Vorausgesetztes Wissen beim Leser, oder: Wer kennt Kemm’sche Kuchen?

Wir nähern uns mit großen Schritten dem Weihnachtsfest, überall liegt der Duft von Tannennadeln und Glühwein in der Luft und kitschige Musik dröhnt aus dem Radio. Das ist doch die passende Gelegenheit, um euch endlich eine Begebenheit aus dem Sommer zu erzählen, nicht wahr?

Dabei ist sie eigentlich ziemlich zeitlos und illustriert ein Problem, auf das man als Autor von Romanen immer wieder acht geben muss: Wie viel Wissen darf man beim Leser eigentlich voraussetzen?

Die meisten Menschen lesen Romane zum Zweck der Unterhaltung. Und auch wenn ich gar nicht abstreiten möchte, dass man diese auch mit Texten haben kann, die zum Nachdenken anregen, sollte es ein konstruktives Nachdenken sein. Als ein solches würde ich etwa das Grübeln darüber bezeichnen, was Romeo noch anstellen könnte, um seine Julia vielleicht doch zu bekommen oder darüber, wie zum Geier Agentin Starling das perfide Spiel von Hannibal Lecter ohne Schäden am eigenen Geist bestehen soll.

Weniger gut ist es allerdings, wenn man den Leser dadurch aus der Geschichte reißt, dass er sich erst einmal ein Wörterbuch vom Schrank oder aus dem Internet besorgen muss, um nachzuschlagen, wovon der Autor da eigentlich gerade schreibt. Klar, man kann niemals den Wissensstand jedes Einzelnen berücksichtigen und es ist auch nicht gut, immer mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner von Sprache zu arbeiten, weil Romane dadurch wohl sehr flach und sprachlich arm würden.

Aber gerade dann, wenn man sich mit Spezialwissen auseinander setzt, ist es umso wichtiger, den Leser mitzunehmen. Kommen wir also zu meinem Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Und letztendlich ist dieses auch zeitlich gar nicht so falsch, selbst wenn es mir schon im Sommer passierte. Denn auch der Winter, Weihnachten im Speziellen, ist ja die Zeit, in der man sich gerne mal vornimmt, kulinarisch neue Wege auszuprobieren und vielleicht einmal die eigenen Grenzen ein wenig auszuloten. Es muss ja nicht immer Kartoffelsalat mit Brühwurst sein.

Und so war es auch vor meinem Geburtstag, als die obligatorische Frage anstand, was man denn den zu erwartenden Gästen so alles auftischen könnte. Meine Frau und ich wälzten also unsere Gedanken hin und her und als das nicht mehr so recht weiterhalf, auch die eine oder andere Rezeptsammlung.

In einer Zeitschrift fand sich auch ein sehr lecker klingendes Rezept für eine quarkbasierte Nachspeise. Nun ist das erst einmal nichts besonderes, aber die Zutaten machen ja, genau wie bei einem guten Roman, den besonderen Reiz erst aus.

Das Rezept war eigentlich ganz einfach, bis zu dem Moment, an dem es sinngemäß verlangte: Für den Boden verwenden Sie einen besonderen, braunen Kuchen, zum Beispiel Kemm’sche Kuchen.

Ich schaute das Papier an, dann meine Frau, die schaute das Papier an, dann mich und wir beide hatten überhaupt keine Ahnung, was das sein sollte. Unter braunem Kuchen konnte ich mir ja, zumindest ungefähr, etwas vorstellen. Aber was sollten „Kemm’sche Kuchen“ sein?

Nun, wieso lange rätseln, wenn man auch in einen Laden fahren und die Dinger einfach kaufen kann. Zumal die Zeit langsam ein wenig eng wurde. Was folgte, war eine Odyssee durch mehrere Geschäfte und die jeweiligen Feinkostabteilungen. Nirgendwo fanden sich braune Kuchen oder gar Kemm’sche davon.

In meiner Verzweiflung fuhr ich schließlich sogar in die Metro, wo man normalerweise alles Mögliche und Unmögliche bekommt. Ich drehte den Gang mit den Kuchen auf Links, ebenso den mit den Gewürzen. Irgendwann wurde eine Mitarbeiterin auf mich aufmerksam und sprach mich an. Ich berichtete von meiner Suche und der Blick, den ich kassierte, war mindestens so ratlos wie der meiner Frau früher am Tag.

»Also ich arbeite jetzt seit zwanzig Jahren hier in der Abteilung, aber davon habe ich noch nie etwas gehört.«

Das Ende vom Lied war dann, dass ich im sechsten Laden, in dem ich war, irgendwas gekauft habe, was einem braunen Kuchen zumindest ähnlich sah. Nun, beschwert hat sich niemand wegen des Nachtischs, also kann es nicht so schlimm gewesen sein.

Aber die Geschichte ließ mich nicht los und eigentlich wollte ich sie euch schon längst einmal erzählt haben.

