Ich schreibe wie Harry Potters Mama

Das habe ich gerade bei Textflash gefunden und spaßeshalber mal mitgemacht:

Ich schreibe wie
Joanne K. Rowling

Okay, ich schreibe also wie Harry Potters Mama, auf der Basis eines Ausschnitts aus meinem aktuellen Kurzroman „Die Behüter des Wahren“. Beurteilen muss das später allerdings jemand anderes für mich, denn ich habe bis heute keines von Miss Rowlings Büchern gelesen …

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Thema Sicherheit: Und dann macht es KRACK

Heute wird es ein wenig technisch auf diesem Blog, aber wirklich nur ein wenig, weil ich einfach schamlos die relevantesten Infos verlinken werden, sofern sie jetzt schon vorliegen. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, wenn ich versuche, Sachverhalte in umschreibende Worte zu kleiden, für die Experten in diesen Dingen schon passende Worte gefunden haben.

Seit gestern geistert ein Begriff durch das Internet, der sich so liest, als sei er aus der Übersetzung eines Donald-Duck-Comics entsprungen: KRACK. Ich hatte das zuerst allerdings gar nicht mitbekommen, weil ich gestern direkt nach dem Job schon wieder unterwegs war, um mir mit den „Female Voices 2017“ ein Rock-/Metal-Minifestival in Bochum anzuhören. Deswegen trafen mich die alarmierenden Neuigkeiten unvorbereitet.

KRACK steht für „Key Reinstallation Attack“, also in etwa „Attacke durch Neuinstallation des Schlüssels“. Es bezieht sich auf das (bis jetzt?) sicherste Verfahren zur Verschlüsselung von WLAN-Funknetzen, den sogenannten WPA2-Standard, der in eigentlich allen moderneren Servern und Clients Verwendung findet, die drahtlos miteinander kommunizieren.

Bis jetzt hatte man geglaubt, dass WPA2 de facto nicht zu kompromittieren sei, auch wenn es immer mal wieder gegenläufige Aussagen gab. Jedenfalls galt das hinterlegte Passwort als sicher und aufgrund der Verschlüsselung für nicht knackbar.

Und das ist das „komische“ an dieser neuen Art der Attacke: Das Passwort ist wohl nach wie vor sicher, denn der potentielle Angreifer setzt an einer ganz anderen Stelle an. Dazu muss ich doch ein wenig technisch werden, fürchte ich.

Das WLAN-Signal wird durch einen Server, in den meisten Fällen einen Router (etwa die Speedport-Modelle der Telekom oder die Fritz!Boxen von AVM) ausgestrahlt. Der Client, also das Gerät, welches das Signal auffängt und sich gerne verbinden möchte, sendet nun seinerseits, dass er da ist und Kontakt haben will. In Folge beginnen die beiden Geräte eine Art Austausch miteinander darüber, ob sie kompatibel sind, ob der Client das Kennwort kennt, usw.

Unter anderem tauschen die beiden Geräte auch eine Session-ID miteinander aus, die nichts anderes bedeutet, als dass die Geräte für die Dauer dieser Sitzung miteinander verbunden bleiben können. Und hier setzt nun der Designfehler in WPA2 an, der es möglich macht, die weiteren sicherheitsrelevanten Schritte zu umgehen: Der Angreifer kann sich einklinken und kann die übermittelte Session-ID ein weiteres Mal verwenden. Dies öffnet ihm Tür und Tor auf den Datenaustausch zwischen dem Client und dem Server – ganz ohne Kenntnis des Passwortes.

Besonders betroffen von dem Problem sind, nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge, Geräte, die auf Linux- oder Android-Basis arbeiten. Hier soll es teilweise sogar möglich sein, die Session-ID mit Nullwerten auszuhebeln.

Eine positive Nachricht gibt es allerdings auch: Verschlüsselter Datenaustausch, im Browser erkennbar an dem Präfix https:// bzw. auch, je nachdem, an einem geschlossenen Sicherheitsschloss, kann nicht mitgehört werden. Dementsprechend braucht sich also wohl niemand Sorgen um seine Geschäfte im Online-Banking zu machen.

Die negative Nachricht ist allerdings, dass durch die Art des Fehlers ein Update der Software des Servers, also des Routers, nicht ausreichen wird. Vielmehr müssen alle Clients einzeln versorgt werden. Und das ist Aufgabe des Herstellers.

