Gedicht: Blühende Hände

Blühende Hände

Die Kleinigkeiten nicht verstanden
ganz egal, wie oft erklärt
wenn sie auch die Ohren fanden
scheinbar niemals zugehört

Viel zu klein den Schmerz zu sehen
groß genug, borniert zu sein
Leicht sich aus dem Blick zu gehen
Denn ich bin groß und du bist klein

Große Worte leicht gesprochen
Ungelenk, unkonzentriert
Willenskraft noch nicht gebrochen
Und en passent doch abserviert

Wenn dann die Hände wieder blühen,
aufgeplatzt, dem Schlachtfeld gleich
tiefe Krater leuchtend glühen
Jeder Fleck an Narben reich:

Liegen klein und groß auf Lauer
kampferprobt, in Zeit gestählt
Wird der Zwiespalt noch genauer
Den du dereinst selbst hast gewählt

Vertrauen und Träume

Die Träume sind zu hoch geflogen
Die Wahrheit hat mich angelogen
der Irrsinn hat ein Fest gefeiert
Vertrauen mir den Blick verschleiert

Der Träume Schatten stirbt im Lichte
Ich schreibe derweil noch Gedichte
In Wort geword’nen Phantasien
Vertrauen war doch nur geliehen

Wenn Träume dereinst auferstehen
Und mir in meine Augen sehen
Dann lerne ich die Wahrheit kennen:
Vertrauen heißt, aus Liebe brennen

Schmerz (Vorsicht, „Gedicht“)

Einfach mal ohne viele Worte …


SCHMERZ

Kennt ihr den Schmerz
den Schmerz von ganz unten
von tief in euch drin
wo niemand je hinsah
und keiner will hin?

Könnt ihr ihn halten
wenn er sich die Bahn bricht
von unten heraufschäumt
was keiner voraussah
und sich lauthals aufbäumt?

Wer wird ihn hören
ist er am verhallen
durch Münder geschrien
die niemand mehr anhört
und nichts wird verziehn?

Kennt ihr den Schmerz
der nachwächst dort unten
von innen verwesend
niemand interessierend
und niemals genesend?

Dann reicht mir die Hände
ihr Brüder im Geiste
um Hoffnung zu geben
streck ich sie entgegen
und um gemeinsam zu leben!


Ihr wisst, manchmal hab ich sowas.