Reblog: Der Social-Media-Knigge (und ein paar Gedanken dazu)

Heute möchte ich euch einen sehr lesenswerten Artikel meiner geschätzten Autorenkollegin und BartSis Babsi a.k.a. TheBlueSiren ans Herz legen. Dies tue ich aber, trotz der Überschrift, nicht als ganz normalen Reblog, wie ich ihn über WordPress auf Knopfdruck haben könnte, sondern in Form eines ergänzenden Artikels. Weil ich denke, dass Ergänzungen nötig sind.

Also: Ein Social-Media-Knigge. Wieso das?

Nun, wer oder was ein Knigge ist, das dürften wir alle wissen, auch wenn die meisten von uns (ich eingeschlossen) niemals einen Blick hineingeworfen haben. Es geht darum, die Verhaltensweisen zwischen Menschen auf ein für alle Beteiligten angenehmen Niveau zu bringen. Und ja, wenn ich mir, zum Beispiel, bei Tisch in der Nase popel, dann kann ich davon ausgehen, dass 99% meiner Tischnachbarn das eher eklig finden.

Das Problem ist, dass wir einander sehr selten sehen, wenn wir in den sozialen Medien unterwegs sind. Da haben wir Facebook, wir haben Twitter, wir haben Pinterest, Snapchat, Instagram, YouTube, vielleicht noch XING oder LinkedIn. Die Älteren unter uns haben vielleicht noch MySpace oder StudiVZ. Und die ganz besonders aufgeschlossenen treiben sich auf Plattformen wie Tinder herum.

Ganz egal, wo wir uns im Netz bewegen, wir bewegen uns in unserem eigenen Kosmos. Andere lassen wir über unsere Äußerungen und unsere Informationen, die wir von uns preisgeben, daran teilhaben. Manchmal sogar gegen deren Willen, ganz einfach, weil sie sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufhalten.

Okay, bevor ich mich noch ganz ins Unkonkrete rede, komme ich zu Babsis Artikel zurück.

Babsi hatte einen konkreten Anlass, aus dem sie diesen Artikel geschrieben hat. Ich werde diesen hier nicht benennen, weil ich zum einen nicht involviert war, und weil ich zum anderen auch keine Lust habe, mich involvieren zu lassen.

Aber das, was sie da schreibt, das sind Phänomene und Antworten darauf, die ich schon kenne, seit ich mich Anno 1996 oder ’97 das erste Mal in eine Mailingliste gewagt habe. Damals gab es nämlich schon dieselben Verhaltensweisen und auch dieselben – teilweise – Missverständnisse. Ja, ich behaupte, dass auch Missverständnisse dabei sind. Denn nur die wenigsten Menschen gehen bewusst hin und verstoßen gegen die Regeln des einträchtigen Miteinanders. Und die, die es tun, die sollte man nicht füttern. Das berühmte „Don’t feed the Trolls“ halt.

Als Kernsatz möchte ich den auch bei Babsi fett gedruckten Satz Für ein liebevolleres Miteinander! aufgreifen.

Denn was oft vergessen wird: Gleiches mit Gleichem zu vergelten macht denjenigen, der reagiert, nicht unbedingt besser als den, auf den er reagiert.

Wieder auf mein Beispiel bezogen wäre es etwa keine geeignete Reaktion, dem Nasenpopler das eigene Wasserglas ins Gesicht zu schütten – und es ihm danach auf dem Kopf zu zertrümmern.

Leider musste ich gerade in den letzten Wochen und Tagen feststellen, dass sich diese Einsicht nicht bei allen Beteiligten an den Vorkommnissen, die es gegeben hat, und auf die sich auch Babsi bezieht, durchgesetzt hat. Und das finde ich, ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder mir nicht zustehender Moralkeule, sehr, sehr schade.

Ich gehe nämlich davon aus, dass wir, die Autorinnen und Autoren im Netz, vom Grundsatz her erst einmal alle das Gleiche wollen. Wir wollen schreiben, Wege zum Erfolg ausloten, gemeinsam mit anderen diese Wege erkunden und dann irgendwann den Erfolg erringen. Ich gehöre zu denen, die glauben, dass man das wirklich besser gemeinsam tun kann. Jedes Gegeneinander schadet uns. Und wenn man ganz, ganz schwarz sieht, dann nicht nur den direkt Beteiligten, sondern auch allen anderen.

Wieder mein Beispiel: Links und rechts der Tafel sitzen Autoren, vor Kopf Vertreter von Verlagen, des Feuilletons, Literaturagenten. Und die sehen nun mit an, wie sich die Autoren gegenseitig nicht zu benehmen wissen, wie sie sich an die Gurgel gehen und wie sie einander das Geschirr um die Ohren hauen. Soll es uns da verwundern, dass manch einer vor Kopf aufsteht und sich sagt, dass er mit „so welchen“ eigentlich nichts zu tun haben will und dass „die“ gerne wiederkommen können, wenn sie gelernt haben, sich zu benehmen?