Für die großen PC-Betriebssysteme liegen wohl bereits entsprechende Patches vor, wenn man den Meldungen Glauben schenken kann. Schwieriger wird die Lage bei den 1397 verschiedenen Smartphone-Varianten, die dort draußen im Umlauf sind. Viele werden von ihren Herstellern gar nicht mehr gepatcht oder wenn doch, dann vielleicht erst in Monaten.

Aber weswegen ich den Fall überhaupt hier, auf einer dem Schreiben und dem Lesen gewidmeten Seite, in epischer Breite auswalze, ist das: Denkt nur einmal an all die eReader, die ihr zum Lesen benutzt. Denkt an WLAN-Drucker, auf denen ihr eure Manuskripte ausdruckt. Denkt an das obskure China-Netbook, auf dem ihr eure Texte schreibt.

Ob alle diese Geräte ein Update erhalten werden? Ich fürchte, dass nicht. Zumindest kann ich es mir für mein China-Netbook nicht vorstellen (wobei, bevor das Argument wieder kommt, die Lage bei einem Aldi-Netbook wahrscheinlich nicht rosiger aussähe). Und auch Amazon wird mich wohl eher zum Kauf eines neuen Kindle-Fire auffordern, als noch einen Patch für mein Tablet der dritten Generation nachzuschieben. Wie sich Brother als Hersteller meines Druckers stellen wird, wage ich noch gar nicht einzuschätzen.

Und das sind nur die Geräte, die unmittelbar mit dem Schreiben zu tun haben! Was ist etwa mit dem Amazon-Fire-TV oder dem Smart-TV, auf dem ihr eure bevorzugte Serie schaut, um euch inspirieren zu lassen? Was ist mit der Spielkonsole, auf der ihr zur Entspannung ein wenig zockt? In einigen Ecken des Internets diskutieren sie bereits über die Folgen, die KRACK für die Steuerung eines Smart-Home, also etwa eure Heizung, haben könnte.

Bis jetzt ist das alles bewiesene Theorie, nur ein Proof of Concept in einem belgischen Labor. Und es ist ein es dieser typischen Probleme der Sorte „mit Geld kann man alles lösen“. Aber dennoch ist es alles andere als trivial. Nicht zuletzt für meinen Etat.

Jetzt habe ich doch versucht, in meinen Worten zu erklären, was da eigentlich passiert ist. Trotzdem verlinke ich euch noch die Übersichtsseite von Heise Security, die ich in den nächsten Tagen etwas intensiver im Auge behalten werde. Ebenso wie die Internetseiten des einen oder anderen Hardwareherstellers. Vielleicht überrascht mich ja eine Firma wie Amazon, eine wie Teclast oder eine wie Vernee doch noch positiv.

Wenn man eines als Autor frühzeitig lernt, dann ist es, dass man die Hoffnung niemals aufgeben sollte.

Meldung und Meinung: Neonazis kommen zur Buchmesse

Die Meldung geht gerade in den einschlägigen Newsportalen und der Presse rund: Die Stiftung „Europa Terra Nostra“ plant, auf der kommenden Buchmesse in Frankfurt zwei Bücher zu präsentieren, die sowohl der Urheberschaft als auch des Inhalts nach in die neonazistische Ecke einzuordnen sind. An einem von ihnen hat unter anderem der NPD-Politiker Udo Voigt mitgewirkt.

Die Meinungen auf den Webseiten, auf denen ich mich im Allgemeinen herumtreibe, sind relativ einhellig:

  • Können die das einfach so machen?
  • Muss die Messeleitung da nicht einschreiten?
  • Wie wäre es mit einem Boykott der anderen Verlage?
  • Kann man diese Gesinnung nicht einfach ausschließen?

Lasst mich beim letzten Punkt einhaken, denn „einfach“ finde ich das ganz und gar nicht. So leid es mir persönlich auch tut.

Ich habe eine recht eindeutige Meinung zu rechtem Gedankengut, wie ich an dieser Stelle schon mehr als einmal dokumentiert habe. Als mir kürzlich ein „Infozettel“ der NPD ins Haus geflattert kam, war der schneller ein Puzzle, als ich mir die einzelnen Begriffe darauf merken konnte. Aber eine Meinung ist eine Meinung – und eine Meinung darf, so lange wir uns im Rahmen der reinen Meinungsäußerung befinden, nun einmal jeder haben.