Denn sie illustriert wirklich gut, wie man selbst die hartgesottensten Leser – und ich bezeichne die Dame aus der Metro einfach mal so -, die sich mit dem Genre, mit den Gegebenheiten und mit den Figuren wirklich gut auskennen, mit der Verwendung von Spezialwissen oder -begriffen derart aus der Bahn werfen kann, dass sie im schlimmsten Fall das Buch einfach zu klappen und sich anderen Dingen zuwenden. Zum Beispiel einer ausgedehnten Einkaufstour.

Sind jetzt alle Genres gleichermaßen davon betroffen? Nein, ich denke nicht. Romane, die im Alltag verwurzelt sind, sind tendenziell weniger gefährdet, weil in der Hauptsache über Dinge geschrieben wird, welche jeder von uns kennt. Aber auch hier lauern Fallstricke, wenn zum Beispiel über spezielle Küchenutensilien geschrieben wird. In diesem Fall schadet es nicht, diese zumindest kurz zu beschreiben, so dass der Leser ein grobes Bild davon im Kopf hat.

Hier muss man natürlich abwägen, welche Wichtigkeit dieses Utensil überhaupt hat. Ist es einfach nur eine speziell benannte Fleischzange, dann kann es sich anbieten, einfach genau dieses Wort zu verwenden, anstatt eine langwierige Erklärung einflechten zu müssen.

Generell gilt, dass weniger im Zweifelsfall mehr ist. Zumal sich die Lesegewohnheiten immer wieder einmal ändern. Im einen Jahr kann es sein, dass die Leser geradezu erwarten, dass sie in langen Erklärungen und Beschreibungen in alle Details eingeweiht werden. Im nächsten soll Prosa dann wieder gestochen scharf und ohne Schnörkel sein, damit sie sticht. Das vorauszusehen ist schwer bis unmöglich. Daher empfiehlt es sich, einen gangbaren und einfachen Mittelweg zu nehmen.

Im Fall meines Rezepts wäre es zum Beispiel eine Möglichkeit gewesen, eine Bezugsquelle zu nennen. Das hätte mir viel Rätselei, Rennerei und Ärger erspart. Mal ganz davon abgesehen, dass ich seitdem die Hefte dieser speziellen Kochzeitschrift mit wesentlich größerem Argwohn betrachte und seltener zu Rate ziehe.

Wie man den Umgang mit fremden Wörtern und Sachverhalten besonders gut gestalten kann, zeigen übrigens regelmäßig Romane aus dem Bereich der Fantasy und der Science-Fiction. Hier sind die Autoren gezwungen, sich mit genau diesen Fragen zu befassen, weil sie über Dinge schreiben, von denen noch nie jemand etwas gehört hat, weil sie fiktiv sind.

Fassen wir also kurz noch einmal zusammen: Wenn ich einem Leser einen besonderen oder schwierigen Begriff vorsetze, dann sollte klar sein, worum es sich dabei handelt. Oder ich muss es erklären. Ich darf nicht einfach voraussetzen, dass er genau weiß, wovon ich da schreibe. Sonst riskiere ich, ihn abzuhängen und zu verlieren.

Und jetzt würde mich zum Abschluss ja noch interessieren: Wer von euch hat schon einmal Kemm’sche Kuchen gegessen? Können die was?

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Ungewollte Spoiler und wie leicht man sie sich einhandelt

Spoiler sind ärgerlich.

Nein, ich spreche natürlich nicht von denen, die manche Zeitgenossen sich (wieso auch immer) an ihre Autos montieren. Ich spreche von denen, die uns Teile einer Handlung vorwegnehmen, die wir gerne selber erfahren hätten. Eine Handlung, die durch einen Spoiler einiges an ihrer Spannung verliert und der, im schlimmsten Fall, auch einiges von emotionaler Bindung an das Buch, das da gerade gelesen wird, verloren gehen lässt.

Aber um zunächst zu verdeutlichen, wie sehr ein Spoiler ein Gesamterlebnis beeinflussen kann, erzähle ich euch eine ganz kurze, fiktive Geschichte.

Wir schreiben das Jahr 1980. Endlich ist es soweit. Drei lange Jahre hat Thomas darauf gewartet, dass die Fortsetzung des phänomenalen Films „Krieg der Sterne“ in die Kinos kommt. Erwartungsvoll steht er in der Schlange vor der Kinokasse, streicht sich die Haare aus dem Gesicht und wirft einen ehrfürchtigen Blick auf das Filmposter, das an der Wand neben der Kassenkabine hängt.