Mag sein, dass ich das zu global sehe, mag auch sein, dass ich es zu schwarz sehe. Aber genau deswegen schreibe ich es hier separat und nicht als klassischen Reblog, weil ich es nicht so aussehen lassen möchte, als ob Babsi die gleichen Gedankengänge hat, wie sie sich mir nun aufdrängen.

Ich finde den Knigge fürs Social-Media gut. Und ich kann nur jeden bitten, ihn sich durchzulesen und dann genau zu überlegen, inwiefern er oder sie sich daran halten mag. Oder sich zu überlegen, wieso es für ihn oder sie nicht infrage kommt.

Ob es schade ist, dass so ein Knigge geschrieben werden musste? Keine Ahnung. Vielleicht leben wir einfach in einer Zeit, in der man es gewohnt ist, sich schnell die Frequently Asked Questions durchzulesen und dann alles zu wissen, was man wissen muss. Auch in dieser Hinsicht funktioniert Babsis Knigge sehr gut.

Auf jeden Fall kann ich jeden ihrer Punkte nur unterschreiben, packe mir da, wo es nötig ist, auch an die eigene Nase und gehe dann frisch und mutig wieder an mein Werk. Denn auch dieser Blog ist in in seinen Kommentaren ein Soziales Medium. Und ich glaube nicht, dass einer von euch mich beim Popeln erwischen möchte.

Ih-Bäh!

Meldung und Meinung: Amazon eröffnet eine Buchhandlung und ein Journalist findet es ganz, ganz schlimm

Na, da hat sich aber mal jemand richtig aufgeregt, bevor er seinen Artikel geschrieben hat. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist gestern ein Artikel erschienen, der netterweise heute auch online für all jene nachgelesen werden kann, die zwar gerne die FASZ lesen würden, für die der Sonntag aber schlicht zu kurz ist, um das auch wirklich tun zu können. So geht es mir zum Beispiel. Ich finde die Zeitung wirklich großartig, aber ich weiß einfach nicht, wann ich das alles lesen soll.

Da tut es dem eigenen Gewissen gut, wenn man dann auch mal einen Artikel sieht, der nicht so großartig ist. Und das ist im vorliegenden Fall leider geschehen.

Was also ist passiert? In simplen und schmucklosen Fakten kann man es wohl wie folgt darstellen:

  • Amazon hat in New York eine Buchhandlung eröffnet
  • Die Buchhandlung ist so mittelgroß und in einem Einkaufszentrum untergebracht
  • In der Buchhandlung ist das Sortiment ähnlich zu Amazons eigenen Empfehlungskriterien auf der Website aufgebaut
  • Bücher gibt es in dieser Buchhandlung zum aktuellen (Amazon-)Tagespreis
  • Was nicht vorrätig ist, wird über direkte Verknüpfung zum Onlineshop bestellt

So, ich gebe jedem von euch jetzt, sagen wir, dreißig Sekunden Bedenkzeit, um selbst herauszufinden, was an diesen Punkten denn so ganz, ganz schlimm ist, wie es der Journalist in seinem Artikel zum Ausdruck bringt.

[Nette Fahrstuhlmusik]

So, da wären wir wieder. Und, seid ihr fündig geworden? Schauen wir uns die Punkte doch im Einzelnen noch einmal an.

Amazon hat also eine Buchhandlung eröffnet. Daran erkenne ich erst einmal nichts Verwerfliches. Es ist noch nicht einmal Amazons erste Buchhandlung. Auch die Größe finde ich jetzt nicht weiter tragisch, auch nicht die im Artikel genannte Innenausstattung. Auch in deutschen Einkaufszentren findet man mittelgroße Buchhandlungen. Ich nenne da einfach mal den Namen Thalia.

Dass Amazon das Konzept seiner Website mit Herausstellung eigener Bestseller und Ähnlichem in den Laden überträgt, finde ich zum einen nicht so besonders (man denke an die Bestseller-Listen, die in unseren Buchhandlungen ausgehangen werden), zum anderen kann dies auch eine Chance darstellen für unbekanntere Autoren. Wenn sich nämlich ein Selfpublisher gut genug verkauft, dann steht er auf einmal prominent im Laden – mit dem Buchcover voraus, wie der Artikel noch erwähnt.