Denn neben der eindeutigen Meinung zu rechtem Gedankengut habe ich auch eine eindeutige Meinung zur Meinungsfreiheit. Über diese ist abgesichert, dass Dinge, die nicht offen rassistisch, verfassungswidrig oder kriminell sind, geäußert werden dürfen. Wenn gegen diese Regeln verstoßen wird, dann ist es Aufgabe des Staates und seiner Instanzen, entsprechende Verstöße zu ahnden.

Wohlgemerkt: Das ändert gar nichts daran, dass mir persönlich die Aussagen der Damen und Herren Neonazis gewaltig gegen die Hutschnur gehen. Und bei Licht betrachtet die der Funktionäre noch viel mehr als die des Brüllvolks, das tumb irgendwelche Aufmärsche abhält.

Aber eine Buchmesse steht wie kaum etwas anderes eben auch für die Meinungsfreiheit. Wir leben in Zeiten, in denen in der Türkei Autoren, Journalisten und andere Intellektuelle verfolgt und inhaftiert werden, nur weil sie eine Meinung vertreten, die der dortigen Regierung (eigentlich wollte ich ein anderes Wort schreiben, aber dann darf meine Familie bis in die vierte Generation nicht in die Türkei reisen) nicht in den Kram passt. Aus Sicht der Regierungspartei sind diese Leute die Extremisten!

Und wir leben in Zeiten, in denen es in Asien durch den Staat gelenkte Buchmärkte gibt, auf denen publiziert wird, was genehm ist. Mal restriktiver, mal offener. Aber trotzdem vom Staat gelenkt.

Wahrscheinlich habt ihr alle schon einmal das wundervolle Zitat gehört, dass regelmäßig Voltaire in den Mund gelegt wird, aber eigentlich von seiner Biographin Evelyn Beatrice Hall stammt:

Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.

(Die verschiedenen Übersetzungen variieren ein wenig.)

Dieser Satz bringt gut auf den Punkt, wie ich in Bezug auf die Teilnahme von Neonazis auf der Frankfurter Buchmesse eingestellt bin. Wenn die Bücher, die dort zur Ausstellung kommen sollen, nicht offen und nachweislich verfassungsfeindlich sind – und davon muss ich ausgehen -, dann haben sie ein Recht, dort zu sein. Jedenfalls dasselbe Recht, das auch jeder links-, oben- oder untenradikale auch hat.

Was gebraucht wird, ist eine Auseinandersetzung mit diesen Büchern. Und die darf durchaus so aussehen, dass niemand Notiz von ihnen nimmt. Lasst sie auf der Buchmesse links liegen, schenkt ihnen keine Aufmerksamkeit! Denn mit dem ganzen Tamtam, das jetzt schon gemacht wird, stärkt ihr nur die Position der Urheber. Sie sind im Gespräch. Und wo das Gespräch ist, wird Aufmerksamkeit erzeugt. Wo Aufmerksamkeit ist, kommen Neugierige. Und wo Neugierige sind, werden neue Sympathisanten abgefischt.

Ich bin der Meinung, dass eine Messe, die sich selbst als überparteilich, als freiheitlich, als weltoffen sieht, mit dieser Bedrohung von Außen umgehen können muss. Lasst uns als Besucher ihr dabei helfen.

Und bevor die Frage kommt: Wenn es sich um eine Buchhandlung handeln würde, sähe ich die Sache anders, denn eine Buchhandlung bewegt sich auf dem Markt und kann im Markt agieren, wie sie, beziehungsweise der/die Buchhändler/in, es für richtig hält. Buchhandlungen vertreten und formen Meinungen. Eine Messe gibt Meinungen Raum.

Wir als Individuen können genau so handeln: individuell. Und das gibt mir das Recht, die Meinung von Herrn Voigt und Konsorten aufs Schärfste zu kritisieren und zu verachten. Und es gibt mir das Recht, Wahlflyer, die in meinem Briefkasten landen, auf Schnipselgröße zu stutzen.