Da laufen zwei Typen an ihm vorbei, die sich miteinander unterhalten. Er kennt sie nicht, interessiert sich nicht für sie. Sie sind irgendwer, gehen irgendwohin und das könnte die ganze Geschichte sein. Wenn nicht der eine von den beiden, genau, als sie auf einer Höhe mit Thomas sind, sagen würde: »Aber dass Darth Vader Lukes Vater ist – krass!«

Peng, das war es mit einem Teil der Vorfreude. Den Rest der Wartezeit verbringt Thomas schwankend zwischen „die wollten dich verarschen“ und „das kann doch nicht sein“. Und als dann die inzwischen berühmt gewordene Szene in der Wolkenstadt Bespin über die Leinwand flimmert, merkt er, dass es ihm beinahe schon egal ist. Schade drum.

Ja, schade drum. Und Beispiele dieser Art gibt es viele und in allen erzählenden Medien. Ich selbst bin zum Beispiel kein wirklicher Freund von Inhaltsverzeichnissen in Romanen, die vor dem eigentlichen Romantext stehen. Denn oftmals verraten die Titel der Kapitel schon einiges über den Handlungsverlauf, den ich noch gar nicht so genau aufgezeigt bekommen möchte. Wenn die Überschriften an den richtigen Stellen kommen, sind sie hingegen, bei geschickter Textwahl, eine gute Methode, den Leser in der Geschichte zu halten, ihn hinein zu ziehen.

Aber man muss als Autor immer auch damit rechnen, dass der Leser seine eigene Neugierde nicht im Zaum halten kann. Dieses Problem stellt sich gerne dann ein, wenn er direkt mehrere Teile einer aufeinander aufbauenden Serie kauft. Nicht alle schaffen es, die Romane konsequent nur ins Regal zu stellen, ohne auch nur einen Blick auf den Klappentext zu werfen. Und wenn dieser dann, unbeabsichtigt, eine Entwicklung vorweg nimmt, die sich in Band 5 vollzieht, man gerade aber erst bei Band 4 ist, dann ist das ärgerlich.

Denn diese Entwicklung bekommt man als Leser nicht wieder aus seinem Kopf heraus.

Auch beim Cover kann etwas in der Art passieren. Ich habe schon einige Male Darstellungen von Szenen gesehen, die irgendwann weit in der Handlung vorkamen. Ein Teil von mir wartet dann immer unbewusst darauf, dass genau das geschieht, was da zu sehen ist und schwangt zwischen leichtem Ärger und Enttäuschung, wenn es dann kommt (oder auch nicht kommt, aber das ist ein anderes Thema, wenn man die Erwartungen des Lesers nicht erfüllt).

Wie oft solche Dinge passieren und wie leicht es ist, auch vollkommen unbeabsichtigt gespoilert zu werden, etwa durch Inhalte auf Internetseiten, ist mir erst so richtig bewusst geworden, seit ich meine Fernsehserie mit den toten Menschen sehe.

(Ja, ich bin im Moment etwas auf „The Walking Dead“ fixiert, aber da müssen wir jetzt alle durch.)

In dieser Serie sterben Menschen. Und es sterben Menschen, an die man sich im Laufe von vielen Staffeln gewöhnt hat, die einem ans Herz gewachsen sind und bei denen es etwas auslöst, wenn sie plötzlich nicht mehr da sind. Das machen die Autoren der Serie ganz hervorragend.

Nun hänge ich ja der Serienkontinuität ein wenig hinterher. Gerade schaue ich die sechste von acht Staffeln. Es liegen also viele Entwicklungen in der Handlung noch vor mir, die andere schon längst kennen und ich habe große Probleme, mich nicht spoilern zu lassen.

Aber macht mal das Internet auf und surft irgendeine Seite an, die auch nur im Entferntesten etwas mit Entertainment zu tun hat – und da reicht schon die Einstiegsseite von GMX. Da finden sich dann Meldungen wie „The Walking Dead-Star erträgt die Serie nicht mehr“, natürlich mit Bild. Oder blättert mal durch den Katalog des Merchandise-Händlers EMP, da findet ihr dann Memoriam-T-Shirts für einzelne Charaktere.

Für mich ist das ebenso ärgerlich, als wenn mir frühzeitig jemand verraten hätte, dass streng genommen gar nicht Frodo den Ring ins Feuer wirft, oder dass nicht Harry am Ende des Tages das Mädchen mit nach Hause nimmt. Und, übrigens, am Ende von „Titanic“ sinkt das Schiff. Ups.

Ich gebe zu, dass es nicht leicht ist, alle möglichen Quellen von Spoilern auszuschalten. Aber zumindest beim Cover, beim Klappentext und bei den Kapitelüberschriften haben wir, als Autoren, im besten Fall zumindest die Möglichkeit, mahnend unseren Finger zu heben, oder im Selfpublishing halt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es geht ja darum, die Leser zu animieren, sich das Buch zu kaufen. Oder den Serienfan, die neue Staffel zu sehen.

Oder unseren Thomas, sich auch noch die nächsten sieben „Star Wars“-Filme im Kino anzuschauen.