Dass es die Bücher zum jeweiligen und günstigen Tagespreis gibt – ja, mein lieber Herr Journalist, das ist nun einmal die Art, wie die Amis ihre Bücher verkaufen. Eine Buchpreisbindung gibt es da nicht. Das kann man gut oder auch schlecht finden, aber nicht Amazon vorwerfen. Übrigens spielen auch unsere einheimischen Buchhändler das Spiel mit. Wenn ich hier ein englischsprachiges Buch kaufe, dann zahle ich in der Bahnhofsbuchhandlung auch einen anderen Preis als in der Mayerschen dreihundert Meter weiter.

Und dass sofort bestellt wird, was nicht vorrätig ist … muss ich da wirklich etwas zu sagen!? Das ist doch nun bitte wirklich Standard heute, egal in welcher Branche, egal in welchem Laden. Thalia bestellt beim Grossisten. Weltbild bei sich selbst. Und Amazon eben – bei Amazon. Mit Lieferung nach Hause. Macht meine Apotheke übrigens auch, um ein Beispiel aus einer ganz anderen Branche zu bringen.

Ganz ehrlich, um die Sache hier abzukürzen. Ich weiß nicht, was mir dieser Artikel sagen soll, außer dass der Verfasser, wieso auch immer, einen Brass auf Amazon hat. Ja, man muss nicht alles gut finden, was dieser milliardenschwere Konzern treibt. Aber diese Sorte stationärer Buchhandlungen machen nichts kaputt, was nicht sowieso schon kaputt ist! Ich behaupte, dass deswegen nicht ein Kunde weniger bei gut sortierten Buchhändlern kauft, weil sich die Zielgruppen einfach nicht überschneiden. Das eine sind die Onlinekäufer, das andere die Vor-Ort-Käufer.

Manchmal wünschte ich mir wirklich, ich könnte geschichtlich Mäuschen spielen und mir ansehen, wie der Aufschrei im Einzelhandel war, als auf einmal Unternehmen wie Quelle, Otto und Neckermann, die eigentlich ja „nur“ Katalogware verkauften, Geschäfte in den Innenstädten eröffneten.

Die Debatte, inwieweit die Multis den alteingesessenen Händler vor Ort platt machen, ist also nicht neu. Und es geht eher darum, Strategien zu finden, um dem entgegen zu treten. So, wie es viele engagierte Buchhandlungen heute schon tun. Mit Ideen, mit persönlicherer Ansprache, mit Service.

Denn der „Kampf“, wenn er denn geführt werden muss, wird zwischen der Entscheidung online oder lokal getroffen. Und nicht zwischen den Alternativen Amazon Bookstore oder Thalia oder Anjas Antiquariat, die in einer Einkaufsstraße einträchtig nebeneinander liegen.

Oder wie seht ihr das? Mache ich es mir hier zu einfach oder es dem Journalisten zu schwer? Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Kommentare zu diesem Artikel, den ich bisher noch gar nicht verlinkt habe, weil ich erst meine Argumente aufzählen wollte.

Aber jetzt: hier!

Reblog: Von Literaten und Fremdenhass: Zeit für ein Statement

Für diesen Blog gilt eigentlich das, was Nora Bendzko, deren Artikel ich hiermit reblogge, auch von sich selbst schreibt: Er ist keine politische Seite. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass ich in meinen Romanen – insbesondere in dem, der seiner Veröffentlichung harrt – durchaus Stellung beziehe. Aber wenn ich anfangen würde, mich ins politische Tagesgeschehen zu stürzen, dann würde ich bald in einen Strudel geraten, der aus dieser Seite etwas ganz anderes machen würde als das, was sie heute ist.

Und das will ich nicht.

Und dennoch ist es mir ein Bedürfnis, diesen Beitrag von Nora zu teilen und ihm mit meinen bescheidenen Möglichkeiten ein wenig mehr Reichweite zu verleihen. Ich finde nämlich, dass sie die richtigen Worte findet – und dass sie sie aus den richtigen Gründen findet.

Ich weiß nicht, von welcher Autorin Nora schreibt und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich das eigentlich wirklich wissen will. Einerseits ja, denn ich möchte mich von solchen Menschen, die ich aufgrund ihrer Haltung im Gegensatz zu dem, womit sie Geld verdient, eigentlich nur als falsch bezeichnen kann, gerne fern halten. Andererseits ist es vielleicht gar nicht verkehrt, sich ein wenig Naivität zu bewahren und immer erst einmal vom Guten im Menschen auszugehen. Bis diese sich dann von selber herausstellen als das, was sie wirklich sind.

Ich reblogge diesen Beitrag durch Zufall auch an dem Tag, nachdem es in Manchester einen Anschlag auf die Besucher eines Popkonzerts gegeben hat. Und obwohl der eine Sachverhalt mit dem anderen nichts zu tun hat, wurde ich doch heute darauf gestoßen, dass es Menschen wie der besagten Autorin nie zu dumm wird, mit pawlowschem Reflex geifernd auf jene zu zeigen, die „anders“ sind als sie. Die eine „andere“ Hautfarbe haben – oder einen „anderen“ Glauben.