Aber im großen und ganzen gilt das angebliche Zitat von Voltaire. Sollen sie ihre Meinung sagen dürfen. Aber zuhören, das muss und sollte nun wirklich keiner.


Einen Bericht über die Thematik hat unter anderem die Frankfurter Rundschau.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Geänderter Modus Operandi

Achtung, wankelmütiger Autor voraus!

Seit einer Woche schreibe ich jetzt mal mehr, mal weniger regelmäßig einen neuen Beitrag zum Autorenwahnsinn 2017 (Sommeredition). Und es ist genau das eingetreten, was ich beinahe schon befürchtet hatte: Ich fühle mich von dem Format auf meinem eigenen Blog ein klein wenig eingeengt.

Gefühlt gäbe es irgendwie an vielen Tagen etwas ganz anderes, etwas „eigenes“ zu berichten und sei es nur, wie die momentane Arbeit so vorangeht. Ich merke ganz einfach, dass diese Challenge zwar auch über einen Blog bestritten werden kann, vorrangig aber für ein in wesentlichen Zügen ganz anderes Medium, nämlich Instagram, konzipiert wurde.

Das, was andere mit einem Bild und wenigen Worten ausdrücken, neigt bei mir dazu, zu einem halben Roman zu tendieren. Das ist nicht die „Schuld“ der Urheber der Challenge, sondern das ist mein ganz eigenes Problem.

Aber wenn ich ein Problem habe, dann hat auch der Blog ein Problem. Nämlich das, dass hier ganz viel und ganz oft etwas zur Challenge geschrieben wird, eigene Inhalte aber auf der Strecke bleiben.

Dazu kommt noch, dass ich, bei nochmaliger Durchsicht, festgestellt habe, dass viele der Punkte aus dem Autorenwahnsinn für mich gar keinen Sinn machen, weil ich entweder Verrenkungen anstellen müsste, um dazu etwas schreiben zu können, oder weil mir gleich mal gar nichts dazu einfällt.

Noch einmal: Keine Verantwortung bei den Schreibwahnsinnigen, nur bei mir. Die Gedanken, die ich mir jetzt gemacht habe, hätte ich mir vielleicht mal vorher machen sollen.

Deswegen werde ich jetzt den Modus Operandi ein wenig anpassen: Ich schaue mir genau an, welche Punkte aus der Challenge für mich Sinn ergeben und welche nicht. Und um die – und nur um die! – werde ich mich dann noch kümmern. Die anderen fallen einfach ersatzlos weg, auch wenn das einem Komplettisten wie mir immer irgendwo körperliche Schmerzen verursacht.

Außerdem werde ich diese Punkte einstreuen, wann ich es für richtig halte. Das heißt, dass dieses „Tag 1“, „Tag 2“,  usw. für mich ab sofort nicht mehr stattfindet. Wenn der Beitrag, der eigentlich mal für den 08.08. gedacht war, erst Mitte September kommt, dann ist das halt so. Dann würde ich ja auch nicht mehr schreiben, dass jetzt „Tag 8“ bearbeitet wird. Ich denke, das ist auch im Sinne der Ersteller der Challenge so okay. Zumal ich ja den Hashtag weiterhin benutzen werde.

Es tut mir leid, wenn jemand händeringend immer auf den neuesten Teil gemäß der Gesamtübersicht gewartet haben sollte. Gerne nehme ich auch Hinweise entgegen, welche Frage ich denn unbedingt beantworten soll. Aber wenn eine Sache mich zu sehr unter Druck setzt, dann ist sie im Sinne dieses Blogs leider zu unterlassen.

Ich schwöre, beim nächsten Mal werde ich es mir genauer überlegen, ob und wie ich wieder an einer so langen Challenge teilnehmen werde. Und ich schwöre, ich werde niemandem böse sein, wenn er oder sie mich daran erinnert 😉 .

Abschließend für den Moment bedanke ich mich auf jeden Fall noch einmal beim Team vom Schreibwahnsinn, dass sie sich die Mühe mit dieser tollen Challenge gemacht haben! Dass es in diesem Sommer, der sowieso schon an so vielen Baustellen für mich ausgefochten wird, nicht hat sollen sein, ist nicht euch anzulasten.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Die Tage 05 und 19

Heute lassen wir das erste Mal einen Tag beim Autorenwahnsinn aus, denn die Frage des 18. Tages hätte sich darum gedreht, was für ein Notizbuch ich im Moment verwende. Die Antwort darauf – gar keins – wäre jetzt nicht besonders interessant gewesen.