Wobei es ja auch Menschen gibt, die bei einem Roman erst das Ende lesen, weil sie auf Nummer Sicher gehen wollen, dass dieses auch in ihrem Sinne ausfällt. Ich gebe zu, dass dieses Leseverhalten mir vollkommen unverständlich ist.

Wie steht es mit euch: Seid ihr auch allergisch gegen Spoiler oder mögt ihr es ganz gerne, wenn ihr schon einen kleinen Wissensvorsprung habt? Wann und wodurch seid ihr das letzte Mal so richtig fies gespoilert worden?

Von Personenlisten in Romanen am Beispiel Stephen King

Ich habe euch ja noch gar nicht erzählt, dass ich mich im Moment durch den neuen Roman von Stephen King kämpfe, den er zusammen mit seinem Sohn Owen geschrieben hat. Dieser heißt „Sleeping Beauties“ und es geht um eine rätselhafte Schlafkrankheit, die sich zeitgleich auf der ganzen Welt ausbreitet, dabei allerdings nur Frauen befällt und dafür sorgt, dass diese sich selbst in eine Art Gespinst einweben. Wer dieses Gespinst durchbricht, hat schlechte Karten, denn dann verhalten die so Aufgeweckten sich ungefähr so kooperativ wie einer der „Beißer“ aus der Fernsehserie „The Walking Dead“ und es kann schon mal dazu kommen, dass der Mann, der so unvorsichtig war, eines Teils seiner Nase verlustig geht.

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich kämpfe mich ein wenig hindurch, denn ich muss gestehen, dass der Roman mich bislang noch nicht so packen konnte, wie ich es mir eigentlich von jedem neuen „King“ erhoffe. Dabei sind die Zutaten eigentlich recht gut, wenn auch stellenweise eine Variation bereits bekannter Muster, einmal gut durchgemischt und mit einem Spritzer Zitrone versehen.

Vielleicht liegt es auch an dem Anteil von Owen King, dass ich diesmal nicht so mitgerissen bin wie bei vielen anderen Büchern des Autors. Die Übersetzung macht es unmöglich, genau den Finger darauf zu legen, wo Stephen aufhört und wo Owen anfängt. Falls man es im Original überhaupt kann. Die Kunst des Miteinanderschreibens besteht ja gerade darin, dass man keinen Bruch zwischen den beiden Erzählerstimmen bemerkt.

Von „Sleeping Beauties“ möchte ich euch aber in diesem ersten Schritt nur so am Rande erzählen, denn ich habe den Roman ja erst zu ungefähr einem Drittel gelesen.

Vielmehr geht es mir darum, von einer Besonderheit zu berichten, die man in nicht allzu vielen Romanen vorfindet. Und zwar geht es dabei um eine dem eigentlichen Geschehen vorangestellte Liste mit allen im Roman auftauchenden Personen:

Ich muss gestehen, dass ich nicht richtig wusste, was ich mit dieser Liste anfangen sollte, als ich ihrer angesichtig wurde. Und das liegt daran, dass ich keine Ahnung habe, was die Autoren glauben, was ich damit anfangen soll.

Es gibt ein Genre, in dem gerne mit Personenlisten gearbeitet wurde (ob das noch so ist kann ich aufgrund mangelnder aktueller Einsicht nicht sagen). Das ist der Heftroman. Gerade in fortlaufenden Serien, die teils Handlungsstränge über viele Romane hinweg entwickeln, fand sich früher ein Kasten zu Beginn des Romans, in dem auf die Hauptpersonen der folgenden rund 64 Seiten hingewiesen wurde. Aber diese wurden, zumindest in meiner Erinnerung, nicht einfach nur in Listenform heruntergeschrieben, sondern es stand auch noch kurz etwas zu ihrer Rolle im folgenden Geschehen, so dass man sie bereits vor dem Lesen ein wenig einordnen konnte. Das prominenteste Beispiel, das mir einfällt, ist die Serie „Perry Rhodan“.

Diese Art der Personenlistung habe ich durchaus als hilfreich empfunden, denn so wusste ich, auf wen ich beim Lesen mein Augenmerk legen konnte. Ja, es ist eine einfache Form des Selbstbetrugs wenn man so will, dass man von vornherein die Hauptfiguren stärker für sich ins Gewicht nehmen kann als die Nebenfiguren.

Andererseits machen wir das in fast allen Bereichen, bei denen wir es mit Ensembles zu tun haben, doch auch so. Der Film und das Theater verraten uns schon auf den Plakaten, auf wen wir besonders achten sollen. Bei Konzerten mit klassischer Musik heißt es nicht nur, wer da jetzt gerade spielt, sondern vor allem, was, also welcher Künstler mit welchen Stücken, gespielt wird.

Nein, eine Liste mit Informationen zu den Hauptpersonen finde ich, rein vom Prinzip, gar nicht schlecht, auch wenn ich bisher noch nie so gearbeitet habe – es aber zumindest für meine eigene Science-Fiction-Serie durchaus in Erwägung zog.

