Schneller Autoren-Lesetipp am Montagabend

Guten Abend, meine lieben Mitautorinnen und -autoren. Und natürlich auch solche, die es noch werden möchten 🙂 .

Heute möchte ich euch einen schnellen Lesetipp ans Herz legen. Schnell deswegen, weil es schon ziemlich spät ist und ich jetzt so langsam, aber ganz sicher, in den Feierabendmodus schalten möchte. Und Lesetipp – das erkläre ich euch jetzt.

Viele von euch kennen sicherlich die Zeitschrift „Federwelt“. Ein sehr informatives, spannendes und aus meiner Sicht fast unverzichtbares Blatt, das sich um so ziemlich alle Bereiche des Autorenlebens kümmert. Eine wiederkehrende Rubrik ist die sogenannte „Textküche“. Hier werden anhand von Beispieltexten typische Fallstricke eines Textes im Rahmen eines exemplarischen Lektorats beleuchtet. Schon unter normalen Umständen eine Rubrik, aus der man viel für die eigenen Texte mitnehmen kann.

In der aktuellen Ausgabe für April/Mai 2018 hat man aber den Vogel, man verzeihe mir die etwas saloppe Ausdrucksweise, abgeschossen. Diese Folge der Textküche, die mit Hilfe der Lektorinnen von der Textwache entstanden ist, vereint nicht weniger als 13 typische Stilprobleme, von denen zumindest ich bei dem einen oder anderen schuldbewusst gezuckt habe. Darunter sind Klassiker wie Adverbien und Adjektive ebenso wie Füllwörter, zu denen auch direkt eine Beispielliste geliefert wird.

Sicher, man könnte sagen, dass das Rad hier nicht neu erfunden wird, aber ich habe selten in derart kompakter Form Hilfestellungen gesehen, die man fast schon wie eine To-Do-Liste für den eigenen Text abarbeiten kann. Zu jedem Punkt gibt es außerdem Beispiele, wie man es nicht und wie man es stattdessen besser machen kann und sollte.

An den Artikel schließt sich ein Praxisteil an, in dem man anhand von 27 sogenannten Stilunfällen direkt testen kann, inwiefern die vorher vermittelten Kenntnisse haften geblieben sind.

Mir hat diese Folge der Textküche jedenfalls sehr gut gefallen und deswegen dachte ich mir: Weis doch einfach mal drauf hin. Vielleicht hat der eine oder die andere ja auch Spaß an so etwas. Verkehrt ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Stil sowieso nie.

So – jetzt ist der Text doch wieder länger geworden, als er sollte. Sei es drum. Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen Abend, ganz egal, ob mit Stil oder nicht 😉 .

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