Muss i denn, muss i denn, zur Messe wieder hin?

Gerade eben kam er, der Newsletter, der dann doch das Gedankenkarussell wieder ein wenig ins Fahren bringt. Nein, keine Sorge, es geht nicht schon wieder um irgendwelche Fahrgeschäfte …

Nein, es geht um die jetzt auch schon wieder bald anstehende Buchmesse in Frankfurt. Leipzig ist fast ein Vierteljahr her, in etwas mehr als einem Vierteljahr ist also die große Schwester an der Reihe, der man – wohl mit einiger Berechtigung – nachsagt, dass sie sich wesentlich mehr aufs Business bezieht, auf Vertragsverhandlungen, auf professionelle Meet & Greet’s, als es Leipzig tut. Und wahrscheinlich wird der Anteil an Cosplayern auch deutlich geringer sein 😉 .

Ihr erinnert euch sicherlich noch, wie ich herumgeeiert bin in der Frage, ob ich nun nach Leipzig fahren will, oder doch lieber nicht. Interessanter Weise habe ich mir die Sache in Bezug auf Frankfurt nie so schwer gemacht.

Ich denke nicht, dass ich mich wohlfühlen würde, wenn ich in Frankfurt mehrere Tage auf der Messe bin.

Ich kann es nicht richtig erklären, nicht richtig begreifen. Aber ich habe eine Theorie. Nämlich die, dass gerade eben dieses businessmäßige mich abschreckt. Leipzig hatte das Feeling einer großen Convention, bei der man natürlich auch Geschäfte einfädeln kann oder über das Business spricht, wo es aber nicht im Vordergrund steht, stehen muss. Etwa so, wie es vor rund 20 Jahren der Unterschied zwischen der CeBIT und der Hannovermesse war.

Aber – und da ist es, das immer präsente Aber: Interessieren würde mich der ganze Zirkus ja schon irgendwie. Zumindest mal zum Anschauen. Und da setzen die Überlegungen jetzt ein, die durch den Newsletter angeregt wurden.

Denn eines steht ja fest. Auch einen Kurzbesuch von, sagen wir, einem Tag auf der Messe muss man ja gut und generalstabsmäßig planen. Im Endeffekt muss man ihn besser planen als einen dreitägigen Besuch, bei dem ich es mir auch erlauben konnte, einfach mal in den Messetag hinein zu schlendern. Und im Endeffekt trotzdem kaum etwas zu sehen. Der Eventcharakter stand halt im Fokus. Nicht die Buchmesse als Solches.

Doch Frankfurt müsste anders sein und damit steht fest, dass ich mich, wenn ich mich entschließe, hinzufahren, frühzeitig um einen Tag kümmern sollte, an dem ich da sein will, gekoppelt an die Frage, ob ich mich als „Fachbesucher“ akkreditieren lassen kann, oder nicht. Und dann muss ich natürlich auch wieder schauen, wie die Anreise und Rückreise funktionieren könnte.

Zum Glück Frankfurt von Duisburg aus wesentlich schneller erreichbar, als Leipzig es gewesen ist. Hier profitiere ich klar von der zwischen Köln und Frankfurt ausgebauten ICE-Schnelltrasse. Bei einer Direktverbindung sind es keine zwei Stunden zwischen den beiden Hauptbahnhöfen. Und der Preis pendelt sich irgendwo bei 60 Euro ein. Klar, zusammen mit der Tageskarte für die Messe und die zu erwartenden Nebenkosten für Verpflegung, etc. ist das immer noch ein recht teurer Tagesausflug, aber was tut man nicht alles für die persönliche (Weiter-)Entwicklung?

Tja, aber hilft es denn wirklich in der Weiterentwicklung? Ist es wirklich ein „Muss“, in Frankfurt dabei gewesen zu sein, nur um hinterher sagen zu können, dass man eben dabei gewesen ist?

Um noch einmal kurz in den Osten der Republik zu schauen: Dass ich nächstes Jahr wieder nach Leipzig möchte, steht für mich schon so gut wie fest. Ob ich es dann auch wirklich hinkriege, das ist noch eine andere Sache und muss jetzt ja auch noch nicht entschieden werden. Aber der Wille, es zu machen, ist klar erkennbar.

Und da ist eben dieser Unterschied zwischen Leipzig und Frankfurt. Die nächste Fahrt auf dem Gedankenkarussell.

Aber, na ja, solange die nächste Runde nicht „rückwärts“ geht, ist, denke ich, alles noch halbwegs in Ordnung.