Aber was soll ich mit der über mehrere Seiten gehenden Liste im King-Buch anfangen? Sie bietet keine Informationen darüber, wer im kommenden Handlungsverlauf wichtig ist. So wird etwa der als erstes genannte Meth-Koch gleich zu Beginn des Romans ermordet. Bis dahin hatte man kaum Gelegenheit, sich an seinen Namen zu gewöhnen.

Ich verstehe es einfach nicht. Soll ich vielleicht einen Stift nehmen und jeden Namen abhaken, der mir im Roman begegnet ist? Ich gebe nämlich zu, dass mir ein solcher Gedanke durchaus schon gekommen ist, auch wenn er, das weiß ich selbst, albern ist.

Aber vielleicht kann mir jemand von euch einen Tipp geben, wofür die Liste gut sein könnte. Würdet ihr euch vielleicht sogar wünschen, dass so etwas häufiger in Romanen zu finden ist? Das würde mich wirklich interessieren, denn dann könnte ich ja überlegen, etwas ähnliches bei meinen eigenen Geschichten zu unternehmen.

Dann aber bitte mit kurzer Erläuterung zur Person und nicht „nur“ als reine Liste. Denn die finde ich eher uninformativ. Aber, hey: überzeugt mich! 🙂

Der Sonntagsreport vom 15.10.17: Motivation aus zweiter Hand

Hallo zusammen!

Wer meinen Beitrag von gestern nicht gelesen haben sollte, in dem es darum ging, dass ich zwar nicht auf der Frankfurter Buchmesse gewesen bin, aber irgendwie dann doch dabei war, sollte dies möglicherweise nachholen, weil der heutige Beitrag eine Art Fortsetzung ist. Aber vom Grundsatz her ist er auch ohne „Vorkenntnisse“ verständlich.

Es geht um Motivation. Und vor allem um Motivation aus zweiter Hand.

Woher schöpfen wir Motivation? Im besten aller Fälle aus uns selbst heraus. Wir begeistern uns für Dinge, die uns Spaß machen, die uns am Herzen liegen. Dies sind die Sachen, auf die wir uns freuen und für die wir gerne mal den Alltag beiseite schieben (möchten). Wir brauchen niemanden, der uns sagt, dass es jetzt an der Zeit ist, sich um das Schreiben zu kümmern, oder endlich mal wieder Klavier zu spielen, oder die Musikstücke einzustudieren, die wir mit unserer Band spielen wollen.

Nein, das kriegen wir sehr gut alleine hin und meistens ist es eher umgekehrt: Wir brauchen jemanden, der uns daran erinnert, dass die Steuererklärung noch gemacht werden muss, oder dass es an der Zeit wäre, endlich mal das Bad zu renovieren, oder dass das Auto in die Waschanlage muss.

Das Letztgenannte ist eher eine externe Motivation. Auch die ist nicht unwichtig, denn sie verhindert, dass uns die Einkommensteuer um die Ohren fliegt, das Bad unter uns zusammenbricht oder es mächtig Knatsch mit der Ehefrau/dem Ehemann gibt, weil das Auto auf einmal schwarz und nicht mehr silbern ist.

Oder nehmen wir den Klassiker. Das ist natürlich der Brotberuf, dem wir nachgehen, weil die meisten von uns weder vom Schreiben, noch vom Klavier spielen oder vom Singen leben können. Das Geld muss also aus anderer Quelle kommen.

Aber was macht man nun, wenn, warum auch immer, die Motivation aus uns selbst heraus nicht funktioniert? Wenn wir uns vor die Tastatur setzen und kein Wort zustande bringen, wenn wir keinen Ton treffen und unser Gesang klingt, als wäre es ein einziges Rabengekrächz?

In solchen Momenten ist es nicht schlecht, wenn man auf Motivation aus zweiter Hand zurückgreifen kann.

Und damit schlage ich den Bogen zurück zu mir selbst und meinem Artikel von gestern. Ich war zwar nicht auf der Buchmesse, aber bedingt durch meinen „Job“ als der Mann am Twitteraccount, habe ich eine Menge an Tweets gesehen und gesichtet, eine Menge Menschen quasi „live“ vor der Linse gehabt und ein ganz merkwürdiges Konservengefühl entwickelt. Ihr kennt das bestimmt: So, als wenn man etwas im Fernsehen sieht und dennoch das Gefühl hat, dabei zu sein.

Und so kommt es, dass ein wenig dieser ganzen Freude am Buch, dieses ungemeinen Tatendrangs, den ich bei ganz vielen gespürt habe, auch auf mich übergeschwappt ist. Bis jetzt kannte ich den Effekt nur von einigen motivierenden Büchern, aber das muss ich jetzt wohl auf Buchmessetweets ausweiten.

