ich zu sehen bin. Diese wurden auf Twitter veröffentlicht, aber ich möchte sie gerne auch hier präsentieren. Ich hoffe, dass diejenigen, die die Bilder gemacht haben, da nichts dagegen haben. Das Urheberrecht verbleibt natürlich bei den Fotografen.

Und dann verlinke ich euch noch ein Video auf YouTube, das eine Menge vom Stand der lieben Kia Kahawa zeigt, an dem auch ich mich herumgetrieben habe. Nicht blinzeln, sonst verpasst ihr den kurzen Moment, in dem ich eingefangen wurde 😉 .

Ich hoffe, ab morgen wieder „gehaltvollere“ Beiträge zu bringen.

(Jana Tomy, Andrea Schrader und ich)

Siehe:
http://jana-tomy.de/
http://www.andrea-schrader.de/

Jana Tomy, Jens-Michael Volkmann, Tim Vogler, meine Wenigkeit und Kia Kahawa

Siehe:
http://jana-tomy.de/
https://www.facebook.com/jensmichael.volckmann
http://timvogler.com/
http://www.kiakahawa.de/

Lars Kattge, Tim Vogler (v.hinten), Toni Scott, Andreas Hagemann (v.hinten)

Siehe:
https://www.facebook.com/lars.kattge
http://timvogler.com/
http://www.little-edition.de/
http://www.andreashagemann.com/

                  Nike Leonhard, Toni Scott und ich

Siehe:
https://nikeleonhard.wordpress.com/
http://www.little-edition.de/

Und dann noch, wie versprochen, das Video:

Der Sonntagsreport vom 19.03.2017 – Dies und Jenes und Alles und Nichts

Hallo, alle miteinander!

Gerade, als ich mich an der Überschrift für diesen Sonntagsreport versuchte, fiel mir auf, dass es diese Woche zwar einiges an Themen gegeben hat, über die man schreiben könnte, aber dass die meisten dieser Themen eher etwas für eigene Beiträge sind.

Deswegen lasst mich vielleicht ein paar Worte über das verlieren, was ich in Ermangelung eines besseren Begriffes mein „Beitragsmanagement“ nennen möchte.

Wer meinem Blog schon eine Weile folgt, der könnte den Eindruck gewinnen, dass ich poste und blogge, wie mir gerade der Schnabel gewachsen ist. Und wisst ihr was? Damit hätte dieser hypothetische Jemand absolut Recht! Aber manchmal gibt es Situationen, in denen so etwas wie ein besser durchgeplantes Bloggen nicht nur wünschenswert, sondern eigentlich unabdingbar ist.

So habe ich vergangene Woche Donnerstag, ziemlich in der Früh, die fürs Erste endgültige Fassung von „Der Morgen danach“ an den Scylla Verlag geschickt. Daraus ergeben sich für mich zwei Beiträge, die ich auf jeden Fall noch schreiben möchte. Einer beschäftigt sich konkret mit den Unterschieden, die zwischen meiner ersten Fassung und dieser bestehen, der zweite wird ein wenig allgemeiner über den Zeitpunkt des Loslassens einer Manuskriptfassung philosophieren.

Bis jetzt kam mir, irgendwie, jeden Tag ein Beitrag dazwischen, der mir mehr auf den Nägeln gebrannt hat. Gut, den Sonntag mache ich mir durch dieses einzig wiederkehrende Format ja selbst ein wenig „kaputt“. Aber am Donnerstag, Freitag und Samstag habe ich Dinge vorgezogen, die sich gerade aktueller angefühlt haben und die deswegen für mich einfach „dran“ waren. Ich bin, was das angeht, ebenso ein Impulsivschreiber, wie ich es bei meinen Manuskripten bin.

Sozusagen ein Discovery-Blogger (Wortschöpfung zum Patent angemeldet).

Ich muss mich da immer ein wenig am Riemen reißen, weil es irgendwann einfach eine Deadline gibt, nach der manche Artikel einfach keinen Sinn mehr machen.

Eine Zeit lang habe ich zum Beispiel sehr intensiv aktuelle Meldungen aus dem Verlagswesen zum Rebloggen gesammelt (im Moment finde ich da nicht mehr so viel, was ich lohnenswert finde, weswegen die Kategorie „Meldung und Meinung“ auch ein Schattendasein fristet). Aber die fingen nach ein paar Tagen an, ranzig zu werden. Es macht einfach keinen Sinn, eine Meldung nach einer Woche noch zu kommentieren.

Gut, bei einer fertiggestellten Manuskriptfassung ist das ein ganz klein wenig anders, schon klar. Die bleibt ja eine Weile aktuell. Und dennoch denke ich, dass Aktualität auf jeden Fall hilft, um die Eindrücke, die ich gehabt habe, frisch und direkt zusammenfassen zu können.

Übrigens, unter diesem Aspekt graut mir ja schon vor der Leipziger Buchmesse, von der ich wahrscheinlich mit dreißig Ideen für neue Beiträge nach Hause komme, die ich dann nie im Leben alle halbwegs zeitnah unterkriege.

So, was wollte ich erzählen? Na ja, auf jeden Fall werden diese Beiträge in der kommenden Woche noch ihren Weg auf den Blog finden. Und wie es dann weitergeht, das schauen wir einfach mal.

Was ich auf jeden Fall noch erzählen wollte, bevor ich euch gleich auch schon wieder in den verdienten Sonntagabend entlasse, ist, dass endlich die Social-Media-Kanäle des Autorenvereins, in dem ich Mitglied bin, online gegangen sind. Welcher Verein das ist? Na, die „BartBroAuthors“! Wie, da habe ich euch noch gar nicht im Detail von erzählt?

Seht ihr, das ist genau das, was ich meinte. Auch dieser Beitrag schlummert seit Monaten (!) irgendwo im Entwurfsordner.

Wie dem auch sei, schaut doch einfach mal vorbei und macht euch selber ein Bild. Ihr findet die BBA ab sofort unter

https://www.facebook.com/BartBroAuthors/
https://www.instagram.com/bartbroauthors/
https://twitter.com/BartBroAuthors

Und wenn ihr genau aufpasst, könnt ihr auf dem Twitter-Kanal vielleicht hin und wieder einen Tweet von mir lesen 😉 .

Jetzt wünsche ich euch einen angenehmen Abend und einen guten Start in die Woche!

Euer Michael