Ich verkenne hier überhaupt nicht die Realitäten. In der Welt, wie sie sich leider darstellt, gibt es eine 99% Wahrscheinlichkeit, dass der Täter Verbindungen zum Islamischen Staat oder ähnlichen Terrororganisationen hat. Das bedeutet aber nicht, dass mein Nachbar, der Postbote oder der nette Mann, der immer so freundlich grüßt, sie auch haben muss, nur weil er „nach Meinung gewisser Zeitgenossen anders“ ist. Ist er wirklich anders?

Das bringt mich zurück zu Nora und ihrem Beitrag. Sie schreibt von Brücken zwischen den Menschen, die man überwinden kann. Ich stelle mich an ihre Seite und sage: Lasst uns Brücken bauen! Und lasst uns das unsrige tun, um sie zu stärken.

Die Hauptperson in meinem Roman „Der Morgen danach“ ist ein Mann mit kahlrasiertem Schädel, martialischem Aussehen und fragwürdigem Hintergrund. Doch als er in eine Notlage gerät ist der erste, der ihm hilft, ein türkischer Mitbürger. Weil die beiden es schaffen, eine Brücke miteinander zu bauen.

Vielen Dank, Nora, für deinen tollen Beitrag!

Nora Bendzko - Autorin, Sängerin & Lektorin

Eigentlich wollte ich heute nur zwei wundervolle Rezensionen verlinken, die mich in den letzten Tagen zu »Wolfssucht« und »Kindsräuber« erreicht haben. Manchmal werfen aber unvorhergesehene Dinge den Posting-Plan durcheinander. So eine Diskussion in den großen deutschen Leserforen aus Facebook, die seit gestern die Gemüter die erhitzt. Es ging um eine bestimmte Autorin, wiederholt fremdenfeindliche Postings, Leute wurden geblockt und beleidigt, es kam unausweichlich zum Shitstorm und zu dem Aufruf: #bloggergegenrechts

Was genau ist passiert?

Eine Gay Romance und Fetisch/ BDSM Autorin, die ohnehin schon wegen rechtsrechten Postings auffiel, schlug mit einem neuen Post dem Fass den Boden aus. Ich nenne bewusst keine Namen, denn es geht mir um die Materie und nicht um öffentliche Anprangerung. Wer da mehr wissen will, der schreibe mir privat für Namen, Links zu Screenshots, etc.

Kurz die Highlights ihres Postings: Sie schrieb, neulich im Kaufland gewesen zu sein, der »zu einem Ghetto verkommen« wäre. Betont…

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Fakt und Fiktion (18) Schriftsteller-Altenteil

Auch wenn man es sich bei dem heutigen Wetter eher schlecht vorstellen kann, war es vorgestern richtig schön. Die Sonne schien, der Himmel war blau, die Temperaturen kletterten bereits am Morgen auf Werte, wie wir sie ansonsten nur in den Sommermonaten erreichen.

Ich hatte einen Termin bei meinem Hautarzt, der sich sehr über die Erfolge an den Problemzonen an meinen Händen freute, die eingetreten waren, nachdem wir die Medikamente abgesetzt haben, die mehrere tausend Euro teuer waren. Manchmal, so sagte er im Scherz, ist es besser, einfach mal nicht zu behandeln und auf die Kraft der heilenden Hände zu vertrauen.

Aber gut, was will ich mich beklagen, wenn nur die Probleme in den Griff zu kriegen sind.

Auf dem Rückweg zu meinem Arbeitsplatz kam ich an dem Krankenhaus vorbei, das direkt hinter meiner Dienststelle liegt und in dem es mehrere psychiatrische und geriatrische Stationen gibt. Hier hat unter anderem mein Opa eine ganze Weile gelegen, aber auch ich habe schon die Leistungen des Hauses in Anspruch nehmen dürfen.

Als ich das Gebäude passierte, fiel mir eine Gruppe von Menschen auf, die, zumeist in Rollstühlen sitzend, in einem Kreis beieinander waren. Die meisten von ihnen waren alt, aber es waren auch einige jüngere anwesend. Ein oder zwei von ihnen waren klar als Pfleger oder Krankenschwester zu erkennen.

Ein junger Mann hatte eine Gitarre in der Hand und spielte. Es war eine deutsche Version des wunderschönen Liedes „Auld Lang Syne“. Einige der Rollstuhlfahrer hielten Textbögen in der Hand, vereinzelt wurde mitgesungen oder -gesummt. Andere ließen nur den Blick in die Runde oder die Entfernung schweifen und es war nicht ersichtlich, ob sie sich gerade darüber bewusst waren, wo sie sich befanden und was sie taten. Aber ich denke, dass es ihnen auch gut getan haben wird, die Musik zu hören.