Ich bin gespannt, ob der Effekt anhalten wird, wenn ich mich durch die Myriaden von Nachberichten lesen werde, die nun zwangsläufig überall im Internet aufpoppen werden. Es wäre wünschenswert, denn wie man sich sicher denken kann, bin ich lieber motiviert als demotiviert. Lieber zuversichtlich als skeptisch. Lieber mit Freude bei der Sache als von Selbstzweifeln gequält.

Und wie äußert sie sich nun, diese Motivation aus zweiter Hand? Wie bei mir üblich im Schmieden von vielen Plänen. Denn es ist ja nicht so, als ob ich nicht, theoretisch, ganz viele Eisen im Feuer hätte. Da sind die zwei fertigen Romanexposés, mit denen ich hausieren gehen kann. Da ist ein, an der Zielgruppe getestetes, Manuskript aus dem Bereich Kinderbuch, das ich aufpeppen kann. Da sind die beiden Kurzgeschichten und der Roman, an dem ich schreibe. Und, und, und.

Viele von den Sachen könnte ich ja sogar „nebenbei“ erledigen. Ein Anschreiben an Agenturen/Verlage ist schnell aktualisiert aufgesetzt und entweder per Mail oder per Post verschickt. Und dann muss man ja eh warten. Zeit, um andere Dinge zu tun, wie zum Beispiel zu schreiben.

Allerdings weiß ich auch, bei aller segensreichen Motivation, dass ich auf mich aufpassen muss. Ich mache gerade eine Phase durch, in der meine Kräfte sehr fragil sind. Es kann vorkommen, dass ich mich in etwas stürze, nur um dann nach zwei Tagen festzustellen, dass da keine Kraft mehr da ist. Und schon wäre ich wieder demotiviert und niedergeschlagen. Es ist nicht leicht.

Wichtig wird für mich sein, einen Mittelweg zu finden, mir Prioritäten zu setzen. Keine Luftschlösser zu bauen (da fällt mir zum Beispiel der kommende National Novel Writing Month ein, der dieses Jahr reines Gift für mich wäre).

Aber schön ist erst einmal, dass die Motivation da ist. Wenn auch „nur“ aus zweiter Hand. Aber ist nicht gerade das der Grund dafür, dass so viele von uns Autoren so einen Narren an Buchmessen und den gegenseitigen Treffen gefressen haben? Weil sich eben hieraus die Motivation mitnehmen lässt?

Darüber zu philosophieren überlasse ich jemand anderem. Seht es mir nach.

Ich wünsche euch einen guten, möglichst motivierten, Start in die Woche!

Euer Michael

Isotype – Emoji – Sprache

International System oTypographic Picture Education
(Isotype)

Klingt das kompliziert, oder klingt das kompliziert? Ich muss jedenfalls gestehen, dass ich mir zunächst nichts darunter vorstellen konnte. Es handelt sich bei Isotype also um ein internationales System bildhafter Erziehung. Aber wieso und warum?

Wikipedia gibt, wie meistens in solchen Fällen, Aufschluss. Demzufolge wurde das Isotype bereits in den zwanziger Jahres des letzten Jahrhunderts entwickelt und diente ursprünglich dazu, auch denen einen Zugang zu einer komplexeren Bildung zu ermöglichen, die aufgrund ihrer Stellung in der Gesellschaft oder anderer Hemmnisse keinen Zugang zur klassischen Schriftsprache finden konnten.

Dabei gaben sich die Entwickler des Isotype nicht damit zufrieden, einfach einen Katalog von Symbolen und Piktogrammen zu erstellen, sondern sie gaben ihrer neuen „Sprache“ auch eine Grammatik mit auf den Weg, so dass hier wirklich von einer eigenen Form sprachlichen Ausdrucks gesprochen werden kann, die kulturhistorisch irgendwo zwischen ägyptischen Hieroglyphen und modernen Straßenschildern liegt.

Man sollte meinen, dass das Isotype in unseren heutigen Zeiten keine große Rolle mehr spielt, weil inzwischen Bildung zum Glück ein Staatsauftrag ist und durch die Schulpflicht auch das Lesen und Schreiben auf eine gesellschaftlich breite Basis gestellt wird. Und in der Tat findet man heute entsprechende Grammatiken auch eher in Museen als in der tatsächlichen Anwendung.

Ich wäre wohl nie auf das Isotype aufmerksam geworden, wenn da nicht das gleichnamige Lied der Band Orchestral Manoeuvres in the Dark (OMD) wäre, in dem es sich um diese Kunstspreche dreht. „Dreht“ ist auch ein gutes Stichwort hinsichtlich des flankierenden Videos, in dem man auch einige Isotype-Symbole begutachten kann:

Allerdings kann man wohl sagen, dass wir, gerade in den letzten Jahren, wieder eine stärkere Hinwendung zu Aspekten der Bildsprache haben. Verantwortlich ist dafür, was auch sonst, das Internet.