Deswegen machen wir nahtlos mit dem fünften und dem neunzehnten Tag weiter, was meint ihr? Gut!

Tag 05: Wenn du mit deinen Protagonisten in den Urlaub fahren könntest … Welcher von ihnen würde dich begleiten? Wohin geht es?

Das ist eine wirklich schwere Frage, weil einem auf die eine oder andere Art natürlich jeder einzelne Protagonist ans Herz wächst. Auch wenn sich der eine oder die andere von ihnen schon einmal ein wenig zickig gezeigt hat in der Vergangenheit. Aber das ist ja bis zu einem gewissen Grad nun auch wieder meine Schuld, aus der ich nicht wirklich herauskomme. Was erschaffe ich auch so freigeistige Charaktere? Andererseits: Wer will schon von Personen lesen, die immer nur das tun, was man ihnen sagt …

Die nächste Frage, die sich sofort anschließt, ist die, ob es sich bei diesem Urlaub nun um einen reinen Erholungsurlaub handeln soll, oder ob es im Urlaub auch ein wenig „Action“ geben darf. Denn dann würde ich mich jeweils für andere Protagonisten entscheiden.

Meine Wahl für einen reinen Urlaub am Strand und in der Sonne wäre Sascha Wolf, der Protagonist aus „Das Haus am See“. Der Grund dafür wäre, dass wir uns in Bezug auf unsere jeweiligen Macken und Problemchen recht ähnlich sind (ach, nee …). Damit wäre wahrscheinlich für hinreichende Harmonie am Pool gesorgt. Trotzdem hätten wir uns genug zu erzählen, dass uns nicht allzu langweilig werden sollte.

Wenn es ein wenig handfester im Urlaub sein darf, dann habe ich die Qual der Wahl zwischen Jakob Dillken, dem Protagonisten aus „Darkride“ und Hinnerk Klagen, dem Protagonisten aus „Die Welt der stillen Schiffe“. Ich glaube, ich würde mich für Hinnerk entscheiden. Denn der lebt an einem Ort, an dem es sich sicher lohnen würde, mal Urlaub zu machen.

Mehr kann ich euch, aufgrund massiver Spoilergefahr, dazu aber leider nicht erzählen 😉 .

Tag 19: Hot, hot, hot! Heute wollen wir ein heißes, sinnliches Zitat von dir lesen.

Wenn es um ein sinnliches Zitat aus einem meiner Romane gehen soll, geht der Blick zwangsläufig als erstes in Richtung „Der Beobachter und der Turm“. Allerdings muss ich gestehen, dass mir spontan jetzt gar keines einfällt, das in die passende Kategorie fällt und nicht einen weiteren Zusammenhang benötigt.

Schnell mal nachschauen …

Okay, ich glaube, ich habe eine Stelle. Ist zwar auch mehr als nur ein kurzes Zitat, aber wir haben ja hinreichend Platz hier, nicht wahr?

Sie ging rückwärts voraus, immer mit dem Gesicht auf ihn gerichtet. Dabei leckte sie sich die Lippen und warf ihm Blicke zu, die alles versprachen. Richard wurde abwechselnd heiß und kalt. Sein Verlangen steigerte sich ins Übergroße und eben als er vorpreschen und sie einfach packen wollte, erreichte sie die Schlafzimmertür und stieß sie auf, wozu sie sich leicht zur Seite drehte.
Richard konnte den Schwung, denn er war tatsächlich losgelaufen, nicht mehr abbremsen rauschte durch die Tür und fiel der Länge nach aufs Ehebett.
Veronika lachte leise und schloss die Tür. Sie fuhr sich durch die Haare, was Richard jedoch nur hörte und nicht sah, denn er war platt wie eine Flunder liegen geblieben. Und noch etwas hörte er sehr deutlich: Wie sie den Kimono von ihren Schultern gleiten ließ.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Die Tage 03, 04 und 17

Auch heute geht es hier ein wenig wahnsinnig zu. Ein wenig nur, weil ich heute irgendwie einen verdammt schlechten Tag mit meinem Kopf erwischt habe. Heftige Kopfschmerzen haben mich bis gegen Mittag ans Bett gefesselt – was immerhin dadurch versüßt wurde, dass ich aufgewacht bin und eine komplette Kurzgeschichte im Kopf hatte, die ich jetzt „nur noch“ aufschreiben muss.