Ich konnte mich nicht lange aufhalten und hätte es auch unhöflich gefunden, wenn ich gaffend bei der Gruppe stehen geblieben wäre. Aber dieses Bild hat mich beschäftigt.

Kaum um die Straßenecke herumgegangen stellte ich mir vor, wie es wohl wäre …

Warm scheint die Haut auf mein Gesicht, das hilflos in die Sonne blinzelt. Dann entdeckt Schwester Frieda meine Situation und schützt meine Augen mit der Sonnenbrille, die ich selber wegen meiner klapprigen Hände nicht mehr auf meine Nase bugsieren kann.

Wir sind heute zu früh, scheint mir, denn es ist noch niemand außer uns da. Vielleicht wussten die Krankenhausmitarbeiter auch nicht, dass wir uns heute draußen treffen. Aber bei diesem schönen Wetter wäre es eine Sünde, in dem stickigen Saal zu sitzen.

Ah ja, da kommen sie ja schon, meine werten Kolleginnen und Kollegen. Ganz vorne weg, wie eigentlich immer, die Michaela. Stets zwei Schritte vor dem Pfleger, der sie eigentlich stützen soll. Aber sie war ja immer schon so stürmisch, wenn ich mich richtig erinnere. Das mit dem Erinnern klappt in letzter Zeit nicht mehr so gut.

So geht es auch dem Simon, der sich nicht mehr an seinen richtigen Namen erinnern kann. Deswegen habe ich es auch aufgegeben, ihm immer und immer wieder die Cover seiner alten Bücher zu zeigen, wo der Name drauf steht. Aber ansonsten ist er geistig beweglich wie eh und je, was sich in mancher Diskussion zeigt. Ja, manchmal diskutieren wir. Fast wie früher.

Weitere wohlbekannte und erwartete Gesichter erscheinen nach und nach, alleine, oder in Gruppen. Da ist Kia, unser Nesthäkchen, die bis ins hohe Alter herumgereist ist und uns auch heute noch mit ausgefallenen Tee-Ideen versorgt. Den ewigen Kamillentee kann doch kein Schwein – mit Verlaub – mehr sehen!

Ach, und Margaux treibt gerade mal wieder ihren Pfleger zur Verzweiflung, weil sie sich von ihm gar nichts sagen lässt. Ich kann mich noch erinnern, wie überrascht der arme Kerl war, als er erstens erfuhr, dass Margaux sich selbst als submissiv bezeichnet, und wie frustriert, als sie ihm einbläute, dass das nichts mit ihm zu tun hat und niemals haben wird. Kann einem fast leid tun, der Mann.

Und da sind Katherina, Nike und Nora, die sich schon jetzt und wahrscheinlich auch schon den ganzen Morgen austauschen über Welten voller fantastischer Wesen, Vampire und Märchengestalten. Ich weiß, dass die Ärzte ganz verzweifelt sind, weil sie nicht herausfinden, was davon jetzt romantische Auseinandersetzung ist und an was davon die drei wirklich glauben.

Aber ich, ich weiß es. Denn ich kenne sie. Ich kenne sie alle, die vielen Männer und Frauen. Auch die, die heute nicht bei uns sind. Einige, weil sie bei ihren Familien zu Besuch sind oder, die etwas fitteren unter uns, sogar berufliche Termine haben.

Ein günstiger Wind des Schicksals hat uns hier zusammengeführt, herbeigeweht aus allen Teilen der Welt, teils sogar Ländergrenzen überschreitend.

Inzwischen haben wir, die wir heute zur Stunde zusammengekommen sind, einen Kreis gebildet. Frau Hofmann hat sich auch eingefunden und strahlt mit einem Lächeln jeden von uns an, dass es mich alten Mann richtig aufblühen lässt. Dann greift sie zu den Unterlagen, die sie mitgebracht hat.

»Heute lesen wir, wie letzte Woche angekündigt, einige Passagen aus dem Roman sechsuhrsieben von Frau Kalcher. Ist die heute gar nicht da?«

»Nein«, antworte ich. »Mea hat heute im Verlag zu tun, wo sie hin und wieder noch aushilft.«

»Nun gut, dann werden wir eben das nächste Mal mit ihr darüber sprechen, wie es war, als sie den Roman geschrieben hat.«

Dann räuspert Frau Hofmann sich und beginnt, mit ihrer glockenhellen Stimme zu lesen. Ich schließe die Augen, spüre die Sonnenwärme auf meinem Gesicht und erinnere mich an die Zeit, als ich selber noch geschrieben habe. Bevor die Hände nicht mehr wollten, wie ich will.