Hand aufs Herz: Wem kommen beim Betrachten der Symbole des Isotype nicht unsere modernen Smileys und Emojis in den Sinn? Dienen sie nicht auch dazu, teils komplexe Worte oder Gefühlszustände in ein kurzes und prägnantes Bild zu transferieren?

Wozu das im Extrem führen kann, kann man jeden Tag in Millionen von Tweets sehen, die auf der Social-Media-Plattform Twitter abgesetzt werden. Oder in WhatsApp. Oder in Facebook. Teile unserer Gesellschaft sind heute scheinbar nicht (mehr) in der Lage, einen längeren Text ohne die Verwendung von Bildern zu schreiben.

Ich gebe zu, dass die Verwendung von Emoticons (um auch diesen Begriff noch gebraucht zu haben) einfach ist und auch eine Menge Spaß macht. Aber als „Ersatz“ für unsere Sprache möchte ich sie dann doch nicht sehen.

Und so ist auch der an Kraftwerk gemahnende Song der Liverpooler eher eine bittersüße Auseinandersetzung, wenn es im Text heißt:

All the words you used to write
Treasured spirits taking flight
Sovereign and now shining bright
All replaced by Isotypes

Also in etwa, dass alle geistreichen und gehaltvollen Worte, die man jemals geschrieben hat, durch Isotypes ersetzt werden könnten.

Ich finde, dass wir es, bei aller Liebe für die kleinen Gesichtchen und Symbölchen, nicht riskieren dürfen, dass unsere Sprache hierunter leidet. Die Gefahr sehe ich im Moment zwar noch nicht akut, aber wenn man hin und wieder auf die Displays von Smartphonebenutzern neben einem linst (ich kann nichts dazu, die sind alle kleiner als ich!), dann kann man schon sehen, dass es Ansätze gibt, akut zu werden.

Bis dahin halten wir aber doch an unserer Sprache fest und nehmen „Isotype“, den Song, einfach als das, was er ist: verdammt gut gemacht.

…und um das zu kämpfen, was man liebt

Die letzten Tage ging es mir nicht besonders gut. Nein, das ist sogar noch geschönt. In den letzten Tagen gab es einige Momente, in denen es mir gar nicht gut ging. Das hat man, denke ich, auch gemerkt. Irgendwie war alles zu viel, zu wenig, zu laut, zu leise, zu anstrengend, zu fordernd, zu egal, zu uninteressant, zu unnötig, zu bla.

Das erste, was bei mir immer unter diesen Zuständen leidet, ist das Schreiben. Wenn ich mich nicht gut fühle, dann kann ich einfach nicht „einfach“ meine Gedanken in Kreativität umsetzen.

Es soll ja eine Legion von Schriftstellern geben, die besonders dann produktiv waren, wenn sie gerade eine Phase tiefen Weltschmerzes oder ausgewachsene Depressionen hatten. Menschen, die sich in diesen Zuständen suhlten und getrieben von ihren eigenen Dämonen die beste Prosa fabrizierten, zu der sie fähig waren.

Ich bin nicht so.

Wenn es mir auf diese bestimme Weise nicht gut geht, dann hat das Schreiben für mich nicht nur jeden Sinn verloren, dann scheint es auch niemals wieder einen Sinn zu bekommen. Wer interessiert sich schon dafür, ob ich irgendwelche mittelmäßigen Geschichten erzähle? Es interessiert ja mich selbst schon nicht, also, bitte.

Mit solchen Problemen habe ich immer mal wieder zu kämpfen gehabt. Teilweise hielten sie über Jahre hinweg an. Das waren die Jahre, in denen ich mir vielleicht ein, zwei Mal im Jahr eins meiner Manuskripte auf den Bildschirm geladen habe, ein wenig darin herum scrollte und schließlich seufzend feststellte, dass ich früher mal schreiben konnte, aber jetzt nicht mehr.

Im Laufe der Zeit habe ich mir Strategien dagegen erarbeitet. Oder habe es zumindest versucht. Ich habe gelernt, dass auch eine einzige Seite, im Zweifel sogar eine einzige Zeile, ein Faustpfand sein kann um mich und den kleinen Dämon in mir davon zu überzeugen, dass ich doch noch schreiben kann.

Doch auch das klappt nicht, wenn ich mich so gar nicht gut fühle. Und das Schlimmste ist, dass es mir vollauf bewusst ist, was ich eigentlich zu tun hätte – und es eben nicht auf die Reihe bringe. Kenne ich, gehört zum Krankheitsbild.

Ja, es ist ein Dilemma, denn einerseits weiß ich, dass mir das Schreiben unendlich gut tut und andererseits ist es das, zu dem ich mich am wenigsten in der Lage sehe. Es ist einfach schwer, den ersten Schritt zu tun.