Ich habe sie sogar schon geplottet, was für mich nun wirklich sehr ungewöhnlich ist. Leider wird die Geschichte wohl einen ein ganz klein wenig tragischen Anstrich bekommen, aber da kann ich nichts dran machen. Jede Geschichte fordert ihr Recht auch in Bezug auf das Setting und die Figuren.

Aber darum soll es hier ja eigentlich gar nicht gehen, sondern um weitere drei Tage des Autorenwahnsinns.

Tag 03: Wo verbringst du diesen Sommer?

Meinen Sommerurlaub habe ich ja leider schon hinter mir. Meine Familie und ich sind dieses Jahr zu Hause geblieben, weil … na ja, über Geld spricht man nicht 😉 .

Statt weg zu fahren haben wir uns in der näheren Umgebung einige Sehenswürdigkeiten angesehen, die von Auswärtigen immer gerne angesteuert werden, die man selbst aber irgendwie kaum besucht. Das ist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen. Im Urlaub woanders fährt man auch schon mal eine Stunde, um sich z.B. ein Museum anzusehen. Hier meistens nicht. Und dabei ist von Duisburg aus so viel Sehenswertes im näheren Umkreis.

Wir haben also eine gesunde Mischung aus Unternehmung und Ruhezeit gesucht und ich denke auch gefunden. Hier im Blog war ja zum Beispiel von unserem Ausflug ins Bobbejaanland zu lesen. Und mindestens ein weiterer Beitrag, der mit einem Urlaubserlebnis zu tun hat, ist noch geplant.

Aber nächstes Jahr möchte ich trotzdem gerne mal wieder ein paar neue Eindrücke woanders sammeln.

Tag 04: Es ist Sommer! Und wir wünschen uns ein sommerliches Zitat aus deinem Manuskript!

Nun, ein im Wortsinne „sommerliches“ Zitat habe ich nicht im Angebot. Aber zwei meiner Romane, von denen hier in letzter Zeit häufiger zu lesen war, spielen im Hochsommer. Das ist zum einen „Darkride“, zum anderen aber auch der zur Veröffentlichung anstehende „Der Morgen danach“. Aus diesem gibt es hier einen kleinen Auszug:

Die Hitze stand in den Straßen Freiburgs und mich lachte das Angebot einer Eisdiele an, an der ich vorbei kam. Also kaufte ich mir drei Kugeln im Hörnchen und setzte mich auf eine der Bänke, die hier überall herum standen.
Für diesen einen Augenblick gab ich mich der Illusion hin, ich wäre ein Passant wie alle anderen, die einkauften, bummelten oder wie ich in der Sonne saßen. Aber ganz konnte ich nicht ausblenden, wie auch hier auf meine Erscheinung reagiert wurde.

Na, immerhin gibt es für meinen Protagonisten ein Eis 😉 .

Tag 17: Wo schreibst du am liebsten, wenn es draußen regnet?

Wie schon einige Male erwähnt habe ich ein Kellerbüro. Das bedeutet, dass es für mich völlig unerheblich ist, ob es regnet, ob die Sonne scheint, ob es schneit, ob es stürmt. Und genau deswegen schreibe ich hier am allerliebsten: Es bedeutet Kontinuität und Sicherheit, Gleichklang und auch -form.

#Autorenwahnsinn, die Sommeredition: Die Tage 02, 15 und 16

Weiter geht es mit dem Autorenwahnsinn und ja, es wird ein wenig unübersichtlich. Aber nachdem es gestern keine Beantwortung der Frage des 15. Tags gab, habe ich beschlossen, heute drei Tage in einem Beitrag abzufrühstücken. Ob ich das weiterhin zwischendurch so handhaben werde, kann ich jetzt noch nicht sagen. Es wird in der Hauptsache davon abhängen, wie viel Platz ich für meine „anderen“ Beiträge so benötige.

Aber da wir uns heute entsprechend viel vorgenommen haben, gehen wir mal gleich in die Vollen:

Tag 02: Dein Schreibziel für den August?