Aber ich bin im Kreise von Menschen, denen es so geht wie mir, die nie aufgehört haben, das Schreiben und alles, was damit zu tun hat, zu lieben.

Ja, ich kann sagen, ich bin glücklich!

Der Gedanke ließ mich lächeln, auch wenn ich wusste, dass es so eine Gruppe, so eine Zusammenkunft in der Realität niemals geben würde. Dafür sind wir zu sehr verstreut, auch das unterschiedliche Alter spielt eine Rolle. Und überhaupt: Wem gönnt man schon, bei aller Romantik, den Lebensabend in einem solchen Heim? Da soll doch lieber jeder in seinem vertrauten Umfeld und – vor allem – mit den geliebten Menschen alt werden. Ganz individuell, wie er und sie es möchte.

Deswegen schob ich die Vorstellung auch schnell mit einem Grinsen beiseite, nicht jedoch ohne mir zu sagen, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, sie hier aufzuschreiben.

In der Hoffnung, dass meine werten Kolleginnen und Kollegen, sofern sie dies denn lesen, ebenfalls ein wenig grinsen oder doch wenigstens schmunzeln müssen.

Fakten, Fakten, Fakten: Der Versatile Award

Ja, ja, mein lieber Simon Segur, damit hast du jetzt nicht mehr gerechnet, dass ich doch noch irgendwann auf die … ähem … etwas länger zurückliegende Nominierung zum Versatile Award zurückkomme, oder? Aber hier geht nichts verloren und wird nichts vergessen und ganz im Sinne unseres gemeinsamen (Mit-)Lieblingsautors kann man sagen: Manchmal kommen sie wieder!

Also, worum geht es beim Versatile Award? Im Gegensatz zu den meisten anderen Awards, die in der Blogosphäre so kursieren, wie zum Beispiel der Liebster Award (den ich übrigens schon lange nicht mehr bekommen habe, hat mich keiner mehr lieb? 😉 ) geht es hierbei nicht darum, einen vorgefertigten Fragenkatalog abzuarbeiten und sich dazu mehr oder weniger originelle Antworten einfallen zu lassen.

Der Versatile Award dreht die Sache praktisch um und stellt den damit Beehrten vor die Aufgabe, sieben Fakten aus seinem oder ihrem Leben zusammen zu suchen, die er oder sie, in diesem Falle ich, dem geneigten Leser gerne verraten möchte.

Die Aufgabe wird nicht eben leichter dadurch, dass ich in diesem Blog ja ohnehin mein Herz ganz oft auf meiner Zunge trage und ich daher gar nicht so recht weiß, was ich euch denn noch erzählen kann, was ihr noch nicht wisst. Okay, das ist schon die erste faustdicke Lüge, denn natürlich wisst ihr noch lange nicht alles von mir.

Aber fangen wir doch damit einfach mal an.

1. Eigentlich bin ich ein sehr schüchterner Mensch, der sehr darauf bedacht ist, andere nicht zu sehr in sein Inneres schauen zu lassen. Wenn es sich im Blog manchmal anders liest, dann ist das hart erarbeitet.

2. Ich hänge nicht an Dingen und kann manchmal doch ganz schön sentimental werden, wenn es um sie geht. Als wir, meine Frau und ich, damals mein erstes selbstgekauftes Auto, einen schwarzen Nissan Micra Baujahr 1997, abgeben mussten, weil kein Kinderwagen in den Kofferraum passte, habe ich bittere Tränen vergossen. Ich! Wegen eines Autos!!

3. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich zwei Personen gleichzeitig bin: Der Internet-Michael und der Real-Life-Michael. Und dass die beiden gar nichts miteinander zu tun haben. Denn während der eine immer irgendwie beschäftigt und aktiv zu sein scheint, kommt mir der andere meist träge und faul vor. Aber keine Sorge, ich bin in therapeutischer Behandlung 😉 .

4. Eben mit diesem Thema gehe ich inzwischen offener um, als es manchen Menschen vielleicht recht ist. In meinem Verwandten-, Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis weiß es ohnehin jeder, weil es sich nicht verbergen lässt. Aber ich sehe es auch keineswegs als Stigma an, wenn jemand an sich arbeitet und versucht, sich und/oder sein Leben zu verbessern. Und auch meinem Schreiben hat es definitiv mehr genutzt als geschadet!

5. Generell kann ich es nicht haben, wenn jemandem durch einen anderen Etiketten aufgedrückt werden, nur weil vielleicht das Verständnis oder auch oft leider der Wille zum Verständnis fehlt. Wenn ich zum Beispiel mitbekomme, dass eine Autorin, die „nur“ Liebesromane oder gar Erotik schreibt, deswegen von oben herab angeschaut wird, könnte ich, auf deutsch, drauf schlagen. Für mich zählt jede Leistung und ich bin gerne bereit, sie anzuerkennen. Übrigens nicht nur im schriftstellerischen Sektor!