Und im Kopf werden aus Tagen wieder Wochen und aus Wochen wieder Monate und aus Monaten werden Jahre. Dabei sind in der Realität wirklich gerade ein paar Tage vergangen.

Heute, auf der Arbeit, als ich gerade in irgendeiner anderen, erschütternd unkreativen Arbeit steckte, bekam ich auf einmal ein Signal von irgendwo her. Vielleicht aus meinem Herzen, vielleicht aus dem, was man die Seele nennt. Ich weiß es nicht. Dieses Signal sagte: Heute – versuch‘ es!

Also habe ich mich mit klopfendem Herzen zum Beginn der Mittagspause an meinen Text „Die Behüter des Wahren“ gesetzt. Ich wusste nicht, ob ich es schaffen würde, den Anschluss zu finden. Meine letzten Zeilen an dieser Geschichte lagen über drei Wochen zurück.

Dann fing ich an zu schreiben. Und hörte erst nach über 2.500 Worten wieder damit auf.

Ich habe zu viel erlebt, um daraus zu schließen, dass jetzt alles wieder gut ist oder wird. So naiv bin ich nicht mehr. Aber ich habe (wieder) festgestellt, dass ich es kann! Und auch wenn es da diese Stimme in mir gibt, die mir das Gegenteil einreden will, es ist für mich möglich, zu schreiben.

Denn Schreiben ist das, was mir gut tut. Auch dann, wenn es wirklich niemanden außer mir interessieren sollte, was dabei heraus kommt. Schreiben ist auch gut für die Seele!

Und darum ist es gut, für das zu kämpfen, was man liebt.

Manche Szenen fallen beim Schreiben einfach schwer

Manche Stellen fallen beim Schreiben einfach schwer. Entsprechend lange versucht man, ihnen aus dem Weg zu gehen, sie immer wieder zu umschiffen oder die Szene hinaus zu zögern. Aber da muss man irgendwann durch, wenn man die Geschichte nicht verlieren oder, noch schlimmer, ihre Wahrhaftigkeit komplett vernichten will.

Nichts ist schlimmer, als wenn man als Autor versucht, sich davor zu drücken, die Konsequenzen aus dem, was man sich aufgehalst hat, zu tragen. Wir treffen Entscheidungen, die für die Personen, die wir beschreiben, mehr oder weniger gute, schlechte oder katastrophale Auswirkungen haben. In unseren Geschichten sind wir zwar wie Götter, aber auch unserer Macht sind Grenzen gesetzt. Durch die Regeln der Glaubwürdigkeit.

Stephen King hat einmal erzählt, wie er beim Schreiben seines Romans „Cujo“ von dieser Tatsache überrollt wurde. In diesem Roman ist ein kleiner Junge über viele, viele Stunden in einem Auto eingeschlossen, weil ein tollwütiger Bernhardiner jeden Ausbruchsversuch der Mutter abwehrt. Am Ende ist das Kind vollkommen dehydriert und, so leid es mir tut, es stirbt in der Geschichte.

King berichtete nun davon, dass das eigentlich gar nicht so geplant war. Eigentlich sollte der Junge leben. Aber dann kam er an die Stelle, an der seine Mutter versucht, ihn zu reanimieren. Und auf einmal stellte er fest, dass gute zehn Minuten vergangen waren und sie immer noch dabei war, ihn zu beatmen – oder was auch immer sie genau tat.

Und so sei der arme kleine Junge ihm einfach weggestorben.

Ich finde diese Geschichte wichtig und interessant, weil sie zeigt, dass es manchmal einfach passiert. Und wenn es passiert, dann sollte man sich nicht dagegen wehren, sondern es akzeptieren.

Bei mir liegt die Sache noch ein wenig anders, denn ich gestehe, ich habe aus Vorsatz gehandelt. In meiner Geschichte, die ich eigentlich nur am Wochenende schreibe, habe ich heute eine Szene gehabt, die sich anfühlte, als ob ich sie nicht zu einem Abschluss bringen wollte. Dabei war klar, was zu passieren hatte. Und es war klar, dass es schnell passieren musste. Weil ansonsten die Glaubhaftigkeit der Geschichte dahin gewesen wäre.

Also habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und es dann hinter mich gebracht: Ich habe gerade einen dreijährigen Jungen faktisch zu einem Waisenkind gemacht und ihn in der Wildnis ausgesetzt. Ich bin nicht stolz darauf und es hat mir keinen Spaß gemacht, auch wenn die Szene am Ende, so glaube ich, richtig gut geworden ist. Es musste sein und deshalb ist es passiert.

Ohne blasphemisch sein zu wollen, in solchen Momenten verstehe ich, wieso Gott sich im großen und ganzen aus seiner Schöpfung heraushält. Jeden Tag möchte ich mich mit solchen Dingen auch nicht auseinandersetzen müssen.