So ein wenig geht die Antwort auf diese Frage ja schon aus der zu Tag 01 hervor. Mein Ziel ist es, in diesem Monat „Die Behüter des Wahren“ ein gutes Stück weiter zu bringen. Gestern habe ich dafür einen wichtigen Schritt getätigt, indem ich meine Protagonisten auch im Sinne der Story einen wichtigen Schritt habe machen lassen.

Manchmal gibt es so Phasen, in denen man sich festgeschrieben zu haben glaubt, weil irgendwie nichts Neues passiert und alles immer um dasselbe zu kreisen scheint. Und dann muss man beherzt zur Heckenschere greifen und das ganze Geäst einmal in der Mitte durchtrennen. Danach wird vielleicht der eine oder andere Ast ein wenig vor sich hin bluten, aber man kommt auch wieder an den Kern des Ganzen heran.

So ist es mir gestern mit der Geschichte ergangen und ich hoffe, dass ich jetzt gut daran weiterarbeiten kann. Ein konkretes Schreibziel kann ich daraus allerdings nicht ableiten, sofern es sich in Worten oder Zahlen ausdrücken lässt. Vielleicht wird mir im Laufe der Arbeit klarer, was ich eigentlich mit der Geschichte machen möchte, wenn sie fertig ist.

Eine kleine Stimme sagt, den kleinen Finger vorsichtig hebend, dass man ja mal über eine Veröffentlichung …

Aber im Moment wird sie noch von vielen lauteren Stimmen mundtot gemacht. Ich setze mich da auch nicht unter Druck. Da ist noch selten was Gutes draus entstanden.

Tag 15: Welche Snacks dürfen diesen Sommer auf keinen Fall beim Schreiben fehlen?

Eigentlich wäre es mir lieber, wenn ich sagen könnte, dass in diesem Sommer keine Snacks beim Schreiben dabei gewesen wären. Aber ich habe in meinem Sommerurlaub viel zu sehr und viel zu viel gesündigt. Dabei bin ich ein ziemlich offener Mensch, was die Art der Snacks angeht. Bis auf Eis (das ich sehr gerne esse, was aber beim Schreiben unpraktisch ist) darf es so ziemlich alles sein. Wobei Stückware in Form von z.B. Haribo-Lakritz oder -Weingummi natürlich rein von der Konsistenz einen deutlichen Vorteil gegenüber Chips oder Schokolade haben.

Auf Weingummi und Lakritz kann man/ich nämlich eine ganze Weile herumkauen und problemlos den nächsten Satz herunter schreiben. Schokolade hat ebenso wie Chips den Nachteil, dass sie die Tastatur versaut (Chipskrümel zwischen den Tasten, brrrrr) und noch dazu, dass sie so schnell weg ist. Einzelne Stücke lohnen sich ja kaum, um darauf zu kauen. Und wenn man deswegen einen ganzen Riegel in den Mund steckt, ist die Tafel innerhalb von drei Minuten aufgegessen.

Ihr seht schon, besser wären ich, mein Bauchumfang und vielleicht sogar das Schreiben ohne Snacks in diesem Sommer dran gewesen.

Tag 16: Wer sind deine Schreibbuddys? Zeig uns deine Partner in Crime!

Diese Frage gibt mir die Gelegenheit, jetzt doch endlich mal die Webseite der BartBroAuthors hier zu verlinken. Ihr wisst schon, das ist der Autorenverein, in dem ich Mitglied bin. Die zugehörige Website wurde kürzlich einem Redesign und Relaunch unterzogen und ist hier erreichbar. Dort findet ihr eine ganze Menge netter Menschen, die man durchaus als Schreibbuddys bezeichnen könnte.

Aber richtige Schreibbuddys in dem Sinne, dass es einen konkreten fortlaufenden und gegenseitigen Austausch über die geschriebenen Texte gibt, habe ich nicht. Manchmal bedaure ich das, manchmal bin ich froh darum, weil ich nicht weiß, ob und wie ich in so einer Gruppe zurecht käme.

Ja, man sollte alles mal ausprobiert haben, das ist korrekt, aber man muss sich ja nicht immer noch wieder neue „Baustellen“ aufmachen. Ist ja nicht so, als ob sich da keine mehr finden ließen 😉 .