5a. Auf diese Weise, merke ich gerade, könnte ich noch einige Punkte aufschreiben. Ich muss also wohl gestehen, ein Meckerfritze und Anprangerer zu sein 😉 .

6. Wenn es etwas gab, worin ich in der Schule richtig schlecht war, dann war das (neben dem unsäglichen Fach Französisch, von dem ich abstreite, es jemals gehabt zu haben) Mathematik. Pythagoras war für mich der Inhaber eines Imbisses, Bionische Formeln hatten mit Science-Fiction und dem 6-Millionen-Dollar-Mann zu tun und Wahrscheinlichkeitsberechnung hatte gefälligst Kollege Computer für mich zu machen. Als meine alte Mathelehrerin und ich uns anlässlich eines Klassentreffens wiedersahen und ich ihr sagen musste, dass ich heute in der Buchhaltung, also mit Zahlen, arbeite, haben wir beide herzlich gelacht …

7. Ich bin mir noch nicht sicher, ob und wie ich das bei meinem ersten veröffentlichten Roman mit der Widmung halten soll. Lange Zeit habe ich geglaubt, dass es einen bösen Voodoozauber über mir gibt, der dafür sorgt, dass alle Menschen, denen ich einen Roman widme, danach für kurze oder lange Zeit aus meinem Leben verschwinden. So passiert bei meinen ersten drei Romanen. Ausgerechnet das eine Mal, wo ich ein Werk gezielt jemandem gewidmet habe, der verschwinden sollte, hat es dann nicht funktioniert. Vertraue ich jetzt darauf, dass der Fluch gebrochen ist, oder verzichte ich lieber ganz auf eine Widmung?

So, das waren sie, meine sieben Fakten. Und ich muss sagen, dafür, dass ich das so lange aufgeschoben habe, hat die Beantwortung doch Spaß gemacht.

Worauf ich aber verzichten werde, und ich hoffe, dass mir der gute Simon nicht böse ist, ist eine Nominierung weiterer Blogger. Ich tue mich immer ungemein schwer damit, diese Stöckchen anderen an den Kopf zu werfen. Und nachdem ich mich in letzter Zeit immer ungemein geärgert habe, dass so viele Leute es sich einfach machen und einfach schreiben, dass jeder teilnehmen kann, der es gerne möchte, mache ich das jetzt auch so, muss mich nicht mehr über mich selber ärgern (denn das ist es ja im Grunde) und kann gespannt warten, ob die Sache weitergetragen wird oder im Sande verläuft.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn der eine oder die andere unter meinen Lesern uns mit weiteren Fakten aus ihrem/seinem Leben unterhalten würde!

Reblog: Heute ist Sperrmülltag für das Wörtchen „nur“

Ich gehe mit den teils sehr harten und auf den Punkt formulierten Aussagen von Michaela Stadelmann, bei mir auf dem Blog auch unter ihrem Pseudonym Mikaela Sandberg mit einer Rezension zum Roman „Schweig still“ vertreten, ja längst nicht immer konform. Muss ich auch nicht, denn was gibt es Schöneres als unterschiedliche Standpunkte einnehmen zu dürfen?

Aber in diesem Fall möchte ich eigentlich bei jedem Satz applaudierend aufstehen und jubelnd die Faust in den Himmel recken!

Es ist leider immer noch ein Charakteristikum vieler „Nachwuchsautoren“ (wo wächst da was nach?), dass sie sich mit den ganz Großen vergleichen oder vergleichen lassen:

»Ich habe zwar veröffentlicht, aber ich habe nicht so viele Bestseller wie xy.«

»Ich habe zwar einen Roman veröffentlicht, aber nur auf eigene Faust, weil ich keinen Verlag gefunden habe.«

»Ich habe erst einmal nur von dem geschrieben, was ich kenne, weil ich mir etwas anderes nicht zutraue.«

»Ich habe nur Fanfiction geschrieben, weil mich eine eigene Geschichte nicht so gereizt hat.«

Ihr seht, wenn man einmal das Fass ansticht, so wie Michaela es getan hat, dann kommen da eine ganze Menge „nur“-Sätze heraus. Und die meisten von ihnen eitern heftig.

Wenn wir Autoren uns auch immer wieder, wie Michaela richtig schreibt, Bewertungen von außen ausgesetzt sehen, so sollten wir doch endlich damit anfangen, uns selbst und unsere Kolleginnen und Kollegen als das zu begreifen, was wir sind: erschaffende, schöpferische, sogar (ja, ich verwende das Wort) künstlerische Menschen!

Also lest den Artikel, teilt den Gedanken. Und dann lasst uns alle diesen Tag zum Sperrmülltag erklären. Wie passend ist es da, dass gleichzeitig auch Star-Wars-Day ist: May the forth be with you!

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

Sätze, mit denen man sich klein macht:

  • Ich habe bisher nur Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Upgrade: Ich habe bisher nur eine Kurzgeschichte in einer Anthologie veröffentlicht. Aber du hast was veröffentlicht!
  • Ich schreibe nur Fantasy / Krimis / Liebesromane / füge ein Genre deiner Wahl ein. Das bedeutet, du hattest eine Idee, du hast die Idee ausgearbeitet, du verfolgst diese Idee konsequent bis zu einem Punkt X, du hast dich mit allem, was du hast, in diese Idee hineingestürzt, kurz: Du hast den Mut gehabt, aus deinen Gedanken etwas Neues entstehen zu lassen.
  • Ich schreibe nur Lyrik. Weißt du, zu welchen lyrischen Höhenflügen die meisten Autoren fähig sind? Lies das: Himmel, Ar*** und Zwirn, man reiche dem Schreiber Hirn, der schreibt und nicht erkennt, dass Lyrik … Ja, und hier hört’s auf, weil mein Wortschatz mich im Stich lässt. Du schreibst Lyrik! Verdammt! Das ist die Königsdisziplin!
  • Ich schreibe nur…

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Die Türkei blockiert Wikipedia

Ja, dies wird wieder ein klein wenig politisch …

So langsam wird mir Angst und Bange, wenn ich mir anschaue, welche Blüten die Reaktionen auf den Umsturzversuch in der Türkei im vergangenen Jahr treiben. Was haben wir da nicht alles schon erlebt?

Wir hatten Massenentlassungen, wir hatten die Verhaftung von Journalisten (inländisch/ausländisch), wir hatten die Internierung von Schriftstellern. Viele deutsche Buchverlage, Redaktionen und Autoren haben sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen dort solidarisiert.

Heute hat es anscheinend, wie verschiedene Medien berichten (u.a. die Tagesschau), einen neuen unrühmlichen Höhepunkt der Zensurmaßnahmen gegeben. Die Türkei blockiert das Onlinelexikon Wikipedia.

Die Gründe hierfür sind noch sehr spekulativ. Es wird gemutmaßt, dass sich kritische Stimmen gegen die Regierung des Landes dort finden lassen sollen, beziehungsweise dass nach Ansicht der türkischen Regierung das Lexikon benutzt wird, um Meinungsmache zu betreiben.

Was bedeutet das?

Nun, aus meiner Sicht bedeutet es, dass es der türkischen Regierung inzwischen relativ egal ist, welchen Eindruck ihre Politik auf andere macht. Mit der Sperrung einer Seite wie der Wikipedia, so sie denn wirklich durchgezogen wird, bestätigt man doch genau die Eindrücke, gegen die man sich eigentlich verwahren möchte: Nämlich, dass die Türkei, nicht zuletzt auch durch das umstrittene Referendum, auf dem Weg in die Diktatur ist.

Ich persönlich bin weit davon entfernt, solche Begriffe anzuwenden. Nicht, weil ich nicht die Parallelen sehe, sondern weil ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass dies das ist, was das Gros der türkischen Bevölkerung wirklich will oder akzeptieren würde. Ich kenne sogenannte „Deutschtürken“, sowohl mit also auch ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Da war und ist niemand dabei, den ich für einen Gegner der Demokratie halten würde. Und ich kenne eine türkische Metropole wie Istanbul und weiß, wie offen sich diese Stadt gegenüber Fremden gibt.

Aber da ist eben auch die andere Seite. Begriffe wie „Präsidialdiktatur“, „Zensur“ und „Regimekritiker“ haben gerade in einem Land wie dem unseren (zu Recht) einen sehr schlechten Beigeschmack.

Das stärkt noch meine Ansicht, dass es eine gewisse „mir doch egal“-Mentalität in der türkischen Spitzenpolitik gibt. Denn auf eine Stufe mit den gerade assoziierten Strukturen will sich doch eigentlich niemand freiwillig stellen lassen, oder? Genauso wenig, wie ich es mir erstrebenswert vorstelle, in eine Reihe mit anderen Ländern gestellt zu werden, die den Zugang der Bevölkerung zu freien Informationen einschränken. Nordkorea ist da nur das prominenteste Beispiel.

Nein, liebe Türkei, liebe Türken, ich glaube nicht, dass ihr, dass du das wirklich willst. Aber was muss erst noch passieren, damit ihr, damit du einsiehst, dass der Weg, der hier eingeschlagen wurde, ein Weg mit möglichem gefährlichen Ausgang ist?

Quo vadis, Türkei?